„Alles oder nichts“: Bellingham stuft Rückspiel als Finale ein
Vor FC Bayern – Real Madrid: JUDE BELLINGHAM über …
… das Rückspiel im Viertelfinale der Champions League (Mittwoch, 21 Uhr, im REAL TOTAL-Liveticker und bei DAZN): „Das Wichtigste ist, dass wir Intensität an den Tag legen, da zu sein, präsent zu sein. Es ist natürlich ein sehr schwieriges Spiel und wir haben uns in eine Situation gebracht, in der wir zurückliegen. Am Wichtigsten ist aber, da zu sein, in jeder Aktion und 90 Minuten lang. Das Spiel ist noch sehr lang.“
… ein eventuelles Elfmeterschießen: „Ich glaube, jeder würde ein Elfmeterschießen gerne verhindern. Wenn wir nach 90 Minuten gewinnen können, wäre das ideal. Wir müssen aber auf alles vorbereitet sein. Wenn du mich fragst, wo ich lieber ein Elfmeterschießen hätte, ob im Bernabéu oder hier in der Allianz Arena, dann natürlich Zuhause. Wir müssen in unserer Position erst einmal das Defizit aus dem Hinspiel überwinden und dann fokussieren wir uns darauf, wie wir gewinnen können.“
… den Druck, da schon Mitte April die ganze Saison auf dem Spiel steht: „Es scheint so, dass wir aufgrund unserer Situation in der Liga und des Ausscheidens im Pokal ein sehr wichtiges Spiel haben. Es ist beinahe wie ein Finale für uns. Wir wollen in der Champions League so oder so mithalten und in der Lage sein, sie zu gewinnen, aber aufgrund unserer Situation wollen wir am Ende der Saison natürlich noch um etwas spielen, nicht nur so Spiele haben. Es ist sehr wichtig für uns, für den Klub und alle Spieler, die Wichtigkeit zu verstehen. Wir werden bereit sein, um morgen alles zu geben.“
… das mögliche Ausscheiden als Versagen: „Jede Niederlage in der Champions League fühlt sich wie ein Desaster an. Wie gesagt: Aufgrund der Situation, in der wir uns befinden, ist es morgen ein Finale. Es ist wichtig, dass wir uns zeigen. Wir müssen es als Alles-oder-nichts-Spiel betrachten, das muss unsere Mentalität sein. Wir können uns dem nicht entziehen. Das sind die Spiele, für die wir bereit sein müssen.“
… das Schlamassel in dieser Saison, das dazu geführt hat, Mitte April nur noch eine geringe Titelchance zu haben: „Wir müssen diese Gespräche intern führen und tun das auch. Ich glaube nicht, dass es jetzt und hier am besten ist, über Probleme zu reden. In der Liga haben wir zuletzt in Spielen, in denen wir von einem Sieg ausgegangen waren, zu viele Punkte liegen ließen. Du kannst LaLiga mit Barcelona als Konkurrent nicht gewinnen, wenn du vor allem Zuhause so viele Punkte liegen lässt. Wir glauben nicht, dass es vorbei ist, aber wir haben uns definitiv in eine sehr schlechte Position gebracht. Das Gute ist, dass wir morgen die Chance haben, all das zu beseitigen. Wenn das Team es in der Champions League gut macht und wir in das Halbfinale kommen können, dann wird die Liga etwas zweitrangiger. Dann können wir um die Champions League kämpfen.“
… seine Verfassung und den Moment für ihn persönlich nach der wochenlangen Verletzungspause: „Ich fühle mich gut. Es war eine frustrierende Saison für mich. Ich habe verletzungsbedingt so viele Spiele verpasst. Jetzt war es mit der Oberschenkelverletzung ziemlich frustrierend, doch inzwischen fühle ich mich gut. Das Härteste ist, wenn du dann zurückkommst und du probierst, dich mental auf Spiele vorzubereiten. Wenn der Scan dir sagt, dass der Oberschenkel in Ordnung ist, viel von der Blockade aber im Kopf stattfindet. Gegen Mallorca, gegen Atleti zu spielen und vor allem die Minuten gegen Bayern geben mir viel Selbstvertrauen.“
… seine Position im Vergleich zur ersten Saison: „Es besteht kein Zweifel, dass es eine Veränderung gab. In der ersten Saison habe ich an der Spitze eines Mittelfelds gespielt, in einer Raute mit zwei Flügelspielern als Stürmer vor mir. Von der Position her gab es deutliche Veränderungen. Im zweiten Jahr habe ich dann mehr links gespielt und zog nach innen. Diese Saison wurde von Xabi und Arbeloa verlangt, dass ich etwas tiefer spiele. Eine meiner Qualitäten ist, dass ich auf verschiedenen Positionen spielen kann, verschiedene Dinge auf einem guten Niveau. Manchmal bin ich deswegen vielleicht ein Opfer, dass ich auf dem Platz hin und her geschoben werde, wenn Dinge nicht klappen. Es ist definitiv eine Veränderung, an die ich mich gewöhnen musste. Für mich ist wichtig, die Balance zu finden, dass ich dem Team helfen kann, auch wenn ich nicht treffe.“
… das Zusammenspiel mit Kylian Mbappé und Vinícius Júnior, das nicht selten bemängelt wird: „Meiner Ansicht nach gab es viele Spiele, in denen wir sehr gut harmoniert haben. Manchmal ist es natürlich schwierig. Beide sind linkslastige Spieler, beide wollen den Ball auf der linken Seite empfangen. Wenn ich links etwas tiefer spiele, ist das die Grundlage für ihre Bewegungen. Es kann problematisch sein, wenn wir alle auf der gleichen Seite spielen. Arbeloa hat eine sehr gute Balance gefunden, indem ich etwas mehr auf der anderen Seite agiere. Die Stärke unseres Spiels ist, wenn wir fluide spielen und die Freiheit haben, uns zu bewegen. Manchmal kann das für etwas Unordnung sorgen. Bei beiden muss man aber ihren Fähigkeiten vertrauen. Sie sind so gut. Ich bin nicht zu besorgt darüber. Wenn die Dinge laufen, können sie für uns Spiele gewinnen. Das habe ich schon oft gesehen. Ich bin zuversichtlich, dass sie die richtige Balance finden können.“
… Harry Kane als möglichen Gewinner des Ballon d‘Or: „Es ist ähnlich zu den Debatten in den vergangenen Jahren. Alles hängt davon ab, was das Team erreicht. Harry ist ein unglaublicher Spieler, aber in erster Linie hängt es davon, was sein Team macht. Es scheint, als würden sie die Bundesliga gewinnen, was mir wegen meines Bruders in Dortmund wehtut. Es hängt auch davon ab, was er mit England erreicht. Hoffentlich können wir ihn morgen davon abbringen, die Champions League zu gewinnen. Das würde natürlich einen großen Effekt haben. Er ist aber ein sensationeller Spieler. Es ist eine Freude, mit ihm in der Nationalmannschaft zusammen zu spielen.“
… seinen Sauf-Jubel in der Königsklasse gegen die AS Monaco: „Darüber habe ich schon mal gesprochen. Wenn du Fußballer bist, dann steht auch dein Privatleben im Vordergrund. Es war ein Scherze. Die Leute haben über mein Privatleben geredet, dass ich mich in Clubs aufhalten, gerne trinken, oft ausgehen würde. Das war einfach nicht wahr. Ich bin in Madrid natürlich mal ausgegangen und habe es genossen, aber dass es so oft gewesen sei, war einfach nicht so. Ich bin sehr professionell und es war mehr ein Scherz.“
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