Craft Bike Days 2025: 15 Rennräder und Gravelbikes zum Träumen
Kleiner Ausflug zu unserer Partnerseite Rennrad-News.de – denn natürlich gab es nicht nur Mountainbikes bei den Craft Bike Days zu sehen, auch Rahmenbauer aus der Road- und Gravelwelt waren zu Gast. Was darf’s sein? Ein handgemachtes und vergoldetes Edelstahl-Rennrad? Ein Fixie mit Nautik-Elementen? Ein Carbon Gravel Bike gone 90ies MTB oder ein Titan-Carbon Dreambike? Hier findet ihr alle 15 Rennräder und Gravelbikes der Craft Bike Days im Überblick.
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Video: 15 Rennräder und Gravelbikes des Craft Bike Days 2025
Craft Bike Days 2025: Was passiert im Custom Drop Bar Bereich?
Liebhaber von Custom-Rennrädern und Gravelbikes kommen im Herbst besonders auf ihre Kosten. Wie die Bespoked in Dresden (hier zum Bespoked Bericht) bieten die Craft Bike Days von DT Swiss und Rennrad-News kleinen, aber feinen Herstellern und Handmade-Rahmenbauern eine besondere Bühne für ihre Werke.
„Es ist alles Gold, was glänzt wie Gold“, könnte man frei nach dem Sprichwort einen Mini-Trend bei den Craft Bike Days 2025 im Drop Bar Bereich benennen. Gleich zwei Dreambikes warteten mit Echtgold am Rahmen auf, beide reine Handmade Unikate, die von ihren Machern aus Freude an der Sache und individueller Vorliebe gefertigt wurden. So brachte Big Forest Frameworks aus Potsdam ein reinrassiges Rennrad mit Edelstahlrahmen und vergoldetem Logo, Schriftzug und Sitzdom-Abschluss auf die Bühne in Bielefeld. Und James Buckley von Finnbar Trout Cycles aus Köln verwirklichte sich seinen persönlichen Traum vom Winter-Trainingsrad: mit starrem Gang und optisch und technisch reizvollen Konstruktionen an Gabel und Hinterbau, gekrönt von Blattgold-Applikation im Schriftzug.
Eine Handmade-Messe wie die Craft Bike Days lotet immer auch aus, wie sich Rahmenbau-Technik weiterentwickelt und bietet den Teilnehmenden – 2025 erstmals 42 Rahmenbauer und kleinere Hersteller – willkommene Gelegenheit sich über neue Möglichkeiten auszutauschen. Zwei Beispiele auch dafür: Kocmo stellte ein edles Race Gravel Bike in Verbundbauweise auf Titanmuffen und Carbonrohren vor. Zwar ist die Bauweise nicht neu, aber der „Prototyp“ bot reichlich Gesprächsgrundlage, wie solche Konstruktionen zeitgemäß zu verwirklichen sind und auch Kleinserien Normen-Anforderungen gerecht werden. Dass kleine, aber feine Details und der Schritt zu kleinen Serien statt Einzelanfertigungen sich nicht ausschließen, will Quirk Cycles beweisen. Der Londoner Rob Quirk will 2026 – neben Unikaten mit Custom-Geometrien – auch in Batches Handmade-Rennräder und -Gravelbikes mit festgelegten Geometrien bauen.
Wer auffallen will, ist mit Custom-Rennrädern ohnehin bestens bedient, wie einmal mehr das Futomaki Disc ICR von Cicli Bonanno beweist. Es verkörpert nicht nur klassische Rahmenbau-Tradition in moderner Stahlbauweise, sondern interpretiert auch mit dem Cromo-Velato Look ein klassische Lackierung mit aktuellen Methoden – in einer Berliner Koproduktion mit Velociao. Ähnlich auch das neue Sour Purple Pie, wo eine innovative Pulverbeschichtung den Namen in Farbe überträgt. Das Highlight des Premieren-Bikes, das die Rennrad-News Instagram Community zum Bike of the Show wählte, ist allerdings versteckter: Die Pinion Smart Shift Schaltung mit 1×12 Gängen ist hier erstmals so integriert, dass der Akku zum Laden entnommen werden kann.
Das Votum der anwesenden Rahmenbauer und Produzenten für das Bike of the Show fiel ebenfalls auf ein Drop Bar Bike – das MTB-Technik optisch geschickt integrierte: Mason stellte zusammen mit Rahmenbauer Cicli Barco ein Exposure Sondermodell vor, das mit DT Swiss F132 Gravel Federgabel und Details im entsprechenden Bronze-Metallic-Ton noch offroad-tauglicher wurde, als es ohnehin schon ist. Und nun Vorhang auf für die Bikes im Schnelldurchlauf. In den folgenden Tagen gibt es noch einmal ausführlichere Portraits.
8bar Grunewald
Die Berliner Kultmarke 8bar zeigte mit dem Grunewald ihr erstes Aluminium-Gravelbike mit vollständig integrierter Kabelführung und UDH-Ausfallenden. In der „Community Edition“ wurde es erstmals mit einer DT Swiss Gravel Federgabel gezeigt, optional bleibt die Carbon-Starrgabel. Preislich liegt das Modell zwischen 2.500 und 5.000 €, mit bis zu 45 mm Reifenfreiheit und nur 1,6 kg Rahmengewicht.
Veloheld IconX Miami Edition
Das IconX von Veloheld bekam zur 2025er Ausgabe ein Update mit integrierter Lichtverkabelung, neuer sportlicherer Geometrie und optionaler KSA-18-Ständeraufnahme. In der Miami Edition zeigte es sich farblich auffällig und mit viel Liebe zum Detail. Das Reiserad ist in sechs Größen, wahlweise mit Stahl- oder Carbon-Gabel, ab ca. 3.000 € erhältlich.
Mason Cycles Exposure x Cicli Barco
Das Sondermodell des Mason Exposure, gefertigt bei Cicli Barco in Italien aus Dedacciai Zero Uno-Stahl, überzeugte durch feine Rohrübergänge und eine farblich abgestimmte DT Swiss F132 Federgabel. Mit 50 mm Reifenfreiheit und Bikepacking-Ösen bleibt das Exposure eines der vielseitigsten Adventure-Bikes – zunächst ein One-Off mit klassisch britisch-italienischer Handschrift, sollen eventuell maximal 10 Stück davon gebaut werden.
Sour Bicycles Purple Pie
Noch eine Premiere: Das Sour Purple Pie kombiniert den bekannten Purple Haze-Rahmen mit dem neuen Pinion Smart-Shift-Antrieb. Eine Besonderheit, ist, dass der Akku integriert im eigens gefrästen Stahlteil der Pinion-Brücke sitzt. So kann er zum Laden entnommen werden. Reifenfreiheit bis 55 mm, Stahlrahmen-Fertigung in Sachsen, und ein Preis ab 4.000 € für Komplettaufbauten zeichnen das Sour Purple Pie darüber hinaus aus.
Vanwoid Hunter 2.0
Vanwoid stellte mit dem Hunter 2.0 ein Titan Allroad-Rennrad vor, dessen Look sich am Design klassischer 70er Le Mans Renngeräte im RAW-Look orientiert. Der gebürstete Rahmen zeigt 3D-gedruckte Muffen, integrierte Lichtverkabelung durch den Gabelschaft und Patina-Look. Die Reifenfreiheit liegt bei 40 mm. Eine Finesse: Für den passenden Look wurde die Ansteuerung der SRAM Red XPLR-Gruppe über TRP-Hebel mit Blips realisiert.
Quirk Cycles Mamtor
Das Mamtor Allroad-Rennrad markiert Quirks Einstieg in die Fertigung von Kleinserien. Der vielfach preisdekorierte Stahlrahmen mit 3D-gedruckten Edelstahl-Muffen bietet Platz für 40 mm Reifen, kommt mit Enve-InRoute-Cockpit und kostet £ 4.750 inklusive passendem Vorbau.
Finnbar Trout mit Mantis Gabel
Finnbar Trout, Wahl-Kölner mit britischer Herkunft, brachte ein handgelötetes Fixie, inspiriert vom Bahnsport und dem eigenen Bedarf nach einem Winter-Trainingsrad mit starrem Gang. Der Rahmen besteht aus Stahl, die Gabel ist ein Eigenbau in einer Konstruktion, die Finnbar Trout selbst „Mantis“ nennt, weil sie eine Art Gottesanbeter-Optik besitzt. Mit Goldblatt-Schriftzug!
Don Sebastiano Greeny 2.0
Sebastian Bauer brachte mit dem Greeny 2.0 die überarbeitete Version seines Reisebikes, das mit seiner Trapez-Gabel-Konstruktion schon Lorbeeren auf den Craft Bike Days und der Bespoked Messe erntete. Jetzt hat Don Sebastiano es neu für Pinion-Getriebe ausgelegt und mit Riemenantrieb kombiniert. Selbstgelötete Gepäckträger mit Sonne-und-Welle-Motiv runden das Wiener Reiserad ab.
Craft Bikes Titanium Gravel
Jim von Craft Bikes zeigte ein Titan-Gravelbike mit 3D-gedruckten Titan-Dropouts, Headtube und Yoke. Der Rahmen nutzt Ti-3Al-2.5V / 6Al-4V-Legierungen, wiegt 1,7 kg und ist auf Zuverlässigkeit statt Minimalgewicht ausgelegt. Volle Enve-Cockpit-Suite, 50 mm Reifenfreiheit und rund 7,8 kg Gesamtgewicht zeichnen das Titan Gravel Bike aus Großbritannien zudem aus.
Kocmo Titan-Carbon Prototyp
„Prototyp“ stand noch auf dem Oberrohr des neuen Race Gravel Bikes von Kocmo aus Potsdam. Es handelt sich um ein Hybrid-Konzept: Carbonrohre in Titan-Muffen, 3D-gedruckter Vorbau, internes Staufach im Unterrohr und 55 mm Reifenfreiheit. Trotz breiter Reifen wiegt der Prototyp nur 8,2 kg. Serienstart ist für 2026 geplant, Preisrahmen 12.000–14.000 €.
M83 Velaro
Das Velaro von M83 Cycles nutzt erstmals Columbus XCR-Edelstahl und positioniert sich zwischen Road- und Gravel-Performance. Der Rahmen soll 1.670 g wiegen, das Komplettbike 7,7 kg. 40 mm Reifenfreiheit, Deda-Integration und sportliche Geometrie machen es zu einem leichten Allround-Roadbike „Made in Germany“.
Big Forest Frameworks Edelstahlrenner
Big Forest Frameworks aus Potsdam zeigte ein Edelstahl-Rennrad mit integriertem Sitzdom, vergoldeten Schrauben, vergoldetem Logo und fillet-brazed Rahmen. Der Rahmen dient auch als Lehrprojekt im Rahmen ihrer Rahmenbau-Workshops und beweist, wie filigran Edelstahl verarbeitet werden kann.
Cicli Bonanno Futomaki Disc ICR
Nicolo Bonanno präsentierte das Futomaki Disc ICR, ein Stahlrahmen mit Edelstahl-Hinterbau, Chromo-Velato-Lack und Enve-Integration. Besondere Elemente sind ein Alu-Darimo-Vorbau, 3D-gedruckte Kabelführung und ein Gewicht von 7,8 kg – ein elegantes Custom-Bike mit italienischem Finish.
Arc8 Eero Gravel MTB
Arc8 brachte ein Retro-Sondermodell seines Eero Gravelbikes – im 80er-Design mit violett-gelben Mustern, Flatbar, Garbaruk-Kurbel und Onza Grava 42 mm-Reifen. Das Serien-Eero mit GRX startet bei 4.399 €. Hier verschmelzen 90er MTB-Stil und aktuelle Gravel Carbon-Konstruktion zum Schweizer Gravel MTB Showbike mit einem Augenzwinkern.
Eddy Merckx Pévèle Titanium
Eddy Merckx zeigte erstmals das Pévèle Titanium als Ergänzung zu den bekannten Carbon- und Stahlversionen des Allroad-Rennrades der belgischen Traditionsmarke. Der in Italien gefertigte Rahmen teilt mit den anderen Werkstoffen die Geometrie und bietet 42 mm Reifenfreiheit. Ein Hingucker war der Aufbau mit vollintegrierter Deda-Lenkereinheit mit Clip-on und Auflieger in Sattelhöhe – ein Set-up wie gemacht fürs Ultracycling. Das Musterbike rollte mit SRAM Red XPLR, SON-Dynamo und Vittoria Corsa Pro 38 mm bei rund 8,3 kg. Preislich werden etwa 11.000 bis 12.000 Euro erwartet.
Was ist euer Highlight unter den Rennrädern der Craft Bike Days?
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