Unentschieden im Schweizerduell und überraschende Niederlage der Nummer 1
Die grösste Überraschung des Tages ist sicherlich der Sieg des erst 14-jährigen Grossmeisters Nodirbek Abdusattorov aus Usbekistan gegen die Nummer 1 des Turniers Sam Shankland aus den Vereinigten Staaten. Abdusattorov ist aktuell der zweitjüngste Spieler, welche die Norm des Grossmeisters erhalten hat. In der heutigen Partie der spanischen Eröffnung konnte Shankland im Mittelspiel einen Bauern gewinnen, dies jedoch nur unter Zulassung, das zwei weisse verbunden Freibauern im Zentrum entstanden. Einer dieser beiden Bauern entschied auch die Partie, da er bis auf d7 durchlaufen konnte und mit der Unterstützung der weiteren weissen Figuren nur unter grossem Materialverlust aufzuhalten war. Mit diesem Sieg gegen einen Spieler mit mehr als 2700 Elo macht der junge Usbeke einen weiteren Schritt die Grenzen von 2600 Elo zu überspringen.
Vor dem Turnier fehlten ihm noch ganze zwei Elopunkte. In der Partie zwischen dem iranischen Grossmeister Parham Maghsoodloo und seinem peruanischen Gegenspieler GM Jorge Cori kam es bald zu einer interessanten Materialverteilung mit zwei Leichtfiguren gegen eine Dame. Die Initiative der der beiden Figuren reichte jedoch nicht aus die Wucht der schwarzen Schwerfiguren zu widerstehen und nach dem 24. Zug von Schwarz
und einer bevorstehenden Umwandlung eines Bauern zu einer zweiten Dame war der Sieg von Schwarz Tatsache.
In der Tabelle kommt es durch die beiden Niederlagen der Führenden zu einem Leaderwechsel:
Vidit übernimmt die Spitze mit einem Vorsprung von einem Punkt auf Shankland. Im parallel verlaufenden Meisteropen weisen noch 5 Spieler das Punktemaximum von drei Punkten auf. An der Spitze liegt der amerikanische Grossmeister Gata Kamsky, seines Zeichens ehemaliger Herausforderer von Anatoly Karpov in der Weltmeisterschaft von 1996.
Fotos Biel Chess Festival
Rangliste GM-Turnier:
Resultate und Paarungen GM-Turnier
Meisterturnier:
Spieler mit 3 Punkten: Kamsky Gata (USA), Donchenko Alexander (GER), Erdos Viktor (HUN), Brkic Ante (CRO) und Mastrovasilis Athanasios (GRE)

