MAZ: Auftaktsieg im Berlin-Brandenburg-Derby
Besser hätte der Saisonauftakt für die Drittliga-Handballer des VfL Potsdam fast nicht laufen können. Mit einem Sieg gegen die Füchse II gab es das erste Siegertänzchen.
Potsdam. Gleich ein packendes Berlin-Brandenburg-Derby zum Auftakt der 3. Handball-Liga Nord. Und die Gäste vom 1. VfL Potsdam konnten sich am Samstag 30:27 (14:15) bei der zweiten Mannschaft der Füchse Berlin durchsetzen. Vor 250 Zuschauern in der Lilli-Henoch-Sporthalle erwischten die hauptstädtischen Gastgeber in der Füchse-Town den besseren Start.
Die Mannschaft des neuen Trainers Anel Mahmutefendic lag sogar mit 9:5 in Führung, als Potsdams Coach Daniel Deutsch eine Auszeit nahm. Das zeigte sofort Wirkung. Die Potsdamer kämpften sich wieder heran und gingen beim 13:12 in Führung. Zur Halbzeit gaben sie diese mit 14:15 allerdings wieder ab.
Im zweiten Durchgang blieb es eine ausgeglichene, hochklassige Partie, bei der mehrfach die Führung wechselte. Ab Mitte der zweiten Halbzeit gingen dann die Gäste in Führung. „Wir konnten die Stabilität in der Abwehr nicht aufrecht erhalten, auch ein Wechsel auf eine 3:3-Abwehr brachte nicht die Wende“, erklärte Mahmutefendic.
Clever in der Schlussphase
Der VfL konnte sich bis auf vier Tore absetzen, aber die Berliner gaben nicht auf und schafften beim 26:26 sogar wieder den Ausgleich. Aber mit ein wenig mehr Cleverness im Abschluss entschieden die Deutsch-Schützlinge die Partie doch noch deutlich zu ihren Gunsten. Während der Füchse-Coach trotz der Niederlage von einer starken Leistung seines Teams sprach, war Deutsch happy: „Natürlich bin ich sehr erleichtert. Aus meiner Sicht haben die Füchse eine sehr spielstarke Mannschaft und ein Sieg dort ist nicht selbstverständlich. Darum bin ich zufrieden mit dem Auftritt meiner Mannschaft“, erklärte der 36-Jährige. „Ob und wie noch gefeiert wurde, weiß ich nicht genau. Aber ich hoffe es. Es ist immer gut, wenn du Jungs auch neben der Platte Bock haben, etwas zusammen zu machen. Und zwei gewonnene Punkte sind ja immer ein guter Anlass.“
Von Peter Stein und Lars Sittig

