Bericht über die FIDE World Senior Teams Chess Championships 2026
54 Teams aus 25 Schachverbänden trafen sich vom 19. bis 28. April 2026 im albanischen Durres, um die neuen Weltmeister in der Klasse 65+ zu ermitteln. In der Klasse 50+ gingen deutlich weniger Teilnehmer an die Bretter, ich konzentriere mich im Bericht auf die alten Herren bzw. junggebliebenen Damen. Aus Deutschland am Start: die Emanuel-Lasker-Gesellschaft/Schachstiftung Gerhard Köhler auf Startplatz 1, Germany (eher als Freiburg/Zähringen bekannt) als Nr. 11, Saxonia auf Nr.14, der SC Kreuzberg auf Nr.26 und unser Damenteam (aufgrund zuweniger Teams starteten alle Ladies in der offenen Gruppe) auf Strartrang 32.
Team Saxonia trat mit 5 Spielern an die Bretter, die entweder in Sachsen beheimatet sind oder einen früheren Bezug zum sächsischen Schach haben. Unbedingt erwähnen möchte ich unser Mannschaftsmitglied Nr. 6 Sibylle Okrajek, die ihren Gatten bei seiner Tätigkeit als Team-Captain wirkungsvoll unterstützte und auch die meisten hier veröffentlichten Fotos gefertigt hat.
stehend links Michael Schulz, dann Günther Jahnel, Alexander Okrajek, Jürgen Kyas und Gunter Sandner
Im vergangenen Jahr hatte das sächsische Team in Prag überraschend Platz 3 erreicht. Eine Wiederholung dieses Coups erschien uns diesmal kaum möglich, die anderen Teams hatten zu deutlich aufgerüstet. So gingen in Durres 21 Großmeister und 29 Internationale Meister an den Start.
Der Verlauf der Meisterschaft bestätigte denn auch diese Prognose. Nach 5 Runden mit 8:2 Punkten auf Platz 9 in den Ruhetag gegangen, warteten im zweiten Teil nur noch zum Teil bedeutend stärkere Teams auf uns. Trotzdem hielten wir nach Kräften gegen und nahmen noch 3 Mannschaftspunkte in die Wertung. Unser Glanzstück war der Sieg gegen die an Nummer 4 gesetzten Montenegriner, den entscheidenden Punkt holte Günther Jahnel .
Damit belegten wir am Ende Platz 13, mit dem Resultat waren alle durchaus zufrieden. Weltmeister wurden zu unserer Freude die Mannen um Gerhard Köhler nach einem spannungsgeladenen Finale. Auch unsere Damen erreichten Großes: Nach einem hohen Sieg in der letzten Runde war Silber der verdiente Lohn.
Zum Ende noch ein wenig Statistik:
Dabei sieht man zuerst die überragende Leistung von Jürgen Kyas, der ungeschlagen blieb und seine Punkteteilungen gegen stärkere Gegner immer aus einer Position der Gleichwertigkeit heraus errang.
Alexander, Günther und ich agierten im Rahmen der Erwartungen, Michael brauchte Zeit, um nach einer ausgedehnten Reise schachlich wieder in Tritt zu kommen.
Bei aller Konzentration auf das Schachereignis blieb noch Zeit, um sich mit der Umgebung und den örtlichen Gegebenheiten vertraut zu machen. Einige Impressionen zum Abschluß:

