30 günstige Mountainbikes für 2026: Die besten Bikes unter 3.000 €
Heizen, aber auf Sparflamme? Das geht auch im Jahr 2026 ganz hervorragend, denn das Angebot an richtig guten Mountainbikes mit vernünftiger Ausstattung für unter 3.000 € ist größer denn je. Wir haben die passende Schnäppchen-Übersicht für euch!
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Dass in der Mountainbike-Branche derzeit eher Krisen- als Party-Stimmung herrscht, dürfte sich mittlerweile rumgesprochen haben. Noch immer leiden zahlreiche Hersteller an vollen Lagern und eher zurückhaltender Nachfrage. Für alle, die auf der Suche nach einem neuen Bike sind, sind das allerdings ziemlich gute Neuigkeiten, denn die Kombination aus großem Angebot und geringer Nachfrage sorgt unterm Strich für niedrige Preise. Dazu haben sich diverse Firmen, die zwischenzeitlich in finanzielle Schwierigkeiten geraten sind, mittlerweile wieder aufgerappelt und bieten ihre Bikes für teils sehr spannende Preise an.
30 Preis-Leistungs-Kracher unter 3.000 €
Um in unsere Preiskracher-Liste für 2026 aufgenommen zu werden, müssen die Bikes folgende Kriterien erfüllen:
- Preis unter 3.000 €
- vollgefederte Rahmen mit mindestens grundsolider Ausstattung
- keine Hardtails, keine Kinder-Bikes
Orientiert haben wir uns dabei an den Preisen auf der Website des jeweiligen Herstellers. Soll heißen: Preise, die die zahlreichen Händler und Bike-Shops derzeit aufrufen, sind bei der Auflistung nicht berücksichtigt. Recherchieren lohnt sich allerdings, denn auch im Handel kann man derzeit zahlreiche Schnäppchen machen – und ein Ausflug in den lokalen Bike-Shop ist sowieso immer eine gute Idee. Außerdem lohnt sich ein Blick auf unseren Preisvergleich Daily Deals, um die besten tagesaktuellen Angebote zu finden.
Darüber hinaus gilt: Das beste Preis-Leistungs-Verhältnis gibt es bei den üblichen Verdächtigen: Cube, Radon, YT und Canyon sind hier besonders hervorzuheben. Doch auch von Herstellern, die eigentlich eher für teure Bikes bekannt sind, gibt es den ein oder anderen Preiskracher. Besonderheiten bei der Ausstattung, der Geometrie oder auch möglichen Einschränkungen bei der Verfügbarkeit haben wir in der Auflistung, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit hat, ebenfalls berücksichtigt.
Im Video: Die besten Budget Bikes für 2026
XC, Tour & Trail
Rockrider Feel 700 S – 1.499 €
Das günstigste Bike in der Auflistung ist das Rockrider Feel 700 S, das den Auftakt macht. Mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 1.499 € ist es schwer, einen noch günstigeren Einstieg in die Welt des vollgefederten Geländeradsports zu finden. Am Heck stehen 130 mm Federweg zur Verfügung, vorne sorgt eine RockShox Psylo Gold mit 140 mm für den nötigen Komfort. Und auch sonst ist eigentlich alles dabei, was man sich an einem soliden Mountainbike wünscht: Die hauseigene Dropper Post bietet ab Rahmengröße L sogar 170 mm Hub, die Bandbreite der 1x-Schaltung ist ordentlich, die Sun Ringlé Düröc 30-Laufräder kennt man auch von anderen Bikes und die TRP Slate Vierkolben-Scheibenbremsen mit 203 mm-Rotor vorne dürften eine zuverlässige Performance bieten.
Zur Geometrie hält sich die Decathlon-Website leider bedeckt, die Rede ist lediglich von einem tiefen Tretlager und einem 65°-Lenkwinkel. Ganz verkehrt dürfte das Rockrider Feel 700 S in diesem Bereich vermutlich nicht sein – und damit definitiv eine interessante Wahl für Neulinge sein, die in den Mountainbike-Sport hineinschnuppern wollen.
YT Izzo Core 2 – 2.639 €
Nach einigen Schwierigkeiten ist YT wieder zurück – nicht nur für Schnäppchenjäger eine sehr gute Nachricht! Die Bikes des Direktversenders aus Forchheim punkten seit vielen Jahren mit starker Performance und sehr guten Ausstattungen zu mehr als fairen Preisen. Ein Beleg dafür ist das YT Izzo Core 2, das derzeit von 3.299 € um fast 600 € reduziert ist. Hier bekommt man ein Izzo mit Carbon-Hauptrahmen, knackigen 130 mm Federweg und ziemlich soliden Komponenten. Das Izzo ist zwar schon einige Jahre alt, konnte uns aber in diversen Tests immer wieder mit äußerst viel Fahrspaß überzeugen. Nochmal deutlich günstiger geht’s übrigens beim Izzo Core 1 für aktuell 2.159 € zur Sache.
Radon Skeen Trail 9.0 – 1.899 €
Das Touren-Fully aus dem Hause Radon hört auf den Namen Skeen Trail – und ein Radon wäre kein Radon, wenn man hier nicht eine richtig gute Ausstattung zu einem richtig guten Preis bekommen würde. Exemplarisch dafür steht das Skeen Trail 9.0, das derzeit auf 1.899 € reduziert ist. Der Carbon-Hauptrahmen hilft dabei, das Gewicht auf unter 14 kg zu drücken, die Fox-Federelemente sind mehr als bewährt und der Antriebs-Mix aus Shimano SLX und XT kann sich ebenfalls sehen lassen. Auch die sonstigen Skeen Trail- und Skeen Trail AL-Modelle (schon ab 1.399 €!) sind eine fantastische Wahl für alle, die auf der Suche nach einem leichtfüßigen Trail-Fully mit viel Fahrspaß sind.
Specialized Chisel – 2.599 €
Zugegeben: Specialized baut durch die Bank weg extrem gute Bikes, doch für besonders günstige Preise sind die Kalifornier wahrlich nicht bekannt. Eine Ausnahme ist jedoch das Chisel, das sozusagen der kleine Aluminium-Bruder des beliebten Epics ist. Statt Leichtbau und Kohlefaser gibt’s hier einen relativ simplen Aluminium-Rahmen, der aber – typisch Specialized – durchaus gefällige Detail-Lösungen bietet. Mit 110 mm Federweg am Heck ist das Chisel definitiv im Cross Country zu Hause, dank abfahrtslastiger Geometrie kann man aber auch auf knackigen Trails viel Spaß haben. Neben dem regulären Chisel für 2.599 € gibt es aktuell auch diverse andere Komplettbikes, die dank Rabatt die 3.000 €-Marke deutlich unterschreiten. Los geht es bei fairen 1.999 € inklusive Dropper Post und 12fach-Antrieb.
Scott Spark 960 – 2.999 €
Das Scott Spark ist eines der erfolgreichsten XC Race-Bikes aller Zeiten – unter anderem die Legende Nino Schurter ist auf dem Fully mit in dem Rahmen integrierten Dämpfer zu zahllosen Erfolgen gerast. Der Einstieg ins Spark-Universum geht aber bereits bei knapp unter 3.000 € los. Dafür erhält man beim Spark 960 einen Alu-Rahmen inklusive TwinLoc-Technology, relativ simple Federelementen und immerhin ein Shimano XT-Schaltwerk. Das Gewicht wird von Scott mit knapp unter 15 kg angegeben. Wer sich mit dem hellblauen Look nicht anfreunden kann und keinen XL-Rahmen braucht, kann optional auch zur ebenfalls 2.999 € teuren Contessa 930-Variante mit ansonsten praktisch identischer Ausstattung greifen.
Cube Stereo One22 Race – 2.499 €
In einer Auflistung von günstigen Mountainbikes mit starker Ausstattung dürfen Räder aus dem Hause Cube natürlich nicht fehlen. Für einen Preis von 2.499 € bietet das Stereo One22 Race nämlich ziemlich viel: Neben dem durchaus gefälligen Alu-Rahmen in Raw-Optik sind hier unter anderem ein Fox-Fahrwerk, Newmen-Laufräder und sogar ein Shimano XT-Antrieb verbaut. Ausstattungstechnisch leistet sich das Stereo One22 Race keine offensichtliche Schwäche. Geometrie-technisch ist das kurzhubige Trail-Bike mit 130 mm nicht ganz so modern wie mancher Konkurrent unterwegs, aber auch hier sind die Zahlen voll im grünen Bereich.
Trek Fuel EX 5 – 2.499 €
Gerade einmal 2.499 € kostet das neue Trek Fuel EX in der günstigsten 5er-Version – was durchaus überraschend ist, schließlich wird für das Alu-Rahmenset ein Preis von 3.199 € aufgerufen. 700 € günstiger und dafür ein Komplettbike? Dafür bekommt man natürlich einen weniger hochwertigen Dämpfer am Heck, doch der X-Fusion Pro 2 dürfte seinen Zweck ebenso erfüllen wie die RockShox Recon Silver RL mit 150 mm Federweg vorne. Und auch sonst muss sich das Fuel EX 5 mit Shimano Deore-Antrieb, Bontrager-Komponenten und Dropper Posts mit 170 mm Hub ab Größe M definitiv nicht verstecken, zumal auch der Alu-Rahmen mit Staufach im Unterrohr und großer Anpassbarkeit tolle Features bietet. Zu dem Preis ist das Trek Fuel EX 5 definitiv eine sehr spannende Wahl für ein günstiges, vielseitiges Trail-Bike.
Cannondale Habit 4 – 2.499 €
Mit 130 mm Federweg am Heck und 140 mm an der Front fällt das Habit 4 aus dem Hause Cannondale ganz klar in die Trail-Kategorie – und mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 2.499 € hat sich der Allrounder einen Platz in dieser Auflistung verdient. RockShox-Fahrwerk, Shimano Deore-Antrieb und WTB-Laufräder mit Maxxis Rekon-Reifen passen gut zum angedachten Einsatzbereich. Lediglich die Dropper Post mit maximal 150 mm Hub wirkt nicht mehr ganz zeitgemäß, ist bei dem Preis aber zu verschmerzen.
Canyon Neuron 6 – 2.499 €
Mit dem Canyon Neuron macht man grundsätzlich nichts verkehrt: In unserem Vergleichstest von 5 günstigen Trail-Bikes konnte sich das Neuron 6 souverän den Sieg holen. Das getestete Modell ist inzwischen zwar etwas teurer geworden, die Ausstattung ist aber weiterhin sehr solide: Fox-Fahrwerk, Shimano Deore-Schaltung und DT Swiss-Laufräder bieten keinerlei Angriffsfläche und auch farbtechnisch dürfte für jeden Geschmack etwas dabei sein. Interessant sind auch das neue Neuron CF 7, das es mit vergleichbarer Ausstattung und Carbon-Rahmen für unter 3.000 € gibt, sowie das 1.899 € günstige und durchaus solide ausgestattete Neuron 6.
Mondraker Raze – 2.999 €
Das volle Paket zu einem vernünftigen Preis verspricht Mondraker beim Raze. Machen wir also den Check: Für knapp unter 3.000 € erhält man hier ein vielseitiges Trail-Bike aus Aluminium, bei dem 150 mm Federweg vorne auf knackige 130 mm am Heck und 29″-Laufräder treffen. Der Rahmen besteht aus Aluminium, macht aber in bester Mondraker-Manier optisch durchaus was her. Auch die Geometrie ist dank des progressiven Forward Geometry-Ansatzes der Spanier definitiv noch zeitgemäß. Die Ausstattung ist mit einem Fox-Dämpfer, einer RockShox 35 Gold und einem SRAM SX Eagle-Antrieb sowie vielen hauseigenen Komponenten simpel, aber zweckmäßig.
Und positiv formuliert kann man auch den verbauten SRAM Level-Bremsen attestieren, dass sie hohen Geschwindigkeiten nicht im Weg stehen. Bei anderen Herstellern bekommt man mitunter bessere Ausstattungen für weniger Geld, dafür gibts die Bikes von Mondraker aber auch häufig nochmal mit zusätzlichen Rabatten bei Händlern und Web-Shops.
Focus Thron 6.8 – 2.499 €
Thron 6.8 oder 6.9? Bei Focus hat man die Qual der Wahl, wenn man auf der Suche nach einem günstigen Trail-Bike für unter 3.000 € ist, denn beide Modelle liegen unter der 3.000 €-Schallmauer. Das Thron bietet neben einem Aluminium-Rahmen einen Federweg von 130 mm vorne und hinten sowie ein simpel einzustellendes RockShox-Fahrwerk am Thron 6.8. Geschaltet wird mit einem Shimano Cues-Antrieb und die Dropper Post mit viel Hub ist ein schönes Detail. Dicke Waden setzt allerdings die Übersetzung voraus, denn verbaut ist eine Kassette mit 11 bis 43 Zähnen. Damit könnte an steilen Rampen die passende Übersetzung fehlen.
Marin Rift Zone 2 – 2.299 €
Als das Rifty, das jeder fahren will, bezeichnet Marin das Rift Zone 2, das für einen Preis von 2.299 € den Besitzer wechselt. Und tatsächlich sieht das kurzhubige Trail-Bike der Kalifornier nach jeder Menge Spaß aus. Die Ausstattung ist relativ simpel, an einigen Stellen wird durchaus gespart. Das ist bei einem solch niedrigen Preis aber erwartbar wie verschmerzbar, denn trotz einiger No-Name-Komponenten stimmen die Eckdaten wie der die Bandbreite der Schaltung oder der Hub der Vario-Stütze. Die Federelemente sind ebenso vernünftig gewählt wie die moderne Geometrie, dank der man es bergab sicherlich krachen lassen kann. Auch optisch ist das Marin Rift Zone 2 durchaus gefällig!
Orbea Occam H30 – 2.599 € (SL) / 2.799 € (LT)
Das Orbea Occam ist nicht nur ein ziemlich vielseitiges Trail-Bike, sondern in der wirklich sehenswerten Alu-Ausführung bereits ab 2.599 € erhältlich. Die SL-Version ist mit 140 mm Federweg eher auf Effizienz und Flow ausgelegt, während das Occam LT mit 160/150 mm schon deutlich in Richtung All Mountain geht. Beide Versionen verfügen auch als Alu-Variante über ein Staufach im Unterrohr und können sich im MyO-Konfigurator mit sinnvollen Upgrades, beispielsweise einer Rahmenschutzfolie ab Werk, konfigurieren lassen. Beide Einstiegsvarianten sind dem angedachten Einsatz entsprechend ausgestattet und machen auch optisch einiges her.
YT Jeffsy Core 1 – 1.959 €
Das Preislimit von 3.000 € pulverisiert YT mit dem Jeffsy Core 1 mehr als mühelos – selbst unter der 2.000 €-Grenze liegt das Einstiegs-Jeffsy dank aktuellem Rabatt. Und das Gesamtpaket, das YT beim 29er mit 145 mm Federweg am Heck geschnürt hat, ist toll: Marzocchi-Fahrwerk, Shimano Deore-Ausstattung, SRAM DB8-Bremsen und vernünftige Laufräder und Reifen lassen praktisch keine Wünsche offen. Selbst kleinere Details wie etwa die Griffe stimmen hier: Statt billigem Hartplastik sind am Jeffsy Core 1 griffige ODI Elite Motion verbaut. Ein Bike mit einem besseren Preis-Leistungs-Verhältnis wird man derzeit nur schwer finden.
Radon Slide Trail 8.0 – 1.699 €
Das günstigste Radon Slide Trail aus Aluminium kostet zwar nochmal 100 € weniger, aber für einen aktuell reduzierten Preis von 1.699 € ist das Radon Slide Trail 8.0 mit Carbon-Rahmen extrem schwer zu toppen. Der 29er bietet 140 mm Federweg am Heck und liegt damit in der goldenen Mitte des Trail-Segments. Die Geometrie ist insgesamt auf der konservativen Seite, aber absolut fahrbar. Und die Ausstattung? RockShox Lyrik, Magura MT5-Bremsen, Maxxis-Reifen, mechanischer SRAM GX Eagle-Drivetrain – das passt.
Canyon Spectral 6 – 2.999 €
Mit 140 mm Federweg am Heck und abfahrtslastiger Geometrie schlägt das Canyon Spectral bekanntermaßen die Brücke zwischen Trail und All Mountain so gut wie kaum ein anderes Bike. Und auch preislich ist die Alu-Variante äußerst interessant: Das Top-Modell Spectral 6 bekommt man für mehr als faire 2.999 €. Offensichtliche Sparmaßnahmen sind hier Fehlanzeige, denn insgesamt ist das Spectral 6 wirklich gut ausgestattet. Erst kürzlich konnte es in unserem Canyon Spectral 6 Test mehr als überzeugen. Noch günstiger geht’s beim Spectral 5 für 2.299 € zur Sache – ebenfalls eine sehr gute Wahl für preisbewusste Trail-Shredder.
All Mountain & Enduro
Specialized Stumpjumper 15 Alloy – 2.999 €
Eines der besten Trail- und All Mountain-Bikes ist zweifelsohne das Specialized Stumpjumper 15. Die günstigste Variante gibt es bereits zu einem Preis von 2.999 € – dann zwar ohne Evo-Namenszusatz und Gabel mit 160 mm Federweg, aber als Allrounder mit 150/145 mm trotzdem ein sehr vielseitiges Rad mit einer durchaus passablen Ausstattung. Verzichten muss man auf den Fox Genie-Dämpfer. Trotzdem ist das Stumpjumper 15 Alloy mit einem Shimano Deore-Antrieb, Vierkolben-Bremsen und einer TranzX Dropper Post mit viel Hub vernünftig ausgestattet. Auch über das beliebte Staufach im Unterrohr verfügt das Einsteiger-Stumpy – eine sehr gute Basis für ein gelungenes Do-it-all-Bike.
Radon Jab 10.0 – 2.999 €
Wenn man sich einfach nur das Datenblatt des Radon Jab 10.0 anschaut, könnte man denken, dass das Enduro-Bike mit 29″-Laufrädern gut und gerne 7.000 € kostet. Die Gründe dafür? Carbon-Rahmen, Fox Factory-Fahrwerk mit Kashima-Beschichtung, Shimano XT-Drivetrain sowie DT Swiss-Laufräder und Continental Kryptotal-Reifen und auch sonst Marken-Produkte, wohin man nur schaut. Aktuell ist das Jab 10.0, das es als 29er ab Größe M gibt, bei Radon auf 2.999 € reduziert. Auch die MX-Variante des 10.0 gibt es zu diesem Preis, wenn auch mit nicht ganz so hochwertiger Ausstattung. So oder so ist das Radon Jab 10.0 aber ein absoluter Preis-Kracher für den Enduro-Einsatz.
Cube Stereo One77 Pro 29 – 2.799 €
Beim Stereo One77 Pro 29 handelt es sich um einen 29er für den harten Enduro-Einsatz, für den Cube einen günstigen Preis von 2.799 € aufruft. Das Herzstück ist der anpassbare Rahmen aus Aluminium: Neben der Geometrie lässt sich hier über einen kleinen Flip Chip an der Dämpferaufnahme die Progression anpassen, sodass ds Stereo One77 mit Luftdämpfern und auch Coil-Dämpfern bestens harmoniert. Serienmäßig ist die Pro 29-Variante mit einem DVO Luftfahrwerk ausgestattet. Dazu gesellen sich ein mechanischer SRAM GX Eagle-Antrieb, Magura MT5-Bremsen und Newmen-Laufräder. Für mehr Kontrolle auf dem Trail sollte man wohl Reifen mit einer weicheren Gummimischung verbauen und bei der Gelegenheit direkt noch einen Hinterreifen mit dickerer Karkasse aufziehen. Trotzdem: Für 2.799 € ist das Cube Stereo One77 Pro 29 auch ohne weitere Tuning-Maßnahmen eine gute Wahl für ein solides, günstiges Enduro-Bike.
Propain Tyee AL – 2.999 €
Mit den absoluten Preiskrachern in der Auflistung kann das Tyee AL zwar nicht ganz mithalten, doch zu einem Preis von 2.999 € bekommt man bei Propain ein durchaus gefälliges Enduro-Bike, das man dazu auch noch nach Herzenslaune konfigurieren kann. Möchte man unter der magischen Marke von 3.000 € bleiben, hat man bei den Komponenten zwar nur eine sehr eingeschränkte Auswahl, was aber nicht weiter schlimm ist – schließlich ist die Ausstattung der Base-Variante mit RockShox- oder Marzocchi-Fahrwerk, SRAM DB8-Bremsen und Eagle 70-Transmission gefällig. Lediglich die Abwesenheit einer Dropper Post trübt den ansonsten sehr positiven Eindruck, weshalb es das Tyee AL nur mit einem zugedrückten Auge in die Auflistung schafft. Wer bereit ist, etwas mehr Geld auszugeben, bekommt hier aber ein gutes wie schickes Bike für den Enduro- und Abfahrts-Einsatz.
YT Capra Core 1 – 2.799 €
2.799 € muss man für das günstigste YT Capra hinblättern – im Gegensatz zu Jeffsy und Izzo ist das Enduro-Bike des Direktversenders zwar nicht rabattiert, aber preis-leistungstechnisch trotzdem eine Ansage. Je nach Laufradgröße bietet der Alu-Rahmen 170 mm (Mullet) oder 165 mm (29″) Federweg am Heck, die von einem Marzocchi-Dämpfer kontrolliert werden. Der Shimano Deore-Antrieb hat eine Bandbreite von 510 %, die hauseigene Dropper Post bietet einen ausreichenden Hub und auch die verbauten Continental Kryptotal-Reifen mit traktionsstarken Gummimischungen zeigen, dass YT hier ganze Arbeit geleistet hat.
Commencal Meta SX V4 Essential – 2.965 €
Von deutlich über 4.000 € auf knapp unter 3.000 € reduziert ist derzeit das Commencal Meta SX V4 in der Essential-Ausstattung. Grundsätzlich handelt es sich beim Meta SX V4 um ein sehr erfolgreiches Bike, das unter anderem schon einen Weltmeister-Titel bei der Enduro-WM gewonnen hat. Es gibt auch noch günstigere Meta SX V4-Modelle, dann allerdings ohne Dropper Post (Origin) oder mit aktuell sehr begrenzter Größen-Auswahl. Mit Fox Performance Elite-Fahrwerk, DT Swiss-Laufrädern und Shimano SLX-Antrieb bietet das SX V4 Essential viel Bang für den hart verdienten Buck – eine gute Wahl für alle, die auf der Suche nach einem Enduro-Bike fürs Grobe sind.
Focus Jam 6.8 – 2.999 €
Pump up the Jam! Das ist das Motto beim Focus Jam 6.8 für 2.999 €. Das Enduro-Bike aus Aluminium bietet 160/160 mm Federweg und die von Focus bekannte F.O.L.D.-Kinematik. Per Flip Chip lässt sich die Geometrie anpassen, außerdem gibt es noch eine praktische Tasche fürs vordere Rahmendreieck, um wichtige Utensilien zu transportieren. Die Ausstattung des Jam 6.8 ist kein absoluter Knaller, aber insgesamt stimmig ohne offensichtliche Schwächen.
Rose Root Miller 3 – 2.299 €
Von deutlich über 3.000 € auf schlappe 2.299 € reduziert ist das Rose Root Miller 3. Der 29er mit 160 mm Federweg bietet für den aufgerufenen Preis eine echte Knaller-Ausstattung – inklusive Fox Factory-Fahrwerk mit edler Kashima-Beschichtung, e*thirteen-Sattelstütze mit 180 mm Hub, SRAM Code-Bremsen und GX Eagle-Antrieb. Gibt es einen Haken an der Sache? Jein. Zumindest zum aktuellen Zeitpunkt ist das Root Miller nur noch in Rahmengröße XL verfügbar. Selbiges trifft auch auf die noch günstigeren, ebenfalls stark ausgestatteten Root Miller-Modelle zu.
Freeride, Bike Park & Downhill
Cube Two15 Pro 27.5 – 2.999 €
Ein vollwertiges Downhill-Bike für unter 3.000 €? Das macht Cube mit dem Two15 Pro 27.5 möglich. Der schicke Alu-Rahmen in gebürsteter Optik ist unter anderem mit einem RockShox-Fahrwerk bestehend aus Boxxer und Vivid ausgestattet, während der SRAM GX DH-Antrieb mit seinen 7 Gängen auch im harten Race-Einsatz sehr bewährt ist. Für die negative Beschleunigung sind Magura MT Thirty-Bremsen zuständig. Der einzige Haken könnte die Laufradgröße sein, denn zumindest vorne sind 27,5″ etwas überholt. Wer sich daran jedoch nicht stört und ein schnelles Gerät für den Bikepark oder das ein oder andere Downhill-Rennen sucht, bekommt hier eine sehr günstige Option.
Commencal Clash Ride Park Edition – 2.677 €
Die Downhill Race-Plattform Supreme ist mittlerweile im deutlich höherpreisigen Segment heimisch, doch zumindest das Commencal Clash gibt es in verschiedenen Ausführungen für deutlich unter 3.000 €. Exemplarisch dafür haben wir das aktuell 2.677 € teure Commencal Clash Ride Park Edition mit Coil-Dämpfer am 170 mm-Heck ausgewählt – vorne stehen sogar 180 mm zur Verfügung. Generell rollt das Clash auf 27,5″-Laufrädern, sodass der Fokus klar auf Fahrspaß und Verspieltheit mit ordentlichen Nehmer-Qualitäten liegt. Das dürfte das Commencal Clash zu einem sehr guten Begleiter für ausgiebige Bike Park-Tage machen. Die Größen-Auswahl ist aktuell zwar eingeschränkt, doch die verschiedenen Modelle unter 3.000 € decken insgesamt eine ordentliche Spanne ab.
Merida One-Sixty FR 400 – 2.999 €
Für knapp 3.000 € bietet Merida mit dem One-Sixty FR 400 ein abfahrtslastiges Bike an, das dank 180 mm Federweg an der Front und DVO-Fahrwerk inklusive Coil-Dämpfer am Heck praktisch keine Grenzen kennt. Serienmäßig mit Mullet-Laufrädern ausgestattet, bietet das One-Sixty FR 400 auch die Option, ein 29″-Hinterrad zu verbauen. Eine Dropper Post mit viel Hub ist ebenso mit am Start wie ein zweckmäßiger Shimano Cues-Antrieb. Ein schönes Detail ist außerdem, dass Merida griffige Continental Kryptotal-Reifen verbaut – am Heck sogar mit stabiler Downhill-Karkasse.
Canyon Torque 5 – 2.699 €
Mit satten 170 mm Federweg ist das Canyon Torque ein pedalierbarer Freerider, mit dem man es ordentlich krachen lassen kann. Am wohlsten fühlt sich das Torque zweifelsohne bergab – auf schnellen Strecken, im Bike Park und auf großen Sprüngen. Dank serienmäßig verbauter Dropper Post und Shimano Deore-Antrieb mit großer Bandbreite ist man beim Alu-Torque aber nicht zwangsläufig auf einen Lift angewiesen. Ein Fox Performance Elite-Fahrwerk und Race Face-Laufräder aus Aluminium runden das stimmig ausgestattete Paket für 2.699 € ab. Einziger Wehrmutstropfen: Aktuell ist das Canyon Torque 5 lediglich in Rahmengröße XL verfügbar.
Ghost Riot EN – 2.999 €
Ebenfalls 2.999 € ruft Ghost für das Riot EN mit 170/160 mm Federweg auf. Der Aluminium-Rahmen rollt je nach Größe auf 29″- oder 27,5″-Laufrädern und bietet eine solide Ausstattung mit RockShox Domain-Federgabel, Coil-Dämpfer am Heck, Dropper Post und SRAM Code-Bremsen. Bei der Geometrie fällt auf, dass das Riot EN tendenziell groß ausfallen dürfte: 663 mm Stack und fast 500 mm Reach sind durchaus eine Ansage. Praktisch ist außerdem die Kabelführung: Statt intern durch den Rahmen laufen die Leitungen am Riot EN auf der Unterseite des Unterrohrs entlang und sind dort durch ein Cover verdeckt. Das sorgt für eine cleane Optik, erleichtert gleichzeitig den Service an der Schaltung oder der Hinterradbremse aber ungemein.
Propain Spindrift 5 AL – 2.999 €
Mit Preisen ab 3.700 € im Konfigurator ist auch die Carbon-Version ein ziemlicher Preiskracher, übersteigt die gesetzte Grenze aber. Das Heavy Metal-Spindrift von Propain schafft es mit einem Einstiegspreis ab 2.999 € hingegen in unser Best Of. Hier hat man die Wahl zwischen 29″, Mullet oder 650b und auch die Ausstattung kann sich sehen lassen: Bei der Basis-Version erhält man unter anderem ein RockShox-Fahrwerk bestehend aus Zeb R und Vivid Coil Select R sowie SRAM DB8-Bremsen mit großen Bremsscheiben, Eagle 70 Transmission und wahlweise Schwalbe Radial-Reifen oder Continental Kryptotals mit passenden Karkassen und Gummimischungen. Lediglich den Umbau auf tubeless sollte man selbst vornehmen, um etwas Geld zu sparen. Ein Upgrade auf eine Dropper Post kann sinnvoll sein – im günstigsten Spec kommt das Spindrift 5 AL mit starrer Stütze.
Welches der Bikes ist dein Favorit?

