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Corona-Ticker Baden-Württemberg: 53 weitere Todesfälle wegen Covid-19 im Land (Update)

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		Corona-Ticker Baden-Württemberg:  53 weitere Todesfälle wegen Covid-19 im Land (Update)

Heidelberg. (RNZ) Das Landesgesundheitsamt (LGA) meldet am heutigen Dienstag folgende Coronazahlen:

> In Heidelberg wurden 75 Neuinfektionen (Montag: 58) registriert. Die Inzidenz liegt bei 325,1 (Montag: 330,1) Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen.

> Im Rhein-Neckar-Kreis wurden 326 (193) Neuinfektionen gemeldet. Die Inzidenz liegt bei 415,2 (426,3). Drei weitere Personen sind verstorben.

> Der Neckar-Odenwald-Kreis meldet 111 (151) Neuinfektionen. Die Inzidenz liegt bei 625,2 (634,2).

> In Mannheim wurden 221 (163) neue Fälle gemeldet. Die Inzidenz sinkt hier auf 469,9 (496,9). Zwei Personen sind verstorben.

> In ganz Baden-Württemberg wurden 10.580 (6968) Neuinfektionen gemeldet. Die Inzidenz liegt in Baden-Württemberg aktuell bei 507,6 (523,4). Es gab 53 weitere Todesfälle. 

671 Menschen mit Covid-19 liegen auf Intensivstationen (+13); Die Hospitalisierungs-Inzidenz liegt 6,5.

Kretschmann hofft auf Entspannung der Lage vor Weihnachten

Stuttgart. (dpa/lsw) Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hält eine gewisse Entspannung der dramatischen Corona-Lage noch vor Weihnachten für möglich. "Ich könnte mir vorstellen, dass wir zu 2G zurückkehren", sagte der grüne Regierungschef. Dafür müssten sich aber sehr viele Menschen ihre Auffrischungsimpfung holen. "Wenn sich alle boostern lassen, in dem Zeitraum, die das sollen und können, dann haben sie wieder einen vollen Schutz." Seine Hoffnung sei: "Wenn es ganz gut geht, dann können wir wieder wirklich zu 2G zurück, und müssen nicht auch für Geimpfte Maßnahmen machen."

Derzeit gilt in manchen Lebensbereichen die 2G-plus-Regel, wonach auch Geimpfte und Genesene, deren Impfung beziehungsweise Erkrankung schon mehr als sechs Monate zurückliegt, sich testen lassen müssen. Kretschmann sagte zu der Frage, wie Weihnachten dieses Jahr werde: "Nicht so schön, wie wir es gern hätten. Es wird wieder sehr eng werden mit wenig Leuten. Das müssen wir ertragen. Ich hoffe, dass es wieder besser ist an Weihnachten wie jetzt."

Kretschmann verspricht: Durchregieren hat nach Pandemie ein Ende

Winfried Kretschmann hat den Menschen versprochen, dass sie nach Ende der Corona-Pandemie alle ihre Bürger- und Freiheitsrechte selbstverständlich zurückbekommen. Der Grünen-Politiker sagte: "Ich verspreche den Bürgerinnen und Bürgern: Wenn das rum ist, dann wird es wieder ganz normal."

Das Regieren über Schutzverordnungen bleibe eine Ausnahme, sagte er. "Als Politiker heilt uns das von einem sicher: Das heißt Durchregieren. Da haben Sie keinen Bock mehr drauf." Wenn der "Schlamassel" vorbei sei, werde er froh sein, den politischen Kurs wieder mit den Bürgern auszuhandeln. Der Ministerpräsident räumte ein, dass er sich nach 20 Monaten Pandemie manchmal selbst zurücknehmen müsse - "dass man nicht in ein Fahrwasser kommt, das sei nun die Politik".

Kretschmann will sich auch um den Dialog mit Gegnern der Corona-Politk bemühen, etwa mit den sogenannten Querdenkern. "Wir dürfen in einer Demokratie niemals einen Bürger aufgeben. Selbst wenn Leute ins Gefängnis kommen, gilt das Resozialisierungsprinzip. Selbst Verbrecher versuchen wir wieder auf den guten Weg zu bringen. Dann werden wir es erst recht mit den Querdenkern machen." Das werde nicht immer gelingen, aber versuchen müsse man es.

Kretschmann verteidigt Aus für Impfzentren im Sommer

Kretschmann hat weiterhin das Schließen der Impfzentren im vergangenen Sommer verteidigt. "Da sind ja nur noch eine Handvoll Leute eigentlich hingegangen. Da kann man doch nicht solch eine gigantische Infrastruktur machen", sagte er. Das Angebot sei heute mit mobilen Impfteams und kleineren Impfstützpunkten in den Kommunen viel flexibler.

Kretschmann zeigte sich in dem Radio-Interview zudem zuversichtlich, bis zum Jahresende in Baden-Württemberg mehr als drei Millionen Menschen mit einer Auffrischungsimpfung zu versorgen. Zudem gebe es sehr viele Wochenendtermine. "Das ist eine unglaubliche zusätzliche Kapazität", sagte Kretschmann. Bis zum Montag (Stand: 16 Uhr) sind in Baden-Württemberg 1,78 Millionen Menschen "geboostert" worden.

Lucha bittet Bund um mehr Corona-Impfstoff bis Weihnachten 

Baden-Württembergs Gesundheitsminister Manne Lucha hat derweil den Bund in einem Brief um mehr Corona-Impfstoff gebeten. Nachrichten über Impfstoffkürzungen beider mRNA-Impfstoffe erreichten sein Ministerium jeden Tag, schreibt der Grünen-Politiker an den geschäftsführenden Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU), den designierten Kanzler Olaf Scholz (SPD) und den Leiter des künftigen Corona-Krisenstabs des Bundes, General Carsten Breuer.

Lucha forderte in seinem Schreiben deshalb vom Bund bis Weihnachten wöchentlich zusätzlich eine Million Impfdosen. Wesentlich dabei sei, dass hier auch ein erheblicher Anteil des Impfstoffs von Biontech/Pfizer enthalten sei, schrieb Lucha. Denn dies sei aktuell der einzige Impfstoff, der für unter 30-Jährige empfohlen sei. "Gerade in dieser Altersgruppe besteht aber noch Aufholbedarf", so der Minister.

Update: Dienstag, 7. Dezember 2021, 08.38 Uhr


Zwei Landkreise im Land nahe der 1000er-Inzidenz

Heidelberg. (RNZ) Das Landesgesundheitsamt meldet am heutigen Montagnachmittag folgende Coronazahlen:
> In Heidelberg wurden 61 Neuinfektionen mit dem Coronavirus registriert (Sonntag: 36). Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei 341,4 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen (320,6).

> 197 Neuinfektionen werden im Rhein-Neckar-Kreis gemeldet (183). Die Inzidenz liegt bei 426,8 (415,3). Zudem ist hier ein weiterer Mensch im Zusammenhang mit einer Covid-19-Infektion gestorben.

> Der Neckar-Odenwald-Kreis meldet 33 Neuinfektionen (57). Die Inzidenz liegt bei 614,1 (639,1).

> Mannheim meldet 112 neue Coronafälle (169). Die Inzidenz liegt bei 517,6 (520,8). Zudem sind drei weitere Menschen gestorben.

> Im ganzen Land Baden-Württemberg werden 4533 Neuinfektionen gemeldet (4595). Die Inzidenz liegt derzeit bei 516,7 (533,2). 60 Menschen sind im Zusammenhang mit einer Covid-19-Infektion gestorben. Die Sieben-Tage-Hospitalisierungs-Inzidenz liegt am Montag bei 6,6. 658 Covid-Patienten werden derzeit auf den Intensivstationen behandelt.

Die Landkreise Tuttlingen und Schwarzwald-Baar hatten auch am Montag die höchste Sieben-Tage-Inzidenz im Südwesten: Im Landkreis Tuttlingen gab es 989,5 gemeldete Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sonntag: 959,9), im Schwarzwald-Baar-Kreis 933,9 (Sonntag: 1030,2), wie das Landesgesundheitsamt mitteilte.

Zwei Landkreise im Südwesten nahe der 1000er Inzidenz

Stuttgart. (dpa/lsw) Die Landkreise Tuttlingen und Schwarzwald-Baar hatten auch am Montag die höchste Sieben-Tage-Inzidenz im Südwesten: Im Landkreis Tuttlingen gab es 989,5 gemeldete Corona-Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner (Sonntag: 959,9), im Schwarzwald-Baar-Kreis 933,9 (Sonntag: 1030,2), wie das Landesgesundheitsamt mitteilte. Landesweit lag diese Inzidenz am Montag bei 516,7.

Im Zusammenhang mit dem Coronavirus gab es seit Sonntag in Baden-Württemberg 60 weitere Todesfälle. Die Gesamtzahl der Corona-Toten in dem Bundesland in der Pandemie stieg damit auf 12 021. Es wurden bisher insgesamt 885 088 bestätigte Corona-Fälle registriert - 4533 kamen seit Sonntag hinzu.

Die Zahl der Corona-Patienten auf den baden-württembergischen Intensivstationen stieg am Montag um 2 auf 658. Wegen der regionalen Überlastung wurde schon mit der Verlegung baden-württembergischer Intensivpatienten innerhalb Deutschlands begonnen.

Die Hospitalisierungsinzidenz (Krankenhauseinweisungen pro 100 000 Menschen und Woche) lag am Montag bei 6,6 (Sonntag: 6,11). Der Wert spielt eine bedeutende Rolle für die Beurteilung des Infektionsgeschehens. Die aktuelle Zahl der Klinikeinweisungen ist aber in der Regel höher als in der Hospitalisierungsinzidenz ausgewiesen. Die vollständigen Werte liegen oft erst nach ein bis zwei Wochen vor.

Update: Montag, 6. Dezember 2021, 19.25 Uhr


Gastgewerbe äußert Unverständnis über Corona-Politik

Stuttgart. (dpa/lsw) Das Hin- und Her von Grün-Schwarz bei der coronabedingten Zutrittsregelung hat nach Auffassung des Hotel- und Gaststättenverbands in der Branche für finanzielle Einbußen gesorgt. Wirtschaftlichen Schaden habe die Politik mit ihrem Vorgehen dennoch angerichtet, denn aufgrund der kurzfristig verkündeten 2G-plus-Regel und der so ausgelösten Unruhe sei es am Wochenende zu zahlreichen Absagen von Gästen und zu erheblicher Verwirrung darüber gekommen, was eigentlich gelte, teilte der Verband am Montag in Stuttgart mit.

Die Landesregierung nahm am Sonntag bei der 2G-plus-Regel nicht nur wie bereits bekannt Menschen mit Booster-Impfung von der Testung aus, sondern auch Genesene. Letztere müssen nachweisen, dass die Infektion maximal sechs Monate zurückliegt. Der Branchenverband Dehoga machte indirekt die Grünen für die Verwirrung rund um die aktuelle Verordnung verantwortlich. Er begrüße die erfolgten Korrekturen und danke den Mitgliedern der Landesregierung, die sich dafür eingesetzt hätten, schreibt der Verband auf seiner Internetseite. "Dies war nach Informationen des Dehoga vor allem der CDU-geführte Teil der Regierungskoalition."

Die jetzt vorgenommen Korrekturen ermöglichten es mehr gastgewerblichen Betrieben, trotz der aktuellen Einschränkungen ihres Geschäftsbetriebs geöffnet zu bleiben. "Das ist eine gute Nachricht vor allem für die Beschäftigten, denen Kurzarbeit dadurch erspart bleibt", heißt es auf der Internetseite weiter.

Update: Montag, 6. Dezember 2021, 11.09 Uhr


Bereits zehn Omikron-Fälle im Bundesland

Heidelberg/Stuttgart. (RNZ/dpa/rl) Das Landesgesundheitsamt (LGA) meldet am heutigen Sonntag folgende Coronazahlen:

> In Heidelberg wurden 36 Neuinfektionen (Samstag: 58) registriert. Die Inzidenz liegt bei 320,6 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen (330,1).

> Im Rhein-Neckar-Kreis wurden 183 (193) Neuinfektionen gemeldet. Die Inzidenz liegt bei 415,3 (426,3).

> Der Neckar-Odenwald-Kreis meldet 57 (151) Neuinfektionen. Die Inzidenz liegt bei 639,1 (634,2).

> In Mannheim wurden 169 (163) neue Fälle gemeldet. Die Inzidenz stieg wieder an und zwar auf 520,8 (496,9). Eine (6) Person ist verstorben.

> In ganz Baden-Württemberg wurden 4595 (6968) Neuinfektionen gemeldet. Die Inzidenz liegt in Baden-Württemberg aktuell bei 533,2 (523,4). Es gab 14 (9) weitere Todesfälle. Bislang wurden zehn (unverändert zum Vortag) Fälle der Omikron-Variante aus Baden-Württemberg an das Landesgesundheitsamt übermittelt.

Neue Ausnahmen von schärferen Zutrittsregeln

Stuttgart. (dpa) Von der seit dem Wochenende geltenden strengeren coronabedingten Zutrittsregelung soll es etliche Ausnahmen geben. Die Landregierung nimmt von der 2G-plus-Regel nicht nur wie bereits bekannt Menschen mit Boosterimpfung, sondern auch Genesene aus. Letztere müssen nachweisen, dass die Infektion maximal sechs Monate zurückliegt, teilte das Gesundheitsministerium am Sonntag weiter mit. Hintergrund ist, dass in vielen Bereichen des öffentlichen Lebens auch Geimpfte und Genesene einen negativen Corona-Test brauchen. > Mehr dazu lesen sie hier.

Update: Sonntag, 5. Dezember 2021, 17.30 Uhr


Heidelberg. (RNZ) Das Landesgesundheitsamt (LGA) meldet am heutigen Samstag folgende Coronazahlen:

> In Heidelberg wurden 58 Neuinfektionen (Freitag: 109) registriert. Die Inzidenz liegt bei 330,1 Neuinfektionenpro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen (308,0).

> Im Rhein-Neckar-Kreis wurden 193 Neuinfektionen gemeldet (484). Die Inzidenz liegt bei 426,3 (431,8).

> Der Neckar-Odenwald-Kreis meldet 151 Neuinfektionen (198). Die Inzidenz liegt bei 634,2 (622,4).

> In Mannheim wurden 163 neue Fälle gemeldet (260). Die Inzidenz sinkt hier weiter auf 496,9 (528,5). Sechs Personen sind verstorben.

> In ganz Baden-Württemberg wurden 6968 Neuinfektionen gemeldet (11.132). Die Inzidenz liegt in Baden-Württemberg aktuell bei 523,4 (525,3). Es gab neun weitere Todesfälle. Bislang wurden zehn Fälle der Omikron-Variante aus Baden-Württemberg an das Landesgesundheitsamt übermittelt.

Update: Samstag, 4. Dezember 2021, 17.41 Uhr


Kretschmann: Schulschließungen nur, wenn nichts anderes mehr geht

Stuttgart/Heidenheim. (dpa) Trotz der verschärften Corona-Lage will das Land die Schulen so lange es geht geöffnet lassen. Schulen würden erst geschlossen, "wenn gar nichts anderes mehr geht, bei Inzidenzen wie wir sie in Sachsen haben, bei etwa 2000", sagte der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann am Samstag am Rande des Grünen-Landesparteitags in Heidenheim. Derzeit liegt die landesweite Inzidenz bei 525,3 (Stand Freitag, 16 Uhr). Zwei Kommunen liegen laut Landesgesundheitsamt nur knapp unter der Inzidenz-Marke von 1000: der Schwarzwald-Baar-Kreis (975,7) und der Landkreis Tuttlingen (987,4).

Auch der Chef-Epidemiologe des Landesgesundheitsamts, Stefan Brockmann, geht davon aus, dass die Schulen in Baden-Württemberg ohne Lockdown und Verschärfung der Quarantänemaßnahmen durch die Weihnachtszeit und die Ferien kommen werden. "Es wäre falsch zu sagen, dass mit den Kindern und Jugendlichen die vierte Coronawelle steht oder fällt", sagte Brockmann "Stuttgarter Zeitung" und "Stuttgarter Nachrichten" (Samstag). Er glaube nicht, dass Schulschließungen das Zünglein an der Waage werden. Er erwarte, dass die Schulen in Baden-Württemberg regulär in die Weihnachtsferien gehen und mit dem Unterricht im neuen Jahr starten können, sagte Brockmann.

In der Debatte über Verbote und Einschränkungen hatten zuletzt die Lehrkräfte der baden-württembergischen Gymnasien gefordert, auch Schulschließungen nicht mehr auszuschließen. "Jede Überlegung zur Sicherung des Schulbetriebs muss jetzt auf den Tisch", hatte der Landesvorsitzende des Philologenverbands Baden-Württemberg (PhV BW), Ralf Scholl, gesagt. "Auch Schulschließungen dürfen angesichts der Corona-Infektionslage kein Tabu mehr sein." Der Verband vertritt nach eigenen Angaben rund 9000 Gymnasiallehrer in Baden-Württemberg.

Regierung prüft weitere Ausnahmen von der Testpflicht

Nach den jüngsten Erleichterungen von der Testpflicht für Menschen mit Auffrischungsimpfungen schließt die Landesregierung weitere Ausnahmen für Geimpfte und Genesene nicht aus. "Ob wir das eine oder andere machen werden, müssen wir noch überlegen", sagte der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) am Samstag am Rande des Grünen-Landesparteitags in Heidenheim dem Südwestrundfunk (SWR). Weitere Ausnahmen machten es aber auch komplizierter.

Nach Angaben einer Regierungssprecherin könnten zum Beispiel Menschen von der neuen strikten 2Gplus-Regel entbunden werden, die gerade erst ihre Zweitimpfung erhalten haben. Ausnahmen könne es womöglich auch für Menschen geben, die erst vor kurzem von Corona genesen seien, sagte sie zudem der dpa. Die in der neuen Corona-Verordnung formulierten Regeln müssten so bald wie möglich begründet werden. Das schließe dann eventuelle weitere Ausnahmen ein, die derzeit geprüft würden.

Nach der neuen Verordnung müssen Geimpfte und Genesene - dafür steht 2G - seit Samstag für den Restaurant- und den Zoobesuch, für das Fitnessstudio, den Skilift und vieles mehr einen negativen Corona-Test vorweisen, wenn sie noch nicht "geboostert" sind, also noch keine Auffrischungsimpfung gegen Corona haben.

Einzelhandel nennt neue Corona-Regel für Geschäfte verfassungswidrig

Der Einzelhandel fühlt sich durch die landesweite Einschränkung für ungeimpfte Kunden und zusätzliche Kontrollen benachteiligt und fordert finanzielle Unterstützung. "Mit Einführung der 2G-Regel für den gesamten Einzelhandel muss der Handel in Baden-Württemberg, der in den letzten 20 Monaten bereits zahlreiche Sonderopfer für die Gesellschaft erbracht hat, einen weiteren Schlag ins Gesicht hinnehmen", sagte Sabine Hagmann, die Hauptgeschäftsführerin des Handelsverbands Baden-Württemberg (HBW). Regel und Kontrollen seien "verfassungswidrig und nicht zielführend bei der Bekämpfung der Pandemie". Zudem gingen sie weit über einen zumutbaren Akt der Solidarität hinaus.

Der Handel habe bereits unter der 3G-Regel (nur genesene, geimpfte und negativ getestete Kunden) Verluste von rund 30 Prozent verzeichnet. Bei Anwendung der 2G-Regel seien die Umsätze zuletzt um die Hälfte zurückgegangen. "Ein solcher Rückgang kommt einem Lockdown schon sehr nahe", sagte Hagmann. Auch sei es ein Skandal, dass die Kontrollen auf Händler abgewälzt würden. Die Verbandschefin rechnet nach eigenen Worten mit einem Schaden von rund 750 Millionen Euro, benennt aber keinen Zeitraum dafür. Sie forderte für die Branche "zwingende Sonder-Ausgleichszahlungen".

Gemeindetag: "Man kommt an die Grenzen der Durchführbarkeit"

Bei den Corona-Kontrollen stoßen die Ordnungsämter in vielen Kommunen in Baden-Württemberg an ihre Grenzen. Es fehle an Kapazitäten für die zusätzlichen Aufgaben, sagte Christopher Heck vom Gemeindetag. "Man kommt an die Grenzen der Durchführbarkeit." Außerdem würden die kommunalen Beamten als Kontrolleure nicht so stark akzeptiert wie die Polizei. Auch Sebastian Ritter vom Städtetag Baden-Württemberg sagte: "Menschen in Uniform haben eine ganz andere Wirkung auf Bürger."

Die Ordnungsämter der Städte und Gemeinden fordern deshalb eine bessere Zusammenarbeit mit der Landespolizei. "Die Kontrollen sollten als Gemeinschaftsaufgabe angesehen werden. Dort wo Bedarf besteht, müssen die Kontrollen im Schulterschluss stattfinden", sagte Ritter.

Update: Samstag, 4. Dezember 2021, 17.15 Uhr


Starker Anstieg der Neuinfektionen

Heidelberg. (RNZ) Das Landesgesundheitsamt (LGA) meldet am heutigen Freitag folgende Coronazahlen:

> In Heidelberg wurden 109 Neuinfektionen (Donnerstag: 117) registriert. Die Inzidenz liegt bei 308,0 Neuinfektionenpro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen (289,8).

> 484 Neuinfektionen werden im Rhein-Neckar-Kreis gemeldet (455). Hier starb eine weitere Person im Zusammenhang mit einer Coroninfektion. Die Inzidenz liegt bei 431,8 (422,3).

> Der Neckar-Odenwald-Kreis meldet 198 Neuinfektionen (206). Die Inzidenz liegt bei 622,4 (564).

> 260 neue Fälle werden in Mannheim gemeldet (347). Die Inzidenz sinkt hier weiter auf 528,5 (538,5). Sechs Personen sind verstorben.

> In ganz Baden-Württemberg werden 11.132 Neuinfektionen gemeldet (10.906). Außerdem starben 60 weitere Personen im Zusammenhang mit einer Coronainfektion. Die Inzidenz liegt aktuell bei 525,3 (517,6). Aktuell sind 636 Intensivplätze mit Covid-19-Fällen belegt. Das entsprcht einem Anteil von 28,3 Prozent.

Update: Freitag, 3. Dezember 2021, 17.48 Uhr


Besonders scharfe Corona-Regeln sollen schon ab Samstag gelten

Stuttgart. (dpa) Die neuen Einschränkungen und Verbote vor allem für Weihnachtsmärkte, Fußballspiele und die Gastronomie gelten in Baden-Württemberg bereits ab diesem Samstag. "Die neue Verordnung wird heute im Umlaufverfahren beschlossen und tritt morgen in Kraft", teilte das Staatsministerium am Freitag mit. Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) verteidigte die kurzfristige Entscheidung und betonte die Dringlichkeit: "Wir müssen zu drastischen Mitteln greifen, um diese Welle zu stoppen", sagte er. "Das schmerzt, aber es ist notwendig."

Nach den neuen Regeln muss künftig für den Restaurantbesuch ein negativer Corona-Test vorgewiesen werden, auch wenn die Gäste geimpft oder genesen sind. Außerdem werden Großveranstaltungen angesichts der sich zuspitzenden Corona-Krise in Baden-Württemberg untersagt, Weihnachtsmärkte verboten und Diskotheken geschlossen.

Nach der neuen Corona-Verordnung des Landes müssen Genesene und Geimpfte in Baden-Württemberg künftig auch in Zoos und an Skiliften einen negativen Test vorweisen können. Eine Testpflicht nach dem sogenannten 2G-plus-Prinzip - für Geimpfte und Genesene - gibt es ab Samstag auch in Theatern und Opern, bei Stadtführungen und in Museen sowie unter anderem in Freizeitparks, Bädern, Solarien und Fitnessstudios sowie Saunen. 

Apotheker dämpfen Erwartungen an schnelles Impfangebot

Die baden-württembergischen Apotheker dürfen künftig zwar nach den neuen Bund-Länder-Beschlüssen gegen das Coronavirus impfen, sie dämpfen aber bereits die Erwartungen an einen schnellen Erfolg. "Für den Moment fehlen uns noch viele Details zur fachlichen und rechtlichen Ausgestaltung dieses Vorhabens", sagte Tatjana Zambo, die Präsidentin des Landesapothekerverbands, am Freitag. Apotheker müssten sich für den Impfprozess qualifizieren. Die Schulungsmaßnahmen nähmen aber Zeit in Anspruch.

"Die aktuellen Corona-Regelungen für solche Veranstaltungen werden diesen Prozess eher verlangsamen als beschleunigen", sagte Zambo weiter. Auch könnten viele Apotheken keine Impfungen anbieten, weil sie nicht die nötigen abgetrennten Räume hätten. Es sei nicht davon auszugehen, dass sehr schnell sehr viel Apotheken Impfungen anbieten könnten, sagte die Verbandspräsidentin.

Der Bund-Länder-Beschluss vom Donnerstag sieht vor, dass sich Volljährige auch in Apotheken gegen das Virus impfen lassen können sollen.

Auch Geimpfte müssen bei Einreise in Schweiz nun Test vorlegen

Die Schweiz verschärft nach dem bedrohlichen Anstieg der Corona-Infektionen die Maßnahmen. Einreisende müssen ab dem morigen Samstag (4. Dezember) einen negativen PCR-Test vorlegen. Dies gilt auch für Genesene und Geimpfte, wie die Regierung am Freitag beschloss. Zudem muss ein zweiter Test, PCR- oder Antigen-Schnelltest, zwischen dem vierten und dem siebten Tag nach der Einreise gemacht werden.

Ausgenommen von der Regel seien Einreisende aus Baden-Württemberg und anderen Grenzregionen, sagte Michael Gerber, Leitung Abteilung Recht beim Bundesamt für Gesundheit (BAG). Vorher verhängte Quarantänebestimmungen für zahlreiche Länder werden aufgehoben. Innerhalb von 14 Tagen haben sich schweizweit pro 100.000 Einwohner 1151,51 mit dem Coronavirus infiziert. Eine Sieben-Tage-Inzidenz gibt das Bundesamt für Gesundheit nicht jeden Tag an.

In der Schweiz gilt weitgehend 3G, also Zutritt für Geimpfte, Genesene und Getestete. Veranstalter können neuerdings aber selbst auf 2G, also Zutritt nur für Genesene und Geimpfte, bestehen. Dann müssen keine Masken getragen werden. Zudem wird die Gültigkeit des Antigen-Schnelltests von 48 auf 24 Stunden begrenzt. Der PCR-Test bleibt 72 Stunden gültig. Zudem wird die Maskenpflicht in Innenräumen ausgeweitet, wenn Ungeimpfte Zutritt haben, und die Arbeit von Zuhause aus dringend empfohlen.

Update: Freitag, 3. Dezember 2021, 16.54 Uhr


Landes-Inzidenz leicht gesunken und schärfere Regeln

Heidelberg. (RNZ) Das Landesgesundheitsamt (LGA) meldet am heutigen Donnerstag folgende Coronazahlen:

> In Heidelberg wurden 117 Neuinfektionen (Mittwoch: 61) registriert. Zudem ist eine weitere Person im Zusammenhang mit einer Covid-19- Infektion gestorben. Die Inzidenz liegt bei 289,8 Neuinfektionenpro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen (259,5).

> 455 Neuinfektionen werden im Rhein-Neckar-Kreis gemeldet (447). Auch hier starb eine weitere Person im Zusammenhang mit einer Coroninfektion. Die Inzidenz liegt bei 422,3 (402,4).

> Der Neckar-Odenwald-Kreis meldet 206 Neuinfektionen (167). Die Inzidenz liegt bei 564 (504,9). Ab dem morgigen Freitag 0 Uhr gilt dort eine Ausgangssperre für Ungeimpfte. Mehr Informationen finden Sie auf unserem Corona-Update Neckar-Odenwald.

> 347 neue Fälle werden in Mannheim gemeldet (263). Die Inzidenz sinkt hier weiter auf 538,5 (549,2)

> In ganz Baden-Württemberg werden 10.906 Neuinfektionen gemeldet (11.712). Außerdem starben 40 weitere Personen im Zusammenhang mit einer Coronainfektion. Die Inzidenz liegt aktuell bei 517,6 (519,4).

Baden-Württemberg verschärft abermals Corona-Regeln

Stuttgart. (dpa/lsw) Baden-Württemberg plant weitere Verschärfungen der bisherigen Corona-Regeln und wird wegen der besonders prekären Lage in einigen Bereichen über die Beschlüsse der Bund-Länder-Runde hinausgehen. Das teilte das Staatsministerium am Donnerstagabend in Stuttgart mit. So sollen unter anderem Weihnachtsmärkte geschlossen sowie Sport-, Kultur- und Freizeitveranstaltungen aufgrund der hohen Infektionslage im Land deutlich stärker eingeschränkt werden. Die im Land bereits gültigen Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte - ein Haushalt plus eine weitere Person - bleiben bestehen. Die neue Verordnung werde am Freitag im Umlaufverfahren beschlossen und trete in Kürze in Kraft.

Bereits jetzt sind laut der Pressemitteilung die Beschlüsse der Bund-Länder-Runde zu großen Teilen in Baden-Württemberg in Kraft. Verschärfungen, die von Bund und Ländern am Donnerstag vereinbart wurden, sollen in Baden-Württemberg umgesetzt werden. Dazu gehöre unter anderem eine Ausweitung von 2G - geimpft und genesen - im Einzelhandel auf das ganze Land und die Schließung von Clubs und Diskotheken. Am Silvestertag und am Neujahrstag wird ein An- und Versammlungsverbot umgesetzt. Die Details der Regelungen sollen am Freitag bekannt gegeben werden.

"Wir haben in Baden-Württemberg bereits weitgehende Maßnahmen getroffen. Dennoch macht die sich zuspitzende Lage auf den Intensivstationen, das weiter sehr hohe Infektionsgeschehen im Land und die neue Virusvariante verschärfte Maßnahmen notwendig", sagte Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne). Die erste Grundregel laute für die nächsten Wochen: Kontakte sollen wieder radikal reduziert werden, um die Welle vor Weihnachten abzuflachen.

Kretschmann begrüßte, dass Nachbesserungen beim Infektionsschutzgesetz zugesagt wurden. "Ich bitte den Bund, nun zügig die Weichen für eine dauerhafte und rechtssichere Lösung zu stellen, die den Ländern die notwendigen Handlungsspielräume gibt. Dazu hat die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts die Grundlage bereitet. Wir nutzen das Instrumentarium, das uns zur Verfügung steht, aber das reicht nicht."

Update: Donnerstag, 2. Dezember 2021, 18.51 Uhr


So viele Covid 19-Patienten wie nie zuvor auf Intensivstationen

Stuttgart. (dpa/lsw) In Baden-Württemberg werden derzeit so viele Menschen wie nie zuvor wegen des Coronavirus auf den Intensivstationen versorgt. Die Zahl der gemeldeten Covid-19-Fälle in intensivmedizinischer Behandlung stieg bis zum Donnerstag auf 655 Menschen im Alter über 18 Jahren, wie aus dem Intensivregister der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) hervorgeht. Mehr als jeder zweite Patient (345) wird künstlich beatmet. Am Vortag hatten noch 630 Männer und Frauen im Zusammenhang mit dem Coronavirus auf den Intensivstationen baden-württembergischer Krankenhäuser gelegen.

Laut Intensivregister sind an den 124 Standorten derzeit 2055 Intensivbetten mit Corona- und anderen Patienten belegt - noch 195 Betten oder 1,6 Betten pro Standort sind demnach aktuell frei. Allerdings kommen nur 73 davon auch für Covid-19-Kranke in Frage. In einer Notfallreserve können laut Divi 1115 Betten innerhalb von sieben Tagen aufgestellt werden (Stand: 02.12.2021, 14.05 Uhr). Die Zahlen ändern sich aber fortlaufend.

Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) hatte zuletzt angekündigt, Baden-Württemberg sei mit Blick auf die überlasteten Intensivstationen auf Patienten-Verlegungen ins Ausland vorbereitet. Mehrere Staaten haben bereits angeboten, Covid-Intensivpatienten aus dem Südwesten aufzunehmen. Bislang wurden baden-württembergische Patienten wegen der regionalen Überlastung von Intensivstationen nur innerhalb Deutschlands verlegt.

Update: Donnerstag, 2. Dezember 2021, 14.57 Uhr


Reiserückkehrer aus dem Süden Afrikas sollen PCR-Test vereinbaren

Heidelberg. (RNZ/rl) Um die neu aufgetretene Virusvariante Omikron (B.1.1.529) einzudämmen, ruft das Gesundheitsamt des Rhein-Neckar-Kreises, das auch für die Stadt Heidelberg zuständig ist, Reisende aus dem Süden Afrikas eindringlich zur Mithilfe auf. Alle Personen, die in den letzten 14 Tagen aus dem südlichen Afrika (Südafrika, Simbabwe, Namibia, Mosambik, Malawi, Lesotho, Eswatini und Botsuana) in den Rhein-Neckar-Kreis und den Stadtkreis Heidelberg eingereist sind, sollen sich umgehend bei der Corona-Hotline des Gesundheitsamts melden. Die Telefonnummer lautet 06221/522-1881.

"Diese Personen können dann einen kostenlosen PCR-Test in unserem Test-Center in Reilingen vereinbaren. Bei positiven Testergebnissen von Reiserückkehrern aus dem südlichen Afrika und deren engen Kontaktpersonen wird das Labor des Universitätsklinikums Heidelberg eine Sequenzierung vornehmen, um eine eventuelle Omikron-Variante zweifelsfrei nachweisen zu können", erklärt die stellvertretende Leiterin des Gesundheitsamtes, Dr. Anne Kühn.

Es wird befürchtet, dass die Virusvariante Omikron wegen ungewöhnlich vieler Mutationen noch ansteckender ist als die in Deutschland verbreitete Delta-Variante. Das Robert-Koch-Institut hat daher am 28. November 2021 die oben aufgezählten südafrikanischen Länder zu Virusvariantengebieten erklärt.

Update: Donnerstag, 2. Dezember 2021, 13.30 Uhr


Die Inzidenzen steigen weiter

Heidelberg/Stuttgart. (RNZ/dpa) Das Landesgesundheitsamt (LGA) meldet am heutigen Mittwoch folgende Coronazahlen:

> In Heidelberg wurden 61 weitere Covid-19-Infektionen festgestellt (Dienstag: 99). Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 259,5 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in der vergangenen Woche (231,8).

> Der Rhein-Neckar-Kreis meldet 447 Neuinfektionen (375). Außerdem sind zwei weitere Menschen im Zusammenhang mit einer Covid-19-Infektion gestorben. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 402,4 (384).

> 167 Neuinfektionen werden im Neckar-Odenwald-Kreis gemeldet (97). Die Inzidenz liegt bei 504,9 (481,2).

> In Mannheim wurden 263 weitere Coronfälle gemeldet (285). Die Inzidenz liegt bei 549,2 (550,5).

> Baden-Württemberg meldet 11.712 neue Coronafälle (10.730). Die Inzidenz liegt bei 519,4 (508,8). Zudem sind 36 weitere Menschen im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gestorben.

Angekündigte Verbote und Einschränkungen gelten erst ab Samstag

Die angekündigten Verbote und Einschränkungen zum Beispiel für Weihnachtsmärkte, Fußballspiele oder Clubs sollen nach den Planungen der baden-württembergischen Landesregierung von diesem Samstag an gelten. Eine entsprechende Verordnung werde nicht wie geplant bereits am Freitag in Kraft treten, sondern am Tag darauf, teilte eine Sprecherin des Staatsministeriums am Mittwoch mit.

Zunächst hatte die Landesregierung angekündigt, die neuen Maßnahmen wegen der immer dramatischeren Corona-Lage bereits an diesem Donnerstag umzusetzen. Der Termin wurde aber erst um einen Tag auf Freitag und nun auf Samstag verschoben, weil die Landesregierung die Ergebnisse einer kurzfristig angekündigten Beratung von Bund und Ländern abwarten möchte. Dann sollen auch entsprechende Beschlüsse gefasst werden. Auch die praktische Umsetzung einer sich abzeichnenden allgemeinen Impfpflicht soll dabei besprochen werden. Die Beratungen sollen ein einheitliches Signal senden, je nach Bundesland sind manche der genannten Maßnahmen aber auch bereits umgesetzt.

Der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hatte bereits ein landesweites Verbot großer öffentlicher Veranstaltungen angekündigt. Fußballspiele und große Sportveranstaltungen sollten nur noch ohne oder zumindest mit weniger Publikum stattfinden können, Freizeitbetriebe wie Clubs und Diskotheken werde man schließen. Auch Weihnachtsmärkte - die wenigen, die noch geöffnet haben - sollen verboten werden. Über die Beschränkung von Kulturveranstaltungen soll noch beraten werden.

Update: Mittwoch, 1. Dezember 2021, 18.21 Uhr


Tests entdecken auch Omikron-Variante

Ravensburg. (dpa) Die neue Coronavirus-Variante Omikron kann nach den Worten des Vorsitzenden der Ständigen Impfkommission (Stiko), Thomas Mertens, mit den allgemein verwendeten PCR- und Antigentests entdeckt werden. Das sei eine "sehr gute Nachricht", sagte Mertens der "Schwäbischen Zeitung" (Mittwoch). Für die Omikron-Variante gibt es bereits erste Nachweise in Deutschland.

Auf die Frage, was bisher über die neue Variante bekannt sei, sagte Mertens, es seien Beobachtungsstudien nötig. Es solle dabei herausgefunden werden, "wie die Krankheitsverläufe zum Beispiel bei älteren und vorerkrankten Menschen sind". Er fügte hinzu: "Es wird etwas dauern, bis hier Klarheit besteht."

In der Debatte über weitere Kontaktbeschränkungen sagte der Stiko-Vorsitzende dem Blatt, Virusverbreitung und Virusübertragung müssten drastisch vermindert werden. Das sei das "Einzige, was derzeit sofort hilft". Mertens sagte weiter: "Die Virusübertragung erfolgt derzeit vor allem durch Ungeimpfte. Aber auch Geimpfte sind, wenn auch deutlich weniger, daran beteiligt."

Update: Mittwoch, 1. Dezember 2021, 08.35 Uhr


Vier Fälle der Omikron-Variante nachgewiesen

Heidelberg. (RNZ) Das Landesgesundheitsamt (LGA) gibt am heutigen Dienstag folgende Coronazahlen bekannt:

> In Heidelberg werden 99 Neuinfektionen mit Covid-19 gemeldet (Montag: 30). Die Inzidenz liegt derzeit bei 255,8 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (231,8).

> 375 Neuinfektionen meldet der Rhein-Neckar-Kreis (137). Zwei weitere Menschen sind im Zusammenhang mit einer Covid-19-Infektion gestorben. Die Inzidenz liegt bei 384 (381,2).

> Der Neckar-Odenwald-Kreis meldet 97 neue Coronafälle (59). Auch hier sind zwei weitere Menschen gestorben. Die Inzidenz liegt bei 481,2 (477,1).

> In Mannheim werden 285 Neuinfektionen gemeldet (123). Ein weiterer Patient ist gestorben. Die Inzidenz liegt bei 550,5 (532,7).

> Insgesamt werden in Baden-Württemberg 10.730 Neuinfektionen gemeldet (3955). 54 weitere Menschen sind im Zusammenhang mit einer Coronainfektion gestorben. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 508,8 (511,4). Die Hospitalisierungsinzidenz liegt bei 6,3. Derzeit werden 622 Covid-Patienten auf der Intensivstation betreut.

Update: Dienstag, 30. November 2021, 17.35 Uhr


Vier Fälle der Omikron-Variante nachgewiesen

Stuttgart. (dpa) Auch in Baden-Württemberg sind nun die ersten Fälle der neuen Coronavirus-Variante Omikron aufgetaucht. Das Gesundheitsamt im Alb-Donau-Kreis habe vier Personen gemeldet, die sich nachweislich mit der Mutation infiziert hätten, teilte das Gesundheitsministerium am Dienstag mit.

Drei der Infizierten seien von einer Geschäftsreise aus Südafrika zurückgekehrt, die vierte Person stamme aus dem familiären Umfeld von einem der Reiserückkehrer. Alle vier Personen seien vollständig geimpft.

Eine vom Landesgesundheitsamt durchgeführte Mutationsanalyse habe die neue Variante bestätigt. Die Infizierten lebten im Alb-Donau-Kreis sowie im Stadtkreis Ulm und befänden sich zusammen mit ihren Haushaltsangehörigen in häuslicher Isolation.

Mittlerweile sind in etlichen Ländern - darunter auch Deutschland - Fälle der Variante aufgetaucht.

Clubs wollen nicht als Treiber der Pandemie gebrandmarkt werden

Die baden-württembergische Clubszene fürchtet angesichts der angekündigten erneuten Zwangspause für die Szene als Treiber der Pandemie gebrandmarkt zu werden. "Wir sind bereit, die gesamtgesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen. Aber wir wollen das nicht alleine tragen", sagte der Sprecher der Interessengemeinschaft Clubkultur Baden-Württemberg, Simon Waldenspuhl, in Stuttgart.

Wie schon vor zwei Jahren treffe es die Clubs und Diskotheken als erstes. "Dabei gibt es keine wissenschaftliche Grundlage, die belegt, dass es bei uns riskanter ist als in Stadien oder Theatern", sagte Waldenspuhl der dpa am Dienstag.

Für die Clubs sei die erneute Schließung ein "Desaster". Wichtig seien jetzt zugeschnittene Hilfsprogramme, um die heftig angeschlagene Szene nicht alleine zu lassen. Unter anderem werde es für die Betreiber schwer, die 450-Euro-Kräfte zu halten. Viele verlören auch die fest angestellten Mitarbeiter, die sie wieder in Kurzarbeit schicken müssten - und bekämen sie in besseren Zeiten nicht wieder.

Die finanzielle Unterstützung dürfte zudem nicht eingestellt werden, sobald die Zwangspause aufgehoben werde, forderte die Interessengemeinschaft. "Wir benötigen die Mittel mindestens 120 Tage weiter, um den Anschub finanzieren zu können", sagte Waldenspuhl.

Das Land hat angesichts der sich zuspitzenden Corona-Lage eine scharfe Einschränkung öffentlicher Veranstaltungen angekündigt. Dann müssten Freizeitbetriebe wie Clubs und Diskotheken unter Umständen bereits vom kommenden Donnerstag an schließen.

Update: Dienstag, 30. November 2021, 17.03 Uhr


So ist die Infektionslage am Montag - Kitas stark betroffen

Heidelberg. (RNZ) Das Landesgesundheitsamt (LGA) teilt am Montag folgende Corona- und Inzidenzzahlen für die Region mit:

> In Heidelberg gibt es 30 (Sonntag: 51) neue Infektionen. Die Inzidenz sinkt auf 231,8 (Sonntag: 236,9).

> Im Rhein-Neckar-Kreis meldet das LGA 137 (257) neue Fälle. Die Inzidenz steigt auf 381,2 (380,9). Es wurde ein weiterer Todesfall gemeldet.

> Im Neckar-Odenwald-Kreis wurden 59 (49) neue Fälle registriert. Die Inzidenz sinkt auf 477,1 (483,3). Es wurde ein weiterer Todesfall  gemeldet.

> In Mannheim gibt es  123 (90) Neuinfektionen. Die Inzidenz sinkt auf 532,7 (552,4). Es wurde ein weiterer Todesfall gemeldet.

> In Baden-Württemberg insgesamt gibt es 3955 (3.955) neue Corona-Fälle und 53 (12) weitere Todesfälle. Die Inzidenz liegt aktuell bei 511,4 (519,5). Aktuell werden auf den Intensivstationen 622 Menschen (617) behandelt. Die Sieben-Tage-Hospitalisierungsinzidenz liegt bei 6,2.

Die Zahl der bestätigten Corona-Fälle in Baden-Württemberg seit Beginn der Pandemie liegt bei 824.512. An einer Infektion mit dem Virus oder im Zusammenhang damit sind mittlerweile 11.748 Menschen in Baden-Württemberg gestorben.

Mehr Corona-Ausbrüche in Kitas

Die Zahl von Corona-Ausbrüchen in baden-württembergischen Kitas ist im vergangenen Monat deutlich gestiegen. Das Landesgesundheitsamt meldete am Montag in Stuttgart, seit Anfang September seien 240 Ausbrüche des Virus in 240 Einrichtungen sowie 1275 Infizierte gezählt worden. Vor einen Monat waren es noch 114 Kitas mit 633 Infiizierten.

Der Anteil der an dem Virus Erkrankten über 60 Jahre an allen Fällen innerhalb der letzten sieben Tage beträgt 14 Prozent. Der Prozentsatz der Kinder und Jugendlichen bis zu 19 Jahren war mit 29 Prozent doppelt so hoch. Derzeit wird über eine Impfpflicht für Berufsgruppen mit vielen Kontakten wie Pflegerinnen und Erzieherinnen sowie eine allgemeine Impfpflicht diskutiert.

Im Landkreis Ravensburg gilt ab diesem Dienstag eine Testpflicht für Kindertageseinrichtungen. Dazu hat der Landkreis eine entsprechende Allgemeinverfügung erlassen. Demnach muss für die zu betreuenden Kinder dreimal pro Woche einen Nachweis über eine negative Testung vorliegen.

Update: Montag, 29. November 2021, 20.48 Uhr


Lucha will Bundesnotbremse noch in dieser Woche

Stuttgart. (dpa) Baden-Württembergs Gesundheitsminister Manfred Lucha (Grüne) fordert die erst vor kurzem ausgelaufene "epidemische Lage nationaler Tragweite" noch in den kommenden Tagen zurück, um in der Corona-Lage über schärfere Maßnahmen entscheiden zu können. Er sprach sich am Montag zudem dafür aus, eine Bundesnotbremse, wie sie von Ende April bis Ende Juni 2021 in Kraft war, ebenfalls in der laufenden Woche zu verhängen. "Dann wäre für alle klar, was gilt", sagte Lucha am Montag dem Deutschlandfunk. Nur in einer erklärten Notlage können Landesregierungen auf einfachem Verordnungsweg weitreichende Maßnahmen ergreifen.

Der Minister erwartet auch weitere Verschärfungen in Baden-Württemberg. Kontakte müssten um 70 bis 90 Prozent zurückgefahren werden, um Krankenhäuser nicht weiter zu überlasten, sagte er und fügte hinzu: "Das müssen wir jetzt signifikant reduzieren. Die Grundbotschaft lautet, Kontakte, die nicht nötig sind, nicht zu machen." Unter anderem könnten Großveranstaltungen abgesagt werden.

Eine bundesweite Impfpflicht hält Lucha außerdem ebenso für unabdingbar wie die schnelle Besetzung des Gesundheitsministeriums in Berlin. Den von der neuen Ampel-Koalition und designierten Bundesregierung angekündigten weiteren Corona-Krisenstab bezeichnete der Minister dagegen also unnötig. "Wir brauchen auch jetzt keinen General unbedingt, der uns sagt, was wir zu tun haben", meinte er.

Die "epidemische Lage nationaler Tragweite" war nach dem Entschluss der Ampelkoalition einen Tag nach Inkrafttreten des neuen Infektionsschutzgesetzes im Bund am vergangenen Donnerstag ausgelaufen. Das geänderte Infektionsschutzgesetz sieht keine Lockdown-Maßnahmen mehr vor, bis die epidemische Lage erneut vom Bundestag festgestellt oder das Infektionsschutzgesetz ein weiteres Mal verändert wird.

Update: Montag, 29. November 2021, 13.48 Uhr


Landesregierung kündigt weitere Corona-Verschärfungen an

Stuttgart. (dpa) Die Landesregierung von Baden-Württemberg hat weitere Corona-Verschärfungen angekündigt. Regierungssprecher Arne Braun sagte am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur, über die einzelnen Schritte werde am Montag und Dienstag beraten. "Aber es ist klar, dass im Profifußball Geisterspiele kommen", sagte Braun.

Die Besucherzahlen bei Großveranstaltungen wurden erst kürzlich beschränkt. Die Vereine dürfen nur die Hälfte ihrer Kapazität nutzen. Die Obergrenze liegt bei 25.000 Zuschauern. Auch hier gilt, dass Geimpfte und Genesene zusätzlich einen Test brauchen.

Die Landesregierung stelle angesichts der aktuellen Entwicklung jederzeit Überlegungen an, weitere Verschärfungen vorzunehmen, die möglich seien. "Die neue Virusvariante, die sich zuspitzende Lage auf den Intensivstationen in vielen Regionen, das weiter nicht gebremste exponentielle Wachstum – all das macht schnelles Handeln notwendig", sagte Braun. Und es zeige sich immer deutlicher, dass die Länder dringend das volle Instrumentarium für weitgehende Beschränkungen bräuchten.

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hatte sich am Freitag für eine rasche Ministerpräsidentenkonferenz ausgesprochen.

So ist die Infektionslage am Sonntag:

Heidelberg. (RNZ) Das Landesgesundheitsamt (LGA) teilt am Sonntag folgende Corona- und Inzidenzzahlen für die Region mit:

> In Heidelberg gibt es 51 (Samstag: 30) neue Infektionen. Die Inzidenz sinkt leicht auf 236,9 (Samstag: 240).

> Im Rhein-Neckar-Kreis meldet das LGA 257 (219) neue Fälle. Die Inzidenz steigt auf 380,9 (376,1). 

> Im Neckar-Odenwald-Kreis wurden 49 (139) neue Fälle registriert. Die Inzidenz steigt auf 483,3 (476,4).

> In Mannheim gibt es  90 (269) Neuinfektionen. Die Inzidenz sinkt auf 552,4 (591,2). Es wurden zwei weiterer Todesfälle gemeldet.

> In Baden-Württemberg insgesamt gibt es 3955 (7.806) neue Corona-Fälle und 12 (11) weitere Todesfälle. Die Inzidenz liegt aktuell bei 519,5 (514,7). Aktuell werden auf den Intensivstationen 617 Menschen (603) behandelt. Die Sieben-Tage-Hospitalisierungsinzidenz liegt bei 5,94.

Die Zahl der bestätigten Corona-Fälle in Baden-Württemberg seit Beginn der Pandemie liegt bei 819.129. An einer Infektion mit dem Virus oder im Zusammenhang damit sind mittlerweile 11.695 Menschen in Baden-Württemberg gestorben.

Kliniken verschieben immer mehr planbare Operationen

Stuttgart. (dpa-lsw) Die Krankenhäuser in Baden-Württemberg verschieben aufgrund der vielen Covid-Patienten auf Intensivstationen immer mehr sogenannte planbare Operationen. Landesweit werden nach Angaben der Baden-Württembergischen Krankenhausgesellschaft (BWKG) mittlerweile rund 50 Prozent der planbaren OPs verschoben, wie eine Sprecherin in Stuttgart mitteilte.

>>> Mehr über die aktuelle OP-Situation <<<

Hintergrund ist demnach die hohe Zahl an Covid-Patienten, die auf einer Intensivstation behandelt werden muss. Das hierfür benötigte Pflegepersonal fehlt für die Nachsorge von Patienten auf einer Intensivstation nach einer planbaren Operation. In der Folge werden immer häufiger Operationen abgesagt oder verschoben. Zu den planbaren OPs zählen demnach Eingriffe, die nicht einer sofortigen Behandlung bedürfen. Darunter fallen etwa Hüft- oder Kniegelenks-Operationen. Aber auch die Behandlung von Krebspatienten ist demnach durch die Verschiebung von Operationen inzwischen betroffen.

So hat etwa das Uniklinikum Ulm am vergangenen Dienstag angekündigt, ab sofort planbare Behandlungen, soweit medizinisch vertretbar, zu verschieben oder auszusetzen. Am Robert-Bosch-Krankenhaus in Stuttgart werden nach Angaben des Hauses bereits seit Ende Oktober wieder planbare OPs verschoben. Inzwischen müssten auch Herz- und Tumoroperationen zeitweise verschoben werden, hieß es in Stuttgart. Allein auf der Warteliste der Herzchirurgie befänden sich bereits rund 200 Patienten.

Auch an den Unikliniken in Heidelberg und Freiburg werden planbare Eingriffe mittlerweile wieder verschoben. Am Schwarzwald-Baar-Klinikum in Villingen-Schwenningen ist dies laut einer Sprecherin bereits seit zwei Wochen der Fall.

Update: Sonntag, 28. November 2021, 15.04 Uhr


Mehr als 600 Intensivpatienten mit Covid-19

Heidelberg. (RNZ) Das Landesgesundheitsamt (LGA) teilt am Samstag folgende Corona- und Inzidenzzahlen für die Region mit:

> In Heidelberg gibt es 30 (Freitag: 80) neue Infektionen. Die Inzidenz sinkt leicht auf 240 (Freitag: 244,4).

> Im Rhein-Neckar-Kreis meldet das LGA 219 (420) neue Fälle. Die Inzidenz stagniert bei 376,1 (376,7). Zwei weitere Menschen starben an Covid-19. 

> Im Neckar-Odenwald-Kreis wurden 139 (120) neue Fälle registriert. Die Inzidenz stagniert bei 476,4 (478,5).

> In Mannheim gibt es 269 (292) Neuinfektionen. Es gibt zwei weitere Todesfälle. Die Inzidenz steigt auf 591,2 (542,1). Es wurden zwei weiterer Todesfälle gemeldet.

> In Baden-Württemberg insgesamt gibt es 7.806 (10.608) neue Corona-Fälle und 11 (54) weitere Todesfälle. Die Inzidenz liegt aktuell bei 514,7 (505,9). Aktuell werden auf den Intensivstationen 603 Menschen (572) behandelt. Die Sieben-Tage-Hospitalisierungsinzidenz liegt bei 5,93.

Ärzte rufen zu landesweitem Corona-Impftag in ihre Praxen

Stuttgart. (dpa-lsw) Mit einem Impfaktionstag möchten die niedergelassenen Ärzte am Samstag landesweit zu Corona-Impfungen aufrufen. Der Impftag ist zugleich Abschluss einer Aktionswoche der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg (KVBW). In vielen Praxen im Land wurden bereits die ganze Woche über Sondersprechstunden angeboten und auch außerhalb der Praxen gab es eine Reihe von Aktionen vor Ort, wie ein KVBW-Sprecher mitteilte.

Zuvor hatten die Kassenärzte von einem "enormen" Andrang in den Praxen im Land berichtet. Mit der Aktionswoche und zusätzlichen Kapazitäten wollen die Ärzte so auch für Entlastung sorgen. Alle Haus-, Kinder- und Facharztpraxen im Land seien aufgerufen, sich am Impftag zu beteiligen. Die KVBW habe bis Mittwoch bereits viele Rückmeldungen bekommen, berichtete Johannes Fechner vom Vorstand der KVBW.

Auf der Internetseite des Landes www.dranbleiben-bw.de können sich Interessierte über die Impfangebote in ihrem Umfeld informieren.

Update: Samstag, 27. November 2021, 11.06 Uhr


Aktuell sind 572 Intensivbetten belegt

Heidelberg. (RNZ) Das Landesgesundheitsamt (LGA) teilt am Freitag folgende Corona- und Inzidenzzahlen für die Region mit:

> In Heidelberg gibt es 80 (Donnerstag: 70) neue Infektionen. Die Inzidenz steigt auf 244,4 (Donnerstag: 233,1).

> Im Rhein-Neckar-Kreis meldet das LGA 420 (351) neue Fälle. Die Inzidenz steigt auf 376,7 (355,3). Es wurde ein weiterer Todesfall gemeldet.

> Im Neckar-Odenwald-Kreis wurden 120 (112) neue Fälle registriert. Die Inzidenz steigt auf 478,5 (469,4).

> In Mannheim gibt es 292 (386) Neuinfektionen. Es gibt keinen weiteren Todesfall. Die Inzidenz liegt bei 5542,1 (527,6). Es wurden zwei weiterer Todesfälle gemeldet.

> In Baden-Württemberg insgesamt gibt es 10.608 (11.423) neue Corona-Fälle und 54 (37) weitere Todesfälle. Die Inzidenz liegt aktuell bei 505,9 (489,9). Aktuell auf einer Intensivtherapiestation: 572 (542)

Update: Freitag, 26. November 2021, 17.57 Uhr


Labore für PCR-Tests überlastet - Längeres Warten auf Ergebnisse

Berlin. (dpa) Weil Labore für PCR-Corona-Tests in Baden-Württemberg überlastet sind, müssen Getestete teils länger auf Ergebnisse warten. Die Auslastung von 24 Laboren in Baden-Württemberg lag in der Vorwoche bei rund 115 Prozent, teilte der Verband Akkreditierte Labore in der Medizin (ALM) am Freitag in Berlin mit. Höher war die Belastung für Labore demnach deutschlandweit nur in Sachsen und im Saarland. Zunächst hatte der SWR berichtet.

"Unsere Labore versuchen, die Tests so schnell wie möglich zu bearbeiten", sagte Geschäftsführerin Cornelia Wanke. "In Überlastungssituationen kann es aber derzeit vorkommen, dass es länger dauert." Die Ergebnisse lägen meist binnen 48 Stunden vor.

"Die Lage in den Laboren ist angespannt und sehr belastend", sagte Wanke. "Die Beschäftigten arbeiten mehr, mancherorts 24/7, um die enormen PCR-Anforderungszahlen zeitgerecht zu bearbeiten." Bei Überlastung würden Labore einander oft aushelfen, insbesondere in den größeren Laborgruppen. Corona-Tests, bei denen ein schnelles Ergebnis besonders wichtig sei, zum Beispiel aus Krankenhäusern, würden zudem bevorzugt behandelt, sagte Wanke. Dazu müssten die Labore aber auch die entsprechende Information zu den Proben bekommen.

Update: Freitag, 26. November 2021, 15.40 Uhr


Strobl und Hermann pochen auf konsequente Corona-Kontrollen

Stuttgart. (dpa) Innenminister Thomas Strobl (CDU) und Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) haben gemeinsam für die Einhaltung der Corona-Regeln in der Öffentlichkeit geworben. Sie kündigten konsequente Kontrollen etwa im Nahverkehr und auf Weihnachtsmärkten an. Die beiden Minister begleiteten am Freitag eine gemeinsame Kontrollaktion der Polizei und der Stuttgarter Straßenbahnen (SSB) in einer U-Bahn in Stuttgart. Strobl kündigte Dutzende Schwerpunktkontrollen auf Weihnachtsmärkten und im Nahverkehr an. "Wenn jemandem aus Versehen die Maske ein bisschen unter die Nase rutscht, wird nicht sofort ein Bußgeld verhängt werden", sagte er. Aber bei denen, die sich hartnäckig weigerten und vorsätzlich andere gefährdeten, sei ein konsequentes Einschreiten notwendig. "Im Zweifel gibt es auch spürbare Sanktionen."

Hermann sprach von einem Bußgeld von mindestens 200 Euro für die, die im Nahverkehr nicht nachweisen könnten, dass sie geimpft, genesen oder getestet seien. Das Risiko, erwischt zu werden, sei hoch. Die Mehrheit in der Bevölkerung erwarte aber, dass die Regeln kontrolliert würden. "Denn die fühlen sich verarscht, wenn sie sich dran halten und die anderen werden nicht mal kontrolliert."

Update: Freitag, 26. November 2021, 14.59 Uhr


Bericht: Frankreich will Intensivpatienten aus Südwesten aufnehmen

Stuttgart. (dpa) Frankreich will Covid-Intensivpatienten aus Baden-Württemberg in Kliniken im Elsass aufnehmen. Das bestätigte ein Sprecher von Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) den "Badischen Neuesten Nachrichten" (Freitag). Regierungssprecher Arne Braun sagte der Zeitung, die Landesregierung sei dankbar für dieses Angebot. Trotz der angespannten Corona-Lage in Baden-Württemberg sei es zunächst noch nicht zu einer Verlegung von Corona-Patienten ins Elsass gekommen. Es könne aber gut sein, dass man das Angebot annehmen müsse, sagte Braun.

Auf dem Höhepunkt der ersten Corona-Welle im Frühjahr 2020 waren französische Covid-Intensivpatienten nach Baden-Württemberg verlegt worden. Nach jüngsten Zahlen lag die Sieben-Tage-Inzidenz, die Zahl der registrierten Neuinfektionen binnen einer Woche auf 100.000 Einwohner, in Frankreich bei 193.

Update: Donnerstag, 25. November 2021, 21 Uhr


Heidelberg. (RNZ) Das Landesgesundheitsamt (LGA) teilt am Donnerstag folgende Corona- und Inzidenzzahlen für die Region mit:

> In Heidelberg gibt es 70 (Mittwoch: 59) neue Infektionen. Die Inzidenz sinkt auf 233,1 (Mittwoch: 239,4).

> Im Rhein-Neckar-Kreis meldet das LGA 351 (380) neue Fälle. Die Inzidenz steigt auf 355,3 (354,2). Es wurde kein weiterer Todesfall gemeldet.

> Im Neckar-Odenwald-Kreis wurden 112 (137) neue Fälle registriert. Die Inzidenz steigt auf 469,4 (450,6).

> In Mannheim gibt es 386 (260) Neuinfektionen. Es gibt keinen weiteren Todesfall. Die Inzidenz liegt bei 527,6 (514,3).

> In Baden-Württemberg insgesamt gibt es 11.423 (10.676) neue Corona-Fälle und 37 (48) Tote. Die Inzidenz liegt aktuell bei 489,9 (476,4). Aktuell auf einer Intensivtherapiestation: 542 (517)

24 Prozent der Intensivbetten mit Corona-Patienten belegt

Fast in jedem vierten Intensivbett in den baden-württembergischen Krankenhäusern liegt inzwischen ein Covid-19-Patient. Die Quote stieg am Donnerstag nach Angaben des Landesgesundheitsamts binnen eines Tages von 23,0 auf 24,1 Prozent. Manche Kliniken in Baden-Württemberg sind inzwischen derart überfüllt, dass Corona-Erkrankte in andere Bundesländer gebracht werden.

542 Covid-19-Fälle zählte die Behörde (Stand: 16 Uhr) auf den Intensivstationen. Das waren 25 mehr als am Vortag. Die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz, die die Zahl aller binnen einer Woche ins Krankenhaus gebrachten Corona-Fälle ins Verhältnis zur Einwohnerzahl setzt, lag bei 6,3 je 100.000 Menschen. Darunter sind aber auch weniger gravierende Erkrankungen, die keine Intensivpflege verlangen.

Die Hospitalisierungsinzidenz spielt eine wesentliche Rolle für die Beurteilung des Infektionsgeschehens. Nach einer Einigung von Bund und Ländern, können letztere bei Überschreitung der Grenzwerte 3, 6 und 9 schärfere Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie verhängen. Die aktuelle Zahl der Klinikeinweisungen ist allerdings in der Regel höher als in der Hospitalisierungsinzidenz ausgewiesen. Die vollständigen Werte liegen oft erst nach ein bis zwei Wochen vor.

Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen lag landesweit bei 489,9 nach 476,4 am Vortag. Ab einem Wert von 500 gilt eine Region als Hotspot, in dem etwa nächtliche Ausgangsbeschränkungen für Ungeimpfte greifen. Das trifft auf 23 der 44 Stadt- und Landkreise in Baden-Württemberg zu. Viele kratzen an der Marke, die angibt, wie viele neue Infektionen mit dem Coronavirus pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche den Behörden gemeldet wurden.

Die Zahl der bestätigten Corona-Fälle in Baden-Württemberg seit Beginn der Pandemie stieg um 11.423 auf 796.760. An einer Infektion mit dem Virus oder im Zusammenhang damit sind mittlerweile 11.618 Menschen in Baden-Württemberg gestorben, das waren 37 mehr als am Mittwoch.

Update: Donnerstag, 25. November 2021, 19 Uhr


Heidelberg. (RNZ) Das Landesgesundheitsamt (LGA) teilt am Mittwoch folgende Corona- und Inzidenzzahlen für die Region mit:

> In Heidelberg gibt es 59 (Dienstag: 47) neue Infektionen. Die Inzidenz sinkt auf 239,4 (Dienstag: 255,1).

> Im Rhein-Neckar-Kreis meldet das LGA 380 (327) neue Fälle. Die Inzidenz steigt auf 354,2 (350,4). Zudem wurde ein Todesfall im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet.

> Im Neckar-Odenwald-Kreis wurden 137 (83) neue Fälle registriert. Die Inzidenz steigt auf 450,6 (431,2).

> In Mannheim gibt es 260 (229) Neuinfektionen. Es gibt zudem einen (zwei) weitere Todesfälle. Die Inzidenz liegt bei 514,3 (521,1).

> In Baden-Württemberg insgesamt gibt es 10.676 (10.164) neue Corona-Fälle und 48 (31) Tote. Die Inzidenz liegt aktuell bei 476,4 (470,0).

Update: Mittwoch, 24. November 2021, 17.15 Uhr


Ludwigsburg. (dpa) Erstmals seit Beginn der Pandemie sollen Covid-19-Patienten außerhalb von Baden-Württemberg versorgt werden. Dabei handele es sich um je drei Kranke aus Karlsruhe und Pforzheim, die mehrheitlich beatmet werden, sagte der Koordinator der Corona-Intensivversorgung in Baden-Württemberg, Götz Geldner, der Deutschen Presse Agentur am Mittwoch. "Unter Umständen könnte die Verlegung noch in dieser Woche passieren", fügte der Ärztliche Direktor der Ludwigsburger RKH Kliniken hinzu.

Die Anfrage für die benötigten Intensivbetten sei an die Länder Hessen, Saarland und Rheinland-Pfalz gestellt worden, die mit Baden-Württemberg das sogenannte Kleeblatt Südwest bilden.

Bundesweite Verlegungen werden nach Angaben des zuständigen Arbeitskreises der Innenministerkonferenz aktuell für rund 80 Patienten über das Kleeblatt-Verfahren geprüft. Das heißt, dass erst die Kapazitäten innerhalb des regionalen Kleeblatts berücksichtigt werden. Wenn auch dort die Betten voll sind, wird die Suche auf das gesamte Bundesgebiet ausgedehnt.

Update: Mittwoch, 24. November 2021, 14.10 Uhr


Immer mehr Soldaten helfen im Kampf gegen Corona

Stuttgart. (dpa-lsw) Im Kampf gegen die Corona-Pandemie helfen immer mehr Soldaten der Bundeswehr in Baden-Württemberg. Im Rhein-Neckar-Kreis unterstützen zehn Soldaten seit Montag die Nachverfolgung von Kontakten, wie das Landeskommando Baden-Württemberg der dpa auf Nachfrage mitteilte. Ab Mittwoch helfen bei dieser Aufgabe auch im Enzkreis zehn Soldaten. Im Kreisimpfstützpunkt Offenburg leisten Soldaten sogenannte administrative Unterstützung, in der Oberschwabenklinik in Ravensburg sind zwei Sanitätssoldaten im Einsatz. In Biberach sollen Soldaten ab kommender Woche in Heimen verschiedenste Aufgaben verrichten - Geschirr abräumen, Betten machen, Wäsche verteilen, Versorgungsfahrten erledigen. Weitere Anträge auf Unterstützung seien eingegangen.

Im vergangenen Jahr waren in Baden-Württemberg zu Spitzenzeiten 2500 Soldaten auf Gesundheitsämtern, in Kliniken, Alten- und Pflegeheimen im Kampf gegen die Pandemie im Einsatz.

Mediziner warnt wegen Überlastung der Intensivstationen

Wegen der Überlastung von Intensivstationen kann nach den Worten des Mediziners Dominik Alscher oft nicht mehr die optimale Behandlung für Patienten erfolgen. "Wir sind aktuell in der Situation, dass wir regelmäßig die relativ Gesündesten von der Intensiv- auf die Überwachungsstation verlegen, um wieder ein Bett zu erhalten", sagte der Medizinische Geschäftsführer des Stuttgarter Robert-Bosch-Krankenhauses der "Stuttgarter Zeitung" (Mittwoch). "Mein Eindruck ist, dass wir das Problem derzeit unterschätzen."

Frei werdende Intensivbetten seien innerhalb einer halben Stunde wieder belegt. "Uns fehlen die Intensivpfleger", sagte Alscher. "Wir stopfen notdürftig die Lücken." Vier von zehn Covid-19-Intensivpatienten sterben seinen Angaben zufolge. Zu wenig Menschen seien geimpft. "Dass so viele Ungeimpfte unter den Patienten sind, ist teilweise schwierig zu akzeptieren."

Alscher sprach sich mit Blick auf die stark steigenden Infektionszahlen für einen Lockdown aus. Die einzige schnelle Lösung sei, Kontakten und damit die Zahl der Patienten zu senken. "Wenn wir heute einen Lockdown machen, sinken die Zahlen an Weihnachten."

DRK-Landesverband fordert Kontaktbeschränkung auch für Geimpfte

Angesichts der besorgniserregend hohen Zahl von Corona-Infektionen müssen sich aus Sicht des DRK-Landesverbandes auch Geimpfte und Genesene einschränken. "Letztendlich müssen wir auch zu Kontaktbeschränkungen unter Geimpften und Genesenen kommen", sagte Verbandsgeschäftsführer Marc Groß den "Stuttgarter Nachrichten" (Mittwoch).

Gleichzeitig kritisierte er die Corona-Politik: "Man müsste Maßnahmen, die funktionieren, auch bei niedrigeren Inzidenzen mal für eine Weile beibehalten und nicht gleich wieder abschaffen." Auch seien viel mehr Impfangebote nötig, ebenso wie mehr Möglichkeiten in der Fläche für Corona-Tests. "Beides muss für die Menschen leicht zugänglich sein."

Fatalerweise seien die Testangebote aber bis vor kurzem zurückgefahren worden, sagte Groß. Er schätze die Dunkelziffer bei den Neuinfektionen auf das Zwei- bis Dreifache der vorliegenden Zahlen. "Wir haben gar keinen Überblick über das wahre Infektionsgeschehen." Auch über eine Impfpflicht müsse man nachdenken und zumindest bei denen einführen, die mit vulnerablen Gruppen arbeiten. "Die Diskussion hätte aber schon viel früher angestoßen werden müssen."

Update: Mittwoch, 24. November 2021, 10.30 Uhr


Hospitalisierungsinzidenz über Grenzwert 6

Heidelberg. (RNZ) Das Landesgesundheitsamt (LGA) teilt am Dienstag folgende Corona- und Inzidenzzahlen für die Region mit:

> In Heidelberg gibt es 47 neue Infektionen. Am Vortag hatte es noch 48 gegeben. Die Inzidenz sinkt von 255,1 auf 245,1.

> Im Rhein-Neckar-Kreis meldet das LGA 327 neue Fälle (Montag: 114). Die Inzidenz steigt leicht von 350,4 auf 351,1.

> Im Neckar-Odenwald-Kreis wurden 83 neue Fälle registriert (58). Die Inzidenz sinkt von 466,6 auf 431,2.

> In Mannheim gibt es 229 Neuinfektionen (180). Es gibt zwei weitere Todesfälle. Die Inzidenz liegt bei 521,1 (524,3).

> In Baden-Württemberg insgesamt gibt es 10.164 neue Corona-Fälle (5501) und 31 Tote. Die Inzidenz liegt aktuell bei 470,0 (459,4). Die Hospitalisierungsinzidenz in Baden-Württemberg hat den Grenzwert von 6 eingelieferten Corona-Patienten in Krankenhäusern je 100.000 Einwohner binnen einer Woche überschritten. Das ist eines der Kriterien für die neue Alarmstufe II mit verschärften Maßnahmen im Kampf gegen die Pandemie.

Ein anderes Kriterium ist, wenn die Zahl der Covid-19-Patienten auf Intensivstationen in Baden-Württemberg über 450 liegt. Das ist bereits seit Sonntag der Fall. Am Dienstag meldete das Landesgesundheitsamt 510 solcher Fälle, 21 mehr als am Vortag.

Die grün-schwarze Landesregierung wollte am Dienstag die neue Corona-Verordnung mit schärferen Maßnahmen beschließen. Mit der Alarmstufe II soll "2G plus" bei Veranstaltungen mit Gesang oder Blasmusik, auf Weihnachtsmärkten, in Bars und Clubs sowie bei körpernahen Dienstleistungen gelten. Das heißt, dass nur Geimpfte und Genesene jeweils mit aktuellem negativen Test zugelassen werden.

In inzwischen 24 der 44 Stadt- und Landkreise in Baden-Württemberg liegt die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen bei über 500 (Stand: 16 Uhr). Sie gelten nach den neuen Regeln als Hotspots, in denen nächtliche Ausgangsbeschränkungen für Ungeimpfte greifen. Die landesweite Sieben-Tage-Inzidenz stieg auf 470,0 (Vortag: 459,4). Der Wert gibt an, wie viele neue Infektionen mit dem Coronavirus pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche den Behörden gemeldet wurden.

Die Hospitalisierungsinzidenz spielt eine wesentliche Rolle für die Beurteilung des Infektionsgeschehens. Bei Überschreitung der Grenzwerte 3, 6 und 9 können die Bundesländer schärfere Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie verhängen. Die aktuelle Zahl der Klinikeinweisungen ist allerdings in der Regel höher als in der Hospitalisierungsinzidenz ausgewiesen. Die vollständigen Werte liegen oft erst nach ein bis zwei Wochen vor.

Dieser Artikel wird fortlaufend aktualisiert. 

>>> Mehr zu den Verschärfungen der Corona-Regeln ab Mittwoch lesen Sie hier. <<<

Update: Dienstag, 23. November 2021, 08.27 Uhr


Sechs weitere Corona-Tote in der Region

Heidelberg. (RNZ) Das Landesgesundheitsamt teilt am Montag folgende Corona- und Inzidenzzahlen mit:

> In Heidelberg gibt es 48 neue Infektionen. Am Vortag hatte es noch 51 gegeben. Die Inzidenz steigt von 239,4 auf 255,1.

> Im Rhein-Neckar-Kreis meldet das LGA 114 neue Fälle (Sonntag: 268). Die Inzidenz sinkt leicht von 350,8 auf 350,4. Es gibt einen weiteren Toten in Zusammenhang mit Covid-19.

> Im Neckar-Odenwald-Kreis wurden 58 neue Fälle registriert (39). Die Inzidenz steigt von 460,4 auf 466,6. Auch hier ist eine weitere Person verstorben.

> In Mannheim gibt es vier weitere Corona-Tote und 180 Neuinfektionen (210). Die Inzidenz liegt bei 524,3 (497,5).

> In Baden-Württemberg insgesamt gibt es 5501 neue Corona-Fälle (4375) und 48 Tote. Die Inzidenz liegt aktuell bei 459,4 (454,1). Bei 21 von 44 Stadt- und Landkreisen in Baden-Württemberg lag die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen am Montag bei über 500. Fünf Kreise lagen dicht davor, wie das Landesgesundheitsamt mitteilte (Stand: 16 Uhr).

Laut der neuen Corona-Verordnung, die am Mittwoch in Kraft treten soll, dürfen bei einem Grenzwert von 500 Ungeimpfte zwischen 21 und 5 Uhr nur noch in Ausnahmefällen auf die Straße. Für drei Kreise gilt das schon seit Montag per Allgemeinverfügung: Schwarzwald-Baar-Kreis, Ostalbkreis und Biberach.

Die Zahl der Covid-19-Patienten auf Intensivstationen in Baden-Württemberg stieg weiter. Sie lag am Montag bei 489 (Vortag: 457). Damit wurde der für die Alarmstufe I, die seit Mittwoch gilt, entscheidende Wert von 390 Fällen erneut weit überschritten.

In der neuen Corona-Verordnung soll es nun die Alarmstufe II geben. Sie tritt in Kraft, wenn landesweit an zwei Tagen hintereinander der Grenzwert 450 auf den Intensivstationen gerissen wird. Das dürfte wohl am Mittwoch der Fall sein. Ein Zurück in die Alarmstufe I gibt es erst, wenn der Schwellenwert an fünf Tagen hintereinander unterschritten wird.

Die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz lag am Montag bei 5,8 (Vortag: 5,31). Sie gibt die Zahl jener Menschen an, die pro 100.000 Einwohner innerhalb der vergangenen sieben Tage mit einer Corona-Infektion in eine Klinik kamen. Der Wert spielt eine wesentliche Rolle für die Beurteilung des Infektionsgeschehens.-

Bei Überschreitung der Grenzwerte 3, 6 und 9 können die Bundesländer schärfere Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie verhängen. Die aktuelle Zahl der Klinikeinweisungen ist allerdings in der Regel höher als in der Hospitalisierungsinzidenz ausgewiesen. Die vollständigen Werte liegen oft erst nach ein bis zwei Wochen vor.

Update: Montag, 22. November 2021, 16.59 Uhr


Land plant schärfere Corona-Regeln ab Mittwoch

Stuttgart. (dpa) Das Land Baden-Württemberg will wegen der stark steigenden Corona-Zahlen schon von Mittwoch an vielerorts 2G plus und in Hotspots ab einem bestimmten Grenzwert Ausgangsbeschränkungen möglich machen. Die neue Corona-Verordnung mit der Alarmstufe II solle schon an diesem Dienstag verkündet werden und ab Mittwoch gelten, teilte das Sozialministerium am Montag in Stuttgart mit.

>>> Hier erfahren Sie mehr über die ab Mittwoch geltende verschäfte Verordnung. <<<

Die neue Alarmstufe solle dem Vernehmen nach greifen, wenn die Zahl der Covid-19-Patienten auf Intensivstationen auf über 450 steigt und die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz bei 6 liegt. Sie gibt die Zahl jener Menschen an, die pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche mit einer Corona-Infektion in eine Klinik kommen.

Bei der Zahl der Covid-19-Fälle auf Intensivstationen liegt das Land schon über 450, bei der Hospitalisierungsinzidenz knapp unter dem Grenzwert von 6. Werden die Werte überschritten, gilt etwa bei Veranstaltungen, auf Weihnachtsmärkten und in Bars und Clubs "2G plus" - das heißt, es haben nur Geimpfte und Genesene Zutritt, die zusätzlich einen negativen Test vorweisen können.

Großer Andrang bei mobilen Impfteams und Impfstützpunkten

Der Andrang bei mobilen Impfteams und Impfstützpunkten in Baden-Württemberg ist enorm und wird nach Einschätzung von Experten bis Ende November noch weiter steigen. Grund dafür sei die vom Bund ab dem Zeitpunkt angekündigte Rationierung des Impfstoffes Biontech/Pfizer, sagte Bernd Kühlmuß, medizinischer Leiter Mobile Impfteams Ulm, am Montag. Der Biontech-Impfstoff genieße sehr großes Vertrauen - "viele werden versuchen, sich damit impfen zu lassen, bevor die Beschränkung kommt."

Danach bestehe dann die Gefahr, dass kurzfristig weniger Menschen impfbereit sind, weil sie dem ebenso guten Impfstoff Moderna skeptischer gegenüberstehen. "Es kann sein, dass Menschen dann auf Impfungen verzichten und der Impffortschritt konterkariert wird."

Das Bundesgesundheitsministerium hatte Begrenzungen bei Bestellmengen für den Biontech-Impfstoff angekündigt. Vorzugsweise soll dann Moderna verimpft werden, weil dieser Impfstoff im Februar zu verfallen droht.

In den Landkreisen Alb-Donau, Göppingen, Heidenheim und dem Stadtkreis Ulm sind laut Kühlmuß inzwischen zehn mobile Impfteams unterwegs. "Ich schätze, wir werden die Zahl mehr als verdoppeln müssen." In Einkaufszentren etwa werden von mobilen Impfteams zwischen 400 und 500 Menschen täglich geimpft - "die Termine sind schon in den ersten 30 Minuten nach Öffnung vergeben". Wer danach kommt, müsse vertröstet werden. Beschimpfungen seitens der Impfwilligen nehmen dabei seinen Worten zufolge zu. Vermehrt müsse inzwischen die Polizei gerufen werden. Das Land finanziere bei Bedarf auch Security.

Impfung von Kindern wird vorbereitet

In Baden-Württemberg laufen erste Vorbereitungen für Corona-Impfungen von Kindern. Das Land sei dazu bereits im Gespräch mit den relevanten Akteuren, teilte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums in Stuttgart mit. Die Landesregierung rechnet demnach derzeit damit, dass in der zweiten Dezemberhälfte die ersten Impfungen angeboten werden sollen.

Die Nachfrage nach Corona-Impfungen für Kinder sei schwer einzuschätzen, hieß es. Das Ministerium bekomme sowohl Anfragen von Eltern, sie sich für eine Impfung auch ohne europäische Zulassung aussprächen, als auch viele Beschwerden und Ablehnung gegenüber einer Impfung für Kinder.

Nach Angaben des Gesundheitsministeriums gibt es in Baden-Württemberg etwa 1120 Kinderärzte in der ambulanten Versorgung, davon seien etwa 120 an Kliniken tätig. Inwieweit sich die Kinderarztpraxen an der Impfkampagne beteiligen, soll nun geklärt werden. Zudem prüfe man, ob Kinder auch die mobilen Angebote der Impfteams in Anspruch nehmen können.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hatte zuletzt gesagt, er rechne zum Ende der vierten Novemberwoche mit einer Zulassungsentscheidung für einen Corona-Impfstoff für Kinder und mit ersten Auslieferungen kurz vor Weihnachten. Da es sich beim Kinder-Impfstoff um eine geringere Dosierung handele, müssten von Biontech/Pfizer erst andere Fläschchen produziert und geliefert werden, sagte der CDU-Politiker am Freitag in Berlin. Der geschäftsführende Minister verwies auch darauf, dass nach einer Zulassung auch ohne Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) allen 5- bis 11-Jährigen die Impfung ermöglicht werden solle. Bislang sind in der EU keine Corona-Impfstoffe zugelassen, mit denen Kinder jünger als 12 Jahre geimpft werden dürfen.

Update: Montag, 22. November 2021, 8.30 Uhr


Keine Entspannung bei der Coronalage in Sicht

Heidelberg. (RNZ) Das Landesgesundheitsamt (LGA) meldet am heutigen Sonntag folgende Coronazahlen:

> In Heidelberg werden 51 Neuinfektionen mit Covid-19 gemeldet (Vortag: 35). Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt derzeit bei 239,4 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen (Vortag: 229,3)

> Der Rhein-Neckar-Kreis meldet 268 Neuinfektionen (203). Die Inzidenz liegt bei 350,8 (324,3).

> Im Neckar-Odenwald-Kreis wurden 39 weitere Sars-Cov-2-Fälle registriert (145). Die Inzidenz liegt bei  460,4 (462,5).

> 210 Corona-Neuinfektionen gibt es in Mannheim (118). Die Inzidenz beträgt 497,5 (465,3).

> In ganz Baden-Württemberg werden 4375 Neuinfektionen gemeldet (7321). Die Inzidenz beträgt 454,1 (438). Laut LGA liegt die Hospitalisierungs-Inzidenz bei 5,31 (5,48) und 457 Patienten liegen derzeit mit einer Covid-19-Infektion auf der Intensivstation (442).

Zahl der Covid-19-Patienten auf Intensivstationen gestiegen

Die Zahl der Covid-19-Patienten auf Intensivstationen in Baden-Württemberg ist gestiegen. Sie lag am Sonntag bei 457 (Vortag: 442), wie das Landesgesundheitsamt mitteilte. Damit wurde der für die Alarmstufe entscheidende Wert von 390 Fällen erneut weit überschritten. Die Alarmstufe gilt seit Mittwoch, weil der Grenzwert an zwei Tagen in Folge überschritten worden war. Nun greift die 2G-Regel (geimpft oder genesen) etwa in Restaurants, Museen, Kinos und öffentlichen Veranstaltungen.

Die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz lag bei 5,31 (Vortag: 5,48). Sie gibt die Zahl jener Menschen an, die pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche mit einer Corona-Infektion in eine Klinik kommen. Die aktuelle Zahl der Klinikeinweisungen ist allerdings in der Regel höher als in der Hospitalisierungsinzidenz ausgewiesen. Die vollständigen Werte liegen oft erst nach ein bis zwei Wochen vor.

Wegen eines außergewöhnlich starken Anstiegs an Corona-Infektionen dürfen Ungeimpfte in drei Landkreisen von Montag an nachts nur noch aus triftigem Grund ihre Wohnungen verlassen. Das Verlassen der eigenen vier Wände in den Corona-Hotspots Schwarzwald-Baar-Kreis, Ostalbkreis und Biberach sei diesen Menschen zwischen 21 und 5 Uhr nur noch beispielsweise für medizinische Notfälle und aus Arbeitsgründen erlaubt, sagte der Amtschef im Sozialministerium, Uwe Lahl, der Deutschen Presse-Agentur am Samstag in Stuttgart.

Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen lag im Schwarzwald-Baar-Kreis am Sonntag bei 608,8, im Ostalbkreis bei 712,7 und im Kreis Biberach bei 690,7. Der Wert gibt an, wie viele neue Infektionen mit dem Coronavirus pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche den Behörden gemeldet wurden. Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen landesweit stieg auf 454,1 (Vortag: 438).

Update: Sonntag, 21. November 2021, 17.21 Uhr


Zahl der Covid-19-Patienten auf Intensivstationen gesunken

Heidelberg. (RNZ) Das Landesgesundheitsamt (LGA) teilt am Samstag folgende Coronazahlen mit:

> In Heidelberg wurden 35 weitere Sars-Cov-2-Infektionen registriert (Vortag: 66). Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt derzeit bei 229,3 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen (Vortag: 240,6).

> Der Rhein-Neckar-Kreis meldet 203 Neuinfektionen (298). Die Sieben-Tage-Inzidenz wird mit 324,3 (334,7) angegeben 

> 145 Corona-Neuinfektionen meldet der Neckar-Odenwald-Kreis (108). Die Inzidenz liegt bei 462,5 (424,2).

> Die Stadt Mannheim meldet 118 neue Fälle (251) und eine Inzidenz von 465,3 (477,8). Außerdem sind hier zwei weitere Menschen mit einer Covid-19-Infektion gestorben.

> Im ganzen Land Baden-Württemberg wurden 7321 Neuinfektionen registriert (8461). Die Inzidenz liegt bei 438 (421,3). Außerdem sind elf weitere Menschen mit einer Coron-Infektion gestorben. Die Hospitalisierungsinzidenz liegt bei 5,48 (5,7). Derzeit werden 442 Covid-Patienten auf den Intensivstationen behandelt (minus 3).

Nächtliche Ausgangssperre für Ungeimpfte in drei Kreisen

Wegen eines außergewöhnlich starken Anstiegs an Corona-Infektionen dürfen Ungeimpfte in drei Landkreisen von Montag an nachts nur noch aus triftigem Grund ihre Wohnungen verlassen. Das Verlassen der eigenen vier Wände in den Corona-Hotspots Schwarzwald-Baar-Kreis, Ostalbkreis und Biberach sei diesen Menschen zwischen 21 und 5 Uhr nur noch beispielsweise für medizinische Notfälle und aus Arbeitsgründen erlaubt, sagte der Amtschef im Sozialministerium, Uwe Lahl, der Deutschen Presse-Agentur am Samstag in Stuttgart. Es sei davon auszugehen, dass es nicht bei diesen drei Kreisen bleibe.

Zutritt zu beispielsweise Gastronomie, Hotels (mit Ausnahme von Geschäftsreisenden) und Einzelhandel sei von Montag an ausschließlich immunisierten - also Geimpften und Genesenen - Besuchern und Kunden gestattet. Ausgenommen von dieser Zutrittsbeschränkung sind Geschäfte und Märkte, die der Grundversorgung dienen wie Lebensmittelmärkte, Apotheken, Tank- und Poststellen, Paketdienste und Banken sowie Betriebe von körpernahen Dienstleistungen.

Das Landesgesundheitsamt hatte am Donnerstag für den Schwarzwald-Baar-Kreis einen außergewöhnlich starken Anstieg des Infektionsgeschehens innerhalb der vergangenen sieben Tage gemeldet. "So liegt die Sieben-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner nach dem angegebenen Berichtsstand bei einem Wert von 659,6 und damit deutlich über dem Landesdurchschnitt", hieß es. Am Freitag lag die Sieben-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner im Ostalbkreis bei 700,9 und in Biberach bei 677,9.

in Baden-Württemberg sollen von kommenden Mittwoch an nochmal deutlich schärfere Corona-Einschränkungen vor allem für jüngere Ungeimpfte gelten. Die grün-schwarze Regierung plant die 2G-Regel (genesen oder geimpft) nun auch für 12- bis 17-Jährige einzuführen, was auch für viele Familien weitreichende Konsequenzen haben dürfte. Außerdem sind Ausgangsbeschränkungen für Ungeimpfte in Corona-Hotspots vorgesehen. Die neue Corona-Verordnung wird derzeit erarbeitet.

Schon seit Mittwoch gilt in Baden-Württemberg die Corona-Alarmstufe, bei der Ungeimpfte von der Teilnahme am öffentlichen Leben weitgehend ausgeschlossen sind. Nur Geimpfte und Genesene haben jetzt noch Zugang zu Kinos, Museen, Schwimmbädern sowie den meisten anderen öffentlichen Veranstaltungen. Auch wer in Restaurants oder Cafés nur einen negativen Test vorweisen kann, muss draußen bleiben. Seit Mittwoch müssen Schüler wieder Masken am Platz tragen. Zudem gelten Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte. Sie dürfen sich allein oder als Haushalt nur noch mit einer weiteren Person treffen.

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) und Innenminister Thomas Strobl (CDU) hatten die Kommunen ermahnt, ihre Corona-Kontrollen deutlich zu verschärfen. Das Land beobachte mit großer Sorge, dass vielerorts grundlegende Schutzmaßnahmen völlig unzureichend umgesetzt würden, schrieben die beiden am Freitag in einem Brief an Städte und Gemeinden. Schwerpunktkontrollen in der Gastronomie hätten kürzlich gezeigt, dass etwa die Kontrolle von Impf- oder Testnachweisen oft nachlässig sei. Auch werde häufig die Maskenpflicht nicht eingehalten. "Wir appellieren daher dringend an Sie, die Kontrollen insbesondere an Orten mit erhöhtem Infektionsrisiko durch die Ortspolizeibehörden deutlich zu verstärken und die Sanktionsmöglichkeiten nach der Corona-Verordnung auszuschöpfen", heißt es in dem Brief.

Nach Eintritt der Alarmstufe im Land und angesichts der sich zuspitzenden Corona-Lage in Baden-Württemberg fordert der Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion Andreas Stoch, die nötigen strengeren Corona-Regeln nicht nur zu verhängen, sondern auch durchzusetzen: "Dazu sind unsere Kommunen aber auf die Unterstützung des Landes angewiesen." Das Land müsse die Kommunen und ihre Behörden finanziell und personell unterstützen. "Umso mehr, wenn gegen die vierte Welle kein kompletter Lockdown, sondern differenziertere 3G- oder 2G-Modelle helfen sollen", sagte Stoch dazu am Samstag. Bisher werde die Einhaltung der nötigen Maßnahmen sehr unterschiedlich und oft allenfalls oberflächlich kontrolliert.

Update: Samstag, 20. November 2021, 17.04 Uhr


Kommunen sollen Regeln strenger kontrollieren

Stuttgart. (dpa) Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) und Innenminister Thomas Strobl (CDU) haben die Kommunen ermahnt, ihre Corona-Kontrollen deutlich zu verschärfen. Das Land beobachte mit großer Sorge, dass vielerorts grundlegende Schutzmaßnahmen völlig unzureichend umgesetzt würden, schrieben die beiden am Freitag in einem Brief an Städte und Gemeinden, über den zuerst die "Stuttgarter Zeitung" und die "Stuttgarter Nachrichten" berichteten.

Kürzliche Schwerpunktkontrollen in der Gastronomie hätten gezeigt, dass etwa die Kontrolle von Impf- oder Testnachweisen oft nachlässig sei. Auch werde häufig die Maskenpflicht nicht eingehalten. "Wir appellieren daher dringend an Sie, die Kontrollen insbesondere an Orten mit erhöhtem Infektionsrisiko durch die Ortspolizeibehörden deutlich zu verstärken und die Sanktionsmöglichkeiten nach der Corona-Verordnung auszuschöpfen", heißt es in dem Brief.

Kretschmann und Strobl befürchten, dass sich die Menschen noch weniger an die Regeln halten, "wenn Verstöße keine Konsequenzen nach sich ziehen. Dem müssen wir entschieden durch staatliche Präsenz entgegentreten. Auch weil die Bevölkerung den Anspruch hat und darauf vertrauen können muss, dass die Schutzregelungen eingehalten werden". Bei den Menschen müsse "das Signal ankommen, dass das verantwortungsvolle Verhalten jeder und jedes Einzelnen jetzt wichtig ist, um diese Welle erneut zu brechen".

Update: Freitag, 19. November 2021, 19.08 Uhr


Inzidenzen in der Region steigen weiter

Heidelberg. (RNZ) Das Landesgesundheitsamt (LGA) teilt am Freitag folgenden Corona-Zahlen für die Region mit:

> In Heidelberg gibt es 66 neue Fälle (Vortag: 75). Die Inzidenz liegt aktuell bei 240,6 und steigt somit weiter (233,7 am Donnerstag). (

> Im Rhein-Neckar-Kreis wurden 298 neue Infektionen registriert, deutlich weniger als am Donnerstag (349). Die Inzidenz steht bei 334,7 (322,1). Das LGA meldet aber zwei weitere Todesfälle.

> Im Neckar-Odenwald-Kreis gibt es 108 Neuinfektionen (91). Die Inzidenz bleibt aber exakt gleich bei 424,2.

> In Mannheim gibbt es 251 neue Fälle und einen weiteren Corona-Toten. Die Inzidenz liegt hier bei 477,8 (459,1).

> In Baden-Württemberg insgesamt meldet das LGA 8461 neue Infektionsfälle (9701). Es gibt 32 neue Todesfälle im Land. Die Inzidenz beträgt am Freitag 421,3 (414,0). Die Zahl der Covid-19-Fälle auf Intensivstationen in Baden-Württemberg ist wieder gestiegen. Nach einem geringfügigen Rückgang am Donnerstag erhöhte sich diese Zahl um 6 auf 445 (plus 6) Patienten, teilte das Landesgesundheitsamt am Freitag mit. Damit wurde der für die Alarmstufe entscheidende Wert von 390 Fällen erneut weit überschritten. Die Alarmstufe gilt seit Mittwoch, weil der Grenzwert an zwei Tagen in Folge überschritten worden war. Nun greift die 2G-Regel (geimpft oder genesen) etwa in Restaurants, Museen, Kinos und öffentlichen Veranstaltungen.

Die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz lag am Freitag (16 Uhr) unverändert bei 5,7. Sie gibt die Zahl jener Menschen an, die pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche mit Corona in eine Klinik kommen. Die aktuelle Zahl der Klinikeinweisungen ist allerdings in der Regel höher als in der Hospitalisierungsinzidenz ausgewiesen. Die vollständigen Werte liegen oft erst nach ein bis zwei Wochen vor.

Update: Freitag, 19. November 2021, 17.10 Uhr


Soldaten zur Pandemiebekämpfung im Einsatz

Stuttgart. (dpa) Im Kampf gegen die Corona-Pandemie setzen die Kommunen in Baden-Württemberg wieder auf Unterstützung durch die Bundeswehr. Mehr dazu lesen Sie hier.

Update: Freitag, 19. November 2021, 15.07 Uhr


Bislang erst die Hälfte der 155 mobilen Impfteams im Einsatz

Stuttgart. (dpa) Von den angekündigten 155 mobilen Corona-Impfteams in Baden-Württemberg ist bislang nur rund die Hälfte im Einsatz. Das bestätigte ein Sprecher des Sozialministeriums in Stuttgart am Freitag auf Anfrage.

Die Landesregierung hatte den Ausbau der Impfkapazitäten in der vorigen Woche angekündigt, am Donnerstag billigte das Kabinett den Beschluss. Nun werde die gesamte Kapazität als Unterstützung für die Ärzteschaft so schnell wie möglich ausgerollt, so der Sprecher. Mit den Impfteams sollen an sieben Tage pro Woche täglich jeweils bis zu 130 Corona-Impfungen möglich sein.

Zudem soll laut den Plänen des Ministeriums in jedem Stadt- und Landkreis mindestens eine feste Impfstation eingerichtet werden. Dazu sollen Städte und Kreise dem Land ihren Bedarf mitteilen. Damit soll gewährleistet werden, dass es flächendeckend genügend fest installierte Anlaufstellen gibt.

Der Sprecher betonte, mehrere Kommunen wie etwa Freiburg oder Karlsruhe seien schon jetzt aktiv und hätten sogenannte Impfstützpunkte eingerichtet. Diese Möglichkeit stehe allen Kommunen bereits heute offen.

Update: Freitag, 19. November 2021, 12.00 Uhr


Anweisung des Landes für mehr Intensivbetten für Covid-Patienten

Stuttgart. (dpa-lsw) Das Land Baden-Württemberg greift angesichts der dramatischen Corona-Lage durch, um die Zahl der Intensivbetten für Covid-19-Patienten kurzfristig zu erhöhen. Die Regierung wies die Kliniken am Donnerstag an, mindestens 40 Prozent ihrer Plätze auf Intensivstationen für Covid-19-Fälle freizuhalten. "Die Situation auf den Intensivstationen der baden-württembergischen Krankenhäuser spitzt sich in hohem Tempo weiter zu", heißt es dem Beschluss, der der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart vorliegt.

>>> Hier geht es zum ausführlichen Bericht <<<

Nach Prognosen der Unikliniken Ulm und Freiburg könnten bis nächsten Donnerstag landesweit zwischen 750 und über 1000 Intensivbetten für Covid-19-Fälle gebraucht werden. Derzeit sind 439 mit solchen Fällen belegt. Die Landesregierung hält die Belastungsgrenze schon bei 390 Intensivbetten für überschritten und hat deswegen die Alarmstufe ausgerufen, die vor allem Einschränkungen für Ungeimpfte vorsieht.

Trotz wiederholter Appelle hätten sich bisher manche Krankenhäuser nicht an die Bitte des Landes gehalten, 40 Prozent der Intensivplätze für Covid-19-Patienten vorzuhalten - auch aus wirtschaftlichen Gründen, hieß es nun. Deshalb müsse es nun die Anweisung geben. Diese ist mit der Zusage verbunden, dass die Kosten erstattet werden. Das Land geht von Kosten in Höhe von 20 bis 30 Millionen Euro in der Woche aus, setzt aber auf eine Übernahme durch den Bund.

Die Regierung fordert die Kliniken auf, andere Operationen im Zweifel zurückzustellen. Sie müssten in der Lage sein, "planbare Aufnahmen und Operationen bei Bedarf jederzeit so zu reduzieren", dass kurzfristig ausreichend Kapazitäten für die Behandlung von Covid-19-Patienten auf Intensivstationen bereitstehen. "Dazu sind planbare Aufnahmen, soweit medizinisch vertretbar und erforderlich, auf unbestimmte Zeit zu verschieben und auszusetzen", heißt es in der Allgemeinverfügung.

Update: Freitag, 19. November 2021, 08.16 Uhr


Die aktuellen Entwicklungen in der Region und Baden-WÜrttemberg

Heidelberg/Stuttgart. (RNZ/dpa) Das Landesgesundheitsamt teilt am Donnerstag folgende Inzidenz- und Infektionszahlen mit:

> In Heidelberg gibt es demnach 75 neue Infektionsfälle (Vortag: 67). Die Inzidenz beträgt so 233,7 (221,7). Es gibt einen weiteren Todesfall in Zusammenhang mit Corona.

> Im Rhein-Neckar-Kreis wurden 349 neue Fälle gemeldet (Mittwoch: 368). Die Inzidenz steht bei 322,1 (319,9). Zudem meldet das LGA zwei weitere Todesfälle.

> Im Neckar-Odenwald-Kreis wurden 91 neue Fälle registriert. Die Inzidenz liegt hier bei 424,2 (431,2).

> 342 Neuinfektionen gibt es in Mannheim. Die Inzidenz liegt hier am Donnerstag bei 459,1 (414,2). Es gibt einen weiteren Todesfall in der Stadt.

> In Baden-Württemberg insgesamt gibt es 9701 Neuinfektionen. 37 Tote wurden innerhalb eines Tages gemedet. Die Inzidenz liegt bei 414,0 (Mittwoch: 397,7). Die Zahl der Covid-19-Patienten auf Intensivstationen in Baden-Württemberg bleibt hoch. Zwar sank die Zahl im Vergleich zum Vortag um fünf Patienten. Mit 439 wurde jedoch auch am Donnerstag der für die Alarmstufe entscheidende Wert von 390 wieder weit überschritten. Die Alarmstufe gilt seit Mittwoch, weil der Grenzwert an zwei Tagen in Folge überschritten worden war. Nun greift die 2G-Regel (geimpft oder genesen) etwa in Restaurants, Museen, Kinos und öffentlichen Veranstaltungen.

Wie das Landesgesundheitsamt mitteilte, lag die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz am Donnerstag (16 Uhr) bei 5,7 (Vortag: 4,7). Sie gibt die Zahl jener Menschen an, die pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche mit Corona in eine Klinik kommen. Die aktuelle Zahl der Klinikeinweisungen ist allerdings in der Regel höher als in der Hospitalisierungsinzidenz ausgewiesen. Die vollständigen Werte liegen oft erst nach ein bis zwei Wochen vor.

Kretschmann stellt verschärfte Anti-Corona-Maßnahmen in Aussicht

Ministerpräsident Winfried Kretschmann hält die Corona-Lage im Land für dramatisch und hat verschärfte Gegenmaßnahmen in Aussicht gestellt. "So ernst ist die Lage, wie sie noch nie war in dieser Pandemie", sagte der Grünen-Politiker am Donnerstagabend nach dem Bund-Länder-Treffen zur Corona-Politik. Er kündigte an, dass es über die Maßnahmen der Alarmstufe hinaus weitere Einschränkungen geben werde, wenn sich die Lage nicht bessere. Es könne dann eine Obergrenze für Veranstaltungen und Ausgangsbeschränkungen für Ungeimpfte in Hotspots geben. In Bars, Clubs und Diskotheken gelte künftig die Regel 2G plus. Das heißt, dass Geimpfte und Genesene einen Schnelltest vorweisen müssen.

Kretschmann forderte alle Ungeimpften dringend auf, sich piksen zu lassen. "Kein Ungeimpfter kann sich vor diesem hochansteckenden Virus verstecken." Seit Mittwoch gilt in Baden-Württemberg die Corona-Alarmstufe, bei der Ungeimpfte von der Teilnahme am öffentlichen Leben weitgehend ausgeschlossen sind. Nur Geimpfte und Genesene haben jetzt noch Zugang zu Kinos, Museen, Schwimmbädern sowie den meisten anderen öffentlichen Veranstaltungen. Auch wer in Restaurants oder Cafés nur einen negativen Test vorweisen kann, muss draußen bleiben.

Viele Kreise haben keine freien Intensivbetten mehr

Die Lage auf den Intensivstationen in Baden-Württemberg spitzt sich weiter zu. In 10 der 44 Stadt- und Landkreise gibt es derzeit maximal noch ein freies Intensivbett für Erwachsene. Das ging am Donnerstag aus den aktuellen Zahlen der Intensivmedizinervereinigung Divi hervor. In 7 der 44 Kreise sind demnach sogar alle Betten belegt, etwa im Hohenlohekreis und im Kreis Waldshut. Allerdings können sich die Kreise in gewissem Rahmen untereinander aushelfen, wenn es Engpässe gibt.

Die Zahl der von den Gesundheitsämtern gemeldeten Neu-Infektionen steigt derzeit rasant, am Mittwoch meldete das Landesgesundheitsamt (Stand: 16 Uhr) einen Höchstwert von 10.162 binnen eines Tages. Entsprechend steigt auch die Zahl der Patienten, die eine intensivmedizinische Behandlung brauchen - in den vergangenen sieben Tagen um etwa 100.

Die Gesamtzahl der erwachsenen Corona-Patienten auf Intensivstation in Baden-Württemberg ist mit rund 440 derzeit noch deutlich niedriger als auf dem Höhepunkt der zweiten (rund 630) und dritten (rund 620) Welle. Allerdings gibt es laut Intensivmedizinern wegen Personalmangels weniger betreibbare Betten als vor einem Jahr. Im Schnitt sind in Baden-Württemberg derzeit etwa 10 Prozent aller betreibbaren Intensivbetten für Erwachsene frei, wie aus den Divi-Zahlen hervorgeht.

Zur Einordnung: Laut Divi sind 15 Prozent freie Betten "regional in einzelnen Intensivbereichen zu bestimmten Zeitpunkten nichts Ungewöhnliches". Problematisch werde jedoch ein freier Bettenanteil von unter 15 Prozent oder sogar unter 10 Prozent. "Insbesondere wenn dies in mehreren Regionen und Häusern gehäuft und über längere Zeiträume auftritt. Standardmäßige Verlegungsmöglichkeiten, die manchmal als Puffer dienen können, sind dann in aller Regel aufgrund vieler schwerer Fälle oft nur noch sehr eingeschränkt möglich."

Kretschmann gegen eine Wiedereröffnung der Impfzentren

Trotz steigender Nachfrage nach Corona-Impfungen will Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) die Impfzentren im Land nicht reaktivieren. "Das würde viel zu lange dauern, wieder diese alten Impfzentren aufzubauen", sagte Kretschmann in der TV-Sendung "SWR Aktuell Baden-Württemberg" am Mittwochabend. Er habe Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) gesagt, es werde mehr Druck gebraucht, um die 155 geplanten mobilen Impfteams auszurollen. "Das muss jetzt schnell erfolgen."

Kretschmann wollte weder einen allgemeinen Lockdown noch erneute Schulschließungen angesichts der immer dramatischeren Lage ausschließen. Man warte nun inständig darauf, dass auch Impfungen für Sechs- bis Zwölfjährige möglich gemacht werden. Eine Impflicht für bestimmte Berufe sei zudem "absolut angezeigt". Den Intensivstationen im Land drohe Überlastung.

Land unterstützt Ärzte mit 155 mobilen Teams - Impfstationen geplant

Die baden-württembergische Landesregierung unterstützt niedergelassene Ärzte mit 155 mobilen Impfteams. Sie sollen sieben Tage die Woche im Einsatz sein und pro Tag rund 130 Impfungen vornehmen - von der Erstimpfung bis zur Auffrischimpfung. Wie das Sozialministerium mitteilte, sei dies am Donnerstag vom Kabinett gebilligt worden. Darüber hinaus sollen zusätzliche feste Impfstationen errichtet werden. Städte und Kreise sollten ihren Bedarf mitteilen. Damit solle gewährleistet werden, dass es flächendeckend genügend fest installierte Anlaufstellen gibt.

"Wir glauben, dass dieses Konzept im Moment das richtige ist, da wir damit die Menschen direkt vor Ort erreichen, anders als mit den großen, überregionalen Impfzentren", so das Ministerium. Die Reaktivierung der großen Impfzentren bräuchte demnach einen langen Vorlauf - sie könnten frühestens im Januar ihren Betrieb aufnehmen. Auch seien Hallen vielerorts längst wieder anderweitig in Betrieb.

Bei der Errichtung der Impfstützpunkte sei man auf die Mitwirkung der Landkreise, Städte und Gemeinden angewiesen, vor allem bei der Bereitstellung von Räumen und Infrastruktur, hieß es. Das Ministerium sicherte zu, dass Kosten für die Einrichtung solcher Impfstützpunkte nach Abstimmung vom Land erstattet würden.

"Nach der heutigen Entscheidung der Ständigen Impfkommission, Booster-Impfungen für alle Erwachsenen zu empfehlen, wird die Nachfrage nach Impfungen weiter zunehmen", so Minister Manne Lucha (Grüne). Im Dezember sollen die mobilen Impfteams insgesamt 600.000 Menschen impfen können. "Bei der niedergelassenen Ärzteschaft gehen wir von 400.000 Impfungen im Dezember aus." Hinzu kämen Impfungen durch Betriebsärzte.

Update: Donnerstag, 18. November 2021, 19.45 Uhr


Heidelberg/Stuttgart. (RNZ) Das Landesgesundheitsamt veröffentlicht am Mitteoch folgende Corona- und Inzidenzzahlen für die Region:

> In Heidelberg wurden 67 neue Fälle registriert (Dienstag: 62). Die Inzidenz steigt von 212,9 auf 221,7.

> Im Rhein-Neckar-Kreis gibt es 368 Neuinfektionen. Dadurch ergibt sich ein Inzidenzwert von 319,9 (Vortag: 309,4).

> Im Neckar-Odenwald-Kreis haben sich 99 Menschen neu mit Covid-19 inifiziert. Die Inzidenz beträgt hier 431,2 (445,1).

> In Mannheim gibt es 282 neue Fälle. Die Inzidenz steht hier am Mittwoch bei 414,2, nachdem sie am Dienstag noch 403,6 betragen hatte.

> 10.162 Neuinfektionen gibt es insgesamt in Baden-Württemberg. 29 Menschen sind in Zusammenhang mit Corona verstorben Die Inzidenz steigt von 382,8 auf 397,7.

Die Zahl der Covid-19-Patienten auf Intensivstationen in Baden-Württemberg steigt weiter stark an und liegt mittweile weit über dem für die Alarmstufe entscheidenden Grenzwert von 390. Mittlerweile werden 444 solcher Fälle intensivmedizinisch behandelt, das sind 20 mehr als am Vortag, teilte das Landesgesundheitsamt am Mittwoch (16.) mit. Die Alarmstufe gilt seit diesem Mittwoch, weil der Grenzwert an zwei Tagen in Folge überschritten wurde. Nun greift die 2G-Regel (geimpft oder genesen) etwa in Restaurants, Museen, Kinos und öffentlichen Veranstaltungen.

Die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz lag bei 4,7. Sie gibt die Zahl jener Menschen an, die pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche mit Corona in eine Klinik kommen. Die aktuelle Zahl der Klinikeinweisungen ist allerdings in der Regel höher als in der Hospitalisierungsinzidenz ausgewiesen. Die vollständigen Werte liegen oft erst nach ein bis zwei Wochen vor.

Land verschärft Maskenpflicht in Pflegeheimen

Ab sofort dürfen Bewohner in Pflegeheimen nur noch mit FFP2-Maske besucht werden. Aufgrund der immer dramatischeren Corona-Lage gelten in Baden-Württember nun strengere Regeln in Krankenhäusern und Pflegeheimen, wie das Gesundheitsministerium am Mittwoch der dpa mitteilte. Besucher müssen während ihres gesamten Aufenthalts in den Einrichtungen nun wieder eine FFP2-Maske tragen statt nur einer medizinischen Maske. Bei Kindern bis 14 reicht noch eine medizinische Maske.

Auch Pflegekräfte, die Kontakt zu Patienten haben, müssen ab sofort FFP2-Masken tragen. In den Zimmern geimpfter Bewohner oder gar im Freien darf die Maske in Pflegeheimen nicht mehr abgelegt werden.

Update: Mittwoch, 17. November 2021, 17.32 Uhr


Inzidenzen in der Region steigen teils drastisch

Das Landesgesundheitsamt veröffentlicht derweil folgenden Inzidenz- und Infektionszahlen für die Region:

> In Heidelberg gibt es 62 neue Fälle. Das sind 37 mehr als am Montag. Die Inzidenz steigt entsprechend von 208,5 auf 212,9.

> Im Rhein-Neckar-Kreis wurden 319 Neuinfektionen registriert (Montag: 115). Die Inzidenz beträgt nun 309,4 (Montag: 296,6).

> Im Neckar-Odenwald-Kreis gibt es 141 neue Fälle (Vortag: 43). Hier steigt die Inzidenz von 417,3 deutlich auf 445,1.

> In Mannheim gibt es 337 neue Fälle und einen weiteren Todesfall. Die Inzidenz steigt auch hier drastisch auf 403,6 (Montag: 365,8).

> In Baden-Württemberg gab es Dienstag 8666 Neuinfektionen (Montag: 3323). 44 Menschen sind in Zusammenhang mit Corona gestorben. Die Inzidenz beträgt nun 382,8 (Montag: 377,0).

Die Zahl der Covid-19-Patienten auf Intensivstationen hat den zweiten Tag in Folge den für die Alarmstufe entscheidenden Wert von 390 überschritten. Am Dienstag (Stand: 16 Uhr) waren nach Angaben des Landesgesundheitsamts 424 Covid-19-Fälle in intensivmedizinischer Behandlung, das sind 17 mehr als am Vortag.

In Baden-Württemberg soll deshalb laut Ministerpräsident Winfried Kretschmann ab Mittwoch die Alarmstufe mit verschärften Regelungen gelten. Die 2G-Regel (geimpft oder genesen) greift dann etwa in Restaurants, Museen, Kinos und öffentlichen Veranstaltungen.

Die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz lag am Dienstag (Stand: 16 Uhr) bei 5,8. Sie gibt die Zahl jener Menschen an, die pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche mit Corona-Symptomen in eine Klinik kommen. Die aktuelle Zahl der Klinikeinweisungen ist allerdings in der Regel höher als in der Hospitalisierungsinzidenz ausgewiesen. Die vollständigen Werte liegen oft erst nach ein bis zwei Wochen vor.

Die Intensivmediziner und die Intensiv-Planungsverantwortlichen der Versorgungscluster in Baden-Württemberg appellierten am Dienstag an alle Bürger in Baden-Württemberg: "Impfen Sie sich sofort, lassen Sie sich zum dritten Mal impfen, tragen Sie Masken, wo Sie mit anderen Menschen in Räumen zusammenkommen, halten Sie Abstand und testen Sie sich regelmäßig." Die Auswirkungen der erwarteten neuen Covid-Erkrankungen auf den Intensivstationen in den nächsten Wochen seien besorgniserregend. Andere Menschen könnten dann wahrscheinlich nicht mehr so gut und zeitnah versorgt werden, weil Personal vermehrt in der Versorgung von Covid-19-Patienten gebunden sei.

Kretschmann schließt neuen Lockdown nicht aus

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann schließt angesichts der dramatischen Corona-Lage einen erneuten Lockdown nicht aus. Man habe Stand heute keine allgemeinen Lockdowns vor und halte erstmal an den Maßnahmen unter der 2G-Regel fest, sagte der Grünen-Politiker am Dienstag in Stuttgart.

"Ob wir nochmal in die Situationen kommen, dass wir noch weitergehen müssen, hängt auch von den Auffrischungsimpfungen ab." Er hoffe nicht, dass es nochmal zu einer solchen Lage komme. "Aber ausschließen kann man wirklich nichts." Es könne sein, dass man die Größe von Veranstaltungen allgemein begrenze.

Update: Dienstag, 16. November 2021, 20 Uhr


Alarmstufe? Zahl der Covid-19-Patienten auf Intensivstationen bei 406

Das Landesgesundheitsamt (LGA) teilt am Montag folgende neue Inzidenz- und Infektionszahlen für die Region mit:

> In Heidelberg gibt es 25 (Sonntag: 49) neue Fälle. Die Inzidenz sank wieder auf 208,5 (216,7).

> Im Rhein-Neckar-Kreis wurden 115 (153) Neuinfektionen registriert. Zudem wurden zwei Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet. Die Inzidenz sank leicht auf 296,6 (301,0).

> Im Neckar-Odenwald-Kreis gibt es 43 (45) neue Corona-Fälle. Die Inzidenz stieg weiter auf 417,3 (411,0).

> In Mannheim wurden 104 (0) Neuinfektionen gemeldet. Die Inzidenz sank leicht auf 365,8 (368,4).

> In Baden-Württemberg wurden insgesamt 3323 (3388) neue Fälle registriert. Am heutigen Montag wurden 45 Todesfälle im Land gemeldet. Am Sonntag war es nur einer gewesen. Die Inzidenz lag am Montag bei 377,0 (385,9).

Wieder Maskenpflicht an Stuttgarter Schulen

Ab Mittwoch müssen Schüler und Lehrkräfte in Stuttgart wieder Masken tragen. Mit der Maskenpflicht im Unterricht will die Stadt nach eigenen Angaben auf die schnelle Ausbreitung des Coronavirus reagieren. "Kinder und Jugendliche sind zu weiten Teilen noch nicht geimpft und haben sehr viele Kontakte. Das beschleunigt die Virusübertragung", sagte Bildungsbürgermeisterin Isabel Fezer (FDP) am Montag.

Kinder, Jugendliche und Lehrkräfte in der Landeshauptstadt müssen medizinische Masken demnach wieder am Platz tragen - auch dann, wenn ein Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden könne. Nur sonderpädagogische Einrichtungen sind von der Regelung ausgenommen.

Im Landkreis Biberach, wo die Infektionszahlen momentan besonders hoch sind, gilt die Maskenpflicht an Schulen schon seit Anfang der Woche. Der Mund-Nasen-Schutz im Unterricht müsse landesweit wieder eingeführt werden, forderte Andreas Stoch, SPD-Fraktionsvorsitzender in Baden-Württemberg, am Montag.

Erst vor wenigen Tagen hatte Kultusministerin Theresa Schopper (Grüne) die Abschaffung der Maskenpflicht in den Schulklassen in Baden-Württemberg verteidigt. Kinder seien nicht das Hauptproblem in der Pandemie. Schulschließungen sollten keine Option mehr sein.

Experte: Kliniken schrecken vor "Verlustbringer" Covid-Patient zurück

Ludwigsburg. (dpa) Der Koordinator für die intensivmedizinische Corona-Versorgung ruft die Krankenhäuser in Baden-Württemberg auf, ihre Kapazitäten für Covid-Patienten hochzufahren. 40 Prozent der Intensivbetten müssten für deren Aufnahme frei gehalten werden, sagte Götz Geldner der Deutschen Presse-Agentur. Einen entsprechenden Aufruf von Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne), der bei Nichtbefolgen mit rechtlichen Schritten gedroht hatte, unterstütze er uneingeschränkt, sagte der ärztliche Direktor der Ludwigsburger RKH Kliniken. Es sei zwar nachvollziehbar, dass manche Krankenhäuser aus finanziellen Gründen nur zögerlich Covid-Patienten aufnähmen, weil sie als "Verlustbringer" gälten, etwa im Vergleich zu Herzpatienten. "Aber wir müssen in dieser Situation solidarisch sein", betonte der Mediziner am Montag.

Geldner sieht noch keine Verlegung großen Stils von baden-württembergischen Corona-Patienten in andere Bundesländer voraus. Den "kleinen Grenzverkehr", etwa zwischen Nordbaden und Hessen, habe es schon vor der Pandemie gegeben.

Update: Montag, 15. November 2021, 19.10 Uhr


Zahl der Patienten auf Intensivstationen steigt wieder

Heidelberg. (RNZ) Das Landesgesundheitsamt (LGA) teilt am Sonntag folgende neue Inzidenz- und Infektionszahlen für unsere Region mit:

> In Heidelberg gibt es 49 neue Fälle nach 42 am Samstag. Die Inzidenz steigt wieder deutlich von 192,1 auf 216,7.

> Im Rhein-Neckar-Kreis wurden 153 Neuinfektionen registriert (Samstag: 236). Dennoch steigt auch hier die Inzidenz. Und zwar von 283,6 auf 301,0.

> Im Neckar-Odenwald-Kreis gibt es 45 neue Corona-Fälle. Laut LGA steigt auch hier die Inzidenz auf 411,0 (Vortag: 397,8).

> In Mannheim wurden keine Neuinfektionen gemeldet. Entsprechend sinkt hier die Inzidenz von 392,0 auf 368,4.

> In Baden-Württemberg wurden insgesamt 3388 neue Fälle registriert (6145 am Vortag). Es gibt einen neuen Todesfall im Land. Die Inzidenz liegt am Sonntag bei 385,9 (Samstag: 370,3).

Die Zahl der Corona-Patienten auf Intensivstationen in Baden-Württemberg ist nach einem kurzzeitigen Rückgang wieder gestiegen - bleibt aber noch knapp unter dem Grenzwert von 390, der für die sogenannte Alarmstufe relevant ist. Das Landesgesundheitsamt berichtete am Sonntag, dass nun 379 Covid-19-Erkrankte in Baden-Württemberg intensivmedizinisch behandelt würden. Das waren sieben mehr als am Vortag.

Wird die Alarmstufen-Marke von 390 an zwei aufeinanderfolgenden Werktagen erreicht oder überschritten, treten automatisch schärfere Maßnahmen im Kampf gegen die Pandemie in Kraft wie 2G-Regeln (genesen oder geimpft). Im Moment gilt in Baden-Württemberg die sogenannte Corona-Warnstufe, die schon für viele Ungeimpfte Beschränkungen mit sich bringt.

Die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz lag am Sonntag (Stand 16.00 Uhr) bei 4,73 nach 4,81 am Vortag. Sie gibt die Zahl jener Menschen an, die pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche mit Corona-Symptomen in eine Klinik kommen. Die aktuelle Zahl der Klinikeinweisungen ist allerdings in der Regel höher als in der Hospitalisierungsinzidenz ausgewiesen. Die vollständigen Werte liegen oft erst nach ein bis zwei Wochen vor.

Update: Sonntag, 14. November 2021, 16.50 Uhr


Zwei neue Todesfälle im Rhein-Neckar-Kreis

Heidelberg. (RNZ/dpa) Das Landesgesundheitsamt (LGA) meldet am Samstag für die Region folgende Werte:

> In Heidelberg wurden 42 (Freitag: 50) neue Fälle gemeldet. Die Inzidenz beträgt 192,1 (Freitag: 182,1).

> Im Rhein-Neckar-Kreis wurden 236 (228) neue Infektionen registriert. Die Inzidenz steigt auf 283,6 (274,0). Am Samstag wurden zudem zwei neue Todesfälle in Zusammenhang mit Covid-19 bekannt.

> Im Neckar-Odenwald-Kreis wurden 89 (107) neue Fälle registriert. Die Inzidenz sinkt leicht auf 397,8 (402,0).

> In Mannheim haben sich 160 (195) Menschen neu mit Corona angesteckt. Die Inzidenz steigt auf 392,0 (375,2).

> In Baden-Württemberg wurden insgesamt 6145 (Vortag: 7977) Neuinfektionen gemeldet und die Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei 370,3 (352,6). Zehn (38) neue Todesfälle wurden registriert. Damit stieg die Zahl der erfassten Verstorbenen im Zusammenhang mit dem Coronavirus auf 11.252.

Die Zahl der Corona-Patienten auf Intensivstationen in Baden-Württemberg ist derweil leicht gesunken und bleibt somit unter dem Grenzwert von 390, der für die sogenannte Alarmstufe relevant ist. Das Landesgesundheitsamt berichtete am Samstag, dass 372 Covid-19-Erkrankte in Baden-Württemberg intensivmedizinisch behandelt würden. Das waren acht weniger als am Vortag.

Wird die Alarmstufen-Marke von 390 an zwei aufeinanderfolgenden Werktagen erreicht oder überschritten, treten automatisch schärfere Maßnahmen im Kampf gegen die Pandemie in Kraft wie 2G-Regeln (genesen oder geimpft). Im Moment gilt in Baden-Württemberg die sogenannte Corona-Warnstufe, die schon für viele Ungeimpfte Beschränkungen mit sich bringt.

Die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz lag am Samstag (Stand 16 Uhr) bei 4,81 nach 5,0 am Vortag. Sie gibt die Zahl jener Menschen an, die pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche mit Corona-Symptomen in eine Klinik kommen. Die aktuelle Zahl der Klinikeinweisungen ist allerdings in der Regel höher als in der Hospitalisierungsinzidenz ausgewiesen. Die vollständigen Werte liegen oft erst nach ein bis zwei Wochen vor.

Update: Samstag, 13. November 2021, 17.07 Uhr


Corona-Patienten werden womöglich in andere Länder verlegt

Stuttgart. (dpa) Um der angespannten Corona-Lage auf den Intensivstationen in Baden-Württemberg Herr zu werden, müssen manche Patienten womöglich in andere Bundesländer verlegt werden. Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) sagte, dass dazu schon Gespräche liefen. "Gerade in Norddeutschland ist die Lage noch entspannter - auch deshalb, weil dort die Impfquote höher ist", erklärte er. "Es ist ein fatales Signal, dass wir andere Bundesländer um Hilfe bitten müssen, weil sich bei uns zu wenige impfen lassen."

>>>Eine ausführliche Betrachtung der aktuellen Situation lesen Sie hier<<<

Alle Standorte stünden unter enormem Druck. "Wir können nicht mehr so viele Patienten im Land verlegen, wie wir das eigentlich müssten", sagte Lucha. "Alarmsignale haben wir aus Krankenhäusern im Raum Karlsruhe erhalten, gefolgt von Ulm und dem Raum Stuttgart/Ludwigsburg." Noch könnten Intensivpatienten zum Beispiel nach Freiburg und Tübingen gebracht werden, erklärte der Minister. "Aber im Gegensatz zu vorigen Pandemiewellen sind derzeit leider sämtliche Standorte in Baden-Württemberg sehr stark belastet."

Hinzu komme, dass einzelne Krankenhäuser ihr volles Programm führen und die Aufnahme von Corona-Patienten ablehnten, sagte Lucha. "Ich appelliere an die Solidarität der Kliniken." Er fordere die Krankenhäuser auf, "an die Grenze zu gehen und bis zu 40 Prozent ihrer Intensivkapazitäten für die Corona-Versorgung zur Verfügung zu stellen", so der Gesundheitsminister. "Sonst sind wir gezwungen, über Allgemeinverfügungen rechtlich einzugreifen."

Update: Samstag, 13. November 2021, 11.59 Uhr


Ungebremster Inzidenz-Anstieg in der Region

Heidelberg/Stuttgart. (RNZ/dpa) Das Landesgesundheitsamt (LGA) meldet am Freitag für die Region folgende Werte:

> In Heidelberg wurden 50 (Donnerstag: 56) neue Fälle gemeldet. Die Inzidenz beträgt 182,1 (Donnerstag: 175,1).

> Im Rhein-Neckar-Kreis wurden 228 (323) neue Infektionen registriert. Die Inzidenz steigt auf 274,0 (264,5). 

> Im Neckar-Odenwald-Kreis wurden 107 (105) neue Fälle registriert. Die Inzidenz steigt auf 402 (376,9).

> In Mannheim haben sich 195 (201) Menschen neu mit Corona angesteckt. Die Inzidenz steigt auf 375,2 (353,2). Am Freitag wurden 3 weitere Todesfälle gemeldet.

> In Baden-Württemberg wurden insgesamt 7977 (7965) Neuinfektionen gemeldet und die Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei 352,6 (332,4). 38 (24) neue Todesfälle wurden registriert. Damit stieg die Zahl der erfassten Verstorbenen im Zusammenhang mit dem Coronavirus auf 11.242. Die Hospitalisierungsinzidenz steigt von 4,9 auf 5,0.

Kretschmann: Corona-Alarmstufe dürfte bald erreicht sein

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hat in der Coronakrise vor einer Überlastung der Krankenhäuser gewarnt und die Bevölkerung auf weitere Beschränkungen eingestimmt. "Die Alarmstufe tritt voraussichtlich in wenigen Tagen in Kraft und mit ihr weitreichende Schutzmaßnahmen", sagte Kretschmann am Freitag in einem Podcast, wie das Staatsministerium in Stuttgart mitteilte. "In vielen Bereichen des öffentlichen Lebens gilt dann die 2G-Regel", fügte er hinzu.

In Baden-Württemberg gilt zurzeit die sogenannte Corona-Warnstufe, die für viele Ungeimpfte bereits zahlreiche Beschränkungen mit sich bringt. Sollte die Zahl der Corona-Intensivpatienten im Land nun aber an zwei aufeinanderfolgenden Werktagen auf über 390 steigen, wäre die sogenannte Alarmstufe erreicht. In vielen Bereichen würde dann die 2G-Regel gelten, wonach nur Geimpfte und Genesene Zugang erhalten.

Kretschmann sagte weiter, es gehe nicht um eine Bestrafung von Ungeimpften. "Die Maßnahmen sind schlicht notwendig, da sonst eine Überlastung unseres Gesundheitssystems droht. Und sie sind verhältnismäßig, da sie nicht diejenigen betreffen, die geimpft sind oder eine Infektion durchgemacht haben", sagte er.

Update: Freitag, 12. November 2021, 17.57 Uhr


Inzidenz-Werte in der Region steigen weiter

Stuttgart. (RNZ/dpa) Das Landesgesundheitsamt (LGA) meldet am Donnerstag für die Region folgende Werte:

> In Heidelberg wurden 56 (Mittwoch: 55) neue Fälle gemeldet. Die Inzidenz beträgt 175,1 (Mittwoch: 165).

> Im Rhein-Neckar-Kreis wurden 323 (343) neue Infektionen registriert. Die Inzidenz steigt auf 264,5 (245,2). 

> Im Neckar-Odenwald-Kreis wurden 105 (123) neue Fälle registriert. Die Inzidenz steigt auf 376,9 (356,1).

> In Mannheim haben sich 201 (247) Menschen neu mit Corona angesteckt. Die Inzidenz steigt auf 353,2 (296,1). Am Donnerstag wurden zwei weitere Todesfälle gemeldet.

> In Baden-Württemberg wurden insgesamt 7965 (8057) Neuinfektionen gemeldet und die Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei 332,4 (316). 24 (16) neue Todesfälle wurden registriert. Damit stieg die Zahl der erfassten Verstorbenen im Zusammenhang mit dem Coronavirus auf 11.204. Die Hospitalisierungsinzidenz bleibt bei 4,9. 

Am höchsten lag der Wert in Baden-Württemberg demnach im Landkreis Biberach mit einem Wert von 651,2, am niedrigsten in Heidelberg mit 175,1. 

Auch die Zahl der mit Covid-19-Patienten belegten Intensivbetten landesweit stieg den Angaben zufolge leicht auf 351 (348). Sollte die Bettenbelegung an zwei Werktagen in Folge die Marke von 390 überschreiten, würde die Corona-Alarmstufe mit einer landesweiten 2G-Regelung zum Beispiel für Restaurants oder Theater greifen. Zu vielen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens hätten dann nur noch Geimpfte und Genesene Zutritt. Eine Aussage dazu, wann dies der Fall sein könnte, wollte ein Sprecher des Sozialministeriums am Donnerstag nicht treffen: "Da ist jede Prognose schwierig." 

Update: Donnerstag, 11. November 2021, 18.37 Uhr


8000 Neuinfektionen - "Hartes 2G-Regime" und Impfpflicht gefordert

Stuttgart. (RNZ/dpa) Das Landesgesundheitsamt (LGA) meldet am Mittwoch für die Region folgende Werte:

> In Heidelberg wurden 55 (Dienstag: 51) neue Fälle gemeldet. Die Inzidenz beträgt 165,7 (Dienstag: 150,6).

> Im Rhein-Neckar-Kreis wurden 343 (225) neue Infektionen registriert. Die Inzidenz steigt auf 245,2 (207,2). 

> Im Neckar-Odenwald-Kreis wurden 123 (102) neue Fälle registriert. Die Inzidenz steigt auf 356,1 (315).

> In Mannheim haben sich 247 (221) Menschen neu mit Corona angesteckt. Die Inzidenz steigt auf 296,1 (242,2). Wie bereits am Dienstag wurde am heutigen Mittwoch ein weiterer Todesfall registriert. 

> In Baden-Württemberg wurden insgesamt 8057 (6890) Neuinfektionen gemeldet und die Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei 316 (296,9). 16 (28) neue Todesfälle wurden registriert. Die Hospitalisierungsinzidenz liegt bei 4,9 (5,1).

Gemeinden fordern "hartes 2G-Regime" und Impfpflicht für Berufe

Angesichts der rasch steigenden Corona-Infektionszahlen und der angespannten Lage in den Intensivstationen fordern die baden-württembergischen Gemeinden strenge Einschränkungen für Ungeimpfte und eine Impfpflicht für bestimmte Berufe. Der sogenannte 2G-Status - also der Zutritt nur für Geimpfte und Genesene - müsse Voraussetzung sein, um am öffentlichen Leben teilnehmen zu können, sagte Gemeindetagspräsident Steffen Jäger am Mittwoch in Stuttgart. "Wir brauchen ein hartes 2G-Regime." Um weitere Eingriffe in die Grundrechte zu vermeiden, müssten diejenigen, die sich nicht selbst durch eine Impfung schützen wollten, eingeschränkte Freiheiten akzeptieren.

Jäger sprach sich zudem dafür aus, dass Beschäftigte in bestimmten Einrichtungen und Berufsgruppen zur Impfung verpflichtet werden. Die Quote geimpfter Menschen müsse beispielsweise im Gesundheitswesen, im Pflegebereich und im öffentlichen Dienst erhöht werden. Zudem müssten Arbeitgeber aus Sicht des Gemeindetages vom Bund die rechtlichen Instrumente erhalten, um den Impfstatus ihrer Beschäftigten abfragen zu dürfen. "Es passt nicht zusammen, dass etwa bei einem Restaurantbesuch der 2G-Nachweis vorgezeigt werden muss und der Arbeitgeber den Impfstatus seiner Beschäftigten nicht abfragen darf", sagte Jäger. Hier müsse der Gesundheits- und Arbeitsschutz vor dem Datenschutz stehen.

Mit dem Ausrufen der sogenannten Alarmstufe würden Einschränkungen für Ungeimpfte zumindest in Baden-Württemberg automatisch greifen. In der Regierung rechnet man in wenigen Tagen mit dem Erreichen der Eskalationsstufe. Dann sieht die Corona-Verordnung landesweit die 2G-Regel vor - etwa in Restaurants, Museen, bei Ausstellungen sowie den meisten anderen öffentlichen Veranstaltungen. Viele ungeimpfte Menschen hätten dann in vielen Bereichen keine Möglichkeit mehr, am öffentlichen Leben teilzunehmen.

Update: Mittwoch, 10. November 2021, 17 Uhr


Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf fast 300

Heidelberg/Stuttgart. (RNZ) Das Landesgesundheitsamt (LGA) meldet am Dienstag für die Region folgende Werte:

> In Heidelberg wurden 51 (Montag: 39) neue Fälle gemeldet. Die Inzidenz beträgt 150,6 (Montag: 126,6).

> Im Rhein-Neckar-Kreis wurden 225 (129) neue Infektionen registriert. Die Inzidenz steigt auf 207,2 (176,4). Zwei neue Todesfälle wurden gemeldet. 

> Im Neckar-Odenwald-Kreis wurden 102 (27) neue Fälle registriert. Die Inzidenz steigt auf 315 (258).

> In Mannheim haben sich 221 (114) Menschen neu mit Corona angesteckt. Die Inzidenz steigt auf 296,1 (242,2). Ein weiterer Todesfall wurde registriert. 

> In Baden-Württemberg wurden insgesamt 6890 (3415) Neuinfektionen gemeldet und die Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei  296,9 (256,8). 28 neue Todesfälle wurden registriert. Die Hospitalisierungsinzidenz liegt bei 5,1.

Die Belegung der Intensivbetten mit Covid-19-Patienten stieg um 9 auf 356 weiter an. Sollte die Bettenbelegung an zwei Werktagen in Folge auf 390 steigen, würde die Corona-Alarmstufe mit einer landesweiten 2G-Regelung greifen.

Zu vielen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens hätten dann nur noch Geimpfte und Genesene Zutritt. Nach einer Prognose der Uniklinik Freiburg für das LGA könnte die Schwelle zur Alarmstufe noch in dieser Woche erreicht werden.

Dauerhafte Impfaktionen in der Region

Angesichts der stark steigenden Fallzahlen und dem weiterhin großen Bedarf an (Booster-)Impfungen hat das Landratsamt des Rhein-Neckar-Kreises reagiert: Neben den bisherigen mobilen Impfaktionen (MIA) kommen nun dauerhafte Impfaktionen (DIA) hinzu.

Das Landratsamt koordiniert in Zusammenarbeit mit dem Universitätsklinikum Heidelberg für das Land Baden-Württemberg nunmehr neun Mobile Impfteams (MIT) in der Region. 

Update: Dienstag, 9. November 2021, 17.41 Uhr


Tübingen bietet kostenlose Tests für alle bei Alarmstufe an

Tübingen. (dpa) Mit Beginn der Alarmstufe in Baden-Württemberg will Tübingen fünf Corona-Teststationen in Betrieb nehmen, um allen kostenlose Schnelltests anzubieten. Dies werde voraussichtlich in der kommenden Woche der Fall sein, teilte Oberbürgermeister Boris Palmer am Dienstag mit.

Dann gilt für den Einzelhandel des nichttäglichen Bedarfs die 3G-Regel, wobei im Gegensatz zu Gaststätten ein Antigentest ausreichend sein wird. Für Palmer ist klar, dass spätestens dann wieder kostenfreie Testangebote verfügbar sein müssen. "Noch immer sind 30 Prozent der Baden-Württemberger nicht geimpft. Kostenpflichtige Tests würden also für den Handel den Verlust von fast einem Drittel der Kundschaft bedeuten, denn wer zahlt schon 15 Euro Eintritt für den Weihnachtsbummel? Kostenfreie Tests helfen der Tübinger Inzidenz und dem Innenstadthandel", sagte Palmer.

"Kostenlose Tests sind auch für Geimpfte wichtig. Weihnachtsfeiern und große Familienfeste, oft mit nicht geimpften Kindern, sind bei den jetzigen Inzidenzen nicht sicher genug. Auch Geimpfte brauchen Tests in diesem Winter", sagte Notärztin Lisa Federle.

Dass die Alarmstufe kommt, ist so gut wie sicher angesichts der stark steigenden Patientenzahlen in den Krankenhäusern. Die Stufe wird automatisch ausgerufen, wenn mindestens 390 Covid-19-Patienten an zwei aufeinanderfolgenden Werktagen auf Intensivstationen behandelt werden. Am Montag lag die Zahl der Fälle bei 347, das waren 24 mehr als am Tag zuvor. Das kostenlose Testen hat Federle mit ihrem Team von ehrenamtlichen Helfern in Tübingen im November 2020 begonnen.

Update: Dienstag, 9. November 2021, 15.40 Uhr


Corona-Alarmstufe rückt immer näher

Stuttgart. (dpa) Mit großen Schritten nähert sich die Zahl der Corona-Patienten auf Intensivstationen in Baden-Württemberg dem Grenzwert für die sogenannte Alarmstufe: Am Montag waren es 347 nach Angaben des Landesgesundheitsamts - 24 mehr als am Vortag. Die Alarmstufen-Marke beträgt 390. Wird diese Zahl an zwei aufeinanderfolgenden Werktagen erreicht oder überschritten, treten automatisch schärfere Maßnahmen im Kampf gegen die Pandemie in Kraft.

Im Moment gilt in Baden-Württemberg die sogenannte Corona-Warnstufe, die schon für viele Ungeimpfte Beschränkungen mit sich bringt.

Bei Erreichen der Alarmstufe sieht die Corona-Verordnung landesweit die 2G-Regel etwa in Restaurants, Museen, bei Ausstellungen sowie den meisten anderen öffentlichen Veranstaltungen vor. Viele ungeimpfte Menschen hätten dann in vielen Bereichen keine Möglichkeit mehr, am öffentlichen Leben teilzunehmen - denn ein Nachweis aktueller PCR- oder Antigentests reicht dann in vielen Fällen nicht mehr. Ausnahmen würden unter anderem für Kinder und Schwangere sowie Menschen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können, gelten.

Die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz lag am Montag (Stand 16 Uhr) bei 4,9 nach 4,32 am Vortag. Sie gibt die Zahl jener Menschen an, die pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche mit Corona-Symptomen in eine Klinik kommen. Die aktuelle Zahl der Klinikeinweisungen ist allerdings in der Regel höher als in der Hospitalisierungsinzidenz ausgewiesen. Die vollständigen Werte liegen oft erst nach ein bis zwei Wochen vor.

Für die Region gab das Landesgesundheitsamt (LGA) am Montagnachmittag folgende Pandemiezahlen bekannt: 

> In Heidelberg wurden 39 (Sonntag: 10) neue Fälle gemeldet. Die Inzidenz steigt auf 126,6 (Sonntag: 111,5).

> Im Rhein-Neckar-Kreis gab es 129 (86) neue Infektionen registriert. Die Inzidenz steigt auf 176,4 (160,3).

> Im Neckar-Odenwald-Kreis wurden 20 (27) neue Fälle registriert. Die Inzidenz sinkt auf 250,4 (258).

> In Mannheim haben sich 114 (74) Menschen neu mit Corona angesteckt. Die Inzidenz steigt auf 242,2 (216).

> In Baden-Württemberg wurden insgesamt 3415 (2161) Neuinfektionen gemeldet und die Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 256,8 (235,1).  Die Zahl der bestätigten Corona-Fälle seit Beginn der Pandemie stieg 666.565.

Zudem wurden 24 (5) weitere Todesfälle in Verbindung mit dem Virus registriert. Im Zusammenhang mit dem Virus sind 11.126 Menschen im Land gestorben. Schätzungen zufolge gelten 604.154 Menschen als genesen (plus 1920).

Nach Daten des Robert Koch-Instituts sind 7.241.018 Menschen in Baden-Württemberg vollständig geimpft. Das entspricht einem Anteil von 65,2 Prozent. Einmal geimpft sind 7.428.695 Personen oder 66,9 Prozent. Allerdings wird vermutet, dass die tatsächlichen Zahlen höher liegen. 

Landesweit höchste Inzidenz mit über 400 im Kreis Biberach

Der Landkreis Biberach weist mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 467,7 das landesweit höchste Corona-Infektionsgeschehen auf. Dies geht aus den Daten des Landesgesundheitsamts von Montag (Stand: 16 Uhr) hervor. Damit liegt der Kreis Biberach mit Abstand an der Spitze. Eine ähnlich hohe Zahl an Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche wies der Kreis Rottweil auf mit 412,4.

Gründe für die hohe Zahl an Neuansteckungen zu nennen, sei schwierig, sagte ein Sprecher des Landratsamts Biberach am Montag. Es gebe ein diffuses Infektionsgeschehen im Landkreis und keine klaren Infektionsherde.

Um der Ausbreitung des Virus entgegenzuwirken, setzt die Kommune auf das Impfen. Am Wochenende ging in der Stadthalle in Biberach ein vom Deutschen Roten Kreuz betriebenes Impfzentrum an den Start, wie eine Sprecherin der Stadt am Montag sagte. Dieses traf auf eine große Nachfrage. Es hätten sich Schlangen vor der Stadthalle gebildet, so die Sprecherin. In Zusammenarbeit mit einem mobilen Impfteam sollen dort nun an sechs Tagen in der Woche Corona-Impfungen angeboten werden.

Update: Montag, 8. November 2021, 17.12 Uhr


323 Covid-Patienten müssen intensiv gepflegt werden

Heidelberg/Stuttgart. (RNZ/dpa) Für die Region gab das Landesgesundheitsamt (LGA) am Sonntagnachmittag folgende Pandemiezahlen bekannt: 

> In Heidelberg wurden 10 (Samstag: 30) neue Fälle gemeldet. Die Inzidenz liegt nun bei 111,5 (Samstag: 116,5).

> Im Rhein-Neckar-Kreis gab es 86 (184) neue Infektionen registriert. Die Inzidenz steigt auf 160,3 (154,7). Ein neuer Todesfall wurde registriert. 

> Im Neckar-Odenwald-Kreis wurden 27 (95) neue Fälle registriert. Die Inzidenz steigt auf 258 (243,4).

> In Mannheim haben sich 74 (108) Menschen neu mit Corona angesteckt. Die Inzidenz steigt auf 216 (211,2).

> In Baden-Württemberg wurden insgesamt 2.161 (Samstag: 4659) Neuinfektionen gemeldet und die Sieben-Tage-Inzidenz steigt von 224,8 auf 235,1. Seit Samstag wurden 5 weitere Todesfälle in Verbindung mit dem Virus registriert. 

Die Hospitalisierungsrate liegt am Sonntag bei 4,32. Auf den Intensivstationen in Baden-Württemberg werden 323 Covid-Patienten behandelt; acht mehr als am gestrigen Samstag. 14,4 Prozent aller Intensivbetten sind mit Covid-19-Patienten belegt.

Alarmstufe könnte Ende der Woche erreicht sein

Das baden-württembergische Sozial- und Gesundheitsministerium rechnet schon in Kürze mit der Ausrufung der Corona-Alarmstufe, die drastische Einschränkungen für viele ungeimpfte Menschen im Land nach sich ziehen würde. Mit Blick auf aktuelle Prognosen und Modellrechnungen der Universität Freiburg gehe man davon aus, dass möglicherweise schon Ende der Woche, "in jedem Fall" aber Mitte November die Alarmstufe ausgerufen werden könnte, teilte eine Ministeriumssprecherin am Sonntag in Stuttgart auf Anfrage mit.

Derzeit gilt in Baden-Württemberg die sogenannte Corona-Warnstufe, die für viele Ungeimpfte bereits zahlreiche Beschränkungen mit sich bringt. Sollte die Zahl der Corona-Intensivpatienten im Land nun sogar an zwei aufeinanderfolgenden Werktagen auf über 390 steigen, wäre die Alarmstufe als nächste Eskalationsschwelle erreicht - dann würden noch härtere Maßnahmen ergriffen.

Die Corona-Verordnung sieht in diesem Fall landesweit die 2G-Regel etwa in Restaurants, Museen, bei Ausstellungen oder den meisten öffentlichen Veranstaltungen vor. Viele ungeimpfte Menschen hätten dann in vielen Bereichen keine Möglichkeit mehr, am öffentlichen Leben teilzunehmen. Ausnahmen würden unter anderem für Kinder und Schwangere sowie Menschen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können, gelten.

>>> Hier geht es zum ausführlichen Bericht über die drohende Entwicklung <<<

Update: Sonntag, 7. November 2021, 14.56 Uhr


14 Prozent der Intensiv-Patienten haben Covid-19 

Heidelberg. (RNZ) Für die Region gab das Landesgesundheitsamt (LGA) am Samstagnachmittag folgende Pandemiezahlen bekannt: 

> In Heidelberg wurden 30 (Freitag: 33) neue Fälle gemeldet. Die Inzidenz steigt auf 116,5 (Freitag: 110,9).

> Im Rhein-Neckar-Kreis gab es 184 (174) neue Infektionen registriert. Die Inzidenz steigt auf 154,7 (143,9). Ein neuer Todesfall wurde registriert. 

> Im Neckar-Odenwald-Kreis wurden 95 (74) neue Fälle registriert. Die Inzidenz steigt auf 243,4 (205,2).

> In Mannheim haben sich 108 (131) Menschen neu mit Corona angesteckt. Die Inzidenz steigt auf 211,2 (200,8).

> In Baden-Württemberg wurden insgesamt 4659 (5878) Neuinfektionen gemeldet und die Sieben-Tage-Inzidenz steigt von 211,2 auf 224,8. Die Zahl der Infektionen seit Beginn der Pandemie beträgt in Baden-Württemberg nun 660.989.  Seit Freitag wurden 7 weitere Todesfälle in Verbindung mit dem Virus registriert. Die Zahl der Todesfälle in Verbindung mit dem Virus stieg auf 11.097.

Die Hospitalisierungsrate liegt am Samstag weiterhin bei 4,2. Auf den Intensivstationen in Baden-Württemberg werden 315 Covid-Patienten behandelt; sechs weniger als an Freitag. 14 Prozent aller Intensivbetten sind mit Covid-19-Patienten belegt.

Update: Samstag, 6. November 2021, 17.00 Uhr


Heidelberg. (RNZ) Für die Region gab das Landesgesundheitsamt (LGA) folgende Zahlen bekannt: 

> In Heidelberg wurden 33 (Donnerstag: 26) neue Fälle gemeldet. Die Inzidenz steigt auf 110,9 (Donnerstag: 100,8).

> Im Rhein-Neckar-Kreis gab es 174 (203) neue Infektionen registriert. Die Inzidenz steigt auf 143,9 (129).

> Im Neckar-Odenwald-Kreis wurden 74 (76) neue Fälle registriert. Die Inzidenz liegt bei 205,2 (186,4).

> In Mannheim haben sich 131 (158) Menschen neu mit Corona angesteckt. Ein neuer Todesfall wurde registriert. Die Inzidenz steigt von 186 auf 200,8.

> In Baden-Württemberg wurden insgesamt 5878 (6158) Neuinfektionen gemeldet und die Sieben-Tage-Inzidenz steigt von 193,1 auf 211,2. Die Hospitalisierungsrate liegt am Freitag bei 4,2. Auf den Intensivstationen in Baden-Württemberg werden mittlerweile 321 Covid-Patienten behandelt.

Damit stieg die Zahl der Patienten am Freitag im Vergleich zum Vortag erneut um 13 an. Von den betreibbaren Intensivbetten im Land sind dadurch aktuell 14,1 Prozent mit Covid-Patienten belegt. Sollte die Zahl der Intensivpatienten wiederholt über 390 steigen, drohen mit der Alarmstufe weitere Einschränkungen.

Update: Freitag, 5. November 2021, 17.23 Uhr


Ämter sind raus - Infizierte müssen Kontakte selbst informieren

Stuttgart. (dpa) Angesichts der sprunghaft steigenden Zahl von Corona-Fällen in Baden-Württemberg rufen Gesundheitsämter die meisten infizierten Menschen und deren Kontaktpersonen künftig nicht mehr an. Das müsse ein Erkrankter selbst übernehmen, kündigte das Gesundheitsministerium am Freitag an. Das "individuelle Fallmanagement" werde in ganz Baden-Württemberg eingestellt, um die Ämter zu entlasten. Vielen Behörden sei es nicht mehr möglich gewesen, zeitnah Kontakte von Betroffenen zu informieren - zum Beispiel aus dem Restaurant, Kino oder von Geburtstagsfeiern. Mehrere Medien hatten zuvor über den Strategiewechsel berichtet.

Gesundheitsämter sollen sich daher stärker auf den Schutz von Risikogruppen zum Beispiel in Alten- und Pflegeheimen, Krankenhäusern sowie Kitas und Schulen konzentrieren und auf das Management von größeren Ausbrüchen, teilte das Ministerium weiter mit. "Oberstes Ziel ist es, Ausbruchsgeschehen einzudämmen und den Schutz vulnerabler Personengruppen sicherzustellen", sagte der Amtschef des Sozialministeriums, Uwe Lahl. Er betonte allerdings, die Quarantäne sei für Ungeimpfte nach wie vor vorgeschrieben. Da positive Fälle an die Gesundheitsämter gemeldet würden, wüssten die Behörden Bescheid.

Den Strategiewechsel hatte das Ministerium bereits im Sommer angekündigt und nun in einer Konferenz mit den örtlichen Gesundheitsämtern abgestimmt.

"Die Nachverfolgung bindet sehr viel Zeit und Personal und verliert, je später sie erfolgt, zunehmend ihre Wirksamkeit im Kampf gegen die Pandemie", sagte Brigitte Joggerst, Chefin des Gesundheitsamtes beim Landratsamt Enzkreis. Sie appellierte "dringend an die Eigenverantwortlichkeit der Betroffenen", sich nach einem positiven Test auch zurückzuziehen. Wer geimpft oder genesen ist, muss in aller Regel - auch wenn er oder sie Kontaktperson ist - nicht in Quarantäne.

Update: Freitag, 5. November 2021, 11.59 Uhr


Mehr als 300 Covid-Patienten auf Intensivstationen

Heidelberg. (RNZ) Für die Region gab das Landesgesundheitsamt (LGA) folgende Zahlen bekannt: 

> In Heidelberg wurden 52 (Mittwoch: 26) neue Fälle gemeldet. Die Inzidenz steigt auf 100,8 (Mittwoch: 91,3).

> Im Rhein-Neckar-Kreis gab es 203 (130) neue Infektionen registriert. Die Inzidenz steigt auf 129 (112,9).

> Im Neckar-Odenwald-Kreis wurden 76 (64) neue Fälle registriert. Die Inzidenz liegt bei 186,4 (163,4).

> In Mannheim haben sich (158 (112) Menschen neu mit Corona angesteckt. Die Inzidenz steigt auf 186 (164,7).

> In Baden-Württemberg wurden insgesamt 6158 (5176) Neu-Infektionen gemeldet und die Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 193,1 (173,3). Am heutigen Donnerstag liegen 308 Patienten mit Covid-19 auf einer Intensivstation - 13 mehr als am Mittwoch. Von den betreibbaren Intensivbetten sind damit 13,5 Prozent mit Corona-Infizierten belegt.

Die Sieben-Tage-Hospitalisierungsinzidenz liegt bei 4,0. Durch einen Meldeverzug liegen die vollständigen Werte für die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz in der Regel erst ein bis zwei Wochen später vor. Laut einer Schätzung des LGA, in der dieser Meldeverzug berücksichtigt wird, liegt der Wert aktuell zwischen 6 und 8.

Sowohl die Zahl der Covid-Intensivpatienten als auch die Hospitalisierungsinzidenz sind ausschlaggebend für strengere Corona-Maßnahmen der Landesregierung. Nachdem am Dienstag dieser Woche den zweiten Werktag in Folge die Schwelle von 250 bei der Intensivbettenbelegung überschritten wurde, gilt seit Mittwoch die Warnstufe im Land.

Sollte die Zahl der Intensivpatienten wiederholt über 390 steigen, drohen mit der Alarmstufe weitere Einschränkungen. Die Corona-Verordnung sieht in diesem Fall landesweit die 2G-Regel mit Zugangsbeschränkungen etwa in Restaurants oder Museen für Ungeimpfte vor. Nach einer Prognose der Uniklinik Freiburg für das LGA könnte dies bereits Mitte November der Fall sein.

Lucha will mehr mobile Impfteams

Stuttgart. (dpa) Um die schleppende Impfbereitschaft schneller zu steigern und mehr Menschen für die Erst- und die Boosterimpfung zu erreichen, soll die Zahl der Mobilen Impfteams (MIT) in Baden-Württemberg ein weiteres Mal aufgestockt werden. Bereits in der kommenden Woche würden die bereits angekündigten 50 zusätzlichen Teams ihre Arbeit aufnehmen, sagte Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) am Donnerstag.

Außerdem werde er zu Beginn der kommenden Woche eine Initiative im Kabinett starten, um weitere 50 Teams aufzusetzen. "Dann wären es 130 Teams für das ganze Land", sagte Lucha der dpa. "Wir müssen jetzt schnelle und pragmatische Lösungen anbieten. Die Zeit läuft uns sonst davon."

Der Minister begründete die zusätzliche Aufstockung mit dem enormen Andrang vor den Impfbussen und lokalen Impfstationen sowie mit der stark belasteten Arztpraxen. Unklar ist laut Ministerium, bis wann die geplanten weiteren Impfteams genehmigt werden und bereitstehen können.

Update: Donnerstag, 4. November 2021, 16.17 Uhr


Verschärfte Warnstufe-Regeln - Kontrollen in Gastronomie geplant

Stuttgart. (dpa-lsw) Nach dem Auslösen der Corona-Warnstufe am Mittwoch will das Land die Einhaltung der strengeren Regeln vor allem in der Gastronomie kontrollieren. Alle Städte und Gemeinden seien dazu aufgerufen, am 11. und 12. November in Restaurants, Bars und Gaststätten vor allem die Einhaltung der 3G-Regel zu überprüfen, teilte das Sozialministerium in Stuttgart am Mittwoch mit. Mit der Warnstufe müssen Gäste, die ein Restaurant besuchen möchten, einen Nachweis über Impfung, Genesung oder einen negativen PCR-Test vorweisen. 

>>> Was die Corona-Warnstufe für Ungeimpfte in Baden-Württemberg bedeutet <<<

Nach Angaben des Sozialministeriums soll mit der Aktion zur Einhaltung der strengeren Regeln sensibilisiert werden. Ein besonderes Augenmerk werde dabei auf der Kontrolle von PCR-Tests liegen, sagte ein Ministeriumssprecher.

In anderen Lebensbereichen dürfte die Kontrolle der strengeren Corona-Regeln dagegen nicht so einfach werden - zum Beispiel bei den Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte. Mehrere Ordnungsämter in Baden-Württemberg kündigten an, deren Einhaltung zwar kontrollieren zu wollen - aber vorerst nicht viel umfangreicher als bisher.

"Es geht nicht darum, Menschen zu kontrollieren, sondern wieder verstärkt Aufmerksamkeit zu schaffen", sagte eine Sprecherin der Stadt Stuttgart am Mittwoch. Wie bisher auch solle es auf der Straße und in Gaststätten stichprobenartige Kontrollen geben. Vom Ordnungsamt in Mannheim hieß es, Polizei und Ordnungsämter würden auch weiter Auffälligkeiten und Hinweisen nachgehen. Auch aus Tübingen und Freiburg hieß es, man werde bei den Kontrollen am bisherigen Kurs festhalten.

Die Warnstufe war am Mittwoch ausgelöst worden, weil zu viele Corona-Patienten auf den baden-württembergischen Intensivstationen behandelt werden. Für Ungeimpfte gelten deshalb strengere Corona-Maßnahmen. Wer nicht geimpft oder genesen ist, muss für zahlreiche Freizeitaktivitäten in geschlossenen Räumen einen teuren PCR-Test vorweisen - etwa im Restaurant, Kino, Schwimmbad, Museum oder in der Kantine. Im Freien ist dort künftig ein 3G-Nachweis gefordert, dann genügt aber meist ein Schnelltest. Auch die Kontaktbeschränkungen kehren zumindest für Ungeimpfte wieder zurück.

Für die Region gab das Landesgesundheitsamt (LGA) folgende Zahlen bekannt: 

> In Heidelberg wurden 26 (Dienstag: 9) neue Fälle gemeldet. Die Inzidenz sinkt auf 91,3 (Dienstag: 97,6).

> Im Rhein-Neckar-Kreis gab es 130 (62) neue Infektionen registriert. Die Inzidenz beträgt 112,9 (112).

> Im Neckar-Odenwald-Kreis wurden 64 (4) neue Fälle registriert. Die Inzidenz liegt bei 163,4 (151,6).

> In Mannheim haben sich 112 (49) Menschen neu mit Corona angesteckt. Die Inzidenz sank auf 164,7 (159,2).

> In Baden-Württemberg wurden insgesamt 5.176 Neu-Infektionen gemeldet und die Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 173,3 (165,7). Wegen des Feiertags Allerheiligen wurden zuletzt womöglich weniger Infektionen gemeldet. In den Tagen davor war die Inzidenz stets merklich gestiegen - das aber mit etwa gleichbleibender, nicht zunehmender Dynamik.

Auch wurden insgesamt 29 weitere Todesfälle im Land gemeldet. 

Die Zahl der Covid-Patienten auf den Intensivstationen ist am Mittwoch auf 295 gestiegen. Im Vergleich zum Vortag nahm die Intensivbettenbelegung um elf Patienten zu. Die Hospitalisierungsinzidenz, also die Zahl der Einweisungen von Corona-Infizierten pro 100.000 Einwohner in Kliniken innerhalb einer Woche, betrug 3,9 (Vortag: 3,6).

Damit beträgt die Zahl der Infektionen seit Beginn der Pandemie 644.294, die der Todesfälle 11.048. 

Der Anteil der mindestens einmal Geimpften an der Bevölkerung lag nach Angaben des Robert Koch-Instituts am Mittwoch in Baden-Württemberg bei 66,7 Prozent, der Anteil der vollständig Geimpften bei 65 Prozent.

Update: Mittwoch, 3. November 2021, 18.15 Uhr


Corona-Warnstufe tritt in Kraft

Heidelberg/Stuttgart. (dpa/RNZ) In Baden-Württemberg tritt am Mittwoch die Corona-Warnstufe in Kraft. Die Zahl der Covid-19-Patienten auf Intensivstationen hat am Dienstag den zweiten Werktag in Folge den Wert von 250 überschritten, wie eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums in Stuttgart mitteilte; 284 Intensivpatienten mit Covid-19 wurden gemeldet. Damit gelten künftig wieder strengere Regeln vor allem für Ungeimpfte.

Für Ungeimpfte bedeutet die Warnstufe wieder umfassendere Testpflichten sowie die Rückkehr von Kontaktbeschränkungen. Wer nicht geimpft oder genesen ist, muss künftig bei zahlreichen Freizeitaktivitäten in geschlossenen Räumen etwa im Restaurant, Kino oder Schwimmbad einen PCR-Test vorweisen. Ein Schnelltest reicht dann nicht mehr aus. Bislang war im Freien bei Museen, Messen oder Kantinen kein Test nötig. Auch hier ist künftig ein 3G-Nachweis gefordert, im Freien genügt aber meist ein Schnelltest.

Zudem sehen die strengeren Regeln wieder eine Kontaktbeschränkung auf einen Haushalt und fünf weitere Personen vor. Geimpfte und Genese sowie Menschen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können, sind ausgenommen. Auch Kinder und Jugendliche bis 17 Jahre zählen nicht dazu.

Für die Region gab das Landesgesundheitsamt (LGA) folgende Zahlen bekannt: 

> In Heidelberg wurden 9 (Montag: 13) neue Fälle und ein weiterer Todesfall gemeldet. Die Inzidenz sinkt auf 97,6 (103,9).

> Im Rhein-Neckar-Kreis gab es 62 (41) neue Infektionen und ein neuer Todesfall registriert. Die Inzidenz beträgt 112 (122,8).

> Im Neckar-Odenwald-Kreis wurden 4 (30) neue Fälle registriert. Die Inzidenz liegt bei 151,6 (163,4).

> In Mannheim haben sich 49 (32) Menschen neu mit Corona angesteckt. Die Inzidenz sank auf 159,2 (171,1).

> In Baden-Württemberg ist mit 284 Covid-Patienten auf den Intensivstation ein neuer Höchststand in der Infektionswelle in diesem Herbst erreicht worden. Im Vergleich zum Vortag stieg die Intensivbettenbelegung um sechs weitere Patienten, so das Landesgesundheitsamt. 

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche lag am Dienstag (Stand: 16 Uhr) mit 165,7 dagegen unter dem Wert der vergangenen Tage. Mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 195,7 am Sonntag und 189,3 am Montag sanken die Fallzahlen am Dienstag weiter. Durch das Wochenende und den darauffolgenden Feiertag am Montag könnte der Rückgang mit einer geringeren Zahl an Corona-Tests zusammenhängen.

Die Behörde verzeichnete zudem am Dienstag 1683 neue Corona-Infektionsfälle und 19 neue Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus. Damit beträgt die Zahl der Infektionen seit Beginn der Pandemie 639.118, die der Todesfälle 11.019. Die Hospitalisierungsinzidenz, also die Zahl der Einweisungen von Corona-Infizierten pro 100.000 Einwohner in Kliniken innerhalb einer Woche, betrug 3,6.

Der Anteil der mindestens einmal Geimpften an der Bevölkerung lag nach Angaben des Robert Koch-Instituts am Dienstag in Baden-Württemberg bei 66,7 Prozent, der Anteil der vollständig Geimpften bei 64,9 Prozent (Stand: 8 Uhr).

Update: Dienstag, 2. November 2021, 19.42 Uhr


Hohe Corona-Fallzahlen bei Kindern und Jugendlichen in Baden-Württemberg

Stuttgart. (dpa) Bei Kindern und Jugendlichen in Baden-Württemberg breitet sich das Coronavirus derzeit stark aus. Die Fallzahlen in den Altersgruppen "6 bis 9 Jahre" und "10 bis 19 Jahre" lagen zuletzt fast doppelt so hoch wie im landesweiten Schnitt, wie aus Daten des Landesgesundheitsamts (LGA) in Stuttgart hervorgeht.

So betrug die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen bei Kindern im Alter von sechs bis neun Jahren in der vergangenen Meldewoche 264. Bei den Kindern und Jugendlichen zwischen 10 und 19 Jahren lag die Sieben-Tage-Inzidenz mit 286 noch höher. Die landesweite Inzidenz betrug zur selben Zeit insgesamt 171.

Die Neuinfektionen verteilen sich bereits seit längerer Zeit sehr ungleich auf die verschiedenen Altersgruppen im Land. So zeigen die Daten des LGA, dass sich Kinder bis fünf Jahre deutlich seltener anstecken als ältere Kinder. Die Inzidenz in dieser Altersgruppe lag zuletzt bei 83.

Auch ältere Menschen stecken sich demnach weniger häufig mit dem Coronavirus an als die Altersgruppen, in denen sich vor allem Schüler sowie Studierende befinden. In der Gruppe der 20- bis 39-Jährigen lag die Inzidenz mit 171 im landesweiten Schnitt. Deutlich geringe Fallzahlen als die jüngere Bevölkerung wiesen dagegen die Menschen im Alter von 60 bis 79 Jahren mit einer Inzidenz von 75 auf. Bei Menschen im Alter von 80 Jahren und älter betrug die Sieben-Tage-Inzidenz zuletzt 82. Eines haben derzeit alle Altersgruppen gemeinsam: Seit rund zwei Wochen steigen die Fallzahlen wieder deutlich.

Gemeindetag und Mediziner gegen Reaktivierung von Impfzentren

Stuttgart. (dpa) Der baden-württembergische Gemeindetag hält wenig von einer kurzfristigen Reaktivierung von Impfzentren für Corona-Auffrischungsimpfungen. "Das ist nicht die richtige Antwort", sagte Gemeindetags-Präsident Steffen Jäger am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart. Solange es für sogenannte Booster nur eine klare Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) für ältere Menschen ab 70 Jahren gebe, verfehlten Impfzentren ihre Wirkung. "Sie sind für diese Gruppe nicht ideal, weil zum Beispiel die Anfahrtswege zu weit sein können", sagte Jäger. Besser wäre etwa, die Zahl der mobilen Impfteams zu erhöhen. "Wir müssen die Impfungen zu den Menschen bringen und nicht die Menschen zu den Impfungen."

Bund und Länder hatten vereinbart, die zum Impfstart eingerichteten zeitweise mehr als 400 regionalen Impfzentren zum 30. September zu schließen oder die Kapazitäten zurückzufahren. Der geschäftsführende Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) brachte nun ins Gespräch, dass die Länder die Impfzentren wieder startbereit machen, um mehr Impf-Auffrischungen als Schutz im Winter zu ermöglichen. Mehrere Länder reagierten bereits reserviert auf den Vorstoß.

Der Medizinische Leiter des Klinikums Stuttgart, Jan Steffen Jürgensen, sieht ein anderes Erschwernis: "Wir haben kein Problem des Angebots, wir haben ein Problem der Nachfrage", sagte er der dpa. Die Zahl der Impfungen sei in früheren Spitzenzeiten sechsmal so hoch gewesen wie heute. Es sei wichtig, die Booster-Impfungen nicht nur für Ältere freizugeben, sondern für alle Menschen in Deutschland ab zwölf Jahren. "Wenn das käme, hätten wir wieder eine höhere Impfbereitschaft. Aber selbst dann bräuchten wir keine Impfzentren, das könnten wir über bereits bestehende Einrichtungen organisieren", sagte der Professor.

Update: Dienstag, 2. November 2021, 12.47 Uhr


Zahl der Intensivpatienten steigt - Corona-Warnstufe droht

Stuttgart. (dpa/RNZ) Das Landesgesundheitsamt (LGA) hat am Montag folgende Zahlen gemeldet:

> In Heidelberg wurden 13 (Sonntag: 20) neue Fälle gemeldet. Die Inzidenz stieg auf 103,9 (100,2).

> Im Rhein-Neckar-Kreis gab es 41 (62) neue Infektionen. Die Inzidenz stieg auf 122,8 (121,1).

> Im Neckar-Odenwald-Kreis wurden 30 (5) neue Fälle registriert. Die Inzidenz stieg auf 163,4 (149,5).

> In Mannheim haben sich 32 (59) Menschen neu mit Corona angesteckt. Zudem wurde wie auch am Sonntag ein weiterer Corona-Todesfall gemeldet. Die Inzidenz sank auf 171,1 (175,0).

> In Baden-Württemberg gab es insgesamt 1044 (1612) Neuinfektionen. Ein (5) Mensch starb in Zusammenhang mit Corona. Die Inzidenz stieg auf 189,3 (187,8). Die Zahl der Covid-19-Patienten auf den Intensivstationen ist am Montag um 5 auf 276 geklettert - und lag damit zum vierten Mal über der wichtigen 250er-Marke. Wird diese an zwei Werktagen hintereinander erreicht oder überschritten, gelten in Baden-Württemberg vom nächsten Tag an automatisch Einschränkungen für viele ungeimpfte Menschen. Das könnte nun am kommenden Mittwoch passieren - und zwar dann, wenn auch am Dienstag die 250er-Marke überschritten wird. Der Montag war in Baden-Württemberg ein Feiertag.

Die Sieben-Tage-Hospitalisierungsinzidenz lag am Montag bei 3,58 (Stand: 16 Uhr). Sie gibt die Zahl jener Menschen an, die pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche mit Corona-Symptomen in eine Klinik kommen. Liegt sie an fünf aufeinanderfolgenden Werktagen bei 8,0 oder darüber, ist das ebenfalls ein Kriterium für die Corona-Warnstufe.

Wiedereröffnung von Impfzentren kein richtiges Mittel  

Um schnell mehr Menschen für die Erst- und die Booster-Impfung zu erreichen, ist eine Wiedereröffnung von Impfzentren nach Auskunft des Gesundheitsministeriums in Stuttgart nicht das richtige Mittel, da die Zeit drängt. In der Verantwortung stünden die niedergelassenen Ärzte, die auch bei der Booster-Impfung eine Schlüsselstellung hätten, sagte eine Sprecherin am Montag. In den vergangenen Tagen habe das Gesundheitsministerium vermehrt Hinweise erhalten, dass die Impf-Angebote der niedergelassenen Ärzteschaft nicht überall in Baden-Württemberg ausreichten.

Angesichts stark steigender Corona-Zahlen hatte der geschäftsführende Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) die Länder aufgefordert, ihre Impfzentren wieder hochzufahren. "Um möglichst vielen möglichst schnell eine Auffrischungsimpfung zu ermöglichen, sollten die Länder die Impfzentren, die sie seit Ende September in Standby bereithalten, nun wieder startbereit machen", sagte er der "Rheinischen Post".

Der Vorschlag käme überraschend, da die Impfzentren erst vor wenigen Wochen geschlossen worden seien, sagte die Stuttgarter Behördensprecherin. Die Impfungen seien zum 1. Oktober in die Regelversorgung der Ärzteschaft übergegangen beziehungsweise würden vom Land dort, wo Bedarf bestehe, derzeit durch 30 mobile Impfteams unterstützt. Die Ärzteschaft möge ihrem Versorgungsauftrag nachkommen. "Sie haben hier eine große Verantwortung und im Übrigen von Beginn der Impfkampagne an darauf gedrängt, die Impfungen in den Praxen vornehmen zu dürfen."

Noch in dieser Woche sollen weiter 50 mobile Impfteams in der Fläche eingesetzt werden, um mit dem Impfen schnell weiter voranzukommen. Dies könne zum Beispiel in Form von niedrigschwelligen Popup-Impfungen der Fall sein. "Für die Wiederöffnung von Impfzentren würden wir einen wesentlich längeren Vorlauf benötigen", sagte die Behördensprecherin.

Update: Montag, 1. November 2021, 17 Uhr


>>> Hier geht es zum Corona-Ticker-Archiv <<<


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