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Derby im Bernabéu: Atlético ohne Druck, Real mit Mbappé?

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Mbappé könnte in die Startelf zurückkehren, während Atleti mehr oder weniger befreit aufspielen kann – Fotos: getty images

Die Ausgangslage

  • Einmal heißt es für Real Madrid noch durchzuhalten, bevor es in die Länderspielpause geht – das Derbi Madrileño steht auf dem Programm (Sonntag, 21 Uhr, im REAL TOTAL-Liveticker und bei DAZN). Für das Team von Álvaro Arbeloa geht es am 29. Spieltag nicht nur um die Revanche an Atlético für die 2:5-Pleite im Estadio Metropolitano aus der Hinrunde – der knappe 2:1-Triumph im Halbfinale der Supercopa war diesbezüglich keine Wiedergutmachung, zumal am Ende auch kein Titel dabei heraussprang –, sondern vor allem auch darum, im Titelrennen mit dem FC Barcelona Schritt zu halten. Alles andere als ein Dreier im Stadtduell wäre ein empfindlicher Rückschlag für die Königlichen, zumal mit einem Patzer der Katalanen im Heimspiel gegen Rayo Vallecano (Sonntag, 14 Uhr) eher nicht zu rechnen ist. Zudem wäre es für den Rekordmeister eminent wichtig, mit einem Triumph in die Pause zu gehen, bevor es dann unter anderem gegen den FC Bayern im Viertelfinale der Champions League geht.
  • Die Statistik der letzten Jahre verheißt diesbezüglich allerdings wenig Gutes. Zwar ist die letzte Liga-Niederlage gegen den Stadtrivalen im Estadio Santiago Bernabéu ganze zehn Jahre her (am 27. Februar 2016 gewann Atlético mit 1:0), der letzte Sieg liegt allerdings auch schon über vier Jahre zurück: Am 12. Dezember 2021 konnten die Blancos den Colchoneros letztmals zu Hause eine Niederlage hinzufügen (2:0). In den letzten zehn Liga-Derbys im Bernabéu konnte der Rekordmeister ohnehin nur dreimal gewinnen, während es ganze sechs Male eine Punktetrennung gab – in den letzten drei Partien jeweils ein 1:1.

Der Gegner

  • Jährlich grüßt das Murmeltier: Vor der entscheidenden Saisonphase hat Atlético wieder einmal nichts mehr mit dem Meisterschaftskampf zu tun. Diesmal hat sich das Team von Trainer Diego Simeone sogar deutlich früher von diesen Titelambitionen verabschiedet als in den Vorjahren, und bei objektiver Betrachtung war es diesbezüglich auch nie wirklich in der Verlosung. Die Rojiblancos setzen wieder mal alles auf die Pokalwettbewerbe, und da sieht es deutlich rosiger aus, denn man steht bereits im Finale der Copa del Rey und im Viertelfinale der Champions League. In der Primera División ist Atlético trotz aller Inkonstanz ein Champions-League-Platz realistisch nicht mehr zu nehmen, zumal in dieser Saison auch der fünfte Rang aller Wahrscheinlichkeit auch wieder in die Königsklasse führen wird. So kann Simeone eigentlich den ganzen Fokus auf die Duelle gegen den FC Barcelona in der CL und Real Sociedad im Copa-Finale legen, doch einmal werden sich seine Spieler in LaLiga noch zerreißen – im Stadtderby bei Real Madrid, das für Atlético bekanntlich einen ganz besonderen Stellenwert hat. Dabei kann der argentinische Übungsleiter personell beinahe aus dem Vollen schöpfen, denn mit Jan Oblak und Pablo Barrios (jeweils Muskelverletzungen) wird Simeone im Bernabéu vermutlich nur auf zwei Stammkräfte verzichten müssen, wobei Barrios am Abschlusstraining am Samstagmittag teilgenommen hat.

Voraussichtliche Startelf: Musso – Molina, Le Normand, Hancko, Ruggeri – Simeone, Llorente, Cardoso, Lookman – Álvarez, Sørloth.

Personelles und voraussichtliche Aufstellung

  • Zwar muss Álvaro Arbeloa immer noch auf deutlich mehr seiner Spieler als der Rivale verzichten, doch inzwischen hat sich die mitunter dramatische personelle Not der Königlichen zumindest etwas entspannt. So stehen sowohl Kylian Mbappé als auch Jude Bellingham sowie Álvaro Carreras für das Derby zur Verfügung, ebenso Raúl Asencio und Franco Mastantuono, der seine Rot-Sperre aus dem Getafe-Spiel mittlerweile abgesessen hat. So werden Arbeloa am Sonntag „nur“ noch fünf Stars fehlen: Neben Éder Militão, der zwar teilweise schon im Mannschaftstraining dabei ist, aber bei dem noch etwas Geduld angesagt ist, Rodrygo Goes, Dani Ceballos und Ferland Mendy muss Real in den kommenden Wochen auch ohne Stammkeeper Thibaut Courtois auskommen. Von den Rückkehrern haben Mbappé und Carreras die besten Startelf-Aussichten, während das für Bellingham vermutlich noch einen Tick zu früh kommt, sodass Thiago Pitarch erneut beginnen könnte.
  • Startelf-Prognose: Lunin – Carvajal, Rüdiger, Huijsen, Carreras – Valverde, Güler, Tchouaméni, Camavinga – Mbappé, Vinícius

Statistiken und Besonderes

  • GESAMTBILANZ: Bereits 221 Mal standen sich Real Madrid und Stadtrivale Atleti im Derbi Madrileño gegenüber. Dabei gingen mit 110 Siegen mehr als 50 Prozent der Duelle an die Königlichen. In 56 Aufeinandertreffen behielten die Rojiblancos die Oberhand – 55 Aufeinandertreffen endeten unentschieden.
  • ARBELOAS PREMIERE: Für Real Madrids Trainer ist es das erste Madrid-Derby als Übungsleiter der Profis, somit auch das erste Aufeinandertreffen mit Diego Simeone. Arbeloas Bilanz gegen namhafte Trainer ist trotz der noch sehr kurzen Amtszeit durchaus beeindruckend, denn immerhin konnte der einstige Real-Profi zuerst José Mourinho und anschließend auch Pep Guardiola mit jeweils zwei Siegen in der Champions League ausschalten. Kann er mit Simeone seine Bilanz weiter aufpolieren?
  • GELB-ALARM: Zwar hat Franco Mastantuono seine Rot-Sperre aus dem Getafe-Spiel gerade erst abgesessen, doch nun droht dem Argentinier die nächste Pause – er steht nämlich bei vier gelben Karten und würde bei einer weiteren Verwarnung im nächsten Liga-Spiel gegen Mallorca (4. April) fehlen. Das Gleiche gilt auch für Álvaro Carreras.
  • SCHIEDSRICHTER: Die Leitung des Derys wurde José Luis Munuera Montero (42) anvertraut. Im Madridismo ist der Referee alles andere als unumstritten, denn er war unter anderem der Schiedsrichter, der Jude Bellingham im letztjährigen Duell zwischen Osasuna und Real Madrid wegen des berühmten „Fuck off” vom Platz gestellt hat und der später zudem wegen der Tätigkeiten seiner Beratungsfirma, die unter anderem mit LaLiga und der UEFA zusammenarbeitet, wegen Interessenkonflikts angezeigt wurde, doch der spanische Fußballverband (RFEF) sprach ihn frei, da er keinen tatsächlichen Konflikt feststellen konnte.
  • WIEDERSEHEN: Im Kader der Rojiblancos steht nur noch ein Spieler, der in seiner Vergangenheit ein Teil von Reals Profis war: Marcos Llorente. Der vielseitig einsetzbare Außenbahnspieler hatte unter Zinédine Zidane zwar lediglich eine untergeordnete Rolle inne, sein Abgang brach aber damals so manchem Madridista das Herz. Zudem interessant: Julián Álvarez absolvierte vor seinem Wechsel zu River Plate vor vielen Jahren unter anderem bei Real Madrid einige Probetrainings und traf in einem Jugendturnier in fünf Spielen zweimal für den Nachwuchs des Rekordmeisters. Damals verhinderte lediglich die Altersbeschränkung einen Wechsel in die spanische Hauptstadt. Und auch Pablo Barrios trug in der Jugend das weiße Trikot, kam im Alter von acht Jahren in die Akademie der Königlichen, um 2017/18 in die Atlético-Jugend zu wechseln. Auf der anderen Seite wird Thibaut Courtois das nächste Wiedersehen mit seinem Ex-Klub verletzungsbedingt verpassen.

Winamax-Prognose

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