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Downhill World Cup 2026 – Südkorea: Boxengasse #1 – 7 würzige Race-Bikes

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Nach 7 Monaten Winterpause geht’s wieder los im Downhill World Cup: Alle Teams haben es rund um die halbe Erdkugel nach Südkorea geschafft, um dort wie gewohnt die schnellsten und spannendsten Race-Bikes der Welt zusammenzubauen. Wir sind durch die Hotels und Pits im Mona YongPyong-Resort flaniert, um euch vor dem Rennen bereits die coolsten Technik-Schmankerl zu präsentieren.

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Ein MTB-World Cup-Start in Südkorea – das gab es in der Geschichte der Rennserie noch nie! Dementsprechend ist die lange Anreise für die meist in Europa beheimateten Teams eine eigene Herausforderung, und alle sind bereits einige Tage vor dem Event im Mona YongPyong-Resort in der Region PyeongChang angekommen. Wir haben die Zeit genutzt, um in der nicht wirklich vorhandenen Boxengasse die coolsten neuen Race-Bikes der Saison 2026 für euch aufzutreiben und ihren im Winter entwickelten Technik-Hacks und Geheimnissen auf die Spur zu kommen.

Diashow: Downhill World Cup 2026 – Südkorea: Boxengasse #1 – 7 frische Race-Bikes
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Da das Rennen auf einem anderen Kontinent stattfindet und die Pits sich am DH-Ziel, mitten im Wald auf halber Strecke zwischen Resort und dem höchsten Gipfel der Region, befinden, operieren die meisten Top-Teams aus ihren Hotels und Unterkünften heraus. Trotzdem konnten wir das brandneue Santa Cruz V10 von Andi Kolb auftreiben, dessen 29″-XL-Rahmen einen Custom-Mullet-Umbau spendiert bekommen hat. Luke Meier-Smith von Giant hat ein stark angepasstes Glory, und Tahnée Seagrave ein sehr pinkes Orbea Rallon.

Besonders spannend ist die 6-Kolben-Hope-Bremse an den Zerode-Bikes des MS-Racing-Teams, doch auch viele Shimano-Fahrer sind auf Prototypen-Bremsen und Schaltungen einer neuen Saint-Serie unterwegs. Max Hartenstern pilotiert einen neuen Cube Two15-Prototyp. Auch am Yeti-Prototyp von Richie Rude ist einiges neu, und Luca Shaw fährt ein Canyon Sender mit Elektro-Fahrwerk.

Video: Yeti DH Prototyp & 6-Kolben-Bremse! World Cup Boxengasse Teil 1

Yeti DH Prototyp & 6-Kolben-Bremse! ???? World Cup Boxengasse Südkorea
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Santa Cruz Syndicate

# World Cup-Zeit heißt Boxengasse-Zeit! Am Wochenende feiert der Downhill World Cup 2026 seine Premiere in Südkorea – Einer der Fahrer, der sich im Winter umgewöhnen musste, war unser Lieblings-Österreicher Andi Kolb, der nach seinem Wechsel zum legendären Syndicate jetzt auf einem Santa Cruz V10 an den Start geht.
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# Unser Blogger fährt das V10 in Größe XL. Hier ist es eigentlich auf ein Full-29-Setup ausgelegt, aber derzeit fährt praktisch jeder eine Mullet-Konfiguration – Entsprechend musste der Hinterbau etwas modifiziert werden, um mit dem 650b-Laufrad zu harmonieren.
# An die Fox 40 vorne musste sich Andi nicht umgewöhnen – Wer seine Settings kopieren will, schaut sich am besten den weißen Sticker ganz genau an und wird sich dann ärgern, dass das Innenleben womöglich nicht ganz mit der eigenen 40 übereinstimmt.
# boxengasse-syndicate-kolb-6
# Zum ansonsten so filigranen und cleanen Rahmen passt der Bereich rund um die Hinterrad-Achse nicht, was auch am Adapter mitsamt neuer, wuchtiger Bremse liegt – Das Syndicate ist eines von mehreren Teams, das ganz offensichtlich eine neue, sehr kraftvolle Bremse aus dem Hause Shimano verbaut hat.
# Ob die Bremse wirklich BR68000-0.2 heißen wird oder doch auf den Namen Saint getauft wird? Mal abwarten …
# Optisch erinnert die neue Scheibe irgendwie an die gute, alte G2 Clean Sweep – Dem Aufdruck (und unserem Eindruck) nach zu urteilen, dürfte es sich um einen 2,2 mm dicken Rotor handeln.
# Auch der Antrieb ist ganz offensichtlich so neu, dass man ihn noch nicht kaufen kann – Im Gegensatz zur neuen XT- und XTR-Generation setzt die neue Saint-Schaltgruppe, sofern sie es denn ist, aber weiterhin auf eine mechanische Betätigung.
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# Viel hilft viel: Neben 0,6 kg Gewicht in der Achse ist auch das Unterrohr unterm Tretlager mit weiteren 0,6 kg Gewicht beschwert.
# Es scheint so, als ob Barends ein Comeback feiern. Jedenfalls erfreuen sich die optisch etwas gewöhnungsbedürftigen Lenkerenden immer größerer Beliebtheit. – Der Sinn liegt aber nicht in einer verbesserten Ergonomie …
# … stattdessen soll das System verhindern, dass die Hände vom Lenker abrutschen können. Entwickelt wurden die ziemlich final wirkenden Wolf Tooth-Schützer von Joe Breeden – Der Brite hat den Ansatz vor einiger Zeit mit einer eigenen Bastel-Konstruktion salonfähig gemacht.
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Giant Factory Off-Road Team

# Einer der Senkrechtstarter 2025 war zweifelsohne Luke Meier-Smith, der ziemlich überraschend den World Cup in Lake Placid für sich entscheiden konnte – Für die neue Saison hat der fitte Australier eine äußerst sehenswerte Lackierung für sein Giant Glory bekommen.
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# Verbaut ist natürlich die brandneue Fox 40, die wir auch schon vor einigen Wochen testen konnten und wenig überraschend für ziemlich gut befunden haben.
# Sinnvolle Aussagen zum Setup lassen sich zum jetzigen Zeitpunkt noch keine machen: Bislang ist noch niemand auf der Strecke in Yongpyong gefahren. – Die Mechaniker von Fox, RockShox und Co. werden am Wochenende aber sicherlich einige Hände voll zu tun haben.
# Ohne geht's 2026 nicht: Auch am Bike von Luke Meier-Smith sind Schützer verbaut, die aber nicht ganz so ausgefeilt wie die am V10 von Andi Kolb wirken.
# Hinter der 3D-gedruckten Startnummern-Halterung verbirgt sich ein Massedämpfer.
# Ein zweiter Massedämpfer ist hinten knapp hinter dem Dämpfer verbaut. Auf zusätzliche Gewichte hat der Australier hingegen verzichtet.
# Interessant: Vorne ist ein Steuersatz verbaut, der den Reach minimal verlängert, gleichzeitig aber den Lenkwinkel um satte 1,5 Grad steiler macht.
# Das Giant Glory hat zahlreiche Einstellmöglichkeiten – Das Tretlager fährt der Gewinner aus Lake Placid im High-Setting.
# Der Hinterbau hingegen hat sich vorm Training im kurzen Setting befunden – Das dürfte gut zum Charakter der steilen Strecke in Südkorea passen.
# Dank Schrumpfschlauch und enger Führung dürfte hier nichts klappern.
# Grip Tape an den Bremshebeln soll für eine noch bessere Haftung sorgen.
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# Das O-Chain-System ist inzwischen fast schon zum Standard geworden.
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Orbea FMD Racing

# Tahnée Seagrave ist kaum ohne rosa Bike denkbar. – In Korea ist die Britin auf einem entsprechend lackierten Orbea Rallon DH unterwegs, das leider nicht im Convenience Store verkauft wurde.
# Das Orbea Rallon kann auch als Enduro-Bike aufgebaut werden und wurde 2025 vorgestellt.
# Auch hier werkelt vorn die neue Fox 40 in nicht ganz passendem Orange. – Tahnée Seagrave hatte nach eigener Aussage keine ganz ideale Offseason und konnte nicht so viel Downhill fahren wie geplant.
# Luftdämpfer scheinen echt out zu sein.
# Auch Tahnée Seagrave hat die neuen Shimano Saint-Prototypen-Bremsen am Rad.
# Die Optik erinnert durchaus an eine SRAM Maven.
# Der Sattel wirkt seriennäher als andere Versionen, die im Umlauf sind.
# Ein neuer Hebel scheint wiederum nicht in der Mache zu sein.
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# Ein recht flaches Renthal-Cockpit für die nicht sehr große Tahnée Seagrave.
# Im Gegensatz zu Andi Kolb und Richie Rude fährt Tahnée nicht den Prototyp einer neuen Saint-Schaltung.
# Passt mit seiner quietschigen Lackierung durchaus in einen koreanischen Supermarkt.

Cube Factory Racing

# Max Hartenstern hatte mit Platz 2 beim Europacup in Portugal einen exzellenten Saisonstart. – Der Sachse ist auf einer neuen Version des Cube Two15-DH-Prototyps unterwegs. Dieser bietet nun gewaltige 490 mm Reach.
# Beim Hinterbau handelt es sich weiterhin um einen Viergelenker mit recht hohem Drehpunkt und Kettenumlenkung. – Der neue Rahmen ist immer noch nicht ganz serienreif und stark anpassbar.
# Am Hinterbau gibt es nun eine entnehmbare Brücke, mit der sich die Steifigkeit justieren lässt. – Das Bild zeigt, Max Hartenstern hat sie … nun ja, entnommen eben.
# Die Position der Umlenkrolle kann über den auffälligen Adapter verändert werden. – Dadurch kann man etwa den Anti-Squat oder Pedalrückschlag justieren.
# Schwer erkennbar, doch die Ausfallenden sind komplett austauschbar. – So kann man die Kettenstrebenlänge zwischen 445 und 455 mm justieren. Max wählt das kürzere Setting.
# Die untere Dämpferaufnahme kann entnommen werden und bietet zwei verschiedene Aufnahmepunkte. – So kann man die Progression verstellen, wobei das progressivere Setting von Max den Federweg von ca. 202 mm auf 212 mm erhöht.
# Die Umlenkwippe wirkt inzwischen bereits recht seriennah.
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# An der Front werkelt natürlich die neue Fox 40 mit der auffällig breiten und löchrigen Brücke.
# Am Heck setzt Max auf einen Fox DHX2-Stahlfederdämpfer.
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# Der neue Cube-Prototyp von Max Hartenstern ist ein ganz schön langes Gerät!

Canyon DH Racing

# Luca Shaw ist 2026 wieder auf einem Canyon Sender unterwegs. – Dieses kam im letzten Jahr erst auf den Markt.
# Der Hinterbau wirkt ziemlich seriennah, nachdem einige Teamfahrer Ende 2025 auf modifizierten Versionen unterwegs waren. – Das Rad von Troy Brosnan ist allerdings derartig krass modifiziert, dass wir es gar nicht zeigen durften.
# Vorn hatte Luca den neuen Maxxis-Reifen montiert, den wir 2025 bereits gesehen haben. – Wir sind uns ziemlich sicher, dass das ein neuer Minion DHF ist.
# Vorn werkelt natürlich die vor wenigen Wochen vorgestellte neue RockShox Boxxer Ultimate.
# Dazu ein Vivid Coil, beides in der nicht käuflichen Flight Attendant-Version.
# Das Fahrwerk kann voll autonom die Dämpfung justieren …
# … bietet aber auch einen manuellen Modus samt Fernbedienung.
# Den KIS-Lenkungsdämpfer hat Luca genau wie seine restlichen Teamkollegen ausgebaut.
# Der Reach wird um recht moderate 3 mm verkürzt.
# Die auffällige silberne Dämpferaufnahme hebt das Tretlager etwa 5 mm an.
# Natürlich ist die brandneue SRAM XX DH-Schaltung verbaut.
# Sein Ochain fährt Luca wohl im 9°-Setting. – Wobei es unglaublich einfach wäre, den Knopf zu versetzen, um Konkurrenten und die Medien zu verwirren.
# Das High-Pivot-Bike benötigt eine Kettenumlenkung.
# Ein hohes Cockpit ist ja aktuell in Mode.
# Luca präferiert wohl die neue B1-Version der Maven-Bremsen.
# Bremspower ist mit der Maven kein Problem mehr.
# Dieser Custom-Link macht wohl, dass die Zeit grün aufleuchtet?
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MS-Racing

# MS-Racing ist 2026 wieder auf Zerode-Rahmen mit SR Suntour-Fahrwerken unterwegs. – Dieses rot beklebte Geschoss gehört Tuhoto Ariki-Pene.
# Die riesigen Sticker sorgen für eine Rennauto-Optik.
# Das Zerode G3 setzt auf einen High-Pivot-Eingelenker-Hinterbau mit wirklich sehr hohem Drehpunkt.
# Die Hope-Bremshebel wurden personalisiert, sind aber bei weitem nicht das Spannendste an dieser Bremse!
# Zwei, vier … sechs Kolben? – Jupp, das MS-Team ist auf Hope-Prototypen-Bremsen mit Sechskolben-Sätteln unterwegs.
# Was für ein Kaventsmann! – Infos zur Bremse gibt es keine, wir vermuten einfach mal, sie hat sehr viel Power!
# Auch die Brücken der SR Suntour-Gabel stammen aus den Fräsmaschinen von Hope.
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# Sogar bei der Anlenkung, Idler-Befestigung und dem Kettenspanner hat Hope die Finger im Spiel. – Die Kinematik soll jedoch identisch zum Serienbike ausfallen. Das Teambike hat allerdings einen steileren Lenkwinkel.
# Beim Getriebe wird auf Pinion SmartShift gesetzt.
# Ein Massedämpfer an der Front soll für Ruhe sorgen.
# Auch am Heck werkelt ein stark angepasster SR Suntour-Dämpfer.
# Hier am Rad von Gloria Scarsi verbaut ist eine neue Version des RampAir-Systems. – Dieses setzt auf eine doppelte Luftkammer, durch die sich die Kennlinie flexibel einstellen lässt.
# Auch 2026 gibt es für den ersten Sieg in einer der beiden Elite-Klassen auf einem Bike mit Riemen 100.000 € von Gates!
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Yeti/Fox Factory Race Team

# Der amtierende Enduro-Weltmeister ist in Südkorea selbstredend auch am Start: Richie Rude geht wie gewohnt auf einem türkisen Yeti ins Rennen. – Der US-Amerikaner ist weiterhin auf einem Yeti-Prototyp unterwegs, der nochmals leicht angepasst wurde.
# Wer sich fragt, ob der Rahmen nur so lang wirkt oder wirklich so lang ist: Für dieses Jahr wurde extra für Richie ein größerer Hauptrahmen produziert, der stolze 490 mm Reach misst – Angeblich ist der Rahmen so frisch aus dem Backofen gekommen, dass nicht einmal genügend Zeit war, um die Yeti-Sticker anzubringen.
# Hinten stehen drei Kettenstrebenlängen zur Verfügung. In Südkorea wird der US-Amerikaner zunächst im mittleren 443 mm-Setting fahren.
# Optisch hat sich grundsätzlich seit dem ersten Auftauchen vor fast drei Jahren nicht viel verändert, doch der Teufel steckt bekanntlich im Detail – Aktuell ist das Team sehr intensiv damit beschäftigt, die perfekte Kinematik inklusive Positionierung der Umlenkung zu ermitteln.
# Genaue Settings wissen wir nicht, aber die Fox 40 von Richie Rude dürfte tendenziell auf der straffen Seite liegen.
# Drei verschiedene Positionen stehen an der vorderen Dämpferaufnahme zur Verfügung, um die Progression fein zu tunen – Genau genommen wirkt sich das Setting aber auf die gesamte Kinematik aus.
# Neben einem Massedämpfer ist am Bike von Richie Rude zusätzlich ein Lenkungsdämpfer der australischen Marke Pademelon verbaut.
# In optisch etwas anderer Form haben wir diesen Apparat bereits am V10 von Andi Kolb genauer unter die Lupe nehmen können …
# Das war's fürs Erste aus der Boxengasse in Südkorea – Aber keine Sorge: In Kürze geht's weiter mit dem nächsten Schwung edler Race-Bikes!

Welcher Downhill-Hobel aus Südkorea hat es dir besonders angetan?


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