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Saisonfinale Handball-Bundesliga: Die Rhein-Neckar Löwen taumeln

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Von Daniel Hund

Heidelberg. Den DHB-Pokal haben sie schon - doch der reicht ihnen nicht. Der Titelhunger der Rhein-Neckar Löwen ist größer. Ein weiterer Triumph soll her: die Meisterschaft, die Krönung in der stärksten Handball-Liga der Welt. Also den Pott, den sie eigentlich schon so gut wie sicher hatten. Dachten alle.

Spätestens seit Pfingstsonntag ist man nun aber schlauer, hat gesehen, wie schnell es gehen kann: Durch das ernüchternde 25:25-Unentschieden beim HC Erlangen ist die Super-Ausgangslage im Titelrennen Geschichte. Flensburg ist bis auf einen Minuspunkt dran, lauert, will die Meisterschaft noch im Endspurt an die Ostsee holen.

Die Löwen können das natürlich verhindern. Drei Siege reichen, um den Hattrick im deutschen Oberhaus perfekt zu machen. Melsungen, Ludwigshafen und Leipzig heißen die letzten drei Gegner, die alle in der SAP Arena aufkreuzen werden. Aber eben nicht zum Gratulieren, nein, alle haben eins gemeinsam: Sie wollen überraschen, die Löwen ärgern, ihnen den Titel noch aus den Händen reißen.

Den Anfang macht am Donnerstag ab 19 Uhr die MT Melsungen. Ein Gegner, der in der Bundesliga jeden schlagen kann und das auch schon bewiesen hat. Dass die Nordhessen, die einige deutsche Nationalspieler in ihren Reihen haben, momentan trotzdem nur auf dem siebten Tabellenplatz rangiert, hängt mit der fehlenden Konstanz zusammen. In Sachen Etat haben sie die Löwen jedenfalls bereits hinter sich gelassen.

Im Vorfeld des Duells, bei dem es auch zu einem Wiedersehen mit dem heißblütigen Ex-Löwen Michael Müller kommen wird, sprach die RNZ mit Löwen-Trainer Nikolaj Jacobsen.

Nikolaj Jacobsen, wie groß war die Enttäuschung bei Ihnen denn nach der Partie beim HC Erlangen?

Die war natürlich groß. Aber wenn man das ganze Spiel in der Arena Nürnberg betrachtet, muss man ehrlich sein und sagen, dass wir am Ende froh über diesen einen Punkt sein müssen. Wir haben dort keine gute Leistung gezeigt. Wir sind aus meiner Sicht noch recht gut ins Spiel gekommen, haben dann aber leider drei, vier freie Bälle verworfen. So konnten wir nicht wegziehen und hatten nicht die Selbsicherheit, die du in einem Auswärtsspiel brauchst. Gleichzeitig hat Erlangen natürlich gemerkt, dass da heute etwas gehen könnte. Die ersten zwanzig Minuten nach der Pause waren dann natürlich ganz schlecht von uns. Trotzdem haben wir das Spiel nochmals gedreht und wenn du dann zwei Sekunden vor Schluss noch den Ausgleich kassierst, ist es sehr bitter.

Liegt das Problem derzeit vielleicht auch einfach im Kopf?

Natürlich spielt der jetzt auch eine Rolle. In dieser Phase der Saison ist es immer auch Kopfsache. Wir sind jetzt schon die ganze Saison die Gejagten. Damit umzugehen, ist nicht so einfach. Zuversichtlich stimmt uns nun, dass wir die letzten drei Spiele zuhause haben. In der SAP Arena haben wir noch keinen Punkt abgegeben. Vor unseren eigenen Fans lief es immer.

Wie sieht das Training unter der Woche aus? Geht es vielleicht auch einfach darum, das Selbstvertrauen wieder zu stärken?

Ja, das wollen wir wieder reinbringen. Wir konzentrieren uns auf uns selbst. Arbeiten natürlich aber auch an taktischen Maßnahmen, die uns gegen Melsungen weiterhelfen können.

Melsungen ist mit Abstand der stärkste Gegner im Endspurt ...

Von der Papierform definitiv. Sie haben sehr viel Qualität und können in der Liga jeden schlagen. Wir wissen aber auch, dass alle drei Mannschaften nur ein Ziel haben: sie wollen gegen uns gewinnen. Darauf müssen wir vorbereitet sein. Die Ausgangslage ist jetzt klar: Wir brauchen drei Siege. Und genau so müssen wir am Donnerstag auch auftreten.

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