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Weinheimer Vintage-Radtour: Warum die "Veloica" jetzt "Velowino" heißt

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Von Philipp Weber

Weinheim. Die Veranstalter durften keine Zeit verlieren: Um rechtliche Schwierigkeiten zu vermeiden, haben die Organisatoren des Weinheimer Vintage-Radrennens ihre Webseite bereits umgetauft. Radsportler bekommen die Infos zur "Veloica" - wie die Tour noch bei ihrer Erstausgabe 2016 hieß - im Netz nur noch unter www.velowino.de. Das ist der neue Name, unter dem die Tour am 10. September das nächste Mal startet.

Ebenfalls aus rechtlichen Grünen muss sich Organisatorin Gudrun Antoni im RNZ-Gespräch bedeckt halten: "Ein Veranstalter aus Italien hat uns gezwungen, den Namen zu ändern", teilt sie mündlich und schriftlich mit. "So haben wir die alte Bezeichnung der Stadt Weinheim (Winos Heim) als Namen genommen." Nach RNZ-Informationen lagen die Kurpfälzer mit ihrem alten Tournamen zu nah an dem Kultradrennen "L’Eroica". Dieses gibt es seit 1997 und zieht Herbst für Herbst Tausende Radsportler in die Toskana.

Zugegeben: Die Ähnlichkeiten gehen über den Namen hinaus. Hier wie dort dürfen Teilnehmer keine Räder mitbringen, die jünger als 30 Jahre sind. Auch die Ausrüstung und Bekleidung muss aus früheren Zeiten stammen - was übrigens bei Regenwetter sehr unangenehm sein kann, da die Sportklamotten aus alten Tagen mehr Wasser aufnehmen als die neusten Produkte der Sportartikelhersteller. In Toscana und Odenwald werden darüber hinaus vier Strecken mit unterschiedlichen Längen und Schwierigkeitsgraden angeboten.

Allerdings ist das Odenwälder Rennen gleich mehrere Hausnummern kleiner als das in Italien: Im September werden etwa 300 Teilnehmer aus der Region, aber auch aus dem europäischen Ausland in Weinheim erwartet - also nicht einmal ein Zehntel der Masse, die wohl auch in diesem Jahr nach Italien pilgert.

"Wir müssen jetzt breit streuen, dass sich der Name geändert hat - aber das Konzept erhalten bleibt", sagt die Organisatorin. Trotzdem freuen sich Antoni und ihr "Haufen radsportbegeisterter Leute" auf das diesjährige Rennen. Die Veranstaltung sei in der Region einzigartig, betonen sie. Zwar gebe es auch andernorts Oldtimertreffen für Radfreunde, die seien aber eher mit Spazierfahrten und nicht mit Rennen verbunden. Und: Bei Vintage-Rennen könne man einerseits einen Schuss Nostalgie und Entschleunigung erleben - sich andererseits aber auch von den alten Rennrädern und deren handwerklichen Qualitäten faszinieren lassen: "Auch wenn sie nicht aus Carbonstahl sind."

Übrigens: Fünf Euro pro Starter kommen sozialen Zwecken zugute, 2016 wurde damit ein Radprojekt für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge aufgebaut.

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