Hierarchien bleiben in der neuen Saison unverändert
Der Supercup in Gümligen lieferte einen Vorgeschmack, was in der neuen NLA-Saison zu erwarten sein könnte. Amriswil und Lausanne lieferten sich einen harten Kampf, und die Ostschweizer drehten schliesslich einen 0:2-Satzrückstand. Auch in der Meisterschaft dürften sich der Titelverteidiger und der Double-Gewinner von 2017 ein hochklassiges Duell um den Titel liefern. Amriswil hat dabei grössere Veränderungen zu moderieren als Lausanne. Beide aber haben die Abgänge wie jene von Passeur Sébastien Chevallier (Lausanne) oder Libero Daniel Clément (Amriswil) gut ersetzt, sodass ein Zweikampf auf Augenhöhe zu erwarten ist.
Dahinter ist vieles offen. Einige Teams verfügen über das Potenzial, zur dritten Kraft im Land zu werden. Im letzten Jahr war dies Schönenwerd. Die Solothurner haben anders als einige Konkurrenten viele gute Schweizer im Kader, selbst wenn sie mit Samuel Ehrat einen Nationalspieler an Aufsteiger Basel abgeben mussten.
Die beiden Aufsteiger Basel und Lutry dürfen als Bereicherung für die Liga bezeichnet werden, da sie über das Potenzial verfügen, für die Gegner zu Stolpersteinen werden. Es ist jedenfalls eine deutlich ausgeglichenere Saison zu erwarten als im Vorjahr.
Bei den Frauen ist Neuchâtel UC nicht nur deshalb favorisiert, weil es sich im Supercup am Wochenende gegen Aesch-Pfeffingen bereits den nächsten Titel gesichert hat, sondern vor allem, weil die Meister-Equipe grösstenteils zusammengeblieben ist. Mit Sabel Sabin, die ihre ursprüngliche Absicht, in die USA zurückzukehren, doch nicht umsetzte, konnte die starke US-Fraktion von NUC gar noch durch eine erfahrene Mittelblockerin ergänzt werden.
Aesch-Pfeffingen wird versuchen, die gelungene letzte Saison zu wiederholen. Die Baselbieterinnen haben ein gutes Kader beisammen mit starken Ausländerinnen. Vor zwei Wochen musste die Equipe von Andi Vollmer jedoch einen Rückschlag hinnehmen, als sich die neu verpflichtete Passeuse Mita Uiato aus den USA einen Kreuzbandriss zuzog. Als Ersatz wurde mit Megan Cyr eine kanadische Nationalspielerin verpflichtet, die einst eine Saison bei NUC spielte.
Schaffhausen wiederum ist in der Herausforderer-Rolle, hat allerdings die anspruchsvolle Aufgabe, vier Stammspielerinnen zu ersetzen. Mit Laura Unternährer, die von Volero Le Canet in die Schweiz zurückgekehrt ist, weiss das Team von Nicki Neubauer aber immerhin die beste Schweizer Angreiferin in ihren Reihen.
Hinter diesem Trio öffnet sich ein breites Mittelfeld. Für die beiden Aufsteiger Val-de Travers und Toggenburg dürften die Playoffs indes ausser Reichweite liegen.
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