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Erste Niederlage für den TV Solothurn

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Handball NLB: Denkbar knapp mit 22:23 musste sich Solothurn vergangenen Samstag den Kadetten Espoirs beugen. Im siebten Spiel geht der TVS somit zum ersten Mal in dieser Saison als Verlierer vom Platz.

Man wird auf der Welt nirgends einen Sportler finden, der gerne verliert. Niederlagen schmerzen und sie schmecken bitter. Und je knapper eine Niederlage, umso schwerer wiegt sie. Zum ersten Mal in der laufenden Saison lernte der TV Solothurn nun dieses Gefühl kennen. Bis anhin mit weisser Weste unterwegs, reichte es gegen die Nachwuchs-Mannschaft der Kadetten Schaffhausen am Ende nicht zum Sieg. Neben dem Schmerz und der Bitterkeit dürfte sich nach dieser Niederlage bei den Solothurnern auch noch ein leicht fauliger Geruch breitmachen. Nach viel Kampf, einem Spiel auf Augenhöhe und am Ende sogar mit der Möglichkeit zum Ausgleich fühlt sich das Heimteam nach dem Abpfiff um einen Punkt betrogen. Noch lange hadern die Solothurner mit den Entscheidungen der Schiedsrichter und des Offiziellen des Handballverbands.

Schiedsrichter ohne Fingerspitzengefühl

Im CIS lief die letzte Minute des Spiels. Die Kadetten führten zu diesem Zeitpunkt mit dem späteren Endstand von 23:22 und sind in Ballbesitz. Den Schuss der Schaffhauser kann der Solothurner Torhüter Taro Diethelm entschärfen. Die wichtige Parade gibt dem TVS die Möglichkeit, doch noch den Ausgleich zu erzielen. Als Diethelm den letzten Angriff mit einem Pass eröffnen will, stürmt ein Schaffhauser auf ihn zu und reiss ihm den Ball aus den Händen – im Handball eine unerlaubte Aktion, daher ein Foul. Der Schiedsrichter pfeift das Vergehen auch prompt ab. Der Schaffhauser Angreifer legt den Ball aber nicht ab, sondern wirft ihn noch aufs Tor. Gemäss Regelwerk ebenfalls ein Verstoss, der mit einer Zweiminuten-Strafe geahndet werden müsste. Dieser Pfiff jedoch bleibt aus, und mehrere Spieler auf der Solothurner Bank springen auf. Dies wiederum veranlasste den Offiziellen des Verbands an der Seitenlinie, den TV Solothurn mit einer Zweiminuten-Strafe zu belegen. Gleichzeitig stellte das Schiedrichter-Duo noch einen zweiten Solothurner Spieler vom Feld wegen Reklamierens. Aus der guten Gelegenheit zum Ausgleich wurde somit eine fast unlösbare Aufgabe in doppelter Unterzahl. Und so verlief der letzte Angriff des TV Solothurn letztlich im Sand.

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