Berlin: Tennis während Stromausfall – Merz verteidigt Kai Wegner
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Zehntausende Berliner waren tagelang ohne Strom, Bürgermeister Wegner spielte unterdessen Tennis. Doch der Kanzler verteidigt seinen Parteifreund. Kanzler Friedrich Merz (CDU) hat den wegen seines Krisenmanagements beim Stromausfall in Berlin in der Kritik stehenden Regierenden Bürgermeister Kai Wegner (CDU) in Schutz genommen. "In den Abläufen ist nichts zu kritisieren", sagte Merz am Donnerstag bei der Klausurtagung der CSU-Landesgruppe im Bundestag im oberbayerischen Kloster Seeon vor Journalisten. "Wir hätten das wahrscheinlich nicht viel besser machen können, als es so gemacht wurde." Kommentar : Kai Wegners Uhr ist abgelaufen Scharfe Wegner-Kritik: "Überlegen, ob der Job noch der richtige ist" Wegner hatte eingeräumt, sich wenige Stunden nach dem Stromausfall in Teilen Berlins eine Stunde Zeit für ein Tennisspiel genommen zu haben . Mit von der Partie war Wegners Lebensgefährtin, Bildungssenatorin Katharina Günther-Wünsch (CDU). Direkt dazu äußerte sich Merz nicht. Der Kanzler verlangte, sich nun mit der Frage zu beschäftigen, ob Deutschland widerstandsfähig genug gegen solche Anschläge ist. "Wir können unsere Infrastruktur nicht lückenlos schützen, aber wir brauchen Redundanzen", sagte Merz. Die habe es in Berlin offensichtlich nicht im erforderlichen Umfang gegeben. Es müsse nun ausführlich analysiert werden, was zukünftig getan werden müsse.

