Türkische Tennis-Party in Melbourne
0
7
Zeynep Sonmez kennen selbst in ihrer Heimat noch nicht viele. Doch das ändert sich gerade. In Melbourne hat sie eine türkische Tennis-Euphorie ausgelöst. Zeynep Sonmez kam sich vor, als spiele sie in Istanbul. "Es hat sich so angefühlt, als wäre ich zu Hause, als würden wir alle zusammenspielen", sagte die türkische Tennisspielerin, nachdem sie bei den Australian Open überraschend in die dritte Runde eingezogen war. Direkt nach Öffnung der Tore zur Anlage im Melbourne Park hatten ihre Landsleute am Morgen den Court 7 bevölkert. Wo man auch hinschaute, waren türkische Flaggen zu sehen. "So etwas habe ich noch nie erlebt", sagte Sonmez nach ihrem 6:2, 6:4 gegen die Ungarin Anna Bondar. "Sie haben mir sehr geholfen. Ich weiß, dass auch in der Türkei viele zugeschaut haben, obwohl es da drei Uhr in der Nacht war." Türkei kein Tennis-Land Mit ihren Erfolgen hat die 23-Jährige in ihrer Heimat einen kleinen Tennis-Boom ausgelöst. Seit sie sich über die Qualifikation ins Hauptfeld gekämpft hat, steht Sonmez deutlich mehr im Blickpunkt. "Dabei sind wir kein Tennis-Land", sagte die aktuelle Nummer 112 der Welt. Als zweitbeste Türkin liegt eine gewisse Cagla Buyukakcay auf Platz 362 der Weltrangliste. Sonmez hofft, dass ihre Erfolge in der Türkei weitere Kinder dazu bewegen, den Tennisschläger in die Hand zu nehmen. Und auch persönlich hat sie große Ziele. "Mein größter Traum ist es, ein Grand-Slam-Turnier zu gewinnen", sagte Sonmez, die bislang nur in Wimbledon ebenfalls einmal in die dritte Runde eingezogen war.

