Klopft Real an? Alonso-Aus hat in Klopp „nichts ausgelöst“
Arbeloa nach Alonso – aber wie lange?
MADRID/SALZBURG. Álvaro Arbeloa ist die Antwort auf Xabi Alonso – aber für wie lange? Real Madrid hat den Trainer der zweiten Mannschaft als Reaktion auf das Aus des Basken zu den Profis befördert, ihn dabei öffentlich bisher nicht als Interimslösung bezeichnet. Die Königlichen werden vermutlich zumindest die Saison mit dem einstigen Rechtsverteidiger zu Ende bringen wollen, je nach Titelausbeute fällt dann im Sommer eine Entscheidung, wie es weitergeht.
Bei der Führungsriege um Präsident Florentino Pérez soll ein externer Trainer besonders hoch im Kurs stehen: Jürgen Klopp. Der Name des langjährigen Teammanagers des FC Liverpool fiel in den vergangenen Jahren immer wieder in der spanischen Hauptstadt, so auch jetzt wieder. Nach seinem Abschied von den Reds im Sommer 2024 fungiert der 58-Jährige seit Januar 2025 beim Red-Bull-Konzern als Global Head of Soccer.
Bis dato hieß es stets, Klopp würde keine Anstalten machen, diesen Job zügig wieder aufzugeben. Aber auch, wenn Real anklopfen und es mit einer Zusammenarbeit ernst meinen sollte? Der gebürtige Stuttgarter, der nach eigener Aussage kein Trainer mehr sein will, macht ganz aktuell zumindest nicht den Anschein, heiß auf den Posten im Estadio Santiago Bernabéu zu sein.
Klopp: „Ansprüche bei Real riesengroß“
In einem Interview mit dem Sender SERVUS TV in Salzburg reagierte er wie folgt auf die Alonso-Entlassung: „Das hat mit mir gar nichts zu tun und hat in mir auch nichts ausgelöst. Ich war wirklich überrascht. Der Trainermarkt wird durchgemischt und es ist nicht schlimm, das Ganze mal aus der Beobachterrolle mitzubekommen und nicht darüber nachzudenken, was das für einen selber bedeuten könnte, weil man da, wo man ist, am richtigen Ort ist.“
Es sei „ein Zeichen, dass dort nicht alles zu 100 Prozent richtig ist, wenn Xabi Alonso, der über zwei Jahre in Leverkusen gezeigt hat, was für ein herausragendes Trainertalent er ist, ein halbes Jahr später bei Real Madrid gehen muss. Das zeigt verschiedene Dinge: Zum einen haben wir in der heutigen Zeit irgendwie keine Zeit mehr und zum anderen sind die Ansprüche bei Real natürlich riesengroß. Man hat die Gerüchte schon eine Weile gehört. Wenn du nach einer Legende und einem unglaublich guten Trainer wie Carlo Ancelotti, der eine ganz bestimmte Art hatte seine Fußballmannschaften zu trainieren, dorthin kommst und versuchst, neue Regeln einzubauen, hat sich das jetzt als zu schwierig dargestellt. Tut mir wirklich leid für ihn, denn ich halte ihn für einen großartigen Trainer“.
Würde Klopp überhaupt zu Real Madrid passen?
Ein solcher ist zweifellos auch Klopp. Allerdings würde sich mit ihm sicherlich ebenso die Frage stellen, ob er mit seinen Vorstellungen überhaupt zu den Madrilenen passt. In Liverpool wurde ihm von Oktober 2015 viel Zeit eingeräumt, die Profi-Abteilung nach seinen Ideen umzugestalten, das Team nach seinen Präferenzen zusammenzustellen. Das, woran Alonso gescheitert ist.
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