Spannung bei den Frauen - klare Ausgangslage bei den Männern
Volero Zürich hat den Schweizer Frauen-Volleyball zuletzt während Jahren dominiert und mit Ausnahme des Jahres 2009 stets das Double gewonnen. Volero war in dieser Zeit der "internationale" und der Finalverlierer eine Art "nationaler" Cupsieger beziehungsweise Meister. Mit dem Wegzug Voleros von Zürich nach Südfrankreich ist nun auch im Frauen-Cupfinal wieder Spannung angesagt. Sicher ist bloss, dass es einen neuen Cupsieger geben wird.
Einiges spricht für Aesch-Pfeffingen, das gegen Volero zuletzt dreimal den Playoff- und einmal den Cupfinal verloren hat. Die Baselbieterinnen schlossen zudem die NLA-Qualifikation mit zwölf Punkten Vorsprung auf den Neuchâtel UC ab und haben alle drei bisherigen Direktbegegnungen gewonnen, zwei davon allerdings erst im Tiebreak.
Die Neuenburgerinnen, die in den letzten zehn Jahren vier Cupfinals gegen Volero verloren hatten, behielten dagegen im Supercup klar die Oberhand und mussten etwa in den Cup-Halbfinals beim 3:1-Erfolg bei Kanti Schaffhausen die höhere Hürde überwinden. Die Hauptprobe jedenfalls glückte am Mittwoch beim Auftakt zu den Playoff-Halbfinals beiden Finalisten. Aesch-Pfeffingen blieb zuhause gegen Kanti ohne Satzverlust, aber auch der NUC setzte sich beim allerdings ersatzgeschwächten Qualifikations-Sieger Düdingen 3:0 durch.
Anders ist die Ausgangslage bei den Männern, bei denen "A" wie Amriswil nicht nur im Alphabet weit vor "Z" wie Züri Oberland steht. Das in Kloten beheimatete Team erreichte als erster NLB-Vertreter seit Tramelan vor 28 Jahren den Cupfinal, wobei die Jurassier diesen gegen den damaligen Dominator Leysin 0:3 verloren hatten.
Obwohl das Gleiche auch den Zürchern droht, freut man sich dort vor allem auf das "Erlebnis Cupfinal". Beim Unterklassigen, der mit Jona und Uni Bern zwei NLA-Vertreter eliminiert hat, ist man sich der krassen Aussenseiterrolle bewusst, hofft aber, wenigstens einigermassen mithalten zu können - und träumt sogar von einem Satzgewinn.
Züri Unterland, das sich 2015 aus der höchsten Spielklasse zurückgezogen hat, hat immer noch vier Akteure aus der NLA-Zeit in seinen Reihen. Im Schweizer Cup standen zuvor drei Viertelfinal-Teilnahmen als Bestwerte - zwei davon gegen Amriswil, gegen das zudem auch sieben der acht NLA-Duelle verloren gingen. Wie auch immer: Alles andere als der dritte Cupsieg in Folge der Thurgauer käme einer Sensation gleich.
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