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Eberbach: Müll soll hinter Sichtschutz

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		Eberbach:  Müll soll hinter Sichtschutz

Eberbach. (mabi) Den Anwohnern gegenüber des Campingparks stinkt es noch immer. Nichts hat sich bislang getan auf ihre Beschwerden in der Gemeinderatssitzung Anfang Juli und den noch darauffolgenden Leserbrief.

Die Betreiber des Campingparks waren über die Beschwerden "erstaunt" und die Stadt suchte nach einer zufriedenstellenden Lösung für sämtliche Beteiligte. Wie Klaus Eiermann, einer der Anwohner, berichtet, hat es zwar Ende Juli einen Termin gegeben, der aber nicht stattfand. Drei Anwohner hatten vergeblich vor der Tür des Rathaussaals auf den Stadtbaumeister Detlef Kermbach gewartet, der zu einem Treffen aller Beteiligten geladen hatte. Die Campingplatzbetreiber seien gar nicht erst gekommen. Der Termin fand krankheitsbedingt nicht statt, bedauerlicherweise seien kurzfristig nicht alle Beteiligten informiert worden. Die Stadt hat sich dafür entschuldigt und bittet die Anwohner um Geduld, man sei weiterhin bestrebt "eine für alle Beteiligten positive Lösung zu finden".

Eiermann: "Nachdem wir seit nahezu drei Jahren versuchen, eine Lösung in der Problematik Müll- und Grauwasserentsorgung am Campingplatz zu erreichen, warten wir nun weiter auf eine Lösung". Die wäre laut Eiermann ohne finanziellen Aufwand "jederzeit kurzfristig möglich". Er betont nochmals, dass es für die Mülltrennung eine "gesetzliche Verpflichtung" gibt. Diese sei in dem großen Restmüllcontainer nicht eingehalten. Und das Thema "Grauwasser" sei ganz einfach damit zu lösen, indem man die Campinggäste darauf hinweist, die Entsorgungsstation in der Au zu nutzen. "Das ist nicht weit entfernt."

Für ihn und die anderen Anwohner ist alles insgesamt eine "bedauerliche Situation", an der sich nach ihrem Empfinden wohl auch bis zum Ende der Camping-Saison nichts mehr ändern wird.

Wie allerdings gestern von den Betreibern des Campingparks Jörg Pachur und Christine Freyer mitgeteilt wurde, war die Stadt vor Ort auf dem Platz. Es habe ein "ergebnisorientiertes Gespräch" gegeben. Gefunden wurde eine Lösung, die Pachur und Freyer "schon immer gerne gehabt hätten", die aber bislang aus bautechnischen Gründen nicht umgesetzt werden konnte. "Es wird jetzt dementsprechend etwas umgebaut und dadurch ist der Container außerhalb des Sichtfeldes der Anwohner bzw. es wird mit Sichtschutz gearbeitet", teilen sie mit. Der Punkt "der scheinbaren Geruchsbelästigung des Containers" sei hingegen von allen Anwesenden "wieder als nicht haltbar bestätigt" und somit kein Argument für einen Stellplatzwechsel des Containers gewesen. Aufgrund der Urlaubszeit und Krankheit verzögere sich jedoch die Umsetzung. Es werde aber versucht, alles noch in dieser Saison zu erreichen.

Eiermann wusste gestern nichts von einem Besuch der Stadt und erst recht nichts von einem potenziellen Sichtschutz. "Das ist mir völlig unbekannt", sagt er. Und natürlich ändere ein Sichtschutz nichts am Gestank des Mülls. "Es ist mir unbegreiflich, warum sich nicht alle Beteiligten an einen Tisch setzen können. Das muss in den Gemeinderat, und dann soll der entscheiden." Fest steht, sollte ein Sichtschutz gebaut werden, ist es keine "für alle Beteiligten positive Lösung", wie von der Stadt versprochen.

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