Anklage erhoben im Tierschutzverdachtsfall H.
Im Tierschutzverdachtsfall H. hat die Staatsanwaltschaft Arnsberg nun Anklage in zwölf Punkten erhoben.
Wie die Pressesprecherin der Staatsanwaltschaft auf Nachfrage mitteilte, geht es um neun Fälle von Urkundenfälschung. H. soll seine Pferde selbst geimpft und die Impfungen anschließend mit gefälschten Unterschriften im Equidenpass dokumentiert haben.
Drei weitere Anklagepunkte betreffen Verstöße gegen das Tierschutzgesetz. Dabei geht es unter anderem um eine Stute, die H. so massiv geschlagen haben soll, dass ihr in der Folge ein Auge entfernt werden musste. Zwei weitere Fälle betreffen Pferde aus seinem Besitz. Ein verstorbenes eineinhalbjähriges Tier wurde obduziert. Es wies multiple Entzündungen auf, darunter im Magen- und Darmbereich. Statt tierärztlich behandelt zu werden, soll es laut Staatsanwaltschaft in eine abgelegene Box gestellt worden sein, wo es schließlich verendete.
Ein offenbar ähnlicher Verlauf wird bei einem jungen Hengst geschildert. Nach einer Operation wegen eines Chips soll er keine ausreichende medizinische Versorgung mehr erhalten haben. Auch dieses Pferd litt an multiplen Entzündungen und musste schließlich euthanasiert werden.
Die Anklage wird vor dem Amtsgericht Arnsberg verhandelt. Ein Termin steht bis jetzt nicht fest.
Bei Verstößen gegen das Tierschutzgesetz reicht das Strafmaß von einer Geldstrafe bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe. Für Urkundenfälschung drohen bis zu fünf Jahre Freiheitsstrafe oder eine Geldstrafe.
Bereits im vergangenen Jahr hatte der Kreis Soest H. die gewerbsmäßige Haltung, Zucht und den Handel mit Pferden untersagt.
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