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Terminhatz geht weiter: Rhein-Neckar Löwen spielen am Sonntag zur ungewohnten Zeit gegen den TuS N-Lübbecke

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Von Hasso Waldschmidt

Heidelberg. Dass die Rhein-Neckar Löwen von Spiel zu Spiel hetzen, daran haben sich Trainer Nikolaj Jacobsen und die Spieler fast schon gewöhnt. Nun aber kommt eine neue Termin-Variante hinzu: Am Sonntag tritt der Deutsche Meister in der Handball-Bundesliga gegen das Tabellen-Schlusslicht TuS N-Lübbecke an - um 12.30 Uhr in der SAP Arena. Ungewohnt und ungewöhnlich.

"Ich werde jetzt nicht vorher um Mitternacht bei meinen Spielern anrufen, um zu fragen, ob sie schon im Bett sind," sagt schmunzelnd der Coach, "das sind schließlich Erwachsene! Aber es wird sicherlich kein Mittagessen geben." Und keine Schoko-Croissants zum Frühstück. Aber da vertraut Nikolaj Jacobsen vollkommen seinen Spielern. Schließlich sind alle Vollprofis.

Nach drei Siegen in sechs Tagen, zuletzt ein 31:27 in der Champions League gegen Wisla Plock, hat der Trainer natürlich das Problem, seine Mannschaft nicht ausreichend auf jeden Gegner vorzubereiten. Das ist auch vor dem Spiel gegen das Schlusslicht nicht anders. "Es wird einen ruhigen Tag geben", sagte Jacobsen nach dem Erfolg in der Champions League, "dann werden wir uns auf Lübbecke vorbereiten."

Ein Ende des Terminstresses indes ist nicht in Sicht. Am kommenden Mittwoch steht dem Team eine Reise nach Frankreich bevor. Dann ist in Nantes wieder Champions League-Zeit (Anpfiff: 18.30 Uhr). Und danach kommt es dann knüppeldick, ein Programm, so eng, wie es auch die Löwen noch nicht erlebt haben: Vom 1. bis zum 7. Oktober, also innerhalb von sechs Tagen vier Spiele. Zunächst das Bundesliga-Spitzenspiel gegen den Rekordmeister THW Kiel (1.10./15 Uhr), dann kommen der Tabellenführer TSV Hannover-Burgdorf (3.10./17.30 Uhr) und der TV Hüttenberg (5.10./19 Uhr) ehe es dann am 7. Oktober um 17.30 Uhr mit einem Champions League-Spiel beim IFK Kristianstad weitergeht.

Danach wird sich zeigen, ob der Oktober für die Rhein-Neckar Löwen golden wird, denn bei dieser enormen Belastung ist durchaus der ein oder andere Ausrutscher möglich. Schon nach der gerade gespielten Trilogie gegen Gummersbach, Barcelona und zuletzt gegen Plock, hatte Harald Reinkind "müde Beine" beklagt und Nikolaj Jacobsen hatte während des Spiels gegen Wisla Plock große Befürchtungen: "Bei dem Tempo, das der Gegner angeschlagen hat, war ich nicht sicher, ob wir das überleben werden." Daher freute er sich vor allem über die zwei gewonnen Punkte und den gelungenen Start in die Champions League mit 3:1 Punkten.

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