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Rhein-Neckar Löwen gegen TVB Stuttgart: Ein Spaziergang für die Löwen

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Von Daniel Hund

Mannheim. Oliver Roggisch huschte schon in der 36. Minute ein Lächeln übers Gesicht. Und auch Nikolaj Jacobsen sah da schon recht entspannt aus. Die Kommandobrücke der Rhein-Neckar Löwen musste diesmal nicht zittern, gemeinsam jubelten sie am Donnerstagabend über einen Start-Ziel-Sieg gegen den TVB Stuttgart. 33:23 (16:8) stand es nach 60 einseitigen Handball-Minuten in der SAP Arena. "Wir haben heute eine sehr gute Abwehr hingestellt", freute sich Oliver Roggisch, der Sportliche Leiter der Löwen: "Die Jungs haben sich in letzter Zeit wieder von Spiel zu Spiel gesteigert."

Denkt man an den TVB Stuttgart, drängt sich sofort ein Name auf: Jogi Bitter. Der Weltmeister, einer der Helden von 2007, als sich Deutschland im eigenen Land den Titel gekrallt hat. Nach dem finanziellen K.o. des HSV Hamburg verschlug es den langen Blonden, der es auf ein beeindruckendes Gardemaß von 2,05 Metern bringt, zum TVB. Dort ist er zwischen den Pfosten eine Bank, eigentlich unersetzlich.

Doch genau das mussten die Schwabenpfeile am Donnerstagabend tun. Bitter war gar nicht erst im Kader. Er verletzte sich Ende November, zuhause gegen die TuS N-Lübbecke. Der linke Oberschenkel spielt derzeit nicht mit. In der SAP Arena rückte gestern deshalb ein alter Bekannter ins Rampenlicht: Stuttgart setzte auf Jonas Maier, den Ex-Löwen.

Und die Badener? Die rotierten. Mit Bogdan Radivojevic, Jerry Tollbring und Harald Reinkind standen drei Spieler in der Startsieben, die ansonsten eher Bankangestellte sind. Patrick Groetzki nahm hinter der Bank Platz. Eine Muskelverhärtung im Oberschenkel machte ihm einen Strich durch die Rechnung.

Doch diesmal ging es auch ohne ihn. Die Gelben legten vor 5076 Zuschauern los wie die Feuerwehr. Schnell stand es 5:2 (5.). Stuttgart wurde überrollt, von Löwen, die quasi genau dort weiter machten, wo sie am Sonntag gegen Erlangen aufgehört hatten. Auch die Abwehr-Formation war gleich. Trainer Nikolaj Jacobsen setzte auf die 5:1-Variante. Europameister Hendrik Pekeler war erneut das Empfangskomitee. Der Zwei-Meter-Hüne hinderte die Rückraum-Kunstschützen der Gäste an ihrem Job. Abheben war nicht - oder zumindest nur ganz selten.

Sonderlich selbstbewusst sahen die Stuttgarter aber auch nicht aus. Kein Wunder, schließlich fehlte mit Mimi Kraus noch ein weiterer Weltmeister verletzungsbedingt.

Dass nach 19 Minuten "nur" ein 9:6 vom Videowürfel leuchtete, lag an der ausbaufähigen Wurfquote. Denn bei all der Dominanz fehlte zuweilen die Präzision. Einige Hundertprozentige wurden verballert. Gegen einen anderen Großen kann sich das rächen. 

Bis zur Pause war’s dann aber klarer: Mit einem Acht-Tore-Polster (16:8) ging es in die Kabine.

Und in der hätten sie eigentlich auch gleich bleiben können, denn eine Heimpleite war ausgeschlossen. Nicht am Donnerstagabend, nicht gegen diese ersatzgeschwächten Schwabenpfeile. Was sich da zwischen den Kreisen abspielte, hatte etwas von einem Klassenunterschied.

Weiter geht es für die Badener in der Pfalz: Am Sonntag steigt das Derby bei der TSG Friesenheim drüben auf der anderen Rheinseite. Anwurf ist um 12.30 Uhr.

Spielfilm: 2:2, 5:2, 8:3, 12:6, 16:8 (Halbzeit), 17:10, 21:12, 27:17, 30:21, 33:23 (Endstand).

Rhein-Neckar Löwen: Schmid 5/1, Radivojevic 6, Baena 2, Tollbring 8, Mensah Larsen 3, Pekeler 2, Reinkind 2, Taleski 1, Guardiola 2, Petersson 2.

TVB Stuttgart: Lobedank 1, Salger 2, Weiß 2, Schagen 5/3, Schweikardt 1, Späth 4, Baumgarten 1, Kretschmer 2, Orlowski 5.

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