Düsseldorfer SC gewinnt gegen Laatzen – trotz Schwächen in Disziplin und Chancenverwertung
Der Düsseldorfer SC hat sein Heimspiel in der 2. Wasserball-Bundesliga Männer gegen die Sportliche Vereinigung Laatzen mit 13:9 für sich entschieden. Der Erfolg im Rheinbad war am Ende verdient, offenbarte jedoch über weite Strecken auch Defizite in Disziplin, Konzentration und Chancenverwertung.
Torreiches erstes Viertel – Laatzen hält dagegen
Wie von Trainer Gábor Bujka im Vorfeld angekündigt, entwickelte sich die Partie von Beginn an zu einem unangenehmen Spiel. Bereits im ersten Viertel fielen neun Tore, was die offene und phasenweise unstrukturierte Anfangsphase widerspiegelte. Düsseldorf ging früh in Führung, ließ Laatzen jedoch immer wieder durch einfache Ballverluste und fehlende defensive Abstimmung zurück ins Spiel kommen.
Trotz eigener Führungssituationen gelang es dem DSC nicht, sich abzusetzen. Laatzen nutzte Unsicherheiten konsequent aus und ging mit einer 5:4-Führung in die erste Viertelpause. Besonders auffällig war in dieser Phase die mangelnde Konsequenz im Abschluss auf Düsseldorfer Seite.
Mehr Ordnung vor der Pause
Im zweiten Viertel stabilisierte sich das Spiel der Gastgeber. Defensiv agierte der DSC geschlossener, die Rückwärtsbewegung funktionierte besser, und im Angriff wurden die Aktionen strukturierter vorgetragen. Dank eines 3:2 im zweiten Abschnitt brachte Düsseldorf das Spiel wieder in Gleichstand und ging mit 7:7 in die Halbzeitpause.
Auffällig blieb jedoch, dass der DSC trotz guter Spielkontrolle zahlreiche klare Möglichkeiten liegen ließ. Neben Fehlpässen scheiterten die Düsseldorfer mehrfach an der eigenen Abschlussschwäche.
Vorentscheidung im dritten Abschnitt
Die entscheidende Phase der Partie folgte nach dem Seitenwechsel. Im dritten Viertel zeigte der DSC seine beste Leistung. Defensiv ließ die Mannschaft keinen Gegentreffer zu, agierte diszipliniert im Verbund und zwang Laatzen zu schwierigen Abschlüssen.
Gleichzeitig nutzten die Gastgeber ihre Chancen konsequenter. Mit vier Toren in Folge setzte sich der DSC erstmals deutlicher ab und stellte auf 11:7. Laatzen fand in dieser Phase kaum noch Zugriff auf das Spiel, auch weil Düsseldorf konsequent die Überzahlsituationen nutzte und defensiv keine einfachen Fehler mehr zuließ.
Kontrolle bis zum Ende – aber weiter Luft nach oben
Im Schlussviertel ließ der DSC nichts mehr anbrennen. Beide Mannschaften erzielten noch jeweils zwei Treffer, der Vorsprung blieb jedoch konstant. Trotz einzelner Zeitstrafen und Unterbrechungen brachte Düsseldorf den 13:9-Heimsiegsouverän über die Zeit.
Trainer Gábor Bujka zog dennoch ein kritisches Fazit:
„Wie gewarnt war es ein unangenehmes Spiel – und genau so war es auch im ersten Viertel. Danach hatten wir mehr Kontrolle. Im Angriff haben wir während des Spiels gute Lösungen gesehen, aber wir haben zu viele Chancen liegen lassen.“
Neben Fehlpässen bemängelte Bujka vor allem die Abschlussquote: „Es gab zu viele Fehlschüsse. Selbst einer unserer besten Werfer kam bei acht Abschlüssen nur auf einen Treffer. Um auch in Zukunft Punkte zu holen, müssen wir unsere Disziplin und Konzentration deutlich verbessern.“
Torschützen und Auszeichnung
Bester Torschütze des DSC waren Maximilian Schleicher, Erik Károly Szabó und Michael Petrov mit jeweils drei Treffern. Weitere Tore erzielten Tamás Bodoróczki, Omar Aly, Arthur Kirschner und Lucca Heinrich.
Auf Seiten der Gäste war Sven Grüneberg mit zwei Treffern der erfolgreichste Werfer.
Zum Spieler des Tages wurde Michael Petrov gewählt, der sowohl offensiv als auch defensiv Akzente setzte.
Einordnung
Mit dem Sieg verteidigt der Düsseldorfer SC seinen Tabellenplatz und bestätigt seine Heimstärke. Gleichzeitig zeigt die Partie gegen Laatzen, dass trotz des positiven Ergebnisses weiterhin Verbesserungsbedarf besteht – insbesondere in der Konzentration über vier Viertel hinweg sowie in der konsequenteren Chancenverwertung.
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