Cape Epic 2026 – 7. Etappe: Großes Kino zum Abschluss – die Fotostory
Matthew Beers und Tristan Nortje haben beim Cape Epic 2026 Geschichte geschrieben. Als erstes rein südafrikanisches Team haben die Beiden vor heimischer Kulisse den Gesamtsieg des prestigeträchtigsten MTB-Etappenrennens der Welt eingefahren und auf dem letzten Teilstück Simone Avondetto und Luca Braidot das gelbe Leaderjersey abgenommen. Aus deutscher Sicht erfreulich: Luca Schwarzbauer wird bei seiner Cape Epic-Premiere gemeinsam mit Sam Gaze Dritter! Bei den Damen brachten Alessandra Keller und Candice Lill den Gesamtsieg souverän nach Hause.
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Damen: Lill und Keller dominieren – erster Titel für Südafrikanerin
Im Rennen der Frauen sicherte sich die Südafrikanerin Candice Lill endlich ihren lang ersehnten ersten Gesamtsieg beim Absa Cape Epic. Nach zuvor fünf zweiten Plätzen triumphierte sie gemeinsam mit ihrer Partnerin Alessandra Keller eindrucksvoll. Das Duo gewann sieben von acht Etappen und ließ der Konkurrenz auch auf dem finalen Teilstück keine Chance.
Auf der Schlussetappe rund um Stellenbosch kontrollierten Lill und Keller das Rennen souverän. Zwar lagen die drei führenden Teams zwischenzeitlich noch eng beieinander, doch im weiteren Verlauf setzten sich die beiden Fahrerinnen im orangenen Trikot entscheidend ab. Am Ende verwiesen sie Monica Calderon und Tessa Kortekaas (Massi ISB Sport) mit einem Rückstand von 2:27 Minuten auf Rang zwei. Hayley Preen und Haley Smith belegten mit 4:32 Minuten Rückstand den dritten Platz.
In der Gesamtwertung profitierten Preen und Smith zudem vom Ausfall des Teams um Greta Seiwald und Kate Courtney, das nach einer Erkrankung Seiwalds vorzeitig aus dem Rennen ausscheiden musste. Sie rückten auf den zweiten Gesamtrang vor, allerdings mit deutlichem Abstand von 52:58 Minuten. Dritte wurden Katazina Sosna-Pinele und Giorgia Marchet mit über einer Stunde Rückstand.
„Es hat lange gedauert, bis ich hier ganz oben stehen konnte“, erklärte die 34-jährige Lill nach dem Rennen. „Aber gerade die schwierigen Phasen machen diesen Moment umso wertvoller.“ Auch Keller zeigte sich emotional: „Dieses Rennen ist wie ein Gesamtweltcup – man muss über acht Tage konstant sein. Für mich war es immer ein Traum, hier zu starten.“
Ergebnisse
1. THÖMUS MAXON SABI SABI: Candice LILL & Alessandra KELLER (2:48.27)
2. MASSI ISB SPORT: Monica CALEDERON & Tessa KORTEKAAS (2:50.54 | +2:27)
3. CHEMCHAMP HONEYCOMB: Hayley PREEN & Hayley SMITH (2:52.59 | +4:32)
Gesamtwertung nach der 7. Etappe Top 3
1. THÖMUS MAXON SABI SABI: Candice LILL & Alessandra KELLER (24:32.38)
2. CHEMCHAMP HONEYCOMB: Hayley PREEN & Haley SMITH (25:25.36 | +52:58)
3. TORPADO FSA KENDA: Katazina SOSNA-PINELE & Giorgia MARCHET (25:41.37 | +1:08.59)
Herren: Dramatisches Finale – Beers und Nortje holen Heimsieg
Bei den Herren sorgten Matt Beers und Tristan Nortje für einen historischen Erfolg: Als erstes rein südafrikanisches Team gewannen sie die 22. Ausgabe des Absa Cape Epic. Nach einem hochdramatischen Finale setzten sie sich in der Gesamtwertung mit 1:04 Minuten vor den Italienern Luca Braidot und Simone Avondetto (Wilier-Vittoria) durch.
Ausgangslage vor der letzten Etappe war ein denkbar knappes Duell: Lediglich 13 Sekunden trennten die beiden Top-Teams. Entsprechend offensiv gingen Beers und Nortje die 58 Kilometer lange Schlussetappe an und setzten sich bereits früh leicht ab. Auf dem ersten langen Anstieg konnten sie ihren Vorsprung auf rund 35 Sekunden ausbauen.
Doch die Entscheidung fiel erst in der zweiten Rennhälfte – und sie hatte es in sich. Nach rund der Hälfte der Strecke stürzte Nortje schwer, verletzte sich am Ellenbogen und zog sich Prellungen am Bein zu. Trotz der Schmerzen kämpfte sich der 24-Jährige weiter durch das Rennen, unterstützt von seinem erfahrenen Teamkollegen Beers, der ihn immer wieder anschob und motivierte.
Die Italiener witterten ihre Chance und verkürzten den Rückstand zwischenzeitlich auf nur noch 40 Sekunden. Dennoch gelang es dem südafrikanischen Duo, den Vorsprung bis ins Ziel zu retten. Als Etappendritte hinter den Tagessiegern Sam Gaze und Luca Schwarzbauer (Canyon) sicherten sie sich schließlich den Gesamtsieg.
Für Beers ist es bereits der vierte Triumph beim Cape Epic, während Nortje seinen ersten Gesamtsieg feierte. Entsprechend emotional zeigte sich der junge Südafrikaner im Ziel: „Man kann sich nichts Größeres vorstellen. Dieser Sieg ist für all die Menschen, die mich unterstützt haben.“
Auch Beers ordnete den Erfolg historisch ein: „Das ist etwas ganz Besonderes, weil wir etwas erreicht haben, worauf viele Südafrikaner lange hingearbeitet haben.“
Den dritten Platz in der Gesamtwertung belegten Gaze und Schwarzbauer mit einem Rückstand von 3:33 Minuten.
Ergebnisse
Tageswertung Top 3
1. CANYON: Luca SCHWARZBAUER & Sam GAZE (2:19.54)
2. TOYOTA SPECIALIZED IMBUKO 2: Marco JOUBERT & Travis STEDMAN (2:20.58 | +1:04)
3. TOYOTA SPECIALIZED IMBUKO: Matt BEERS & Tristan NORTJE (2:21.02 | +1:08)
Gesamtwertung nach der 7. Etappe Top 3
1. TOYOTA SPECIALIZED IMBUKO: Matthew BEERS & Tristan NORTJE (26:55.51)
2. WILIER-VITTORIA: Luca BRAIDOT & Simone AVONDETTO (26:56.56 | +1:04)
3. CANYON:Luca SCHWARZBAUER & Sam GAZE (26:59.25 | +3:33)
Fotostory
Absa Cape Epic 2026 auf MTB-News.de
Wir berichten auch in diesem Jahr täglich ausführlich vom Absa Cape Epic – alles dazu findet ihr auf unserer Kategorie-Seite zum Cape Epic 2026. Wie gewohnt gibt’s jeden Tag große Fotostories und einem ausführlichen Bericht über die Renngeschehnisse vom Spektakel in Südafrika.
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