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Kein Start in Lenzerheide und Leogang: Myriam Nicole verpasst Downhill World Cup-Auftakt

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Myriam Nicole wird den in Kürze anstehenden Downhill World Cup-Aufakt in der Schweiz und das folgende Rennen in Leogang verpassen. Das hat die Französin via Instagram verkündet. Der Grund dafür sind die Auswirkungen einer Gehirnerschütterung. 

Die ersten beiden World Cups des Jahres werden ohne eine der besten Fahrerinnen stattfinden: Die Französin Myriam Nicole, mehrfache Weltmeisterin und im letzten Jahr auf Platz 2 in der Gesamtwertung, wird den Saison-Auftakt 2023 verpassen. In einem emotionalen Statement auf Instagram hat die Commencal-Fahrerin verkündet, noch immer an den Folgen einer Gehirnerschütterung zu leiden.

Bei einem Trainingscrash im Februar hatte sich Myriam Nicole eine Gehirnerschütterung zugezogen. Nach einer Pause hatte sie sich auch aufgrund des immer näher rückenden Saison-Beginns dafür entschieden, die Symptome zu ignorieren und ihr Training durchzuziehen. Letztlich musste sie diese Bemühungen dann aber komplett abbrechen, da immer stärkere Übelkeit und Sehstörungen aufgetreten sind. Daraufhin hat Myriam Nicole eine vollständige Trainingspause eingelegt. Stattdessen ist sie nun in engem Austausch mit einem Ärzte-Team in der Schweiz, das sich auf die Behandlung von den Auswirkungen von Gehirnerschütterungen spezialisiert hat.

Making this kind of update is DEFINITELY in the top 3 of things I least like to do, but here we go. Last update about this concussion was after 1 week of feeling no symptoms while riding my bike. It was important for me to give news when I was ’sure‘ I was fine. But… that was before riding downhill again… and this messed it all up.

Symptoms while riding came back pretty strong and as PCS treatment is pretty tricky, lopted for the ‚you have to go through this to feel good‘ option. And yes, I did push on thinking this was the way to go… (I could also feel the pressure of the races coming and not being ready). After a week of training and spending a lot of time doing nothing, finally I ended up having to walk alongside my bike because the vision/ pressure/nausea were just too strong. That was exactly more than one month ago.

Since then the symptoms got stronger, even driving or just doing nothing… I’m now here in Zurich, Switzerland thanks to Red Bull I met the specialist who has done tons of tests & most of all, explained to me how to tests & most of all, explained to me how to deal with the symptoms, how my visual systems dependency exaggerates things, and how downhill is a lot about vision with a barrage of information. That’s why it might have been too much for my brain when I jumped back on the bike.

Myriam Nicole

Schon in der Vergangenheit hatte Myriam Nicole mit den Auswirkungen von Gehirnerschütterungen zu kämpfen und damit innerhalb der Downhill-Szene für kontroverse Diskussionen über Sinn und Unsinn der UCI-Richtlinien über den Umgang mit Kopfverletzungen gesorgt. Nach einem Trainingssturz beim World Cup-Auftakt 2022 in Lourdes ging sie trotz offensichtlicher Symptome im Finale an den Start. Untersucht wurde sie nach dem Sturz allerdings nicht von einem unabhängigen Arzt, sondern vom Team-Arzt, der ihr – entgegen der Richtlinien – empfahl, sich aufzuwärmen und dann spontan zu entscheiden, ob sie das Rennen fährt oder nicht. In den Wochen nach besagtem Rennlauf litt Myriam Nicole dann unter starken Gehirnerschütterungs-Symptomen. Folgendes Bild hatten wir damals in unserer Fotostory – ohne zu wissen, wie gravierend die Auswirkungen letztlich sein würden:

# Myriam Nicole hatte kurz vorm Finale einen heftigen Crash. Matsch am Helm und im Gesicht sind normalerweise kein besonders gutes Zeichen - die Rede war hinterher unter anderem von einer Gehirnerschütterung. Wie sehr sie der Sturz bei ihrem Rennlauf beeinflusst hat, ist schwer zu sagen – dass er sie beeinflusst hat, ist aber klar. Bleibt zu hoffen, dass die UCI hier ihr Protokoll für Kopfverletzungen angewendet hat und der Start für die Commencal-Fahrerin aus medizinischer Sicht unbedenklich war.

Das Vorgehen vor rund einem Jahr brachte dem erfolgreichen Commencal-Team viel Kritik ein, denn es hatte den Anschein, als sei das Rennergebnis beim französischen World Cup wichtiger als die Gesundheit. Auch in diesem Zusammenhang wirkt das Statement, das die Französin nun über ihre erneute Gehirnerschütterung veröffentlicht hat, von außen betrachtet zumindest irritierend. Unabhängig davon wünschen wir Myriam Nicole aber eine gute, schnelle und vor allem vollständige Genesung!

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