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Rhein-Neckar Löwen gegen Stuttgart: Aufwärmen für den Handball-Gipfel

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Von Daniel Hund

Heidelberg. Richtig gut gelaunt ist er derzeit, der Trainer der Rhein-Neckar Löwen. Nikolaj Jacobsen grinst viel, ist die Ruhe selbst. Vor fast genau einem Jahr war das anders. Damals wirkte der Däne nervös, aufgekratzt, unentspannt.

Dabei ist die Situation eigentlich wieder die gleiche: Die Badener befinden sich im Titel-Endspurt, stehen kurz vor der Meisterschaft. "Das stimmt", sagt Jacobsen im RNZ-Gespräch, "aber diesmal haben wir nicht diesen Druck, den wir letztes Jahr hatten." Den hat nun die SG Flensburg-Handewitt. Jacobsen nickt: "Sie haben diese Saison dominiert, genau wie wir das im Vorjahr getan haben."

Oder anders ausgedrückt: Die Löwen haben ihre Pflicht bereits erfüllt, sicherten sich den ersten großen Titel der Vereinsgeschichte. Das entspannt, das beflügelt. Wobei kein falscher Eindruck entstehen darf: "Wir wollen alle die Titelverteidigung. Dafür arbeiten wir hart. Training für Training", stellt Jacobsen klar.

Und die Vorzeichen sind bekanntlich gut. Einen Minuspunkt liegen die Besten aus dem Südwesten vor den Nordlichtern. Und dieses Polster soll morgen verteidigt werden.

Dann gastiert der TVB Stuttgart in der Mannheimer SAP Arena. Anwurf ist um 19 Uhr. Die Löwen sind klarer Favorit, treffen auf den Tabellen-Vierzehnten, der im Keller noch ums Überleben kämpft. Und genau das macht die Schwabenpfeile so gefährlich. Jacobsen, der Mahner: "Stuttgart braucht jeden Punkt, ja sogar jedes Tor. Gegen solche Mannschaften musst du hell wach sein."

Kürzlich war man das nicht - und das wäre im Heimspiel gegen den Bergischen HC beinahe ins Auge gegangen. Mit 31:28 zitterten sich die Gelben in der letzten Woche über die Ziellinie. Diesmal soll das anders laufen. Schließlich hat man kommenden Sonntag den Showdown vor der Brust, das wohl entscheidende Spiel um die deutsche Meisterschaft. Oben im hohen Norden geht es gegen Flensburg. "Und da wollen wir als Tabellenführer anreisen, ganz klar." Sagt Jacobsen.

Stuttgart vor der Brust, Flensburg im Hinterkopf - eine gefährliche Situation. Jacobsen weiß das, der Ex-Kieler kennt das Geschäft: "Wir versuchen natürlich, nicht an Flensburg zu denken", lächelt er, "aber leicht ist das nicht. Dich spricht ja wirklich jeder überall auf dieses Spiel an."

Sorgen machen muss man sich aber nicht. Andy Schmid und Co. sind Vorzeige-Profis, die spätestens seit letztem Jahr wissen wie man Titel gewinnt. Dementsprechend ist auch die Stimmung vor den letzten fünf Partien. Jacobsen spricht von einer "positiven Anspannung". Von guter Laune und großem Ehrgeiz.

Na dann.

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