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TV Hardheim: FSJ ist "ideales Sprungbrett in die Arbeitswelt"

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Von Adrian Brosch

Hardheim. Nach dem Schulabschluss stehen jungen Menschen zahlreiche Wege offen. Neben der klassischen dualen Berufsausbildung erfreuen sich der Bundesfreiwilligendienst und das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) ungebrochen großer Beliebtheit. Für Letzteres entschied sich der 20-jährige Hardheimer Jannik Huspenina: Seit dem 1. September absolviert er als Nachfolger von Antonia Erbacher sein Bildungs- und Orientierungsjahr (FSJ) bei der Handballabteilung des TV Hardheim.

Der Handballsport ist ihm seit frühester Kindheit vertraut: "Mit vier Jahren stieß ich zu den Minis, um dann alle Stationen zu durchlaufen und als 15-Jähriger beim Training der Minis mitzuwirken", erklärt Jannik, der aktuell die 1. und 2. Mannschaft verstärkt.

Nachdem er 2014 am Walter-Hohmann-Schulzentrum die Mittlere Reife und drei Jahre darauf am Technischen Gymnasium Buchen das Abitur ablegte, war die Wahl der FSJ-Einsatzstelle "eigentlich ziemlich klar", wie er betont: "Ich habe einfach richtig Lust auf Sport, kenne alle, die bislang bei den Handballern ihr FSJ absolvierten, und bekam diese Möglichkeit von ihnen durchweg empfohlen", erklärt der passionierte Handballer. Außerdem dient ihm das Jahr gewissermaßen als "Vorgeschmack" auf die angedachte berufliche Laufbahn: "Ich möchte Lehramt studieren", verrät er.

In dieser Hinsicht trifft es sich gut, dass er seine insgesamt 38,5 Wochenstunden mehrheitlich im Dreieck zwischen der Sporthalle, dem Gemeindekindergarten ("Kindervilla Kunterbunt") und dem Hort verbringt: "Mein Tagesplan sieht zum Beispiel vor, dass ich montags im Hort und an den restlichen Tagen abwechselnd in Schule und Kindergarten bin", informiert Huspenina, zu dessen Aufgabenspektrum auch das an zwei Tagen stattfindende Training der E-Jugend und die Begleitung beim Training der Minis, die Aktion "Handballer für Handballer" sowie die Begleitung der Fachlehrer bei Sportstunden mit diversen Schulklassen gehören.

"Seit einigen Wochen bringe ich Siebtklässlern den Handballsport näher", merkt er an. Gerade die Begegnungen mit Kindern sind es auch, die ihm besonders viel Freude schenken: "Wenn man ein Kind zum Lachen bringen kann oder seine persönliche Weiterentwicklung hautnah miterlebt, ist das etwas Besonderes", erklärt er und merkt an, gerade in den Trainingseinheiten der E-Jugend diese Fortschritte eindrucksvoll zu ersehen: "Ich trage zwar die alleinige Verantwortung für 18 Kinder, sehe aber bei der Gelegenheit auch, wofür ich mich anstrenge, und kann meine sozialen Kompetenzen schulen - jedes Kind ist anders und will anders behandelt werden!"

Janniks Arbeitstag dauert in der Regel von 8.30 bis 16.30 Uhr, wobei das Wochenende nicht notwendigerweise Freizeit bedeutet: Die Spiele der E-Jugend, die er begleitet, finden samstags oder sonntags statt. "Diese Wochenendtermine ermöglichen mir andererseits aber auch Freiräume an den Werktagen, die ich dann zum Beispiel für administrative Arbeit wie die Betreuung der Jugendhomepage der Handballer nutzen kann."

Zur Auffrischung seiner praktischen Kenntnisse sowie zum Austausch mit anderen "FSJ’lern" nimmt er an insgesamt 25 "Bildungstagen" teil; Ende Januar nutzte er darüber hinaus die Gelegenheit, an der Sportschule Schöneck die fachspezifischen Prüfungen für den C-Trainerschein abzulegen.

Bleibt die Frage, ob er das Freiwillige Soziale Jahr weiter empfehlen kann. "Definitiv - jeder, der an Sport Spaß hat und eine Möglichkeit zum Einstieg ins Berufsleben sucht, sollte ernsthaft über ein FSJ nachdenken", betont Jannik Huspenina abschließend und bezeichnet es auch in der Hinsicht als "ideales Sprungbrett in die Arbeitswelt, weil man zwar Leistung und Engagement zeigen muss, es jedoch nicht ganz so streng zugeht wie etwa in einer typischen Ausbildung".

Dankbar sind er und die Handballabteilung des TV im Besonderen für die finanzielle Hilfe der durch Hans Sieber vertretenen Arnold-Hollerbach-Stiftung und für das "Jugendbegleiterprogramm" der Gemeinde. Ebenso freut er sich über den Beistand durch Norbert Fürst, der sich seit 2008 um die Durchführung der FSJ-Stellen bei den Handballern kümmert und ein positives Fazit zieht: "Bisher hat jeder FSJ’ler sich während dem einen Jahr in seiner Persönlichkeit, in der Selbstständigkeit und seinem Selbstbewusstsein weitergebildet."

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