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Patrick Schamberger drehte den Schalter auf Sieg!

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Die Oberliga-Handballer des TSB Gmünd haben nach der enttäuschenden 34:35-Niederlage in Konstanz beim Heimspiel gegen die HGW Hofweier am Samstag vor 500 Zuschauern in der Großsporthalle Charakter gezeigt und mit einem am Ende souveränen und verdienten 36:29-Sieg wieder in die Erfolgsspur zurück gefunden. „Das war keine Selbstverständlichkeit“, lobte TSB-Trainer Michael Hieber seine Mannschaft, „denn eine gewisse Verunsicherung war bei meinen jungen Spielern nach zuletzt 2:6 Punkten durchaus zu spüren, zumal Abwehrchef Christian Waibel erneut grippekrank fehlte und niemand wusste, wie das Publikum auf die Bekanntgabe des Wechsels von Max Häfner zum TVB Stuttgart reagiert.“

Seinen Fans und Kameraden demonstrierte der künftige Bundesligaspieler sofort, „dass es für mich selbstverständlich ist, weiter volle Pulle für den TSB zu gehen.“ Max Häfner knallte gleich seine ersten drei Würfe vehement ins Tor der HGW, wo mit dem 38-jährigen Nebosja Nikolic ein (guter) Routinier stand.

Doch Häfners Treffsicherheit löste nicht die Verkrampfung in der Gmünder Abwehr – die Gäste aus Südbaden glichen immer wieder aus, lagen beim Stand von 3:4 nach fünf Minuten erstmals vorn und drehten sogar eine Gmünder 8:6-Führung bis zur 19. Minute zum 8:9 um.

Dieses Aufbäumen ging aber doch an die Substanz der HGW-Spieler, deren Trainer Michael Bohn den Ausfall von fünf Akteuren beklagte. Spielentscheidend war in dieser Phase aber, dass TSB-Coach Michael Hieber nun Patrick Schamberger ins Abwehrzentrum stellte. Der Rückkehrer schloss mit seiner leidenschaftlichen Aggressivität nicht nur die Lücken, sondern trieb seine Mitspieler auch zu mehr Schwung nach vorne an. „Wir haben jetzt auf unsere Stärken gesetzt und die liegen eindeutig im Angriff“, beschrieb Hieber diese Phase. In dieser bestraften die Gmünder eiskalt die bisweilen harten und hektischen Aktionen der Gäste. Trotz zweimal Unterzahl verwandelte der TSB den 8:9-Rückstand bis zur 25. Minute in eine 15:9-Führung, wobei Max Häfner und Torwart Sebastian Fabian sogar mit Fernwürfen ins leere Tor der HGW den Nerv zogen. „Wir haben zu viele freie Würfe und einen Siebenmeter vergeigt“, begründete Michael Bohn den Einbruch seiner Mannschaft. Bohns Meinung, dass „mit dem 17:11 zur Pause alles gelaufen war“, wollte Michael Hieber aber nicht gelten lassen: „Wir haben im Vorspiel sieben Tore Vorsprung nicht halten können“, erinnerte der Gmünder Coach, „das steckte noch in den Köpfen meiner Spieler !“

Offensichtlich auch in denen der Gäste-Mannschaft. Denn die HGW-Spieler stemmten sich mit großer Leidenschaft gegen die drohende Niederlage und versuchten mit allen möglichen taktischen Varianten von 6-0-Block über doppelte Abschirmung von Fröhlich und Häfner, sieben Feldspieler im Angriff bis hin zur offenen Manndeckung alles, um das Blatt zu wenden. Aber näher als auf vier Tore kam die HGW nicht mehr heran – „unsere bessere individuelle Qualität hat sich durchgesetzt“, stellte Aaron Fröhlich zufrieden und zurecht fest. Erfreulich aus Gmünder Sicht auch, dass der lange verletzte Sebastian Göth eine tolle Vorstellung gab (Hieber: „Wie der sich als Rechtshänder auf der Rechtsaußenposition reingehauen hat – Respekt!“) und dass Fabian Juhnke, die Nr. 2 im TSB-Tor, beweisen konnte, dass auf ihn Verlass ist.

TSB Gmünd Sebastian Fabian (1), Fabian Juhnke, Wolfgang Bächle (5), Patrick Schamberger, Jan Häfner (2), Sebastian Göth (3), Aaron Fröhlich (8), Lukas Waldenmaier, Philipp Schwenk (1), Felix Häfner, Max Häfner (9), Jonas Leinß (3), Jonas Waldenmaier (4).

HGW Hofweier: Nebosja Nikolic, Patrick Herrmann, Tim Stocker , Roman Einloth, Timo Spraul, Lukas Groh (1), Boris Schnak (5), Lukas Schade (3), Maximilian Schulz (4), Stefan See (8/1), Fabian Wildt, Marko Bures (8).

Schiedsrichter: Felix Gorenflo, Frank Mangold (beide TuS Gutach).

© Gmünder Tagespost 12.02.2017 20:31

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