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Nach 14 Jahren World Cup-Racing: Jack Moir beendet Rennkarriere

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Wie der australische Enduro-Athlet auf Instagram mitteilte, beendet Jack Moir seine aktive Rennkarriere auf World Cup-Niveau. Er werde fortan bei kommenden Enduro World Cups nicht mehr an der Startlinie stehen. Als Gründe nennt der World Enduro Champion von 2021 Burn-out sowie den Wunsch, auch andere Leidenschaften ohne den konstanten Rennstress ausüben zu wollen. Diese Entscheidung habe er bereits zu Beginn der letzten Saison getroffen.

Jack Moir, der 2012 mit 18 Jahren sein erstes World Cup-Rennen in Mont-Sainte-Anne bestritt, gab in einem Instagram-Post seinen Rücktritt aus dem aktiven Racing-Geschehen bekannt. In den letzten beiden Rennsaisons sei es ihm immer schwerer gefallen, eine Balance aus Racing und glücklicher Lebensführung zu finden. Rennen zu fahren bedeute nicht mehr absolut alles für ihn, weshalb er oft mit einem schlechten Gewissen zu kämpfen habe, eine Chance wegzuwerfen, für die er so lange gekämpft habe. Er fühle sich ausgebrannt und habe bereits zu Beginn der vergangenen Saison entschieden, seine aktive Rennkarriere zu beenden.

Das australische Ausnahmetalent konnte 2021 mit fünf gewonnenen World Cups den Overall-Titel in der Enduro World Series für sich entscheiden – sein größter Erfolg auf internationaler Ebene. Bis 2020 nahm Moir auch an Downhill World Cups teil. Doch der 31-Jährige begeisterte nicht nur mit Podiumsplatzierungen, sondern auch mit seiner Vlog-Serie „MoiMoiTV“. Auf dem YouTube-Kanal begleitete er das Renngeschehen und unterhielt zehntausende Zuschauer.

Jack Moirs Mitteilung im Wortlaut:

„Looking back on some of these photos and still wondering how what was suppose to be one gap year between high school and university turned into 14 years of travelling the world, world cup podiums in downhill/enduro and ultimately an enduro world title. I didn’t even make the Aussie worlds team my first year haha. For some reason my success was always a surprise to me, and I ended up achieving way more than I ever thought I could. But I always did put everything into it, tried my best to make the most out of shitty situations, and kept pushing through even when my back was against the wall. I also had the best support network within my parents, family/friends and partner.

The last couple years have been a real struggle for me to maintain a relaxed and happy life outside of racing.

For a while I have had feelings of wanting to retire from racing, but I have still been able to fight for world cup wins, so it has been a constant battle in my mind that I am wasting an opportunity that I have worked so hard for.

But I have just realised that racing doesn’t mean absolutely everything to me any more, and it is not sustainable to force yourself to do the work required to try be the best in the world when you’re not ALL IN.

I am burnt out, and it is time to enjoy some of my other passions in life without them being overshadowed by the constant stress and commitment of racing. So at the start of last season I decided it would be my last year racing world cups.

Really proud and grateful for my journey so far, and am so thankful for everyone that has followed along and supported me throughout my career, whether that be sponsors who made this dream a reality, or all the mad dogs who have yelled at me at the races or watched my videos. I still love riding bikes, and want to direct my time and energy into some cool film projects that I just haven’t had the time to do while being fully focused on training and racing. If there are any brands out there that need a full time content/product development guy, and want to support this new journey with me, hit me up.“

Auf Deutsch:

„Wenn ich auf einige dieser Fotos zurückblicke, frage ich mich immer noch, wie aus dem eigentlich geplanten einen Gap Year zwischen Highschool und Universität am Ende 14 Jahre wurden, in denen ich um die Welt gereist bin, Weltcup-Podestplätze im Downhill und Enduro gefeiert habe und schließlich sogar einen Enduro-Overall-Titel gewinnen konnte. In meinem ersten Jahr habe ich es nicht einmal ins australische DH-Team geschafft, haha.

Aus irgendeinem Grund kam mein Erfolg für mich selbst immer überraschend, und am Ende habe ich weit mehr erreicht, als ich mir jemals hätte vorstellen können. Aber ich habe auch immer alles reingesteckt, versucht, aus beschissenen Situationen das Beste zu machen, und weitergekämpft, selbst wenn ich mit dem Rücken zur Wand stand. Außerdem hatte ich mit meinen Eltern, meiner Familie, meinen Freunden und meiner Partnerin das bestmögliche Unterstützungsnetzwerk.

Die letzten paar Jahre waren für mich eine echte Herausforderung, außerhalb des Rennsports ein entspanntes und glückliches Leben aufrechtzuerhalten.

Schon seit einiger Zeit hatte ich Gedanken daran, vom Rennsport zurückzutreten. Gleichzeitig war ich aber weiterhin in der Lage, Weltcup-Siege einzufahren. Dadurch war es ein ständiger innerer Konflikt, weil ich das Gefühl hatte, eine Chance zu verschwenden, für die ich so hart gearbeitet habe.

Inzwischen habe ich jedoch erkannt, dass Rennsport für mich nicht mehr alles bedeutet. Es ist auf Dauer nicht tragfähig, sich zu der Arbeit zu zwingen, die nötig ist, um der Beste der Welt zu sein, wenn man nicht mehr zu hundert Prozent dahintersteht.

Ich bin ausgebrannt, und es ist an der Zeit, einige meiner anderen Leidenschaften im Leben zu genießen, ohne dass sie vom ständigen Stress und der Verpflichtung des Rennsports überschattet werden. Deshalb habe ich zu Beginn der letzten Saison entschieden, dass es mein letztes Jahr im Weltcup sein würde.

Ich bin sehr stolz und dankbar für meinen bisherigen Weg und unendlich dankbar für alle, die mich während meiner Karriere begleitet und unterstützt haben – seien es die Sponsoren, die diesen Traum überhaupt möglich gemacht haben, oder all die Verrückten, die mir bei den Rennen zugerufen oder meine Videos angeschaut haben. Ich liebe es nach wie vor, Fahrrad zu fahren, und möchte meine Zeit und Energie nun in einige spannende Filmprojekte stecken, für die während des intensiven Trainings- und Rennfokus bisher einfach keine Zeit war. Falls es da draußen Marken gibt, die einen Vollzeit-Mitarbeiter für Content- oder Produktentwicklung suchen und diesen neuen Weg gemeinsam mit mir unterstützen möchten, meldet euch gerne bei mir.“

Überrascht dich der Rücktritt von Jack Moir?

Infos: Jack Moir/Titelbild: Rick Schubert

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