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Cape Epic 2026 – 5. Etappe: Die Königsetappe wird ihrem Namen gerecht – die Fotostory

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Ein dramatischer Crash, ein großartiges Comeback, Taktieren im Regen und ein Finale, das selbst für Cape-Epic-Verhältnisse kaum brutaler hätte sein können: Die fünfte Etappe des Cape Epic 2026, nicht umsonst „The Real Queen“ getauft, machte ihrem Namen alle Ehre. Am Ende ganz oben: Luca Braidot und Simone Avondetto, die wenige Kilometer vor dem Ziel einen Sturz verkraften mussten und sich trotzdem auf Rang eins zurückkämpften. Zweite wurden David Valero Serrano und Marc Stutzmann (Klimatiza Orbea), den dritten Platz holte sich das Duo Beers/Nortje. Für Schwarzbauer/Gaze reicht es am Ende zum vierten Rang. Bei den Frauen dominierten Candice Lill/Alessandra Keller und fuhren mit einem satten Vorsprung von über neun Minuten über die Ziellinie.

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Damen: Vorhang auf für die Lill- und Keller-Show!

Die Königsetappe verlangte dem Starterfeld durch schwierige Wetterverhältnisse und einem ohnehin schon fordernden Streckenprofil am heutigen Tag alles ab. 90 Kilometer und rund 2150 Höhenmeter führte der Kurs von Greyton über technisch anspruchsvolle Passagen nach Stellenbosch für die Elite-Damen.

Umso beeindruckender war die Leistung von Candice Lill und Alessandra Keller auf diesem fünften Teilstück des Cape Epic. Mit einem mutigen, frühen Angriff übernahmen sie die Führung – und gaben sie auch nicht mehr ab. Bereits nach kurzer Zeit dominierten sie das Renngeschehen an der Spitze und bauten ihren Abstand zu den Verfolgerinnen konsequent aus. Mit über neun Minuten Vorsprung erreichte das Duo von Thömus Maxon Sabi Sabi nach knapp 4,5 Stunden das Ziel. Damit beträgt ihr Vorsprung in der Gesamtwertung nun rund 14 Minuten – ein komfortables Polster bei zwei ausstehenden Etappen.

# Candice Lill und Alessandra Keller sind beim Cape Epic 2026 in einer eigenen Liga unterwegs – das Duo baute die Gesamtführung auf über 14 Minuten aus. Das ist ein solider Vorsprung aber noch keine Garantie auf den Gesamtsieg. Das Cape Epic hat nämlich seine eigenen Gesetze. Foto: Michael Chiaretta
Diashow: Cape Epic 2026 – 5. Etappe
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Die Siegerinnen des gestrigen Tages, Kate Courtney und Greta Seiwald, konnten die frühe Attacke von Lill und Keller nicht parieren und fuhren auf einen ungefährdeten zweiten Platz. Weitere zwei Minuten später fuhr das Chemchamp Honeycomb Team um Haley Preen und Haley Smith über den Zielstrich.

Ergebnisse

1. Thömus Maxon Sabi Sabi – Candice Lill / Alessandra Keller: 04:29:08
2. She Sends Foundation – Kate Courtney / Greta Seiwald: +09:28
3. Chemchamp Honeycomb – Hayley Preen / Haley Smith: +11.32

Gesamtwertung nach der 5. Etappe Top 3

1. Thömus Maxon Sabi Sabi – Candice Lill / Alessandra Keller: 18:48:02
2. She Sends Foundation – Kate Courtney / Greta Seiwald: +14:18.09
3. Chemchamp Honeycomb – Hayley Preen / Haley Smith: +43:24:04

Herren: Avondetto und Braidot setzen sich die Krone auf

Nach dem gestrigen Tag geht es mit der fünften Etappe nun in die entscheidende Phase des Cape Epic: Einsetzender Regen, hohes Tempo und anspruchsvolles Terrain sorgte für intensive Positionskämpfe. Schon früh wurde deutlich: Die Teams agierten am heutigen Tag mit offenem Visier. Taktische Manöver und Ausreißversuche prägten das Bild, doch zunächst konnte sich keine Gruppe entscheidend absetzen. Auch SpeedCompany um Lukas Baum und Georg Egger versuchte früh zu attackieren, wurde jedoch wieder gestellt.

Mit zunehmender Renndauer verschob sich das Kräfteverhältnis jedoch spürbar. Am Houw Hoek nach Kilometer 52 hatten sich Avondetto und Braidot bereits auf Rang zwei nach vorne gearbeitet, ehe sie bei Kilometer 77 erstmals die Führung übernahmen. Spätestens hier wurde klar: Wer diese Etappe gewinnen will, muss am Team Willier-Vittoria vorbei.

Doch der stärker werdende Regen mischte die Karten neu: Technische Abfahrten wurden zur Herausforderung für Fahrer und Material gleichermaßen. Luca Schwarzbauer und Sam Gaze mussten so auch dem hohen Tempo Tribut zollen und von der Gruppe Valero/Stutzmann, Braidot/Avondetto und Beers/Nortje abreißen lassen.

# Große Show vom italienischen Top-Team – Simone Avondetto (links) ging 3 km vor dem Ziel zu Boden, während sein Teamkollege Luca Braidot vorne auf und davonzog. Avondetto berappelte sich aber schnell übersprintete die Konkurrenz und schloss zu Braidot wieder auf. Tagessieg für Wilier-Vittoria! Foto: Nick Muzik

Auch Braidot/Avondetto hatten zwischenzeitlich mit einem technischen Defekt zu kämpfen, konnten den Rückstand jedoch schnell wieder schließen und blieben in der Spitzengruppe präsent. Einen Angriff von Valero/Stutzmann konterten sie souverän.

Dann der Schreckmoment: Rund drei Kilometer vor dem Ziel setzte Wilier-Vittoria zur entscheidenden Attacke an, doch Simone Avondetto ging infolgedessen direkt zu Boden. Doch selbst dieser Rückschlag stoppte das Duo nicht: Mit beeindruckender Moral kämpften sie sich zurück und entschieden das Rennen in einem langen, kräftezehrenden Sprint gegen Valero/Stutzmann für sich. Rang drei ging an Beers/Nortje, die damit mit 1:49 Minuten Rückstand in der Gesamtführung auf das Team Wilier-Vittoria zurückliegen.

Ergebnisse

Tageswertung Top 3

1. Wilier-Vittoria – Luca Braidot / Simone Avondetto: 5:09:51
2. Klimatiza Orbea – David Valero Serrano / Marc Stutzmann: +08:00
3. Toyota Specialized Imbuko – Matthew Beers / Tristan Nortje: +12:05

Gesamtwertung nach der 5. Etappe Top 3

1. Wilier-Vittoria – Luca Braidot / Simone Avondetto: 21:18:51
2. Toyota Specialized Imbuko – Matthew Beers / Tristan Nortje: +1:49
3. Klimatiza Orbea – David Valero Serrano / Marc Stutzmann: +5:59

Fotostory

# Guten Morgen aus Greyton – die Königsetappe führt das Feld nach Stellenbosch. Für den Großteil bedeutet das: 134 km und 2750 Höhenmeter! Bei den Elite Damen standen knapp 90 km auf dem Plan. Foto: Michael Chiaretta
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# Wieder einmal gings früh los für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer – bei der Überführungsetappe heißt es immer: Taschen packen! Foto: Nick Muzik
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# Die Herren in Gelb – Simone Avondetto und Luca Braidot sind die Gejagten. Foto: Nick Muzik
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# Die heutigen Bedingungen waren nicht sonderlich dankbar – immerhin gab es keine extreme Hitze auf der Königsetappe. Das war es dann aber auch mit den Annehmlichkeiten. Foto: Nick Muzik
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# Bei den Damen standen 90 km und 2150 Höhenmeter auf dem Programm – erstmals in der Geschichte des Cape Epic kam es damit zu der Konstellation, dass im Ziel in Stellenbosch die Frauen als aller erstes in Ziel einfahren sollten. Foto: Michael Chiaretta
# Das Cape Epic fordert auch in diesem Jahr wieder alles von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern ab – zu Beginn der Woche gab es teils extreme Hitze, heute war es regnerisch und nass. Kampfgeist war gefragt! Foto: Michael Chiaretta
# Bedingungen könnten besser sein! – Foto: Michael Chiaretta
# Naja, starke Bilder gibt's trotzdem! – Foto: Michael Chiaretta
# Samantha Sanders kämpft sich durch den heimischen Matsch – Foto: Michael Chiaretta
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# Keine Zeit zum Beine hochlegen – auch auf der 134 km langen Etappe ging es von Beginn an flott zur Sache! An jeder Welle wurde das Tempo hochgedrückt! Foto: Nick Muzik
# Starke Bilder gefällig? – Wir hätten welche im Angebot! Foto: Sam Clark
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# Matt Beers ist mit seiner Verfolgerrolle nicht ganz zufrieden – der Südafrikaner wäre gerne in der Pole Position vor dem Finale. Sein Partner Tristan Nortje, der kurz vor dem Start Marathon-Weltmeister Keegan Swenson ersetzte, kann das Tempo von Wilier-Vittorria nicht immer ganz mitgehen. Trotzdem ist noch alles drin in der Gesamtwertung. Foto: Nick Muzik
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# Aero ist der Schlüssel – Sam Gaze drückt aufs Gas! Der Neuseeländer ist mit Luca Schwarzbauer noch voll im Geschäft ums Podium! Foto: Nick Muzik
# Ob die Fahrerinnen und Fahrer einen Blick fürs Panorama haben? – Darf bezweifelt werden! Foto: Sam Clark
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# Teilweise gab es auch vereinzelte Lichtblicke (im wahrsten Sinne des Wortes) auf der heutigen Etappe – größtenteils war es aber nass und trüb. Foto: Sam Clark
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# Marc Pritzen schaut sich um nach der Konkurrenz, obwohl das Rennen eigentlich schon vorbei ist – der Südafrikaner holte vorgestern noch gemeinsam mit Felix Stehli überraschend den Tagessieg, vor dem 5. Teilstück war das Rennen aber zu Ende. Stehli musste aufgrund von Fieber schon am Morgen passen, Pritzen stürzte auf der Königsetappe zum wiederholten Mal und stieg schließlich ebenfalls vorzeitig vom Rad. Foto: Sam Clark
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# Ein Blick aufs Bike der Weltmeisterin – Kate Courtney kämpft sich durch den Regen. Am Ende musste sie und Greta Seiwald eine etwas größere Lücke nach vorne als in den Vortagen hinnehmen. Foto: Michael Chiaretta
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# Die Stimmung ist trotzdem on top! – Foto: Michael Chiaretta
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# Tanja Priller (vorne) ist die bestplatzierteste deutsche Elite-Fahrerin beim Cape Epic 2026 – gemeinsam mit Naama Noyman liegt sie aktuell auf Rang 11 der Gesatmwertung. Foto: Michael Chiaretta
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# Wout Alleman ist weiterhin voll dabei – gemeinsam mit Martin Stosek liegt er auf Platz 5 der Gesamtwertung. Foto: Sam Clark
# Lukas Baum versuchte zu Beginn der Etappe dem Rennen seinen Stempel aufzudrücken – für das Speed Company Duo läuft es dieses Jahr defektbedingt noch nicht ganz rund. Egger/Baum kämpfen sich nach großem Pech zu Beginn der Woche Stück für Stück nach vorne in der Gesamtwertung. Foto: Sam Clark
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# Georg Egger gezeichnet von der Königsetappe – einfach war es heute definitiv nicht! Foto: Sam Clark
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# Candice Lill bestimmt gemeinsam mit Alessandra Keller einmal mehr das Geschehen! – Foto: Michael Chiaretta
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# Novum beim Cape Epic – erstmals überquerten die Damen als Erstes die Ziellinie. Foto: Michael Chiaretta
# Großer Kampfgeist im Finale – man kann definitiv behaupten, dass Avondetto/Braidot Gelb verdient tragen. Foto: Nick Muzik
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# Unzufrieden sind Kate Courtney und Greta Seiwald keineswegs über Platz zwei – das Duo fährt ein gutes Cape Epic und belohnte sich gestern mit dem Tagessieg! Foto: Michael Chiaretta
# Das ganz große Ding ist geschafft! – Foto: Michael Chiaretta
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# Alessandra Keller und Candice Lill sind weiterhin souverän in Orange unterwegs – Foto: Michael Chiaretta
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# Bei den Herren tragen Luca Braidot und Simone Avondetto Gelb – der Vorsprung in der Gesamtwertung beträgt aber nur 1:49 Minuten. Foto: Michael Chiaretta
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# In der Mixed-Wertung ist das Weltklasse-Duo Jenny Rissveds/Simon Andreassen das Maß der Dinge – damit war im Vorfeld auch durchaus zu rechnen. Foto: Michael Chiaretta
# Das Cape Epic schreibt Geschichten – zum Abschluss des heutigen Tages wollen wir euch noch einige starke Portaitbilder zeigen, die es definitiv verdienen präsentiert zu werden! Foto: Nick Muzik
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# Over and out – see you tomorrow! Foto: Michael Chiaretta

Absa Cape Epic 2026 auf MTB-News.de

Wir berichten auch in diesem Jahr täglich ausführlich vom Absa Cape Epic – alles dazu findet ihr auf unserer Kategorie-Seite zum Cape Epic 2026. Wie gewohnt gibt’s jeden Tag große Fotostories und einem ausführlichen Bericht über die Renngeschehnisse vom Spektakel in Südafrika.

Was sagt ihr zu den Ergebnissen?


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