Zverev verzweifelt an Sinner - «Nicht sein bestes Tennis»
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Der deutsche Tennisprofi Alexander Zverev scheitert mal wieder an Jannik Sinner. Nun geht es weiter nach Miami. Und Zverev will weiter an seinem neuen Spielstil feilen. Alexander Zverev winkte noch einmal ins Publikum, dann verschwand der deutsche Tennisstar mit gesenktem Kopf in der Umkleidekabine. Zum sechsten Mal in Serie hatte der Weltranglisten-Vierte seinem Angstgegner Jannik Sinner nur wenig entgegenzusetzen und verlor das Halbfinale von Indian Wells mit 2:6, 4:6. Zuletzt hatte Zverev den Südtiroler 2023 im Achtelfinale der US Open bezwingen können. "Er hat versucht, aggressiver zu spielen. Er hat nicht sein bestes Tennis gespielt", erklärte Sinner nach seinem ersten Finaleinzug beim US-Masters in der Wüste. Im Finale kommt es überraschenderweise nicht zum Tennis-Klassiker gegen den Weltranglistenersten Carlos Alcaraz , der Spanier unterlag Daniil Medwedew mit 3:6, 6:7 (3:7). Die komplizierte Anreise des Russen hatte vor Turnierstart für Schlagzeilen gesorgt. Aufgrund der Eskalation im Nahen Osten und eines Flugverbots in Dubai saß der US-Open-Sieger von 2021 zunächst fest. Medwedew reiste schließlich mit dem Auto in den Oman aus, flog von dort nach Istanbul und anschließend nach Los Angeles . Zverev nun Mitglied in elitärem Zirkel Nach dem mit 9,4 Millionen US-Dollar (rund 8,1 Millionen Euro) dotierten Hartplatzturnier in Kalifornien zieht der Tennis-Tross weiter an die Ostküste: am Mittwoch beginnt in Miami Teil zwei des sogenannten Sunshine Double. Auch das Turnier in Florida konnte Zverev noch nie gewinnen. Auch wenn der gebürtige Hamburger gegen Sinner chancenlos war und vor allem im ersten Satz beim Aufschlag extrem schwächelte, sollte der erstmalige Halbfinaleinzug in Indian Wells ein Mutmacher sein. Denn Zverev gehört jetzt einem elitären Zirkel an: Bei allen neun Masters-Turnieren hatten vor ihm nur Grand-Slam-Rekordsieger Novak Djokovic , Rafael Nadal , Roger Federer und Andy Murray mindestens im Halbfinale gestanden. Mit neuer Spielweise zum Titel in Miami? Für das große Ziel eines Grand-Slam-Sieges hatte Zverev zuletzt ein aggressiveres und variableres Spiel angekündigt. Das klappte im Turnierverlauf in Indian Wells zunächst ganz gut - allerdings sind der Amerikaner Frances Tiafoe und Arthur Fils aus Frankreich Gegner, gegen die Zverev im Normalfall auch mit einer passiveren Spielweise besteht. Es sind die Duelle mit den Topstars Sinner und Alcaraz, in denen Zverev in den entscheidenden Situationen mutiger auftreten muss.

