MTB Frame Development – Episode 10: Klebetests und Oberflächenvorbereitung
Kavenz bondet weiterhin nicht. Da die Tretlagerteile noch nicht angekommen sind, nutzt Kavenz die Zeit, um den Klebeprozess weiter zu strukturieren und zu testen. In Episode 10 zeigt Kavenz den aktuellen Stand der Versuchsreihe.
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Video: MTB Frame Development – Episode 10
Testaufbau
Für die Tests hat Kavenz mit: 1 mm Aluminium-Proben, pullextrudierten UD-Carbonrohren gearbeitet. Der Versuchsaufbau dient ausschließlich dazu, den Klebeprozess unter reproduzierbaren Bedingungen zu bewerten. Er stellt keine finale Rahmensituation dar, sondern eine vereinfachte Testgeometrie.
Weicon vs. 3M DP490
Verglichen wurden zwei Klebstoffsysteme: Weicon, 3M DP490. Im Test zeigte sich, dass sich die Systeme in der Verarbeitung und im Versagensverhalten unterscheiden. Ein Teil der Proben versagte an der Klebestelle, andere im Carbonmaterial. Die Ergebnisse dienen als interne Entscheidungsgrundlage für die weitere Prozessdefinition.
Oberflächenvorbereitung
Carbon
Ohne vorheriges Anschleifen kam es in den Tests zu Klebeversagen. Mit angeschliffener Oberfläche war das Verhalten reproduzierbarer. Für die weiteren Schritte ist daher eine definierte mechanische Aktivierung der Carbonoberfläche vorgesehen.
Aluminium
Verglichen wurden Handschliff und Sandstrahlen. Da der Handschliff stark bedienerabhängig ist, wird für die nächsten Schritte das Sandstrahlen favorisiert, um eine gleichmäßigere und reproduzierbare Oberfläche zu erzielen.
Aushärtung
Die Versuche haben gezeigt, dass die Aushärtungsstrategie einen deutlichen Einfluss auf das Ergebnis hat. Hier laufen weitere Tests, um eine stabile und reproduzierbare Prozessdefinition festzulegen.
Glasfaser-Zwischenlage
Bei Proben mit Glasfaser-Zwischenlage zeigte sich, dass eine vollständige Benetzung mit Klebstoff entscheidend ist. Unvollständig infiltrierte Bereiche führten zu reduziertem Tragverhalten.
Infusionsversuch im transparenten 3D-Druck-Lug
Um das Fließverhalten des Klebstoffs besser beurteilen zu können, hat Kavenz einen transparenten 3D-gedruckten Lug gefertigt. So lässt sich beobachten, wie sich der Klebstoff im Spalt verteilt und wie die Glasfaser-Zwischenlage benetzt wird. Das Fließverhalten entsprach dabei grundsätzlich den Erwartungen.
Galvanische Korrosion
In den bisherigen Proben sind keine sichtbaren Anzeichen galvanischer Korrosion zwischen Aluminium und Carbon aufgetreten. Langzeitbewertungen sind damit nicht verbunden.
Aktueller Stand
Die neuen CNC-Lugs sind eingetroffen. Gemeinsam mit Compotech wurde außerdem der Prozess zur Rohrvorbereitung weiter abgestimmt. Sobald die Tretlagerteile eintreffen, folgt der nächste Schritt im Projekt.
Was sind eure Erfahrungen mit Klebeverbindungen im Rahmenbau?
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