Nur nicht schüchtern sein!
VfL unterliegt knapp bei seiner Heimpremiere
Auch wenn das Heimdebüt des neuen VfL-Trainers Daniel Deutsch nicht von Erfolg gekrönt war, können unsere Adler mit Zuversicht auf die kommende Saison blicken. Vor allem wegen der zweiten Halbzeit sollte die knappe 24:25 (12:18) – Niederlage gegen den DHK Flensborg nicht in allzu schlechter Erinnerung bleiben. Haben die Potsdamer doch trotz etlicher Flüchtigkeitsfehler das gezeigt, worauf es im Handball in großem Maße ankommt: Herz, Moral und viel Leidenschaft.
Schon nach zehn Minuten musste die junge Potsdamer Mannschaft mit der Hypothek umgehen, dass sich Jan Piske bei einem Zusammenprall verletzte und nicht mehr eingesetzte werden konnte. So feierte Florian Fink seinen Rückraumeinstand. Zunächst wie alle seine Mitspieler mit mäßigem Erfolg: Scheinbar zweifelnd an den eigenen Fähigkeiten fehlte vor allem der Nachdruck und die Überzeugung in den eigenen Aktionen und die Konzentration im Abschluss, während die Gäste aus dem hohen Norden ziemlich routiniert wirkten. Resultat war eine deutliche 18:12-Führung der Gäste. Das Geschehen auf dem Spielfeld änderte sich indes ab Mitte der zweiten Hälfte. Vor allem weil Potsdams Keeper-Neuzugang Angelo Grunz im Laufe des Spiels besser und besser wurde und viele Bälle vor der Torlinie wegfischte. Flensborg verlor reichlich von seiner souveränen Spielgestaltung, die Potsdamer ackerten und rackerten und ließen sich auch von so manchem Rückschlag nicht beeindrucken. 90 Sekunden vor Ende sah es beinahe so aus, dass sie dem Spiel die entscheidende Wende geben konnten, hatten sie sich doch bis auf einen Treffer an die Norddeutschen herangekämpft. Mit viel Fortune sicherte der DHK jedoch den knappen Vorsprung. Möchte man ein Fazit ziehen, könnte es sein: Ey – sei doch nicht so schüchtern!
Für die Adler spielten und trafen: Fabian Pellegrini, Angelo Grunz, Kai-Niklas Einenkel, Christian Schwarz, Robin Huntz 2, Jan Piske 1, Joe Boede 1, Matti Spengler 4, Florian Fink 1, Moritz Ende 2, Yannik Münchberger 6 (1), Phil-Lukas Winter 3, Paul Weyhrauch 4, Levi Schwark.

