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Grosse Herausforderungen und dieselben Favoriten

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Mit dem Supercup wurde am letzten Samstag in Gümligen die neue Volleyball-Saison bereits eingeläutet. Das Duell zwischen den Cupfinalisten der letzten Saison brachte bei den Männern gleich eine erste Überraschung. Sechs Jahre nach dem Aufstieg in die NLA sicherten sich die Volleyballer von Luzern ihren ersten Titel in der Klubgeschichte. Gegen Lausanne UC, den Meister der Jahre 2018 und 2019, setzten sich die Zentralschweizer gleich mit 3:0 Sätzen durch. Der Sieg war in dieser Deutlichkeit ebenso nicht zu erwarten, wie der Dreisatzerfolg von Aesch-Pfeffingen über den letztjährigen Double-Gewinner Neuchâtel UC bei den Frauen.

Gross war die Vorfreude allenthalben, dass es gut ein halbes Jahr nach dem Abbruch der NLA-Meisterschaften (mitten in den Playoffs) endlich wieder losging. Überall sahen sich die Klubs in der Saisonvorbereitung mit grösseren Herausforderungen konfrontiert. Eingeschränkte Trainingsmöglichkeiten hier, Quarantäne-Pflicht des einreisenden ausländischen Personals da, auch die athletische Verfassung der Spieler soll wegen der speziellen Umstände hie und da gelitten haben. Von den Vereinen war wegen der Corona-Krise viel Flexibilität gefragt - und das wird auch in Zukunft so bleiben. Im Vorteil ist, wem es gelingt, den Fokus auf das Wesentliche zu legen.

Dies ist Volley Luzern mit dem Sieg im Supercup vorzüglich gelungen. Ob der Playoff-Halbfinalist der letzten Saison seinem Ruf als "Favoritenschreck" auch in den kommenden Monaten wieder gerecht werden kann, wird sich weisen. Die neu vom Italiener Alessandro Lodi gecoachten Luzerner haben gleich mehrere Teamstützen an die Konkurrenz verloren. Unter anderen verliess der lettische Liga-Topskorer Edvarts Buivids den Klub in Richtung Amriswil. Der Qualifikationssieger der abgebrochenen letzten Meisterschaft hat sich nochmals massiv verstärkt und steht deshalb zuoberst auf der der Liste der Favoriten. Mit Quentin Zeller verpflichteten die Thurgauer von Chênois auch den zweitbesten Punktesammler der letzten Saison. Im Gegenzug wechselte dessen Nationalmannschaftskollege Jovan Djokic zu den Genfern.

Auch andere Teams haben sich gezielt verstärkt. Zum Beispiel Schönenwerd. Die Solothurner haben die vergangene Qualifikation hinter Amriswil auf Platz 2 abgeschlossen und wollen nun zurück an die Spitze. Mit Shonari Hepburn aus den Bahamas dem albanischen Nationalspieler Redjo Koci und dem früheren argentinischen U23-Weltmeister German Johansen haben die ambitionierten Solothurner viel internationale Klasse dazu gewonnen. Mit Reto Giger kann der neue Coach Bogdan Kotnik zudem auf einen weiteren Schweizer Nationalspieler zählen. Der Zuspieler kehrt nach je einer Saison in Polen und Estland in die Schweiz zurück.

Zusammen mit Lausanne UC und Chênois dürfte Schönenwerd zu den ersten Herausforderern von Amriswil gehören. Jona (mit dem ehemaligen Beachvolleyballer Nico Beeler) und Näfels nehmen eine Aussenseiterrolle ein. Einen schweren Stand haben dürfte Traktor Basel. Die Teilnahme an den Playoff-Viertelfinals hat der Aufsteiger von 2019 aber bereits auf sicher. Nach dem freiwilligen Abstieg von Mitaufsteiger Lutry-Lavaux sind nur noch acht Teams vertreten.

Bei den Frauen läuft alles auf einen neuerlichen Vierkampf zwischen Aesch-Pfeffingen, Neuchâtel UC, Kanti Schaffhausen und Düdingen hinaus. Nach dem souveränen Sieg im Supercup ist Aesch-Pfeffingen zu favorisieren. Bei den Baselbieterinnen gab es im Sommer allerdings einige Wechsel auf den Ausländerpositionen. Mit Dora Grozer und Taylor Fricano (zu Kanti Schaffhausen) hat Trainer Andreas Vollmer seine beiden besten Punktesammlerinnen der Vorsaison verloren. Die Abgänge scheint Aesch-Pfeffingen jedoch gut kompensiert zu haben, damit es endlich mit dem ersten Meistertitel klappt.

Derweil setzt man bei Neuchâtel UC aber auch in Düdingen weiter auf Kontinuität. Im Kader der Neuenburgerinnen gab es auf den Schlüsselpositionen nur wenige Veränderungen, ebenso bei den Freiburgerinnen. Dass jene Teams bereits eingespielt sind, könnte gerade in dieser speziellen Situation durchaus ein Vorteil sein, auch wenn der Supercup scheinbar das Gegenteil bewiesen hat.

Hinter dem Quartett öffnet sich ein breites Mittelfeld. Cheseaux, Lugano, Franches-Montagnes aber auch Genève Volley verfügen über das Potential für die eine oder andere Überraschung. Für die letztjährigen Aufsteiger Val-de Travers und Toggenburg dürfte es im Rennen um die Playoff-Plätze eng werden.

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