RockShox Flight Attendant vs. Fox Live Valve Neo: Welches Elektro-Fahrwerk ist besser?
RockShox Flight Attendant vs. Fox Live Valve Neo: Der Markt für elektrische Mountainbike-Fahrwerke ist noch klein – doch die beiden Branchen-Riesen RockShox und Fox haben jeweils eigene Systeme im Angebot, die sich in entscheidenden Punkten stark voneinander unterscheiden. Wir haben auf beiden Systemen viele Trailkilometer verbracht – hier gibt’s den großen Vergleichstest!
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RockShox Flight Attendant vs. Fox Live Valve Neo
Zwei Systeme, die kaum unterschiedlichere Ansätze verfolgen könnten: Sowohl RockShox als auch Fox bieten aktuell elektrische Fahrwerke an. Doch was genau heißt das eigentlich? Beide Systeme messen über verschiedenste Sensoren Fahrdaten und bieten Algorithmen, die voll automatisch, ohne Zutun des Fahrers, errechnen, welcher Dämpfungsmodus der beste und effizienteste ist. Das soll nicht nur den ein oder anderen nervigen Griff zum Lockout ersparen, sondern insgesamt ein effizienteres Fahren ermöglichen – blitzschnelles Wechseln zwischen Antriebsneutralität sowie Grip und Kontrolle.
Die Unterschiede fangen jedoch schon im Ansatz an: RockShox Flight Attendant wirkt sich auf Federgabel und Dämpfer aus und ist im Grundzustand immer offen – ein Pedaliersensor oder Leistungsmesser helfen, zu entscheiden, wann das System schließt. Fox Live Valve Neo hingegen ist nur im Dämpfer verbaut und immer geschlossen – Erschütterungssensoren an den Radachsen sollen blitzschnell melden, wenn das System öffnen muss. Wir sind beide Systeme über hunderte von Kilometern an einem Specialized Stumpjumper 15 und Stumpjumper Evo gefahren.
| RockShox Fligh Attendant | Fox Live Valve | |
|---|---|---|
| wirkt sich aus auf | Federgabel & Dämpfer | Dämpfer |
| Anzahl Modi | 3 (Open, Pedal, Lock) | 2 (Open, Lock) |
| Schaltzeit | - | 1/70 s |
| Grundzustand | offen | geschlossen |
| Sensoren | intern: Beschleunigungs- und Neigungssensor extern: Pedaliersensor (Leistungsmesser) | extern: Beschleunigungs- & Neigungssensoren an ungefederter Masse |
| Einstellmöglichkeiten am Fahrwerk | LSC, Bias, Rebound | LSC, Lockout-Härte, Rebound |
| App | ✅ | ✅ |
| verfügbar für | XC, Trail, Enduro | Trail, Enduro |
| Lenker-Fernbedienung | ✅ | ❌ |
| manueller Modus | ✅ | ❌ |
| Preis | ca. 3.030–3.130 € | ca. 1.750–1.800 € |
RockShox Flight Attendant – Infos und Preise
Das RockShox Flight Attendant-System ist bereits seit einigen Jahren auf dem Markt, hat jedoch zwischenzeitlich ein umfassendes Update bekommen. Das System steckt in der Federgabel und im Dämpfer, wobei RockShox inzwischen verschiedenste Fahrwerke von XC (Sid/SidLuxe) bis Enduro (Zeb/Vivid) anbietet. Im Test haben wir auf ein Trail-Bike-Fahrwerk, bestehend aus Lyrik und Super Deluxe Air, gesetzt.
Zum Fahrwerk benötigt man einen Pedaliersensor – wir haben einen Quarq-Leistungsmesser genutzt, der zusätzliche Funktionen (Adaptive Ride Dynamics) freischaltet. Das System ist nahtlos ins SRAM AXS-Netzwerk eingebunden, nutzt die bekannten Akkus – kommt also ganz ohne Kabel aus – und kann mit allen AXS-Controllern verbunden werden. Diese kann man etwa nutzen, um den Automatik-Modus zu überschreiben.
=> Alle Details und Info zum RockShox Flight Attendant-Fahrwerk im Langzeit-Test
- Gabel-Modelle RockShox Pike, Lyrik, Zeb, Sid
- Dämpfer-Modelle RockShox Super Deluxe Ultimate, Vivid Ultimate, Vivid Coil Ultimate (nur OEM), SidLuxe
- Dämpfung Charger 3.1 Flight Attendant (Federgabeln) / RC3 Flight Attendant (Dämpfer)
- Einstellmöglichkeiten
- am Bike: Low Speed-Druckstufe, Bias, Override, manueller Modus, Zugstufe (mechanisch)
- App: Low Speed-Druckstufe, Bias, Belegung der AXS-Controller, Dark Mode, welcher Override-Modus, Adaptive Ride Dynamics-Werte
- Konnektivität AXS-Netzwerk
- Wasser- und Staubschutz IPX7
- Batterie-Laufzeit Gabel: 20–30 h; Dämpfer: 30–40 h; Pedaliersensor & Schalt-Pod: 200 Stunden; Powermeter 400+ Stunden
- Gewicht ca. 300 g mehr als reguläres Fahrwerk (Herstellerangabe)
- www.sram.com/rockshox
Preis 3.030–3.130 € (UVP) | Bikemarkt: RockShox Flight Attendant Upgrade Kit kaufen
Fox Live Valve Neo – Infos und Preise
Fox bietet unter dem Namen Live Valve bereits seit Jahren elektrische Fahrwerke an – das aktuelle Live Valve Neo-System war jedoch ein sehr umfassendes Update. Analog zu Flight Attendant funktioniert es kabellos und nutzt die Fox-eigenen Akkus. Es wirkt sich ausschließlich auf den Dämpfer aus und kann mit jeder normalen Federgabel kombiniert werden.
Neben dem Dämpfer besteht das System aus zwei Sensoren, die an den Radachsen vorn und hinten angebracht werden – das geht ganz einfach über die PM-Bremsmontage, sollte also an so ziemlich jedes Bike passen. Einmal angeschaltet, ist das System geschlossen und öffnet blitzschnell, wenn eine Erschütterung wahrgenommen wird – hat aber auch nur diese zwei Modi.
=> Alle Details und Infos zum Fox Live Valve Neo-Fahrwerk im Test
- Bauteile Dämpfer, Sensor vorn, Sensor hinten, Batterie, Ladegerät, Ladekabel
- Einbaulängen Standard & Trunnion mit 45 mm (nur Float X), 55 mm, 65 mm, 75 mm Hub
- Dämpfer Float X oder DHX
- Einstellbarkeit Rebound, Low Speed Compression, Firm Mode extern einstellbar
- Gewicht 666 g (Float X + Sensoren, gewogen) (+178 g ggü. regulärem Float X)
- www.ridefox.com
- Preise (UVP) | Bikemarkt: Fox Live Valve kaufen
- Live Valve Neo Float X – 1.299 €
- Live Valve Neo DHX – 1.249 €
- Live Valve Neo Kit – 499 €
- zusätzliche Batterie – 99 €
- zusätzliches Ladegerät – 79 €
Montage & Setup
Da beide Systeme komplett kabellos arbeiten, unterscheidet sich die Montage nicht von regulären Fahrwerken. Natürlich hat Fox Live Valve Neo hier die Nase vorne – es ist generell das einfacher nachzurüstende System. Das liegt vor allem daran, dass es sich lediglich auf den Dämpfer auswirkt, man also nur diesen tauschen muss. Zudem sind die beiden Sensoren an den Radachsen sehr leicht montiert – man klemmt sie lediglich unter die Montage-Schrauben der Bremse und muss diese anschließend eventuell neu einstellen. Auch das Verbinden der Komponenten sowie mit der App ist nach einem Blick in die Anleitung denkbar einfach. Vor der ersten Fahrt muss man das System noch kalibrieren und dafür kurz das Rad gerade stellen – schon kann es losgehen!
RockShox Flight Attendant ist hier etwas komplizierter. Allein, dass es spezifische Nachrüstsets für Bike-Modelle gibt, macht klar, dass es nicht wirklich ein System für den Aftermarket ist, sondern am besten im Komplettbike kommt. Wer keine passende SRAM-Kurbel verbaut hat oder den Leistungsmesser nachrüsten will, muss diese natürlich mit tauschen. Zudem bietet es sich an, Flight Attendant mit dem gesamten AXS-Ökosystem zu nutzen – allein, damit man die Override-Funktion während der Fahrt nutzen kann. Wer das alles aufrüsten will, ist also viel Geld los und beim Umbau eine Weile beschäftigt.
Das Verbinden der AXS-Komponenten ist im Prinzip simpel, hat bei mir jedoch mehrere Versuche benötigt. Man muss sämtliche Komponenten mit der Gabel verbinden, vergisst dabei schnell mal was oder macht einen Fehler. Nach ein paar Minuten ist aber auch das erledigt. Der Kalibrierungsprozess dauert ein bisschen länger als bei Fox, ist aber auch nach kurzer Zeit abgeschlossen und es kann losgehen auf die Trails.
Auf dem Trail
Da die beiden Elektro-Fahrwerke grundsätzlich andere Ansätze fahren, ist wenig verwunderlich, dass sie sich auch im Praxis-Einsatz anders verhalten. Live Valve Neo ist sehr schnell, schaltet ständig hin und her, ist dabei allerdings komplett geräuschlos, weshalb man anfangs selten wirklich merkt, was es macht. Flight Attendant hingegen ist deutlich ruhiger, surrt hörbar und fühlt sich tatsächlich eher etwas an wie der namensgebende Flugbegleiter: Man kümmert sich um nichts, bemerkt, dass da jemand was macht, begibt sich jedoch vertrauensvoll in dessen Hände und ist gut versorgt.
Ich muss zugeben, dass mir der RockShox-Ansatz zu Beginn des Testzeitraums besser gefallen hat, da ich dabei als Fahrer nicht völlig außen vor war, während ich bei Live Valve Neo häufig misstrauisch beäugt habe, was gerade passiert und ob mir das eigentlich taugt. Das hat sich mit der Zeit allerdings größtenteils geändert.
Trail-Uphill
Seine Vorteile – die Geschwindigkeit – kann Live Valve vor allem in technischen Anstiegen ausspielen. Im gelockten Zustand hebt es die Sitzposition spürbar an, sodass man sich weniger angestrengt nach vorn lehnen muss. Gleichzeitig öffnet es an größeren Stufen, Steinen und Wurzeln wirklich sehr schnell, schluckt diese weg und schließt kurz darauf wieder, sodass man keinen spürbaren Nachteil im Grip-Level hat. Anfangs fühlt sich das etwas an wie Zauberei, nach einer Weile spürt man aber recht deutlich, wenn der Dämpfer ein kleines Stück nach unten sackt, weil es geöffnet hat – meist, weil das Vorderrad gegen ein Hindernis gefahren ist und die Sensoren dies aufgenommen haben. Dadurch habe ich mir angewöhnt, nach Stufen ganz kurz den Hintern anzuheben, damit der Dämpfer im gelockten Zustand wieder höher im Federweg steht.
Flight Attendant ist hier deutlich träger. Es lohnt sich sehr, mit dem Bias herumzuspielen – vor allem, wenn man mal in einem anderen Gebiet unterwegs ist. Dieser hat einen spürbaren Einfluss darauf, wie freudig das System öffnet, vor allem fängt es dann gerne an, unterschiedliche Modi an Gabel und Dämpfer zu wählen. Stehen viele steile Singletrails auf dem Programm, motiviert ein Bias von -1/-2 das Fahrwerk, häufiger in Uphill hin- und herzuschalten. Im neutralen Modus war mir das System hier deutlich zu lange im gelockten Modus, worunter das Grip-Level gelitten hat.
Schotter- & Asphaltstraßen
Hier dreht sich die Sache um: Es ist nicht so, dass Fox Live Valve Neo in Schotter- und Asphalt-Anstiegen schlecht wäre, aber es wirkt sich einfach nicht auf die Gabel aus. Gerade bei sehr langen Touren oder Anstiegen macht sich das am RockShox-System positiv bemerkbar. Man kann jederzeit in den Wiegetritt gehen und das Rad schiebt spritzig nach vorne.
Gerade in sehr langen Anstiegen von 1.000 hm und mehr habe ich das als extrem angenehm empfunden – dort ist Flight Attendant voll in seinem Element: Es schaltet brav hin und her, öffnet bei kurzen Trail-Segmenten, schließt nach wenigen Metern auf Asphalt und Schotter und verschwendet einfach keinen Gedanken an sein Fahrwerk, bis man oben ist. Für mich, als jemand, der extrem ungern zum Lockout greift und ihn dann auch ständig vor der Abfahrt vergisst zu öffnen, war das sehr angenehm.
Live Valve kann das auch, bringt aber einfach etwas weniger – gerade an effizienten Trail-Bikes wie dem Specialized Stumpjumper 15. Ich bin den Lockout meist im härtest möglichen Setting gefahren, womit er annähernd auf RockShox-Niveau ist. Bei schnelleren, ruppigeren Schotterwegen oder Trails – etwa wenn man relativ flach dahingleitet – habe ich keinerlei Unterschied zwischen Live Valve und einem regulären Fahrwerk spüren können. In diesen Situationen fehlt dann der Pedaliermodus. Es ist gut möglich, dass das Fahrwerk etwas macht und zwischen den Modi schaltet, aber ich habe absolut nichts davon bemerken können.
Downhill & Enduro-Race
Beide Fahrwerke haben sich beim rechtzeitigen Öffnen vor einer Downhill-Passage niemals eine Blöße gegeben. Das RockShox-System ist sehr vorsichtig und öffnet, sobald man etwas schneller daher rollt und nicht tritt. Ich bin der Meinung, dass Live Valve Neo beim Reinfahren von einem smoothen Schotterweg in einen Trail ein paar mal beim Auftreffen auf das erste Hindernis geschlossen war – nämlich wenn man es nur mit dem Hinterrad und nicht mit dem Vorderrad trifft. Allerdings macht sich das nur als sehr kurzes, harsches Zucken bemerkbar und das Fahrwerk öffnet wirklich blitzschnell.
Ansonsten verhalten sich die Systeme wie reguläre Fahrwerke. Laut Fox soll Live Valve in smoothen Sektionen und Anliegern mehr Gegenhalt generieren – das kann ich mit dem Stumpjumper allerdings nicht verifizieren. Beide System sind nicht so präzise, dass man als Racer davon ausgehen kann, dass sie bei kurzen Sprints sofort in den Lock-Modus gehen. Ich würde hier allerdings definitiv das RockShox-System vorne sehen: Zum einen setzt es diese Anforderung etwas besser um, wenn man den Bias auf +2 stellt. Dadurch, dass der Basis-Modus „Offen“ ist, hat das keinen negativen Einfluss auf die Performance im Downhill, führt allerdings dazu, dass es nicht immer, aber sehr oft sehr schnell sperrt, sobald man pedaliert. Bei Fox kann man über die App zwar extrem viel einstellen, aber es fehlt tatsächlich der Pedal-Input als Messwert.
Und dann ist da noch die Sache mit der Lenkerfernbedienung: Bei RockShox hat man die Wahl aus sämtlichen SRAM AXS-Controllern. Über diese kann man einen Override aktivieren: Ein Klick und das Fahrwerk wechselt sofort in einen vorher festgelegten Modus – bei mir der Pedalier-Modus. Oder man nimmt gleich den manuellen Modus, dann gibt’s keine Automatik und der Controller funktioniert quasi wie eine mechanische Remote. Und bei Fox? Eine Lenkerfernbedienung wurde zwar zum Launch angekündigt, ist aber bisher nicht zu finden. Racer dürften daher stark zum RockShox-System tendieren.
Tuning über die App
Zum Abschluss muss man noch über die jeweiligen Apps reden. Flight Attendant ist in die bekannte SRAM AXS-App eingebunden. Diese wird vor allem zur Verbindung und Überwachung der Komponenten genutzt, ermöglicht jedoch auch die Einstellung von Werten wie Druckstufe und Bias. Diese lassen sich allerdings auch auf dem Controller an der Gabel justieren.
Wer einen Leistungsmesser verbaut hat, kann hier mit Adaptive Ride Dynamics rumspielen – einer zusätzlichen Funktion, die Leistungswerte in den Algorithmus mit einbezieht. Diese werden während der Fahrt gemessen, lassen sich in der App jedoch auch überschreiben. Für meine Zwecke – Trail und Enduro-Touren – habe ich die Adaptive Ride Dynamics-Funktion als nicht nötig empfunden und teilweise absichtlich ausgeschaltet.
Deutlich technischer kommt die Fox-App daher. Sie wirkt vor allem wie ein einziges Tuning-Werkzeug fürs Fahrwerk. Es gibt mehrere vorprogrammierte Modi, die man aufs Fahrwerk laden kann. Diese haben jeweils unterschiedliche Präferenzen für die Fahrsituationen bergauf, flach und bergab. Etwa die Auslösekraft oder die Verweildauer des Fahrwerks im offenen Modus. Zusätzlich kann man jeden der Modi persönlich anpassen oder einen eigenen bauen. Es lassen sich sogar die Definitionen von dem, was etwa als flaches Terrain gilt, justieren.
Vor allem zu Beginn ist es sehr verlockend, sich hier auszutoben – Fox gibt technisch interessierten Fahrern hier ein spannendes Spielzeug an die Hand. Nach einer Weile habe ich die App allerdings in Ruhe gelassen und über Monate tatsächlich gar nicht angefasst – das Fahrwerk hat mir im Standard-Modus einfach am besten gefallen.
Das ist uns aufgefallen
- Akku-Laufzeit Diese ist schwer zu messen, allerdings dürfte SRAM hier die Nase vorn haben – so jedenfalls mein Empfinden nach mehreren Monaten mit beiden Fahrwerken. Zu Beginn des Testzeitraums ist das Live Valve Neo-Fahrwerk zweimal nach wenigen Tagen leer gewesen – ich kann mir das nur so erklären, dass ich sehr viel in der App unterwegs war und die Verbindung den Akku leer zieht. Später habe ich die App nicht genutzt und das System hatte wesentlich länger Saft. Bei beiden Systemen finde ich das gelegentliche Laden des Akkus nicht störend.
- Lenkerfernbedienung SRAM nutzt einfach die AXS-Controller, von Fox gibt es noch nichts. Ein Grund könnte sein, dass es mit dem Platz am Lenker eng wird. Die SRAM-Controller machen auch nur richtig Sinn, wenn man eine Reverb AXS nutzt und sich die Buttons am Controller teilt. Alternativ müsste man wohl irgendwo einen SRAM Blip aus dem Dropbar-Segment verbauen.
- Nachrüstbarkeit Klarer Pluspunkt für Fox – einfach die passende Dämpferlänge und -version auswählen, das Live Valve Neo-Kit in den Warenkorb legen und schon geht’s los.
- Einsatzbereiche RockShox bietet Live Valve-Fahrwerke für alles vom XC-Bike bis zum Enduro-Bolide an. Es sind diverse Coil- und Luft-Dämpfer verfügbar sowie alle High-End-Gabeln von Sid bis Zeb. Fox bietet Live Valve Neo aktuell lediglich im Float X und DHX-Dämpfer in Einbaulängen für Trail bis Enduro an.
- Bedienung ohne App Das ist bei beiden Systemen in den wichtigsten Funktionen möglich. RockShox hat eine futuristisch wirkende Control-Unit an der Gabel angebracht, über die man elektronisch die Druckstufe an Gabel und Dämpfer sowie den Bias verstellt. Fox bleibt komplett mechanisch: Es gibt Verstellrädchen für die Druckstufe und Lockout-Härte am Dämpfer.
RockShox Flight Attendant vs. Fox Live Valve Neo – das Fazit
Fox Live Valve Neo oder RockShox Flight Attendant? Das kommt ganz drauf an: Beide Systeme halten einen Großteil ihrer Versprechen und arbeiten auf einem hohen Niveau. Fox Live Valve Neo ist schneller und besser in technischen Anstiegen, erkauft sich das jedoch dadurch, dass es die Gabel nicht einbezieht. RockShox Flight Attendant ist, was der Name verspricht – ein Helferlein, das einem auf langen Touren Arbeit und Mühen erspart und sich perfekt ins AXS-Netzwerk integriert. Ein Vorteil für alle, die's gern genau haben, ist zudem die Möglichkeit, das Fahrwerk vom Lenker aus zu steuern – diese bleibt Fox bisher schuldig
Was sprichst du – lieber Flight Attendant oder Live Valve? Welcher Ansatz ergibt für dich mehr Sinn?
Testablauf
Wir hatten beide Fahrwerke über mindestens eine Saison im Test und sind sie im Wechsel gefahren. Das Flight Attendant-System war an einem Specialized Stumpjumper Evo verbaut, das Live Valve-System am Specialized Stumpjumper 15 – zwei extrem ähnliche Räder.
Hier haben wir das RockShox Flight Attendant und Fox Live Valve Neo-System getestet
- Graz-Umgebung: Hügelige Umgebung am Alpenrand – zwischen 250–1.200 hm Anstiege auf Asphalt, grobem Schotter oder Singletrail. Dazu ein Mix aus Trails vom Hometrail bis zur Bikepark-Strecke.

