Viel wurde spekuliert und gemutmaßt, doch nach dem Training am Donnerstag ist klar: Die Strecke in Mona YongPyong, Südkorea, ist steil, technisch, lose und vor allem richtig geröllig. Eine hoppelnde Fortbewegung wie Psy in Gangnam Style ergibt sich da ganz von alleine. Hier gibt’s unsere Eindrücke, druckfrisch aus Südkorea!
Selten wurde eine Trainingssession wohl mit so großer Spannung seitens der Fahrer erwartet. Denn im Trackwalk hat sich bereits gezeigt, dass die Strecke durchaus ungewöhnlich ist, mit einem Mix aus sehr schnellen und eher langsamen Sektionen sowie ständig wechselnden Bodenverhältnissen. Die Aufgabe, Spuren in den jungfräulichen Staub zu fahren, überließ man nach aktuellem Trainingszeitplan den Frauen, Juniorinnen und Junioren in der ersten Gruppe, wobei sich bereits extrem viel Geröll in den oberen Waldsegmenten gelöst hat.
#Verdammt staubig, teilweise richtig schnell, geröllig und technisch äußerst herausfordernd – die brandneue World Cup-Strecke in Yongpyong ist nicht nur furztrocken, sondern eine äußerst knifflige Angelegenheit. Wirklich Spaß hatte im Training wohl keiner der Fahrer, aber eine Challenge ist es allemal!
Diashow: Downhill World Cup 2026 – Südkorea: Gangnam Style – Fotostory vom Training
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Das Männer-Training musste direkt um am Ende fast 45 min vertagt und gekürzt werden, da Louise Ferguson einen schweren Sturz am größten und leider sehr windexponierten Double relativ kurz nach dem Start hatte und mit dem Helikopter abgeholt werden musste, was sehr lang gedauert hat. Wir wünschen ihr eine gute Besserung und drücken die Daumen. Danach gab es allerdings keine gröberen Zwischenfälle oder Streckensperrungen mehr, auch wenn Stürze bei den unberechenbaren Verhältnissen an der Tagesordnung waren. Später im Training war der Sprung abgesperrt, was wohl für den Rest des Rennens so bleiben dürfte.
#Durch einen Sturz von Lou Ferguson musste das Training für fast eine Stunde unterbrochen werden, während der Abtransport sehr viel Zeit in Anspruch genommen hat – organisatorisch hat der erste Trainingstag bei der World Cup-Premiere in Südkorea einige Schwächen offenbart.
Richtig gut mit den Verhältnissen sind die beiden Alran-Zwillinge und Asa Vermette klargekommen, doch auch alte Hasen wie Loris Vergier, Amaury Pierron oder auch Andi Kolb haben zwar etwas mehr geflucht, aber am Ende richtig schnelle Runs in den koreanischen Staub gebrannt. Die Frauen waren teilweise noch etwas zurückhaltender unterwegs, wobei Marine Cabirou und Vali Höll souverän wie immer gewirkt haben. Extrem spannend ist die von allen alten Favoriten leergefegte Junioren-Klasse, in der jedoch offensichtlich schon neue Talente auf ihre Chance warten und ab der ersten Minute hart am Gas gehangen haben. Und bei den Juniorinnen haben die Favoritinnen um Rosa Zierl und Aletha Ostgaard in Tilly Boadl wohl eine neue starke Konkurrentin mit stylischem Fahrstil.
#Ob die Sieger der Gesamtwertung am Ende des Jahres mit dieser gigantischen Eule aus Gold belohnt werden, ist nicht überliefert – standesgemäß wäre es aber definitiv!
#Die Ruhe vor dem Sturm: Lange mussten wir auf die erste Trainings-Session der World Cup-Saison 2026 warten – vorher wollten wir aber noch fix die Aussicht vom imposanten Tower am Start genießen.
#Auch Andy Vathis, unser kanadischer XC-Fotograf, war natürlich heiß wie Frittenfett – endlich geht's wieder los!
#Die Minuten vor dem Trainingsstart haben sich wie eine kleine Reunion angefühlt. Hier wird Dylan Maples, der im Winter zu Pivot gewechselt ist, von seinen ehemaligen Commencal-Kollegen begrüßt und geherzt.
#Durch die sturzbedingte Verzögerung mussten sich die Herren der Schöpfung ihre Zeit am Start vertreiben – Loïc Bruni hat wohl vor, zukünftig unter die Vlogger zu gehen. Einfach nur World Cups zu gewinnen ist dem Franzosen wohl zu wenig anspruchsvoll.
#Keine Ahnung, was man zu dieser Konstruktion schreiben soll, aber xMARTINx wird sich freuen!#Dank XXL-Vorbau konnte Reece Wilson immerhin besonders entspannt auf seinem Gamux rumchillen.
#Asa Vermette war bis in die Spitzen seines güldenen Haares motiviert und hat wohl die meisten Runs im Training in den Staub gezaubert – kein Wunder, denn wenn Asa oder sein Team-Kollege Aaron Gwin nicht gewinnen, muss Neko Mulally wohl oder übel den Laden dichtmachen. No cap.
#Diese nicht so besonders gesättigte Ski-Wiese kreuzt die Downhill-Strecke immer wieder – während auf der Wiese High-Speed-Kurven angesagt sind, geht's im Wald insgesamt sehr technisch und teilweise auch langsamer zur Sache.
#Commencal Schwalbe hat sich im Winter namhaft verstärkt – Vali Höll ist ins Team von Cecile Ravanel gewechselt und auch die Juniorin Tilly Boadle hat im Training mächtig Eindruck hinterlassen.
#Wenn er's aus dem Starthäuschen schafft, muss man Henri Kiefer inzwischen zu den absoluten Top-Favoriten zählen – wir drücken die Daumen, dass er den Regenschirm am Samstag zu Hause lassen kann!
#Dieser polnische Starter ist im Training auf einem Hardtail gefahren – was zunächst nach einer lustigen Sache klang, hat während des Trainings dann zu relativ viel Unmut gesorgt. Und weshalb man extra aus Polen ans andere Ende der Welt reist, um dann so aufzutreten, ist für uns auch nur schwer zu beantworten.
#Mit ihrem Speed und Style könnte Tilly Boadle wohl jetzt schon relativ problemlos in der Elite mithalten – man darf gespannt sein, wie sich die junge Australierin dieses Jahr gegen Rosa Zierl, Rosa Jensen, Lina Frener und Aletha Ostgaard schlägt.
#Wenn das Leben dir Zitronen gibt, dann mach eine Limonade draus. Und wenn das Fotografen-Leben dir einen riesigen Turm in den Hintergrund baut, dann tu so, als wärst du künstlerisch begabt!
#Myriam Nicole hat im ersten Training einen starken Eindruck hinterlassen.
#Nach dem Sturz ihrer Team-Kollegin Lou Ferguson war Mille Johnset definitiv ziemlich mitgenommen, aber auf der Strecke war sie verdammt fix unterwegs.
#Liebes BIKE-Magazin: Wollt ihr dieses Bild von Lois Eller vielleicht fürs nächste Cover kaufen? – Der Sohnemann von Karin Eller und Holger Meyer nimmt in Südkorea erstmals an einem World Cup teil und so, wie er im Training gefahren ist, wird es ganz sicher nicht sein letzter bleiben!
#Ein Downhill World Cup wäre kein Downhill World Cup, wenn FMD Racing nicht in knallpinken Outfits an den Start gehen würde.
#Was beim Track Walk noch recht harmlos aussah, hat sich innerhalb kürzester Zeit in tiefste Ruts entwickelt – auch aufgrund der sehr trockenen Bedingungen hat es die Strecke in Yongpyong wirklich in sich.
#Till Alran hat direkt im ersten Training bewiesen, dass er nach seinem Wechsel in die Elite direkt um den Sieg mitfahren kann – als Schnellster von fünf Franzosen in den Top 6 konnte er das Timed Training für sich entscheiden.
#Tyler Waite könnte einer der Senkrechtstarter der Saison werden.
#Eigentlich wollte Gregor hier die zahlreichen Whoop-Banner fotografieren, aber dann ist ihm einfach dieser lustige Typ mit dem Schnauzer durchs Bild gefahren – dafür, dass Andi Kolb nicht so glücklich über die Strecke war, ist er ziemlich gut zurechtgekommen.
#Links, rechts oder Mitte? Sobald es in den Wald geht, bietet die neue Strecke viele Optionen, von der aber in den allermeisten Fällen die Main Line die offensichtliche und beste Wahl ist. – Tahnée Seagrave hatte jedenfalls keine Probleme, direkt den schnellsten Weg von A nach B zu finden.
#Der schneeweiße Alpinestars-Helm ist zwar stilistisch ein absolutes No-Go, aber trotz dieses Fashion-Fauxpas war das gesamte Burgtec Santa Cruz-Team äußerst stylisch unterwegs – hier zur Schau gestellt von Mylann Falquet.
#Marine Cabirou konnte zwar das Timed Training für sich entscheiden, aber Vali Höll ist und bleibt die Fahrerin, die es zu schlagen gilt.
#Das Feuer lodert noch immer in ihm: Aaron Gwin kommt bislang mit der Strecke in Südkorea und mit seinem neuen Arbeitsgerät bestens zurecht.
#Kann da nicht mal jemand nen Saugroboter durchschicken!?
#Auch wenn die Kirschblüte eigentlich vorbei ist, klammern wir uns an die letzten Reste, die wir finden können.
#Asa Vermette hat sich schon während seiner Junioren-Karriere immer wieder mit Top-Elite-Fahrern gemessen und dabei gut abgeschnitten – er war viel mit seinem Teamkollegen Aaron Gwin unterwegs und ist meist vorn gefahren.
#Es gibt wohl keine beschissenere Stelle, um hinzufallen …
#Jonty Williamson ist nun im älteren Junioren-Jahrgang und gehört zu den absoluten Favoriten.
#Aaron Gwin will’s nochmal wissen – die Strecke dürfte ihm nicht sonderlich entgegenkommen. Allerdings hat Gwin zu seinen besten Zeiten überall gewonnen!
#Das letzte Mal, dass ein World Cup auf einer brandneuen Strecke ausgetragen wurde, konnte Luke Meier-Smith gewinnen.
#Antoine Pierron war im Timed Training richtig schnell unterwegs. – Der kleinste Pierron ist sehr unbeständig, ab und zu allerdings extrem schnell.
#Charlie Hatton gilt als technisch extrem versierter Fahrer. – Das dürfte in Korea recht hilfreich sein.
#Alle Augen dürften in der Quali auf Max Alran gerichtet sein. – Das Timed Training hat allerdings sein Zwillingsbruder Till gewonnen.
#Es war kein optimales Training für Jackson Goldstone – er musste das Training durch einen Sturz zwischenzeitlich abbrechen, ist später aber wieder gefahren. Insgesamt hat er sehr wenige Runs gemacht.
#Ist das ein Massedämpfer am Rad von Loïc Bruni? – Der Franzose lässt sich nie ganz in die Karten schauen.
#Rosa Marie Jensen gilt als riesiges Talent bei den Juniorinnen, hat aber bisher noch keinen World Cup gewinnen können.
#Benoit Coulanges wird seine Saison 2025 möglichst vergessen und 2026 frisch starten wollen. – In Korea sah er jedenfalls wieder richtig gut und locker auf dem Rad aus.
#Amaury Pierron ist das ein oder andere „PUTAIN!“ über die Lippen gekommen – doch trotz der Probleme mit der Strecke war der Franzose ultra schnell unterwegs.
#In meinen Augen hat das Trek-Team das coolste Kit des Rennens.
#Das Rad von Reece Wilson & Co. ist … gewöhnungsbedürftig. – Viel auf der Strecke gebracht hat's ihm bisher nicht, aber zur Sache geht's ja auch erst samstags.
#Max Hartenstern hatte einen top Saisonstart und sah auch im Training schnell aus.
#Sein DH-Einstand 2025 lief nicht ganz rund, aber die etwas Enduro-esque Strecke in Korea dürfte Richie Rude entgegenkommen.
#Mal wieder recht locker und smooth hat Danny Hart gewirkt.
#Zum Glück macht Henri Kiefer viel Krafttraining. – Schaut mal, wie gut der trainiert.
#Tilly Melton ist in diesem Jahr im Yeti-Team unterwegs. – Sie bestreitet in Korea ihren ersten Elite World Cup.
#Nach seinem Sieg in Lake Placid teilt sich der Staub einfach von selbst, wenn Luke Meier-Smith angerast kommt.
#Dakotah Norton ist im neuen Team bei Scott sichtlich glücklich – das Bike passt ihm wohl gut und er ist weniger am Tüfteln als in den Saisons zuvor.
#Als letzter Fahrer ging Andi Kolb im Training auf die Strecke – seinen Run hat er trotz der schon düsteren Bedingungen unbeschadet und frohen Mutes überstanden. Genau wie wir, deshalb lesen wir uns morgen zur Quali wieder!
Was sprichst du zu den ersten Eindrücken aus dem Training in Südkorea?