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Die Südkurve zeigt sich Dribbelstark

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Die Südkurve zeigt sich Dribbelstark – Kollektivstrafen verfehlen ihre Wirkung Eine rückblickende Betrachtung und ein Ausblick

Drei Tage nach dem Heimspiel unter besonderen Vorzeichen gegen Union Saint-Gilloise wollen wir als Vereinigung der aktiven FC Bayernfans die Ereignisse aus unserer Sicht einordnen.

Als Reaktion auf den gesperrten Unterrang hat sich die aktive Szene im Oberrang Karten gekauft und ist am Spieltag in den Austausch mit den anderen Fans gegangen, die in diesen Bereichen ebenfalls ihre Plätze hatten. Diese Kommunikation war so gut wie durchgehend beidseitig respektvoll und von einem positiven Dialog geprägt. Den betroffenen Fans wurden im Rahmen einer von den Fans organisierten Tauschbörse Plätze in anderen Stadionbereichen angeboten, viele haben sich aber auch gefreut, dass in ihren Bereichen was los ist, und haben sich dazugestellt. Danke an alle, die an diesem besonderen Spieltag Unannehmlichkeiten in Kauf genommen haben. Danke an den Ordnungsdienst und Vereinsmitarbeiter, die mit Umsicht auf die Aktion der Südkurve reagiert haben.

Als Dachverband begrüßen wir den an diesem Tag herrschenden Umgang miteinander. Es geht nur mit Respekt und Zusammenhalt. Dadurch hat die kollektive Strafe ihre Wirkung verfehlt, Schaden hat sie trotzdem angerichtet.

Die Anzahl der halbwegs erschwinglichen Eintrittskarten in der Kategorie 5 war erheblich eingeschränkt, dadurch wurde trotz verfügbaren Karten viele Fans ausgeschlossen, die klipp und klar gesagt durch die UEFA in Sippenhaft genommen wurden. Auch viele Fanclubs, die Busfahrten organisieren – das ist uns an dieser Stelle wichtig zu erwähnen – mussten ihre Pläne canceln.

Der Club Nr. 12 vertritt diesbezüglich eine klare Haltung: Kollektivstrafen treffen immer viele Fans, die keinerlei Verantwortung für das jeweilige Ereignis tragen, und werden daher von uns grundsätzlich abgelehnt.

In diesem Kontext müssen wir auch unser Unverständnis darüber ausdrücken, dass der FC Bayern nicht nur die von der UEFA benannten Blöcke, sondern die gesamte Südkurve und damit doppelt so viele Plätze gesperrt hat. Uns ist bewusst, dass sich die Verantwortlichen in diesem Fall in einem schwierigen Spannungsfeld zwischen Verbandsvorgaben, organisatorischen Herausforderungen und Verantwortung gegenüber seinen Fans agiert.

Wir halten diese Entscheidung aber trotzdem für ein Affront gegen die betroffenen Bayernfans. Andere Vereine in vergleichbarer Situation, oft in Ländern mit deutlich weniger Verständnis innerhalb der Clubs für die Bedeutung von Fankultur für den Fußball, finden Lösungen für die betroffenen Fans, anstatt noch mehr Plätze zu sperren. Uns geht es dabei nicht um Schuldzuweisungen, sondern vielmehr einen Blick auf die Zukunft. Der FC Bayern muss seine herausragende Bedeutung im europäischen Fußball nutzen, um ein Umdenken zu bewirken. Es braucht eine Veränderung der gängigen Praxis.

Die Südkurve hat ein starkes Zeichen gegen Kollektivstrafen gesetzt und die UEFA-Strafe ausgedribbelt. Der Ball liegt vor dem Tor.

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