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Fox Float X2 Live Valve Neo-Dämpfer im Test: Dank Elektrik-Update zur Uphill-Rakete

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Fox Float X2 Live Valve Neo-Dämpfer im Test: Ab sofort gibt es den Fox Float X2 auch mit der elektrischen Live Valve-Neo-Dämpfungs-Technologie. Ob dies den Gravity-Dämpfer zur Uphill-Rakete macht, erfahrt ihr in unserem Test.

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Fox Float X2 Live Valve Neo-Dämpfer – Infos und Preise

Fox hat dem Gravity-Dämpfer X2 ein elektrisches Upgrade verpasst. Ab sofort gibt es den im vergangenen Jahr neu vorgestellten großvolumigen Luftdämpfer (Hier geht’s zum Fox Float X2 Test) auch als Live-Valve-Neo-Variante mit elektrischer Dämpfung. Diese soll dabei helfen, das Maximum an Effizienz aus dem Fahrwerk herauszuholen. Damit dies gelingt, versorgen zwei Sensoren, die jeweils an Vorderrad- und Hinterrad-Bremse befestigt werden, den Dämpfer durchgängig mit Informationen. Dies erlaubt es dem System, die standardmäßig geschlossene Dämpfung blitzschnell zu öffnen, sollte sie benötigt werden. Das Resultat: Ein Dämpfer, der, wenn er nicht benötigt wird, mit maximaler Effizienz punkten, gleichzeitig aber jede Unebenheit butterweich wegbügeln soll. Und das alles ganz von Geisterhand, ohne dass der Fahrer auch nur einen Gedanken daran verschwenden muss. Ob diese in der Theorie feine Sache in der Praxis überzeugen kann, haben wir für euch getestet.

Preislich liegt der Fox Float X2 Live Valve Neo-Dämpfer bei amtlichen 1.399 € in der goldenen Factory-Ausführung – dazu braucht man dann noch das Batterie- und Sensor-Kit für 479 €. Die Performance Elite-Variante wird im Aftermarket nicht angeboten.

  • neuer Fox Float X2 Live Valve Neo-Dämpfer
  • Einstellmöglichkeiten (extern) LSC, LSR, HSR, Firmemode-Adjust
  • Gewicht 830 g (gewogen, 210 x 55 mm, inklusive Sensoren)
  • www.ridefox.com
  • Preise (UVP) 1.399 € (Dämpfer) | 479 € (Batterie- & Sensor-Kit)
# Ab sofort gibt es den neuen Fox Float X2-Dämpfer auch als Live Valve Neo-Variante.
Diashow: Fox Float X2 Live Valve Neo-Dämpfer im Test: Dank Elektrik-Update zur Uphill-Rakete
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Im Detail

Grundlegend ist der Fox Float X2 Live Valve Neo kein komplett neuer Dämpfer, sondern teilt sich alle grundlegenden Strukturen und Details mit dem gewöhnlichen Fox Float X2. Rein optisch kommt die Live Valve-Neo-Variante aber, wenig verwunderlich, deutlich wuchtiger daher. Dies liegt vor allem daran, dass am Ausgleichsbehälter Platz für den nötigen Akku geschaffen werden musste. Dieser ist kein unbekannter, sondern findet bereits in der Fox Live Valve Neo-Variostütze und den bekannten LV Neo-Dämpfern Verwendung. Neben dem Akku ziert natürlich auch ein kleiner Ein- und Ausschaltknopf inklusive umschließender LED-Leiste das Federbein.

# Der Akku am Ausgleichsbehälter ist ein klares Indiz. Hier handelt es sich um einen Live Valve Neo-Dämpfer.
# Der Akku versorgt den Dämpfer mit Strom.
# Sensoren an Federgabel und Hinterbau versorgen den Dämpfer mit Informationen vom Untergrund.

Doch auch auf der anderen Seite des Ausgleichsbehälters gibt es Abweichungen zum nicht elektrifizierten Modell. Statt separat einstellbarer Lowspeed- und Highspeed-Druckstufen-Versteller findet man beim Live Valve-Neo lediglich ein Rädchen für die Lowspeed-Druckstufe. Auf eine extern verstellbare Highspeed-Compression muss man hier verzichten. Dafür lässt sich die Lowspeed-Druckstufe allerdings komplett werkzeugfrei mit elf Klicks verstellen. Zudem gibt es einen weiteren Einstellknopf, der sich auf den Firm-Mode auswirkt. Hier kann man abgestuft in sieben Klicks auswählen, wie straff die Dämpfung im gelockten Zustand ausfallen soll. Highspeed- und Lowspeed-Rebound können hingegen exakt wie beim regulären Modell eingestellt werden.

# Statt Highspeed-Einsteller gibt's hier nur Lowspeed-Druckstufe und Firm-Mode-Adjust.
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Doch nicht nur direkt am Dämpfer, sondern auch an den Bremsaufnahmen kann man erkennen, dass ein Live Valve Neo-Dämpfer verbaut ist. Hier befinden sich nämlich die für die Dämpfungsperformance unerlässlichen Sensoren. Wenn du wissen willst, wie genau die Fox Live Valve Neo-Technologie funktioniert, dann gibt’s hier unseren absoluten Fox Live Valve Neo Deep Dive.

Natürlich wirken sich die Live Valve Neo-Updates nicht nur auf Optik und Trail-Performance, sondern auch auf der Waage aus. Mit beiden Sensoren, Tokens und Akku bringt der Dämpfer im 210 x 55 mm Einbaumaß rund 830 g auf die Waage. Die Variante ohne Live Valve Neo ist mit einem Gewicht von nur 720 g deutlich leichter.

Auf dem Trail

Für den Test des neuen Fox X2 Live Valve Neo-Dämpfers hat mich Fox nach Finale Ligure eingeladen. Vor Ort konnte ich das elektronische Dämpfersystem auf den bekannten Trails rund um Finale zusammen mit weiteren Fox-Neuheiten ausprobieren. Der Dämpfer wurde in mein Specialized Stumpjumper Evo eingebaut, sodass ich ihn in einem ansonsten vertrauten Setup testen konnte.

# Für den Test wurde der Dämpfer in meinem Stumpjumper Evo montiert.

Offen gesagt war meine Vorfreude auf den X2 Live Valve Neo anfangs eher verhalten. Obwohl ich bereits den ein oder anderen elektronischen Dämpfer gefahren bin, ohne dass ich daran etwas auszusetzen gehabt habe, und mir auch Gregors sehr positives Feedback zum Live Valve Neo-System bekannt war, wollte der Funke nicht so recht überspringen. Dies hat sich während des Tests dann allerdings ziemlich schnell geändert.

Der Einbau des Systems ist unkompliziert. Der Dämpfer selbst wird normal montiert, zusätzlich kommen Sensoren an Vorder- und Hinterrad-Bremsaufnahmen dazu. Danach folgt die Einrichtung per App. Das ist natürlich ein zusätzlicher Schritt, funktioniert aber insgesamt recht einfach. Man wird gut durch den Kopplungs- und Kalibrierungs-Prozess geführt. In der App selbst bietet Fox dann sehr viele Einstellmöglichkeiten. Wer will, kann hier tief einsteigen, sollte sich aber zuerst etwas in die Materie einlesen. Gleichzeitig lässt sich das System aber auch mit den voreingestellten Modi schon sehr sinnvoll fahren. Grundsätzlich muss man sich mit Live Valve Neo allerdings etwas gründlicher als mit einem herkömmlichen Dämpfer befassen, wenn man das volle Potenzial ausschöpfen möchte.

# Ich habe den Fox Float X2 Live Valve Neo auf den Trails in Finale Ligure sowie auf meinen Hometrails testen können.

Zusammen mit Fox-Race-Mechaniker Jordi habe ich am Stumpjumper ein passendes Base-Setup erarbeitet. Da das Heck des Bikes recht linear ausfällt, habe ich den Dämpfer nahezu komplett mit Volumenspacer gefüllt, um eine gelungene Balance aus Sensibilität, Gegenhalt und Endprogression zu erreichen. Dieses initiale Base-Setup wurde im Laufe von zwei Testruns weiter verfeinert. Hierfür habe ich das Neo-System vorerst ausgeschaltet – der Dämpfer arbeitet dann genau wie ein normaler ohne elektrischen Schnickschnack.

Nach den ersten erfolgreichen Einstellfahrten hatte dann die Stunde der Elektrik geschlagen. Besonders auffällig ist zunächst, wie leise das System arbeitet. Während man andere elektronische Fahrwerke teilweise deutlich hört, bleibt der Live Valve Neo akustisch angenehm unauffällig. Noch wichtiger ist allerdings der Fahreindruck: Auf ebenem Untergrund ist das System geschlossen, was für ein extrem effizientes Vorankommen sorgt. Man sitzt spürbar höher im Federweg und das Heck wippt praktisch gar nicht. Selbst im Wiegetritt bleibt das Heck bretthart. Gerade auf Schotterwegen und Forststraßen ist man so richtig schnell unterwegs.

Doch auch auf technischen Anstiegen funktioniert der Live Valve Neo-Dämpfer richtig gut. Während man mit einem klassischen Lockout Gripverluste und weniger Komfort in Kauf nehmen muss, kombiniert Live Valve das Beste aus beiden Welten. Bei Hindernissen und unebenem Terrain öffnet sich der Dämpfer blitzschnell, generiert Traktion und schluckt das Hindernis weg, nur um die Dämpfung im nächsten Sekundenbruchteil wieder zu schließen und ein Wegsacken des Dämpfers zu verhindern. Bergauf ist der Fox Float X2 Live Valve Neo so eine absolute Macht.

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Ganz ohne Grenzen ist das Ganze allerdings nicht. Wenn man das System bewusst provoziert, indem man mit dem Vorderrad an einem Hindernis vorbeifährt und nur das Hinterrad darüberrollt, reagiert es spürbar weniger geschmeidig. Im normalen Fahrbetrieb war das für mich aber kaum relevant.

Auch bergab hat der Live Valve Neo einen guten Eindruck hinterlassen. Die Basis ist mit dem aktuellen X2-Dämpfer ohnehin sehr performant. Der Dämpfer arbeitet sensibel, bietet guten Gegenhalt und lässt sich sauber abstimmen. Hinzu kommt, dass man die Live Valve-Funktion im Downhill zu keiner Zeit negativ merkt. Ungewolltes Eingreifen oder ein plötzlich bretthartes Fahrwerk, wenn man sich gerade Komfort und Grip gewünscht hätte, gibt es nicht. Hierbei spielt natürlich auch der gewählte Modus in der App eine Rolle. Dieser erlaubt zahlreiche sehr detaillierte Einstell-Optionen. Die meiste Zeit des Tests war ich schlussendlich mit einem Modus von Remi Gauvin unterwegs, bei dem der Dämpfer, wenn das Fahrrad bergab zeigt, immer offen bleibt. Hier kann sich jeder selbst sein optimales Setup zusammenklicken.

Während man die Live Valve-Funktion im Downhill-Geschepper also gar nicht merkt, sorgt das System bei kurzen Zwischensprints oder Gegenanstiegen sofort wieder für richtig viel Effizienz. Bereits bevor man daran gedacht hat, ist das Heck straff und die Power wird direkt in Vortrieb umgewandelt. Gerade auf welligen Trails ist das ein echter Pluspunkt. Eine Sache, die mir allerdings aufgefallen ist: Mit dem Fox Float X2 Live Valve Neo-Dämpfer habe ich gefühlt ein kleines bisschen mehr Kettenschlagen als mit dem zuvor verbauten Genie-Dämpfer. Ob das wirklich auf den Dämpfer oder auf das Live Valve-System zurückzuführen ist, kann ich allerdings nicht mit Sicherheit sagen.

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Subjektiv wirkte mein sowieso schon nicht gerade behäbiges Stumpjumper Evo mit dem Fox Float X2 Live Valve Neo noch mal spritziger und schneller, und das, ohne dass ich dabei Abstriche bei der Downhill-Performance machen musste. Die Kehrseite der Medaille hat es allerdings auch in sich. Der Dämpfer ist nicht nur ziemlich teuer, sondern man muss sich auch ausgiebig mit dem System beschäftigen, wenn man das Maximum herausholen will. Hinzu kommt der Akku, der leider nicht allzu lange durchhält und regelmäßig geladen werden muss. Außerdem ist der Dämpfer natürlich auch etwas schwerer als die nichtelektrische Variante.

Fazit – Fox Float X2 Live Valve Neo Dämpfer

Der Fox Live Valve Neo X2 hat mich im Test sehr positiv überrascht. Besonders die Kombination aus hoher Effizienz im Uphill und sehr guter Performance auf dem Trail macht das System spannend. Dazu arbeitet der Dämpfer angenehm leise und präsentiert sich im Fahrbetrieb erstaunlich unauffällig. Wer keine Lust auf App, Akku und zusätzliche Komplexität hat, ist mit einem konventionellen Dämpfer weiterhin bestens bedient. Für alle Tech-Nerds mit ausreichend Budget gibt es hier eine sehr coole Spielerei, die dein Bike vor allem im Uphill und auf welligen Trails deutlich effizienter und schneller macht.

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Testablauf

Fox hat uns für zwei Tage nach Finale Ligure, Italien, eingeladen, um den neuen Fox Float X2 Live Valve Neo sowie weitere Fox-Produkte zu testen. Die Kosten für die Reise wurden von Fox übernommen. Nach dem Test konnten wir den Fox Float X2 Neo für einige Wochen auf unseren Hometrails fahren.

Hier haben wir den neuen Fox Float X2 Live Valve Neo getestet:

  • Finale Ligure, Italien: Legendäres Enduro-Gebiet an der Ligurischen Küste. Viele Steine, wenige Anlieger – hier ist Kontrolle und Grip essenziell.
  • Taunus, Hessen: Singletrails in tiefem Waldboden, eher naturbelassen, guter Mix aus technischen und schnellen Segmenten.
Tester-Profil: Arne Koop
Körpergröße 184 cm
Schrittlänge 87 cm
Oberkörperlänge 67 cm
Armlänge 63 cm
Gewicht 74 kg
Arne ist seit 2010 auf dem Mountainbike unterwegs. Am liebsten scheucht er Enduro- oder Trailbikes auf ruppigen, natürlichen Trails bergab. Wenn sich die Gelegenheit bietet, springt er jedoch liebend gern aufs Downhill-Bike oder dreht eine Runde mit dem Rennrad.
Fahrstil
sauber, hohes Grundtempo
Ich fahre hauptsächlich
Enduro, Trail, Downhill
Vorlieben beim Fahrwerk
vorne straffer als hinten, schneller Rebound, nicht zu viel Dämpfung
Vorlieben bei der Geometrie
moderater Reach, keine zu kurzen Kettenstreben, flacher Lenkwinkel

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