Bosch Fontus 18V-6 Bike Cleaner im Test: Mobil & autark gegen den Schlamm
Der Bosch Fontus 18V-6 Bike Cleaner soll euer Bike in Windeseile reinigen und dabei mobil und autark sein. Wir haben den Akku-Hochdruck-Reiniger für euch ausprobiert. Hier gibt’s den Testbericht.
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Bosch Fontus 18V-6 Bike Cleaner: Infos & Preise
Wer kennt es nicht: Die Tour war cool, aber jetzt steht ihr mit einem völlig eingeschlammten Bike auf dem Parkplatz und blickt mit einem unguten Gefühl in euren bislang noch sauberen Kofferraum. Keine schönen Aussichten.
Genau für diese Situation hat Bosch eine kompakte und praktische Lösung im Programm: Der Bosch Fontus 18V-6 Bike Cleaner verfügt über einen integrierten Sechs-Liter-Tank und soll sowohl leichten als auch hartnäckigen Schmutz zuverlässig beseitigen. Für die Stromversorgung ist ein 18 Volt Lithium-Ionen-Akku zuständig, der auch in zahlreichen weiteren Bosch-Geräten Verwendung findet. Dadurch ist der Niedrig-Druck-Reiniger autark und nicht auf Wasser oder Stromversorgung angewiesen – perfekt für den Einsatz auf dem Parkplatz nach dem Biken. Wir haben das mobile Reinigungsgerät für euch getestet.
- neuer mobiler und kompakter Bike-Reiniger
- keine Strom- oder Wasserversorgung nötig
- Tankvolumen 6 Liter
- Gewicht 4,7 kg (leer) / (beladen)
- Maße 420 x 200 x 330 mm
- Akku universeller 18 Volt Lithium-Ionen-Akku
- Druck 2 bis 20 Bar
- Fördermenge 1,2 – 2,2 Liter pro Minute
- Lieferumfang Gerät, Klauenbürste
- Preis (UVP) 154,99 € (ohne Akku und Ladegerät) / 209,99 € (inklusive Ladegerät und 2,5 Ah Akku)
- www.bosch-diy.com
Im Detail
Der Bosch Fontus verfügt über einen von zwei bis 20 Bar einstellbaren Druckbereich und lässt sich wahlweise normal oder im Eco-Modus betreiben. Dabei soll der auf maximal 5 Bar beschränkte Eco-Modus besonders gut für empfindliche Bike-Bereiche geeignet sein. Je nach Modi beträgt die Förderleistung 1,2 – 2,2 Liter pro Minute. Um eine perfekte Reinigungsleistung zu erzielen, stehen vier verschiedene Sprühmuster zur Verfügung: Neben einem Duschstrahl sind auch ein breiter und ein schmaler sowie ein abgewinkelter Fächerstrahl einstellbar. Um das Paket abzurunden, ist im Lieferumfang eine Klauenbürste enthalten.
Im Vergleich zum größeren Fontus 18V (Bosch Fontus Test) kommt der neue Akku-Reiniger kompakter und leichter daher. Passend dazu lassen sich der 2,7 m lange Schlauch und Pistole direkt am Reiniger verstauen. Leer bringt der Bosch Fontus 4,7 kg auf die Waage, im vollen Zustand mit zusätzlichen sechs Litern Wasser sind es dementsprechend rund sechs Kilo mehr. Wer seine Bikes künftig mit dem Bosch Fontus 18V-6 Bike Cleaner reinigen möchte, muss dafür einen Preis von rund 155 € ohne Akku und Ladegerät zahlen. Das Komplettpaket gibt’s für 210 €. Sparen kann man sich dies natürlich, wenn man bereits andere Geräte mit dem Bosch 18 V-Akku und dementsprechend auch schon den passenden Akku in seinem Besitz hat.
Test: Bosch Fontus 18V-6 Bike Cleaner
Was kann der mobile Hochdruck-Reiniger von Bosch? Der erste Eindruck überzeugt. Das kompakte Gerät liegt dank praktischem Tragegriff gut in der Hand und ist mit einem Komplettgewicht (inklusive befülltem Tank) von rund 10 kg auch nicht zu schwer, sondern lässt sich gut handhaben. Dank integriertem Akku und praktischer Wickel-Aufnahme für Schlauch und Spritzpistole ist zudem alles gut am Gerät befestigt und schlackert nicht störend herum. Kompakt und praktisch kann der Bosch Fontus definitiv.
Das Wasser auffüllen ist dank großem und gut abschließendem Deckel problemlos möglich. Allerdings ist es bei unverschmutzten Wasserquellen wie dem eigenen Wasserhahn durchaus sinnvoll, den integrierten Filter herauszunehmen. Dieser reduziert die Durchflussmenge nämlich recht deutlich, wodurch das Befüllen mit Filter länger dauert als ohne. Sollte man allerdings gerade keinen Wasserhahn, dafür aber einen See oder ein anderes Gewässer zur Hand haben, so macht sich der Filter bezahlt.
Bevor es mit dem Bike-Reinigen losgehen kann, braucht man natürlich auch noch Strom. Diesen liefert ein Bosch 18V Akku, der auch in vielen anderen Bosch-Geräten Verwendung findet. Akku und Ladegerät sind im Lieferumfang in der Version für 210 € enthalten, ohne Akku und Ladegerät kostet der Fontus knapp 55 € weniger. Damit der Akku bei der Schaumparty nicht in der ersten Reihe mitfeiert, schützt ihn eine Klappe vor Spritzwasser.
Doch wie ist es um die Kernkompetenz des Bosch Fontus, die Reinigungsleistung, bestellt? Der Hochdruck-Reiniger liefert einen ziemlich starken Strahl, der zwar nicht ausreicht, um den Lack vom Rahmen zu kratzen, aber problemlos sämtliches Fett aus euren Lagern ballert, wenn ihr es darauf anlegt. Was will ich damit sagen? Der Druck von 20 Bar reicht definitiv auch für hartnäckigeren Schmutz aus. Zudem kann das Sprühmuster schnell und einfach verstellt werden. Dafür muss lediglich am Einstellring der Pistole gedreht werden. Auch die Arretierung des Auslösers ist ausgesprochen praktisch und erleichtert den Einsatz spürbar. Für sensiblere Bereiche wie die Hinterbau-Lagerung, das Tretlager oder den Steuersatz bietet sich darüber hinaus der Eco-Modus mit verringertem Druck an.
Summa summarum eignen sich die verschiedenen Sprühmodi und der Druck des Bosch Fontus hervorragend zum Bikeputzen. Egal, ob die grobe Reinigung nach der Ausfahrt auf dem Parkplatz oder auch eine etwas gründlichere Grundreinigung ansteht. Die mitgelieferte Bürste habe ich dabei allerdings nicht wirklich benutzt und stattdessen zu meiner bewährten Muc Off-Bürste mit mehr und vor allem deutlich weicheren Borsten zurückgegriffen. Bewährt hat sich analog zu meiner Bike-Reinigung mit dem Wasserschlauch folgende Abfolge: Entfernen des groben Drecks mit dem gebündelten Hochdruckreiniger-Strahl. Einseifen des Bikes mit der Bürste. Abspritzen des Bikes mit dem Fächerstrahl (in sensiblen Bereichen im Eco-Modus).
Doch reichen Akku-Laufzeit und 6-Liter Wasser wirklich, um ein Bike sauberzumachen? Die Antwort ist: Jein. Bei maximalem Druck mit gebündeltem Strahl hält der Tank im Schnitt etwas über dreieinhalb Minuten. Das reicht, um ein frisch völlig eingeschlammtes Bike oder auch ein nicht ganz so eingeschlammtes, aber dafür eingetrocknetes Mountainbike halbwegs zufriedenstellend zu reinigen. Wer allerdings mehrere Bikes reinigen möchte oder es etwas genauer nimmt, dem dürfte das Tankvolumen von 6 Litern zu gering ausfallen. Hier kann man sich natürlich mit einem zusätzlichen Kanister behelfen, schicker wäre es allerdings, wenn der Fontus ab Werk etwas mehr Tankvolumen mitbringen würde. Mit zusätzlichen zwei Litern wäre ich mehr als nur einverstanden. Damit man nicht abrupt vom schnorchelnden Geräusch des leeren Tanks überrascht wird, hat der Fontus übrigens eine praktische Füllstandsanzeige mit an Bord.
Über die Akkukapazität muss man sich hingegen keine Gedanken machen, ich konnte problemlos acht Tankfüllungen mit dem 4.0 Ah Akku verfeuern. Wenn man genug Wasser zur Verfügung hat, steht einer ausgiebigen Putzorgie also nichts im Wege.
Fazit – Bosch Fontus 18V-6 Bike Cleaner im Test: Mobil & Autark gegen den Schlamm
Der Bosch Fontus 18V-6 Bike Cleaner überzeugt mit seiner kompakten Bauform und der herausragenden Handhabbarkeit. Außerdem können auch der hohe Druck und die verschiedenen Sprühmodi des mobilen Reinigers punkten. Wer ein autarkes mobiles Reinigungsgerät mit langer Akku-Laufzeit sucht, ist hier goldrichtig. Allerdings leistet sich der Fontus Schwächen beim Tankvolumen, hier hätten wir gerne mehr Wasser zur Verfügung gehabt.
Bosch Fontus 18V-6 Bike Cleaner im Test: Mobil & Autark gegen den Schlamm – Pro / Contra
Stärken
- hoher Druck und praktische Sprühmodi
- kompaktes und gut handhabbares Design
- absolut autarkes Reinigen
- lange Akku-Laufzeit
Schwächen
- Tankvolumen gering
Ist ein mobiler Bike-Reiniger für euch eine Option?