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„Fantasie, etwas Größeres“: Rüdiger glaubte einst nicht an Real-Wechsel

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„Fantasie, etwas Größeres“: Rüdiger glaubte einst nicht an Real-Wechsel

Antonio Rüdiger Real Madrid

Antonio Rüdiger Real Madrid Vergrößern

Rüdiger unterschrieb bis 2026 bei Real Madrid – Foto: IMAGO / Marca

Rüdiger seit Juli bei Real Madrid: „Jetzt ist es einfach Realität“

MADRID. Nach fünf Jahren beim FC Chelsea entschied sich Antonio Rüdiger gegen eine Verlängerung und für einen Transfer zu Real Madrid. Den Deal brachte sein Halbbruder Sahr Senesie über die Bühne, der zugleich als sein Berater fungiert. Er hat immer von Real Madrid gesprochen. Er war der festen Überzeugung, dass ich irgendwann dort spiele – schon zu Stuttgarter Zeiten“, gestand Rüdiger nun im Interview mit SPORT1.

„‚Toni, eines Tages wirst du es zu Real schaffen‘, lauteten seine Worte. Ich habe ihn dann meist nur verdutzt angeschaut und abgewunken. Jetzt ist es einfach Realität“, so der Neuzugang der Königlichen, den es über den VfB Stuttgart, die AS Rom und Chelsea nach Madrid zog. Eine zwischenzeitlich in den Medien thematisierte Rückkehr nach Deutschland sei für den Defensivspieler indes kein ernsthaftes Thema“ gewesen.

„Ich war fertig im Kopf, das hat mich angestachelt“

Mit Real Madrid wurde es dafür Ende April „so richtig konkret“. Rüdiger schilderte: „Bevor alles klar war, hat mein Bruder mich aber ein bisschen an der Nase herumgeführt. Wir hatten mit Chelsea gegen Real im Viertelfinale der Champions League gespielt. Nach der Hinspiel-Niederlage sagte er dann auf einmal zu mir: ‚Toni, ich weiß nicht, ob das noch was wird! Im Rückspiel musst du jetzt alles zeigen, damit der Wechsel auch klappt.‘ Ich war fertig im Kopf, das hat mich angestachelt.“

Mit Chelsea hatte Rüdiger die Merengues am Rande des Ausscheidens, am Ende schlugen die Madrilenen mit einer furiosen Aufholjagd zurück – auch dank des Estadio Santiago Bernabéu. Lange geht nichts, lange ist es ruhig – aber dann kommt dieser eine Moment, der das Stadion beben und den Gegner erstarren lässt. Die Fans hier haben ein extrem hohes Fußballverständnis und wissen genau, wann sie für die Mannschaft da sein müssen“, so Rüdiger über den Mythos an der Concha Espina.

„So etwas hat noch kein Trainer für mich gemacht“

Der gebürtige Berliner absolvierte für seinen neuen Klub bislang neun Pflichtspiele, wovon Real alle gewann und stand dabei viermal in der Startelf. Die Ergebnisse passen, wir haben als Mannschaft sehr viel Spaß und ich habe mich super eingelebt. Ehrlich gesagt hat es mir eine Mannschaft noch nie so einfach gemacht, mich auf Anhieb zurecht zu finden“, versicherte er.

Einen Anteil daran trägt auch Coach Carlo Ancelotti. Der Italiener überraschte Rüdiger bereits einen Tag vor seiner Präsentation daheim. Der Innenverteidiger erzählte, dass der 63-Jährige sich zu seiner Familie an den Tisch saß und mitaß. „Ganz normal, ganz bodenständig“ sei Ancelotti, so Rüdiger: „Zwei Stunden war er da, wir haben uns über alles unterhalten. Ich bin ehrlich, so etwas habe ich noch nie erlebt, so etwas hat noch kein Trainer für mich gemacht. Nach den paar Monaten mit ihm muss ich sagen: Was den Umgang mit Spielern angeht, ist Ancelotti unantastbar. Don Carlo halt, eine Trainer-Legende – der hat schon Champions-League-Titel gesammelt, als ich noch ein Kind war. Mit ihm jetzt täglich und beim erfolgreichsten Verein der Welt zusammenzuarbeiten, ist wunderbar.“

„Hier geht es nur ums Gewinnen“

Erlebnisse wie diese und die Tatsache, es zu Real Madrid zu schaffen, erscheint Rüdiger immer noch unglaublich. Ich kann das nicht als Traum bezeichnen. Mein Traum war es immer, in der Premier League zu spielen. Real Madrid war Fantasie, etwas Größeres – aber einfach nicht nah genug für mich. So richtig realisiert habe ich das auch erst nach meinem Umzug. Ich saß dann plötzlich in meinem Haus und konnte es nicht glauben, es war ein brutal schönes Gefühl. Dann die Begegnung mit Ancelotti und meine Präsentation einen Tag später … Ich hätte nie gedacht, dass ich so etwas mal erleben werde!“, erklärte er demütig.

Rüdiger weiter: Die Wucht des Vereins ist riesig. Man kann es sich als Außenstehender zwar ungefähr vorstellen, es dann aber selbst zu erleben ist etwas ganz anderes. Hier geht es nur ums Gewinnen. Es gibt keine andere Option. Wenn ich Jungs wie Luka, Toni oder Karim anschaue – die sind so tiefenentspannt, für die ist sogar ein Finale das Normalste der Welt.“ Großartig nervös sei er selbst nie vor Spielen, „aber es reicht schon, wenn ich einen kleinen Tritt bekomme, dann kommt eine extreme Energie in mir hoch“. Energie, die sich auf dem Platz bemerkbar macht – und der Grund ist, weshalb Real Madrid im Sommer zugeschlagen hat.

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