Knallerstart in die Rückrunde: TVG empfängt den Longericher SC
Knallerstart in die Rückrunde: TVG empfängt den Longericher SC
14. Januar 2026
Knallerstart in die Rückrunde: TVG empfängt den Longericher SC Personalsituation bleibt angespannt
Nach der Weihnachtspause startet der TV Gelnhausen direkt mit einem echten Kracher ins neue Jahr. Am Samstag, den 17. Januar, um 19.30 Uhr kommt es in der Rudi-Lechleidner-Halle zum Duell mit dem Longericher SC Köln. Für die Barbarossastädter ist es am 17. Spieltag der 3. Handball-Liga Süd-West der Auftakt in die Rückrunde und zugleich ein Wiedersehen mit einem Gegner, der dem TVG zuletzt alles abverlangt hat. In den vergangenen drei Aufeinandertreffen gelang Gelnhausen kein Sieg: Zwei Niederlagen in der Vorsaison (25:40 zuhause, 31:32 auswärts) und ein 29:29 (13:14)-Unentschieden im Hinspiel dieser Saison stehen zu Buche. Jetzt will der TVG mit einem starken Heimauftritt die offene Rechnung begleichen.
Sportlich gehen die Gelnhäuser mit viel Rückenwind in die Partie. Der TVG überwinterte nach einer starken Hinrunde mit 25:5 Punkten auf dem zweiten Tabellenplatz. Zum Jahresabschluss zeigte das Team von Cheftrainer Matthias Geiger drei Siege in Folge: Auf den dramatischen 28:27 (13:13)-Sieg gegen die HSG Dutenhofen-Münchholzhausen II folgte ein 36:33 (14:16)-Auswärtserfolg bei den SGSH Dragons, ehe das Weihnachtsderby gegen die HSG Rodgau Nieder-Roden mit 34:28 (18:12) deutlich gewonnen wurde. Nun soll es in der Hölle Süd genau so weitergehen.
Foto: Roland Adrian
Jetzt Tickets sichern: TV Gelnhausen – Longericher SC Köln (17.01., 19:30 Uhr)
Doch Geiger mahnt zur Vorsicht. Der Gegner aus Köln ist für ihn alles andere als ein normaler Rückrundenauftakt: „Das ist direkt ein Knallergegner. Longerich hat eine sehr komplette Mannschaft mit viel Erfahrung. Das haben wir schon im Hinspiel gesehen.“
Der Longericher SC Köln steht mit 19:13 Punkten auf dem siebten Tabellenplatz und ist bereits am vergangenen Wochenende in die Rückrunde gestartet. Dabei lieferte der LSC Tabellenführer HG Saarlouis einen großen Fight, verlor am Ende knapp mit 29:30 (12:17) und hätte in letzter Sekunde sogar noch ausgleichen können. Nach Abpfiff bekam Longerich einen Siebenmeter zugesprochen, doch Lennart Niehaus scheiterte am Torhüter von Saarlouis. Bitter, aber gleichzeitig ein Beleg für die Qualität und Mentalität der Kölner, die offensichtlich in guter Verfassung aus der Winterpause gekommen sind. Für Geiger ist genau das ein Warnsignal: „Man hat jetzt gegen Saarlouis gesehen, wie gut Longerich in Form ist. Da hätte auch ein Unentschieden oder sogar mehr drin sein können.“
Die Gäste gelten in dieser Saison allerdings auch als „Wundertüte“. Die Domstädter haben bewiesen, dass sie Topteams schlagen können, unter anderem mit dem 30:28 (12:10) gegen Dutenhofen-Münchholzhausen II. Gleichzeitig ließen sie aber auch Punkte gegen vermeintlich schwächere Gegner liegen, etwa bei der 35:37 (15:19)-Niederlage gegen das HLZ Friesenheim-Hochdorf II. Diese Inkonstanz macht sie schwer auszurechnen und damit gefährlich.
Ein Blick auf die Torschützenliste unterstreicht die Offensivstärke des Kölner Rückraums. Niehaus führt das vereinsinterne Ranking mit 73 Saisontoren an und ist der gefährlichste Vollstrecker. Dahinter folgen Jonas Kämper (67) und Lukas Martin Schulz (59), die schon in der vergangenen Spielzeit zu den Leistungsträgern gehörten und auch aktuell für viel Durchschlagskraft sorgen.
Bei den gefährlichen Rückraumspielern des LSC setzt auch Geiger die Schwerpunkte seiner Vorbereitung: „Für uns wird wichtig sein, dass wir den wurfgewaltigen Rückraum und auch das Kreisläuferspiel der Longericher kontrollieren. Longerich ist da wahnsinnig gefährlich und das haben wir im Hinspiel nicht immer gut gemacht.“
Longerichs Stärke liegt aber nicht nur in der Offensive, sondern auch im schnellen Umschalten. Geiger betont deshalb: „Wir dürfen uns selbst nur ganz wenige Fehler erlauben, denn die werden von Longerich sofort bestraft. Wir müssen wirklich auf der Hut sein, damit wir da nicht zu viele einfache Gegentore zulassen.“
Die Personalsituation beim TVG bleibt angespannt. Weiterhin fehlen die Langzeitverletzten Leon David (Schulter), Akos Csaba (Kreuzbandriss) und Fynn Broßmann (Mittelhandbruch). Zudem sind Fynn Hilb und Simon Belter krankheitsbedingt fraglich. Sollte Belter ausfallen, müsste Geiger auf Rechtsaußen erneut improvisieren – eine Rolle, die in dieser Saison bereits mehrfach von den Halbrechten Jonas Dambach und Benjamin Wörner übernommen wurde.
Trotz dieser Fragezeichen setzt Geiger auf die Energie der Hölle Süd: „Die Jungs freuen sich riesig auf das erste Heimspiel im neuen Jahr. Wir hoffen natürlich auf viel Unterstützung von den Zuschauern, weil das notwendig sein wird, um gegen diese Mannschaft gewinnen zu können.“
Der Rückrundenauftakt ist mehr als nur ein „normales“ Heimspiel. Für den TVG geht es darum, die starke Hinrunde zu bestätigen, die gute Form aus dem Dezember mitzunehmen und mit einem Erfolgserlebnis in die zweite Saisonhälfte zu starten. Gleichzeitig bietet sich die Chance zur Revanche gegen einen Gegner, der zuletzt zum Stolperstein wurde. Alles ist angerichtet für einen intensiven Handballabend in der Rudi-Lechleidner-Halle. Tickets gibt es über die TVG-Homepage oder an der Abendkasse.
Jetzt Tickets sichern: TV Gelnhausen – Longericher SC Köln (17.01., 19:30 Uhr)
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