Sinsheim: Ganz Steinsfurt ist allmählich eine Großbaustelle
Sinsheim-Steinsfurt. (app) In der Schule am Giebel ist es zu Ferienbeginn sehr ruhig, nicht aber in der Sporthalle nebenan. Die Steinsfurter Firma WKS Wärme- und Klimaservice GmbH beschäftigt sich mit der Heizung des neuen Gebäudes, die Monteure der Hoffenheimer Elektrofirma Hofmann befestigen an der Decke die Kabel für die Beleuchtung, und zwei Arbeiter der Firma Benz Turngeräte aus dem schwäbischen Winnenden bohren die Hülsen für die Sportgeräte und Volleyballständer in die dicke Betonwanne. Doch nicht nur hier, generell herrscht in Sinsheims größtem Stadtteil eifrige Baubetriebsamkeit. Zahlreiche kommunale Baumaßnahmen werden in den nächsten Monaten fertiggestellt, weitergeführt oder begonnen.
Baudezernent Tobias Schutz war deshalb in der Sitzung des Ortschaftsrats, um über den Stand der Dinge zu informieren. Die interessantesten Neuigkeiten für die Vereine und die örtliche Schule dürfte sich auf die im Bau befindliche neue große Sporthalle auf dem Giebel beziehen. Zunächst musste der Dezernatsleiter jedoch einen weiteren Verzug des Projekts mitteilen. Bei den Bodenbelagsarbeiten, so Schutz, werde es eine vierwöchige Verzögerung geben, denn beide in Frage kommenden Firmen, die quasi für den vorgesehenen Belag eine Monopolstellung besitzen, können den Bodenbelag nicht fristgerecht liefern. Ursprünglich war beim Spatenstich von einem Fertigungsstellungstermin im September ausgegangen worden. Momentan sieht es danach aus, dass wohl erst im Dezember die Inbetriebnahme sein wird.
Über die feierliche Übergabe machte sich der Ortschaftsrat jedoch sofort Gedanken. Dies hat die Stadtverwaltung bereits über die neue Belegung getan. Geregelt werden sollen die neuen Hallenzeiten durch eine Firma, welche auf diesem Sektor versiert ist. Deren Aufgabe wird es sein, nicht nur die neue Steinsfurter Halle sondern alle größeren Hallen der Stadt in einen Generalbelegungsplan einzubeziehen. Wie Tobias Schutz erwähnte, sollen dabei die Wünsche der Vereine möglichst berücksichtigt und Übungszeiten ohne lange Anfahrtswege ermöglicht werden. Die Bauarbeiten rund um die Schule am Giebel sind dann aber noch nicht ganz abgeschlossen, denn die Außenanlagen und der bislang noch nicht sanierte Trakt des Schulgebäudes werden noch in Angriff genommen.
Für die Gestaltung der Außenanlage rund um die Schule inclusive Teile des Bolzplatzes wird ein Planungsbüro Vorschläge erarbeiten. "Dann wird der Schulstandort gesichert sein, und wir werden eine sehr schöne, gut funktionierende Schule haben", freute sich Ortsvorsteher Rüdiger Pyck. Und Angela Stahl wird dann sehen, wie die letzten Relikte aus der guten alten Lehrschwimmbeckenzeit und des inzwischen aufgelösten Fördervereins Hallenbad integriert worden sind.
Positives soll bis dahin ebenfalls in der Ortsmitte geschehen sein, wo die Generalsanierung der Verwaltungsstelle bald fertiggestellt ist. Nach den Sommerferien steht die Fortsetzung der Sanierung des ehemaligen Lehrerwohnhauses an. Nun wird der Fassade zu Leibe gerückt. Mit dezenten Farben soll sich das Gebäude, so Baudezernent Schutz, optisch an die angrenzende Verwaltungsstelle angliedern. Für die Vorplatzgestaltung der beiden Gebäude wird ein Planungsbüro Vorschläge erarbeiten.
Spätestens dann werden wohl auch erste Vorschläge für die Verwendung des freien Areals an der Steinsfurter Straße auf dem Tisch liegen. Drei Grundstücke sind in städtisches Eigentum übergegangen, die darauf stehenden Gebäude wurden abgerissen. Tobias Schutz und Oberbürgermeister Jörg Albrecht standen dazu im nichtöffentlichen Teil der Sitzung Rede und Antwort.
Doch damit nicht genug an Baustellen. In der Ansbachstraße sollen die provisorischen Straßenverengungen, angelegt um das Rasen zu behindern, durch bauliche Veränderungen dauerhaft werden. Zudem wird sich der Vorplatz des ehemaligen Bahnhofs verändern. Hier sollen Parkplätze angelegt werden.

