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SAP Arena Mannheim: Crème de la Crème des deutschen Volleyballs kommt

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Von Tillmann Bauer

Heidelberg. Es wird laut. Sehr laut. Da sind sich Harald W. Schoch und Holger Schell einig. Der Geschäftsführer und Präsident des Nordbadischen Volleyball-Verbandes (NVV) haben das Pokalfinale ihrer Sportart bereits zweimal in der SAP Arena erlebt. Sie wissen, welche Stimmung dort herrscht. Am kommenden Sonntag ist es wieder soweit, die Volleyball-Gemeinde versammelt sich zum Highlight des Jahres, über 10.000 Karten sind bereits verkauft - zum dritten Mal ist das Event in der Quadratstadt beheimatet. Volleyball-Deutschland blickt nach Mannheim, wenn sich zuerst die Männer des VfB Friedrichshafen mit dem Außenseiter aus Bühl messen und danach die Damen des Dresdner SC auf den VC Wiesbaden treffen. Wie groß die Vorfreude wirklich ist, das hat die RNZ bei einem Redaktionsbesuch von Schoch und Schell nachgefragt …

Herr Schoch, Herr Schell - kribbelt es bei Ihnen schon?

Schell: Auf jeden Fall. Das ist immer eine große Party. Die Grundstimmung ist super, alle freuen sich auf dieses Event des Jahres - das ist klar.

Schoch: Es ist ein Highlight für alle Beteiligten, wir haben hier ja eine typische Volleyball-Region. Südhessen, Baden, Rheinland-Pfalz und auch Württemberg, das Einzugsgebiet ist sehr groß, da freuen sich alle. Die vier Mannschaften, die es ins Finale geschafft haben, sind ja im Augenblick auch die Crème de la Crème - das Beste, was Volleyball-Deutschland zu bieten hat.

Nun werden die Pokal-Endspiele zum dritten Mal in der Mannheimer SAP Arena ausgetragen. Ein Glücksgriff für den Volleyballsport?

Schell: Absolut, aber es gab auch kein Risiko. Ich wusste bereits im Vorfeld, dass die Arena immer voll wird. Die Infrastruktur bei der SAP Arena ist einfach viel besser als in Halle Westfalen, wo die Veranstaltung davor ausgetragen wurde.

Schoch: Genau, Halle ist verkehrstechnisch jenseits von Gut und Böse - da kommt man überhaupt nicht hin (lacht). Und die SAP Arena hat zudem natürlich noch einen guten Namen. Wir sind sehr, sehr zufrieden mit den letzten zwei Jahren, der Erfolg gibt dieser Auswahl auch Recht.

Bei der Mannheimer Premiere 2016 gab es mit 12.000 Besuchern einen neuen Zuschauerrekord. Auch im vergangenen Jahr war die SAP Arena fast voll, nun sind bereits wieder über 10.000 Tickets verkauft. Das Event wird angenommen. Gelingt es diese Plattform zu nutzen, um neue Menschen für die Sportart zu begeistern?

Schoch: Klar, so ein Highlight zieht immer etliche Leute an. Aber beim Volleyball geht das natürlich immer sehr langsam. Ich habe schon mit vielen gesprochen, die sonst nichts mit unserer Sportart am Hut haben - und jetzt darauf aufmerksam werden. Bestimmt hat das auch Einfluss auf den Zulauf zu Vereinen in der Umgebung, aber man darf nicht erwarten, dass wir von heute auf morgen einen Zuwachs von mehreren Tausend Mitgliedern haben.

Was macht das Final-Endspiel so besonders?

Schell: Na ja, für die Spieler ist die Atmosphäre wirklich einzigartig. Pokalfinale muss man in seiner Vita stehen haben, vor so einer Kulisse spielt man nicht jeden Tag. Die Bundesliga hat zwar zugelegt - die Berliner spielen vielleicht manchmal vor 8000 oder 9000 Zuschauern - aber alle anderen Teams sind so etwas überhaupt nicht gewohnt. Für die Spieler ist das ein echtes Highlight, die Arena ist riesig, die Dimensionen sind einfach andere. Die Mannschaften, die schon mal im Finale standen, haben durch diese Erfahrungen auch vielleicht einen kleinen Vorteil.

Schauen wir auf die Finalspiele aus sportlicher Sicht. Beim Herren-Duell sind die Rollen zwischen dem Serienmeister Friedrichshafen und dem Außenseiter vom TV Bühl klar verteilt. Können die Zuschauer beim Frauen-Match zwischen Dresden und Wiesbaden mehr Spannung erwarten?

Schoch: Ja, ich denke schon. Dennoch sehe ich einen Vorteil für Dresden.

Schell: Wobei man Wiesbaden nicht unterschätzen sollte. Sie haben am Wochenende überraschend in Schwerin gewonnen, zudem haben sie den Titelverteidiger aus Stuttgart im Halbfinale rausgeworfen - es kann schon spannend werden. Bei den Herren müsste dagegen Friedrichshafen einen rabenschwarzen Tag erwischen und Bühl gleichzeitig überragend spielen.

Ihre Tipps?

Schoch: Friedrichshafen gewinnt klar mit 3:0, bei den Damen tippe ich auf ein 3:1 für Dresden.

Schell: Bei den Siegern schließe ich mich an - ich denke aber, dass es Wiesbaden spannender macht. Am Ende wird dennoch Dresden mit 3:2 gewinnen.

Info: Restkarten für die Veranstaltung in der SAP Arena sind noch unter www.volleyball-baden.de erhältlich.

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