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WESTWIEN nimmt zwei Punkte aus Kärnten mit

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Mit dem Ausfall von Nemanja Malovic (Mittelknochenbruch) ging der SC kelag Ferlach bereits gehandicapt in sein Auftaktspiel der spusu HANDBALL LIGA AUSTRIA gegen die SG INSIGNIS Handball WESTWIEN. Ganze 16 technische Fehler ermöglichten den Gästen rasche, einfache Tore. Für WESTWIEN ist es damit nach dem Hinspiel-Erfolg in der EHF Cup-Quali gegen Bregenz Handball von vergangenem Samstag, der perfekte Auftakt in die Hauptrunde.

Schon die ersten Spielminuten verschlief der SC kelag Ferlach komplett. Gleich drei technische Fehler der Kärntner wusste die SG INSIGNIS Handball WESTWIEN für sich zu nutzen, stellte innerhalb von fünf Minuten auf 4:0. Ivan Vajdl, Trainer des SC kelag Ferlach, war früh gezwungen sein erstes Timeout zu nehmen.

Eine goldrichtige Entscheidung, wie sich herausstellen sollte. Plötzlich kamen Pomorisac & Co. besser ins Spiel, schafften bis Mitte der ersten Halbzeit den Ausgleich zum 5:5. Dabei konnte sich vor allem die Deckung der Gastgeber bewähren, die ganze sechs Minuten lang keinen Gegentreffer zu ließ.

Doch im Angriff tat man sich ohne Linkshänder sichtlich schwer. Zudem stellte Florian Kaiper einmal mehr sein Talent unter Beweis, entschärfte gleich ein paar Würfe hintereinander. Das wusste WESTWIEN für sich zu nutzen, zog nochmals auf 9:6 davon und konnte bis zur Pause diesen Vorsprung halten.

Nach Seitenwechsel bot sich dem Kärntner Publikum ein ähnliches Bild wie in den 30 Minuten zuvor. Erneut beging Ferlach zu viele technische Fehler. Die sich daraus ergebenden Konter verwerteten die WESTWIENER souverän. Und wieder nahmen sich Kapitän Dean Pomorisac und seine Teamkollegen ein Herz, legten einen glatten 6:0-Lauf hin und konnten erneut den Ausgleich zum 16:16 erzielen.

Doch erneut schlichen sich Fehler im Spiel der Ferlacher ein. Fehlpass im Angriff, Gabor Hajdu verwertet zum 17:16 für WESTWIEN, und auch in Überzahl passiert den Gastgebern dieses Missgeschick erneut, WESTWIEN zieht auf 19:17 davon. Von da weg brachten die Gäste das Spiel wieder unter Kontrolle, zogen zwischenzeitlich bis auf 22:18 davon und siegten am Ende 23:20.

WESTWIEN holt sich Selbstvertrauen
Mit dem 23:20-Sieg feierte die SG INSIGNIS Handball WESTWIEN nicht nur einen perfekten Start in die spusu HLA-Saison, sondern holt sich zusätzlich Selbstvertrauen für das Rückspiel im EHF-Cup am Samstag gegen Bregenz. 

Ivan Vajdl, Trainer SC kelag Ferlach: „Mit 16 technischen Fehlern kann man nicht gewinnen.“

Walter Perkounig, Obmann SC kelag Ferlach: „Ohne Linkshänder haben wir uns wahnsinnig schwer getan. Dafür feierten Janez Gams und Marek Pales ein super Debüt. Speziell Gamz hat die Feden im Angriffsspiel gezogen. Das Ergebnis zeigt, dass es mehr ein Kampf denn ein Spiel war. Die Mannschaft hat viele unerzwungene Fehler begangen, das hat sie nicht verkraftet. Positiv ist, dass wir in der Deckung nur 23 Tore zugelassen haben. Klar ist jedenfalls, ohne Malovic im Angriff, werden wir uns in den kommenden Runden schwer tun. Die Niederlage schmerzt, da mehr drinnen gewesen wäre, aber WESTWIEN hat heute verdient gewonnen.“

Roman Frimmel, Co-Trainer SG INSIGNIS Handball WESTWIEN:"Insgesamt war es heute sehr positiv. Alle Spieler haben heute zu gleichen Teilen Spielanteile bekommen und das sehr ordentlich gemacht. In der 2.Halbzeit haben wir eine Phase gehabt wo wir 5 Minuten mit zu vielen Fehlern agiert haben aber in der Schlussphase haben wir routiniert und clever gespielt. Wir sind heute viel in der Deckung gestanden und Ferlach hat uns mit ihrem starken Mitte Aufbau vor schwierige Aufgaben gestellt, die haben wir aber gut gemeistert. " 

1. Spieltag spusu HANDBALL LIGA AUSTRIA in der Saison 2017/2018

SC kelag Ferlach vs. SG INSIGNIS Handball WESTWIEN 20:23 (8:11)
Dienstag, 5. September 2017, 19:30 Uhr
Spielprotokoll
Werfer SC kelag Ferlach: Janez Gams (7), Leander Krobath (3), Mathias Rath (3), Izudin Mujanovic (3), Dean Pomorisac (2), Marek Pales (2)
Werfer SG INSIGNIS Handball WESTWIEN: Philipp Seitz (5), Julian Ranftl (4), Philipp Rabenseifer (3), Gabor Hajdu (3), Sebastian Frimmel (2), Matthias Führer (1), Olafur Ragnarsson (1), Julian Schiffleitner (1), Wilhelm Jelinek (1), Julian Pratschner (1), Viggo Kristjansson (1)

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