Tennis in Berlin: Paula Badosa schafft Überraschung gegen Gauff
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Noch im vergangenen Jahr schied Paula Badosa beim Tennisturnier in Berlin mit einem Wutanfall früh aus. Ein Jahr später schafft sie nun eine Überraschung. Der spanischen Tennisspielerin Paula Badosa ist der erste Favoritensturz bei den Berlin Tennis Open gelungen. Die per Wildcard in die Hauptrunde gelangte 28-Jährige besiegte bei dem mit 1,2 Millionen Euro dotierten WTA-Turnier auf Rasen die an Nummer fünf gesetzte Coco Gauff mit 1:6, 6:3 und 6:2 und zog ins Viertelfinale ein. Die 22 Jahre alte Gauff schien zunächst einen ungefährdeten Sieg einzufahren. Nach 26 Minuten hatte die Nummer sieben der Weltrangliste den ersten Satz mit 6:1 gewonnen, lag aber dann im zweiten Durchgang schnell mit 0:3 hinten und konnte den Satzverlust nicht verhindern. Auch im entscheidenden Satz kassierte Gauff beim 1:2 ein schnelles Break und musste nach 95 Minuten ihrer Gegnerin gratulieren. Erfolg nach langer Leidenszeit Für Badosa, einst Weltranglistenzweite, ist es ein Erfolg nach langer Leidenszeit. Durch zahlreiche Verletzungen fiel die Spanierin in der Weltrangliste zuletzt weit zurück, belegt aktuell nur noch den 142. Platz. Auch bei den Berlin Tennis Open im vergangenen Jahr hatte Badosa im Viertelfinale verletzungsbedingt aufgeben müssen und danach emotionale Szenen geliefert: Nach dem Handschlag hatte Badosa ihren Schläger mehrfach wutentbrannt auf den Boden geworfen und ihn anschließend zurück auf den Platz geschleudert. Unter Tränen hatte sie den Platz verlassen. "War sehr frustriert" Ein Jahr später steht sie nach dem Überraschungserfolg gegen Gauff nun erneut im Viertelfinale. "Letztes Jahr war es hier wirklich schwierig, weil ich mich schon in der ersten Runde verletzt hatte", erinnerte sich Badosa nach ihrem Triumph. "Wir wussten nicht, was genau los war, aber der Schmerz war konstant. Vor dem Viertelfinale konnte ich nicht mal schlafen, die Schmerzen waren so schlimm, deshalb war ich sehr frustriert", so Badosa über ihren Wutanfall. In diesem Jahr habe sie sich nur nicht wieder verletzen wollen. "Jetzt bin ich hier, nicht verletzt und mein Level ist gut. Ich weiß, dass mein Ranking nicht mehr dasselbe ist, aber das muss ich akzeptieren und weitermachen. Hoffentlich bin ich bald wieder weiter oben." Für Gauff bleibt Berlin derweil kein gutes Pflaster. Schon im Vorjahr war sie an ihrer Auftakthürde, der Qualifikantin Xinyu Wang gescheitert. An der Seite ihrer US-amerikanischen Landsfrau Jessica Pegula tritt sie aber noch im Doppelwettbewerb an.

