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Meister-Löwen geben sich die Ehre: Wetzlar und Melsungen

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In beeindruckender Weise machten die Rhein-Neckar Löwen am 31. Spieltag ihren zweiten Meistertitel in Folge perfekt. Nach der direkten Niederlage am Wochenende zuvor konnte die SG Flensburg-Handewitt nicht mehr mithalten und musste den Löwen somit abermals den Vortritt lassen.

Erfolgreiche Titelverteidigung
Wie wird man mit Stil Deutscher Meister? Man frage nach bei den Rhein-Neckar Löwen. Nichts weniger als ein Kantersieg gegen den THW Kiel war der Auslöser zum erfolgreich verteidigten Titel. Mit 28:19 wurde der Rekordmeister in Mannheim in seine Einzelteile zerlegt. Insbesondere die Gefahr über die Außen konnte dabei von den Kielern nicht entscheidend gekontert werden. Wie an der Abbildung (siehe unten) zu erkennen ist, war der THW (grüne Kreise) nicht in der Lage, sein Flügelspiel aufzuziehen. Stattdessen waren Gudjon Valur Sigurdsson (5 Tore, 62,5% Wurfquote) und Patrick Groetzki (3 Tore, 75% Wurfquote) für die Löwen erfolgreich.

Kurz zuvor verschaffte eine überraschende Niederlage der SG Flensburg-Handewitt den Löwen die Chance zur Meisterschaft. Unerwarteterweise mussten sich die Norddeutschen Frisch Auf Göppingen beugen, die vor allem in der zweiten Halbzeit das Spiel auf ihre Seite bringen konnten. Am Ende hieß es 31:27 und der Titel wanderte noch am selben Abend zurück nach Mannheim.

Meistertour durch das Bundesliga-Mittelfeld

Zwei Spieltage stehen noch an und die Rhein-Neckar Löwen werden nochmals alles geben, um die Saison erfolgreich ausklingen zu lassen. Zunächst geht es zur HSG Wetzlar, die als Tabellensechster im gesicherten Mittelfeld um nichts mehr spielen. Trotz aller Feierlichkeiten in der Woche, unter anderem auf Mallorca, sind die Löwen noch immer der Favorit. So geben auch die Handball-Wettquoten beim in Deutschland lizensierten Sportwetten-Anbieter Guts diese Stellung wieder. Die Löwen erhalten beim Auswärtsspiel eine Quote von 1.65. Die HSG auf der anderen Seite wird mit einer Quote von 2.75 bedacht (Stand 5. Juni). Auch in Wetzlar gab es zuletzt Grund zum Feiern, da die A-Jugend zum ersten Mal seit 15 Jahren Deutscher Meister wurde. Es handelt sich demnach um das Duell zweier Meisterklubs.



Quelle: Rhein-Neckar Löwen via Twitter

Am 34. und letzten Spieltag führt die Meistertour zurück nach Mannheim, wo die Löwen schließlich auch endlich die Trophäe in Empfang nehmen dürfen. Wiederum zu Gast ist ein Team aus dem Mittelfeld, diesmal mit dem Siebten MT Melsungen. Die Melsunger schlugen zuletzt den direkten Tabellennachbarn aus Leipzig und können generell auf eine beeindruckende Serie zurückblicken. Seit der 21:27-Heimniederlage gegen den SC Magdeburg am 23. Spieltag verlor das Team von Trainer Michael Roth kein einziges Spiel mehr. Stattdessen gab es neun Siege und ein Unentschieden gegen die Füchse Berlin. Wenn also eine Mannschaft im Moment in der Lage wäre, die Meisterfeierlichkeiten ein wenig zu verderben, kommt sie sicherlich aus Melsungen.

Weitere Entscheidungen im Keller
Während oben alles klar ist, tobt im Tabellenkeller noch der Abstiegskampf in vollen Zügen. Lediglich der HSC 2000 Coburg und HBW Balingen-Weilstetten müssen bereits sicher den Gang in die Zweitklassigkeit antreten. Der dritte Abstiegsplatz wird noch von gleich vier Teams "umkämpft". TVB 1898 Stuttgart, VfL Gummersbach, Bergischer HC und der TBV Lemgo sind alle noch nicht in Sicherheit. Am letzten Spieltag könnte es mit Lemgo - Gummersbach zu einem entscheidenden Duell zwischen zwei Traditionsvereinen kommen.

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