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Hopp Stiftung zeichnete Mosbacher Projekt aus: Ein besonderer "Kampf der Generationen"

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Von Brunhild Wössner

Mosbach. Für ungeübte Ohren knallte es zunächst mächtig. Doch die Beteiligten, Aktive der Judoabteilung des TV 1846 Mosbach, standen nach ihren Zweikämpfen mit Mattenkontakt beruhigenderweise alle wieder elastisch auf. Die Präsentation von Kampf- und Wurftechniken fand anlässlich der Überreichung des Preises von 20.000 Euro der Dietmar Hopp Stiftung statt.

Im Rahmen der Jubiläumsaktion "Sportvereint" zeichnet die Stiftung Vereine für ihre Mehrgenerationenarbeit aus. Deshalb ließ der Cheftrainer der Judoabteilung, Heinz Schmidt, Paare in besonderen Konstellationen antreten. Da wuchteten kleine Judokas große Athleten auf die Matte, oder es war die Kombination "Alt wirft Jung" zu bestehen. Mit ihrer Vereinsarbeit für Menschen jeden Alters hat die Judoabteilung des TV Mosbach die Jury der Hopp Stiftung beeindruckt. Sie ist damit einer von 20 Preisträgern in der Metropolregion.

Henrik Westerberg, Sportreferent der Stiftung, überreichte die Auszeichnung symbolisch an Vereinsvorsitzenden Peter Stumpf und Abteilungsleiter Jürgen Roskiewitz in Form einer Tafel, auf der die Verdienste des Vereins um die Sportförderung ansprechend gewürdigt sind.

Im Rahmen der kurzen Vorführung konnten sich selbst Laien davon überzeugen, dass Judo alle Altersklassen verbindet und bis ins hohe Alter betrieben werden kann. Mit dem Projekt der Judoabteilung "Kinder und Senioren in Bewegung" zeigt diese, dass gemeinsames Training über Altersklassen hinweg harmonisch abläuft und dabei alle voneinander profitieren können. So entsteht Gemeinschaft, bei der gleiche Interessen im Vordergrund stehen.

Peter Stumpf dankte Ulrich Bergmann, der unter Einbeziehung der Judo-Abteilung und des Sportabzeichen-Stützpunkts das nun ausgezeichnete Konzept ausgearbeitet hatte. Die Zutaten: "Le-bensqualität erhalten, zeitgemäßes Handeln, generationenübergreifender Zusammenhalt und offen sein für Neues", wie etwa die Digitalisierung, sind wesentliche Bestandteile dieses Ansatzes, so Stumpf. Die Pflege dieser Saat liege beim Verein und beim Unternehmenskreis Mosbach. Der Unternehmens-kreis ist Kooperationspartner des Vereins, und es bleibt zu hoffen, dass es gelingt, neben Senioren und Kindern auch noch Verein und Gewerbe zusammenzuführen.

Ulrich Bergmann, ebenfalls Vor-standsmitglied des TV Mosbach, freute sich zuerst einmal über "das Feuer, das dieser Preis entfachen soll" und sicherte zu, die Mittel "nach-haltig zu investieren" und besonders die ehrenamtliche Arbeit fördern zu wollen. So sollen die Trainingsmöglichkeiten zwischen Jung und Alt besser aufeinander abgestimmt werden. Zudem soll ein Teil der Spende in die Vereinsentwicklung fließen. Dazu gehört auch der "Tag der Talente", bei dem Kinder wie auch Senioren als neue Vereinsmitglieder gewonnen werden sollen und gleichzeitig das Sportabzeichen abgelegt werden kann.

Für Oberbürgermeister Michael Jann passt dieses Thema wunderbar zum Motto "Inklusion", dem sich die Stadt verschrieben hat, dabei gehe es nicht nur um Menschen mit Behinderung, sondern auch um das Miteinander zwischen Jung und Alt.

Und Martin Hess, Vorsitzender des Unternehmenskreises Mosbach, wies seinerseits besonders auf die Kooperation hin, die regionale Mitgliedsbetriebe mit den Sportvereinen verknüpfen soll. Ziel der Zusammenarbeit sei die Förderung und der Austausch von Talenten. Denn Identifikation, Führung sowie soziale Kompetenz werden oft spielerisch im Sport erlernt und trainiert. Hieraus entwickelten sich junge Erwachsene, die man in den regionalen Unternehmen brauche. Blieben sie in der Region, entstünden die erhofften Synergien.

Praktisch sieht das beispielsweise folgendermaßen aus: Der Unternehmenskreis unterstützt die Ausbildung zum Übungsleiter und Trainer durch Freistellungen, die über das gesetzliche Maß hinausgingen. Das diesjährige elfte Wirtschaftsforum wird sich am 30. November in seiner Diskussionsrunde mit prominenten Gästen wie Dr. Peter Görlich, Geschäftsführer der TSG Hoffenheim, speziell mit dem Thema "Der Breiten- und der Spitzensport - Fluch und Segen für die Wirtschaft" befassen.

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