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Handball-EM 2026: DHB-Jungstar Schluroff beeindruckt gegen Portugal

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Gegen Portugal hatte die DHB-Auswahl zum EM-Hauptrundenauftakt lange zu kämpfen. Doch dann kam ein Newcomer und versetzte sein Team in Staunen. Den Titel "großer Entertainer" verpasste ihm Co-Trainer Erik Wudtke bereits vor dem Turnierstart. Miro Schluroff vom VfL Gummersbach ist einer von vier Turnierdebütanten im Trikot der deutschen Nationalmannschaft bei der Handball-EM 2026 . Im ersten Hauptrundenspiel gegen Portugal trat der 25-Jährige nun erstmals so richtig ins Rampenlicht. Zum 32:30-Erfolg steuerte Schluroff gleich sieben Tore bei – und das, obwohl er nur in der zweiten Halbzeit zum Einsatz kam. Handball-EM 2026: So sehen Sie die Titelmission der DHB-Auswahl live Spielplan, Orte, Modus: Das Wichtigste zur Handball-EM der Männer in der Übersicht Mit seinen Gewaltwürfen aus dem Rückraum knackte er das portugiesische Abwehrbollwerk, das erst vor zwei Tagen noch das Starensemble aus Dänemark um Welthandballer Mathias Gidsel bezwungen hatte. Damit beeindruckte Schluroff nicht nur seine Gegenspieler. Auch seine Mitspieler zeigten sich voller Bewunderung. Schluroffs Wurfgewalt hatte die deutsche Mannschaft bitter nötig, erlaubte sie sich doch in der ersten Hälfte noch viel zu viele Fehlwürfe und technische Fehler. "Wir hatten zur Halbzeit mit 11:11 einen Spielstand, der aus meiner Sicht glücklich war", sagte Nationalmannschaftsmanager Benjamin Chatton deshalb nach dem Spiel. Eine so fehlerhafte Leistung sei normalerweise nichts, "wo man in der zweiten Halbzeit noch die Chance hat, wieder heranzukommen, sondern deutlich hinten liegt", so Chatton weiter. "Alles andere als begeistert" In eine ähnliche Kerbe schlug Bundestrainer Alfred Gíslason: "Wir waren alles andere als begeistert von unserer Angriffsleistung in der ersten Halbzeit", sagte er. Nur der Tatsache, dass die eigene Abwehr die Portugiesen zu ähnlich vielen Fehlern gezwungen habe, sei es zu verdanken gewesen, dass man mit dem Remis in die Pause gegangen sei. Vieles schien schon an das WM-Viertelfinale aus dem vergangenen Jahr zu erinnern, als die DHB-Auswahl vor allem aufgrund ihrer mangelhaften Chancenverwertung an Portugal gescheitert war. Doch dann kam die zweite Hälfte – und mit ihr Miro Schluroff. Der Gummersbacher wurde für die portugiesische Defensive schnell zur Brechstange auf zwei Beinen: Gleich das erste Tor der deutschen Mannschaft im zweiten Abschnitt ging auf sein Konto. Sechs weitere Treffer, ein Assist und der Sieg sollten folgen. "Es weiß jeder, was für eine Wumme er hat" "Dank Miro, der letztes Jahr nicht im Kader war, konnten wir dieses Spiel für uns entscheiden", sagte der sichtlich beeindruckte Torwart Andreas Wolff, der seine Mannschaft selbst mit wichtigen Paraden in der ersten Halbzeit im Spiel hielt. Auch Wolffs Positionskollege David Späth kam aus dem Staunen gar nicht mehr heraus. "Miro hat wirklich das Spiel mitentschieden, weil er da war mit seinen Hammer-Würfen", sagte er. "Es weiß glaube ich jeder, was für eine Wumme er hat", so Späth weiter. "Das ist Wahnsinn." Julian Köster, der in der ersten Hälfte selbst noch glücklos agiert hatte, sagte: "Wir haben nicht ganz so viel Mut aus dem Rückraum gehabt. Miro kam dann rein und hat sehr gute Würfe genommen, auch ein paar Traumtore waren dabei. Er hat ein überragendes Spiel gemacht und uns da wirklich geholfen." "Torhüter hat nicht gesehen, wo der Ball herkam" "Der hat ein paar Dinger da reingeschmissen, wo ich gar nicht weiß, wo er die hernimmt", staunte Matthes Langhoff und Trainer Gíslason stellte fest: "Man hat gesehen, der Torhüter hat überhaupt nicht gesehen, wo der Ball herkam." Der Hauptdarsteller des Abends fühlt sich im Rampenlicht wohl, zeigt sich gerne auf Social Media und sagte dazu schon vor Turnierbeginn: "Es gehört zum Job dazu." Er möchte durch seinen Internet-Auftritt den Handball "größer und cooler" machen. Nach seiner Glanzleistung gegen Portugal stellte Schluroff sein Licht jedoch eher unter den Scheffel: "Natürlich fühle ich mich gut, aber vorwiegend auch deshalb, weil wir den Sieg auf unserer Seite haben und die zwei Punkte, die am Ende unfassbar wichtig sein können für den Einzug ins Halbfinale", sagte er und betonte, er sei "überglücklich". Zwar sei die gute Leistung für ihn persönlich wichtig, um Selbstvertrauen für den weiteren Turnierverlauf zu sammeln, aber ansonsten sei sie "nebensächlich". "Hauptsache wir gewinnen das Spiel. Nächstes Spiel ist dann jemand anderes da. Ich glaube, das zeichnet uns aus. Egal, wie es läuft, wir haben Breite im Kader und irgendjemand performt immer", so Schluroff, um dann schnell die Defensive seiner Mannschaft in den Mittelpunkt zu stellen: "Die Jungs machen einen überragenden Job. Die ackern dahinten. Überragende Torhüter da hinten drin. Das gibt uns Sicherheit." Sollte Schluroff weiter so liefern, dürfte er sich dem Rampenlicht jedoch bald nicht mehr so leicht entziehen dürfen. Wie man damit umgeht, das kann er auch in der eigenen Familie erfragen, denn: Schluroffs Vater Lars Unger war als Fußballprofi unter anderem in der Bundesliga für den SV Werder Bremen aktiv.

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