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Rhein-Neckar Löwen wieder meisterlich: Erfolge über Skopje und Flensburg

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Von Daniel Hund

Mannheim/Gummersbach. "Danach wissen wir, wo wir stehen." Nikolaj Jacobsen, der Trainer der Rhein-Neckar Löwen, fieberte dem Vorbereitungsturnier in Gummersbach im RNZ-Gespräch schon vor drei Wochen entgegen. Der Däne sprach von einem Fingerzeig auf den nahenden Start der Handball-Bundesliga, von einer echten Standortbestimmung.

Mittlerweile kann man sagen: Die neue Saison kann kommen. Denn das, was die Badener in der Schwalbe Arena ablieferten, war beeindruckend: Im Halbfinale wurde erstmal der amtierende Champions-League-Sieger Vardar Skopje mit 34:25 (14:10) von der Platte gefegt, ehe im Finale auch noch die SG Flensburg-Handewitt entzaubert wurde. Den letztjährigen Hauptkonkurrenten um den Bundesliga-Titel erlegte der Meister mit 32:30 (13:19).

Wer nun meint, Skopje wollte nicht, der täuscht sich. Die Mazedonier konnten nicht. Zu überlegen, zu dominant traten die Löwen auf und setzten damit natürlich auch ein dickes Ausrufezeichen in Richtung der nationalen und internationalen Konkurrenz. Bärenstark präsentierte sich am Samstag vor allem Hendrik Pekeler. Der Kreis-Riese war eine Macht: Hinten kaum zu überspielen, vorne eiskalt. Satte neun Tore steuerte Pekeler bei. Möglich wurde das auch dank Andy Schmid. Der Löwen-Spielmacher ist nach seiner Fuß-Verletzung, die ihn zuletzt zu einer längeren Pause zwang, wieder in einer beängstigenden Form. Der Schweizer hebelte die Vardar-Defensive mit seinen Pässen mehrfach alleine aus. Sprachlos waren sie, die Königsklassen-Champions, Statisten auf höchstem Niveau. Schmid selbst freute sich über die Gala im ersten Härtetest: "Für den Stand der Vorbereitung sind wir schon unglaublich weit", sagte er, "ich bin sehr zufrieden mit unserer Verfassung und dem Auftreten."

Am Sonntag sah das zunächst anders aus. Die Löwen liefen von Beginn an hinterher, lagen phasenweise mit acht (!) Toren hinten - ehe sie den Turbo zündeten. In den letzten zehn Minuten drehten sie die Partie gegen starke Flensburger. Letztlich war’s ein ganz wichtiger Sieg, denn es war quasi bereits ein kleiner Vorgeschmack auf den 3. September: Dann gastieren die Löwen in Flensburg.

Eine ähnliche Anfangsphase gilt es im hohen Norden zu vermeiden. Jacobsen nickt: "Wir haben in der ersten Halbzeit wirklich große Probleme gehabt. Vor allem mit Holger Glandorf." Immer wieder stürmten die Riesen von der Ostsee frei auf den Löwen-Kasten zu. Nach dem Wechsel war das anders. Was in erster Linie mit einer neuen Taktik zusammenhing: Nun setzten die Löwen auf eine 5:1-Abwehrformation mit dem wieselflinken Gudjon-Valur Sigurdsson auf der Spitze und einem bärenstarken Andreas Palicka im Kasten. So holten die Gelben Tor um Tor auf. "Nach der Pause war das richtig gut", lobt Jacobsen. Vorne glänzte zudem einer, der ansonsten nur im eigenen Innenblock seinen Mann steht. Gemeint ist Gedeon Guardiola, der spanische Abwehr-Koloss, der in der zweiten Halbzeit im Angriff gesetzt war und sich mit sieben Treffern bedankte. Kann das zu einer Dauerlösung werden? "Das könnte nun schon ab und an mal vorkommen", schmunzelt Jacobsen, "in der Vorbereitung haben wir das nämlich trainiert."

Löwen - Vardar Skopje 34:25

Rhein-Neckar Löwen: Schmid 5, Sigurdsson 4/2, Radivojevic 1, Baena 1, Tollbring 2, Rnic 5, Mensah 1, Pekeler 9, Groetzki 3, Reinkind 1, Taleski 2

Löwen - Flensburg 32:30

Rhein-Neckar Löwen: Schmid 3, Sigurdsson 5, Radivojevic 1, Rnic 8, Groetzki 3, Reinkind 4, Taleski 1, Guardiola 7

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