Wenn die Achterbahn sich mit der Mauer duelliert
Handball NLB: Am Wochenende kämpft der TV Solothurn in einem der wenigen Auswärtsspiele der Rückrunde gegen die Lakers Stäfa um weitere zwei Punkte. Die Saison der Zürcher ist bisher eine Berg- und Talfahrt zwischen Topleistungen gegen Spitzenteams und desolaten Vorstellungen gegen Abstiegskandidaten.
Himmelhochjauchzend und zu Tode betrübt. Etwa so lässt sich die aktuelle Spielzeit der Lakers Stäfa beschreiben. Der Verein von der Zürcher Goldküste ist mit grossen Ambitionen und dementsprechend hohen Erwartungen in die Saison gestartet. Die Lakers haben mit einem der beiden Topplätze der NLB geliebäugelt und wollten die Aufstiegsspiele erreichen. Nach 21 von 26 Spielen fällt die Bilanz jedoch mehr als ernüchternd aus. Die Lakers belegen lediglich Platz 6 und haben sich bereits in der Hinrunde von Trainer Pedja Milicic getrennt, nach nur gerade vier Spielen, von denen das Team zwei verlor.
Die Situation hat sich seit dem Trainerwechsel aber nicht unbedingt stabilisiert. Die Resultate der Lakers gleichen weiterhin einer regelrechten Achterbahnfahrt. Einmal fügen die Zürcher dem souveränen Tabellenzweiten Baden eine der wenigen Niederlagen zu, nur um danach gegen Mannschaften aus den hinteren Regionen des Klassements wieder zu verlieren, und danach wieder gegen das in der Vorrunde starke Möhlin zu gewinnen. Eifrige Europapark-Besucher würden die Lakers Stäfa der Saison 2017/18 ob ihres Auf und Ab freilich als «Silver Star» der NLB bezeichnen.
Und gleich noch einmal…
Ganz anders zeigt sich die Situation beim TV Solothurn. Nach der überragenden ersten Saison nach dem Aufstieg stellte sich der Verein darauf ein, dass die aktuelle Spielzeit etwas weniger spektakulär werden würde. Gleichten die Leistungen in der vergangenen Saison dank Blitzstart und vielen Höhepunkten noch der «Blue Fire», wäre der TVS diese Saison mit weniger zufrieden gewesen. Ziel war der Ligaerhalt, was ungefähr dem «Eurosat» entspräche. Mühseliger Start, langsam im Kreis nach oben, immer etwas im Dunkeln, ob es denn in der Wundertüte NLB für den Klassenerhalt reicht.

