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XC-WM 2022 – Les Gets: Zeit der Giganten – die Fotostory der XC-Rennen

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Nummer zehn für Nino Schurter, Nummer drei für Pauline Ferrand-Prévot – die Cross-Country-Wettbewerbe der Eliteklasse der WM in Les Gets standen ganz im Zeichen der größten Athlet*innen der Szene: Der Hexenkessel in Les Gets bebte zum Abschluss der langen Rennwoche, die schnellsten Cross-Country-Asse in der U23- und Eliteklasse geizten nicht mit packenden Rennen und verdienten Sieger*innen. Die Weltmeisterschaften 2022 waren in vielerlei Hinsicht ein wahres Spektakel – die besten Bilder gibt’s in der XC-Fotostory frisch geknipst aus Les Gets!

Als Nino Schurter 2009 seinen ersten Weltmeistertitel in einem dramatischen Sprint-Finish gegen den damals so dominierenden Julien Absalon ersprintete, ahnte wohl niemand, wie stark der Einfluss des Schweizers in den folgenden Jahren auf den Cross-Country-Sport sein würde. 13 Jahre später steht der Eidgenosse also erneut auf dem obersten Treppchen einer Weltmeisterschaft und streift sich zum zehnten Mal das Regenbogentrikot über. Für diese faszinierende Leistung gibt es nur eine einzige Beschreibung: Nino Schurter, the G.O.A.T – the Greatest Of All Time!

Aus Sicht der einheimischen Fans dürfte jedoch besonders der Erfolg von Pauline Ferrand-Prévot in Erinnerung bleiben: Bereits beim Short Track-Rennen am Freitag demonstrierte die Cross-Country-Weltmeisterin aus dem Jahr 2019 und 2020 Stärke und stürmte in beeindruckender Manier zum Titel, zwei Tage ließ sie das zweite WM-Gold in genauso überragender Art und Weise folgen. Nach nunmehr zwei Jahren mit vielen Hochs und Tiefs dürfte dieser Erfolg für Ferrand-Prévot eine gewisse Genugtuung sein, viele hatten sie im Zuge der aufstrebenden Talente um Loana Lecomte, Mona Mitterwallner und Co. bereits auf dem absteigenden Ast gewähnt. Doch ein derart großes Radsport-Talent, wie es Ferrand-Prévot allemal ist, sollte niemals gänzlich abgeschrieben werden: In diesem Jahr klappte die Vorbereitung auf das Highlight der Heim-WM präzise wie ein Uhrwerk, der erste Doppel-WM-Erfolg seit der Einführung der Short Track-Disziplin bei Weltmeisterschaften im Vorjahr gibt ihr recht.

# Partytime an der Rennstrecke! - Pauline Ferrand-Prévot begeisterte die Massen der einheimischen französischen Fans mit einem famosen Auftritt, der sie mit einem Vorsprung von mehr als 1:30 Minuten zur Weltmeisterin machte.

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Die unglaubliche französische Bilanz der Weltmeisterschaften mit fünf Gold-, vier Silber- und drei Bronzemedaillen wurde unter anderem auch von den U23-Fahrerinnen und U23-Fahrern unterstützt, die in Person von Line Burquier und Mathis Azzaro bereits am frühen Sonntagmorgen für beste Stimmung bei den einheimischen Fans sorgten. Burquier nutzte den frühzeitigen Aufstieg in die Eliteklasse der wohl stärksten Fahrerin unter 23 Jahren, Mona Mitterwallner, und die Schwäche der Corona-geplagten Laura Stigger und fuhr sich in ihrem ersten Jahr in der Nachwuchsklasse ins Regenbogentrikot. Dass letztlich keine andere Fahrerin der jungen Französin Paroli bieten konnte, gleicht nach den Resultaten der Weltcuprennen in diesem Jahr keiner Überraschung – Weltmeisterschaftsrennen sind jedoch häufig unvorhersehbar, sodass der Erfolg Burquiers nicht unbedingt zum Selbstläufer wurde.

Nur knapp scheiterte ihr Landsmann Mathis Azzaro am Gewinn der Goldmedaille in der U23-Klasse der Herren: Im Gegensatz zum Triumph von Burquier wäre dieser Erfolg eine faustdicke Überraschung gewesen, die es jedoch mit dem Sieg des Italieners Simone Avondetto ebenfalls ist. Der klare Favorit, Martin Vidaurre, zerbrach womöglich am hohen Druck, den er sich vermutlich selbst nach sieben Weltcuperfolgen bei acht Rennen auferlegte. Regelrecht bitter ist letztlich die Holzmedaille für den Chilenen, der sich jedoch angesichts seiner bisherigen Dominanz in der U23-Klasse keine Sorgen um die Zukunft machen muss. 2023 geht Vidaurre erstmalig in der Eliteklasse an den Start und wird dort mit Sicherheit weit vorne durchstarten.

Die Weltmeisterschaften aus deutscher Sicht verliefen größtenteils durchwachsen: Mit Ausnahme des hervorragenden Auftritts der deutschen Junior*innen inklusive dem WM-Triumph von Paul Schehl und einigen Lichtblicken wie dem starken 13. Rang von Julian Schelb bei den Herren und dem siebten Rang von Luisa Daubermann in der weiblichen U23-Klasse, blieben Hoffnungen auf Top-Resultate unerfüllt. Die Top-Kandidaten auf vordere Platzierungen wie Luca Schwarzbauer oder Max Brandl waren aus verschiedensten Gründen zu sehr gehandicapt, um ihr volles Leistungspotenzial abzurufen, zudem fehlten einige nationale Größen wie Nina Benz oder Ronja Eibl verletzungsbedingt gänzlich. Nächstes Jahr, nächste Chance – dann geht’s ab in die schottischen Wälder nach Glentress!

Fotostory Damen

# La course dernière! - Zum Abschluss des wahren WM-Spektakels in Les Gets rückten die französischen Fans einmal mehr in Großzahl an die Rennstrecke, um die schnellsten XC-Asse anzufeuern.
# MTBNews
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# Jolanda Neff blickt voller Vorfreude auf die anstehende Hatz ums Regenbogentrikot - Im Short Track klagte die Eidgenossin zwei Tage zuvor noch über Magenprobleme, diese schienen nun verflogen zu sein.
# Los geht die Reise in die Wälder in den französischen Alpen für die schnellsten Damen des Planeten
# Von Beginn an ließ Pauline Ferrand-Prévot keine Zweifel aufkommen, wer sich den WM-Titel sichern würde. - Bereits nach der ersten Runde lag die Französin mit großem Vorsprung vorne, im Ziel verwies sie die Konkurrenz um stolze 1:35 Minuten.
# Die Landsfrau Ferrand-Prévots, Loana Lecomte, versuchte zunächst zu folgen, doch die Europameisterin erwischte nicht den allerbesten Tag. - Sie fiel zurück auf den fünften Rang, schob sich am Ende aber noch auf Position vier.
# Alessandra Keller fuhr ebenfalls eine starke erste Rennhälfte und schien lange Zeit in der Lage, eine Medaille gewinnen zu können. - Bei der Schweizerin schwanden jedoch in den letzten beiden Runden die Kräfte, sodass sie von Position drei auf Rang fünf durchgereicht wurde.
# Haley Batten scheint pünktlich zu den Weltmeisterschaften in Form gekommen zu sein - Von Beginn an zeigte sich die US-Amerikanerin präsent in der Verfolgung von Pauline Ferrand-Prévot und lag zwischenzeitlich auf Position zwei. Dann musste sie Jolanda Neff passieren lassen, schaffte aber den Sprung auf Rang drei.
# Jolanda Neff pirschte sich nach einer schwächeren Startphase an die Verfolgerinnen von Pauline Ferrand-Prevot heran und schob sich drei Runden vor Schluss auf den Silberrang. - Diesen verteidigte sie letztlich bis ins Ziel.
# Die Gesamtweltcupführende Anne Terpstra fuhr abermals ein solides Rennen, das mit Rang sechs belohnt wurde.
# Freiwillig stieg Mona Mitterwallner bereits in diesem Jahr in die Eliteklasse der Damen auf und sorgte bei den Weltmeisterschaften direkt für Furore. - Die Österreicherin, die eigentlich erst in ihrem zweiten Jahr in der U23-Klasse fahren würde, wurde starke Siebte im Elitefeld der Damen.
# Mitunter die größte Überraschung des Tages - Die Dänin Malene Degn kletterte auf Rang acht.
# Von Rang elf nach der Startunde schob sich Degn zwischenzeitlich bis auf Rang sechs vor, musste dann aber noch zwei Plätze hergeben.
# Französische Partytime! - Pauline Ferrand-Prévot jubelt über ihren dritten WM-Erfolg in der Eliteklasse der Damen nach den Erfolgen 2019 und 2020.
# Etwas enttäuscht, aber keineswegs gefrustet fuhr Loana Lecomte bei ihrer WM-Premiere in der Eliteklasse auf Rang vier.
# Eine Woche zuvor gratulierte Pauline Ferrand-Prévot noch ihrer Landsfrau zum Gewinn des Europameistertitels, nun durfte Lecomte Ferrand-Prévot zu ihrem WM-Erfolg beglückwünschen.
# MTBNews
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Fotostory Herren

# WM-Titel Nummer 10? Ja, bitte! - Nino Schurter gilt seit mehr als einer Dekade stets als einer der Kandidaten für einen Triumph bei den Weltmeisterschaften, was er in Les Gets einmal mehr eindrucksvoll unter Beweis stellte.
# Nach seinem überaus souveränen Erfolg bei den Europameisterschaften in München galt jedoch Tom Pidcock als großer Favorit auf den WM-Sieg. - Der Brite musste jedoch aufgrund seiner mangelnden Weltranglistenpunkte von Startposition 53 ins Rennen gehen, was sich als zu großes Handicap erweisen sollte.
# In dieser Saison eine wahre Bank für Top-Resultate: David Valero
# Die französischen Fahrer um Maxime Marotte und Co. standen vor ihrem Heimpublikum besonders im Fokus - Als Favoriten auf den Sieg galten sie nicht unbedingt, doch mit dem Antrieb der heimischen Fans im Rücken durfte man sie keineswegs unterschätzen.
# MTBNews
# Nino Schurter forcierte von Beginn an das Rennen der Elite-Herren, mit dem Wissen der Gefahr des Briten Tom Pidcock, der früher oder später zur Spitze aufschließen würde.
# MTBNews
# Filippo Colombo mischte auf seinem BMC-Prototyp ebenfalls an der Spitze des Rennens mit - Der Eidgenosse konnte jedoch nicht ganz an die Top-Resultate der vergangenen Wochen anknüpfen und fiel bis auf den neunten Rang zurück.
# Jordan Sarrou fuhr anfangs ein sehr starkes Rennen und blieb lange Zeit in der Spitzengruppe vertreten. - In der zweiten Rennhälfte musste er schließlich die vier Hauptprotagonisten des Rennens, Nino Schurter, David Valero, Luca Braidot und Tom Pidcock ziehen lassen. Letztendlich wurde er Sechster.
# Tom Pidcock fliegt durch das Feld an die Spitze - Drei Runden benötigte Pidcock, um sein Starthandicap zu egalisieren und an der Spitze anzuklopfen. Alles schien vorbereitet zu sein für eine abermals beeindruckende Solofahrt wie eine Woche zuvor bei den Europameisterschaften...
# Alan Hatherly unterstrich in Les Gets seine unfassbare Konstanz in der Weltspitze - Rang sieben für den Südafrikaner.
# Wenn Victor Koretzky in diesem Jahr auf dem Mountainbike in die Pedale tritt, sorgt er für Furore - In Les Gets konnte er nicht ganz in den Medaillenkampf eingreifen, schaffte jedoch als Achtplatzierter den Sprung unter die besten Zehn.
# Das Spitzenquartett, das letztlich den Medaillenkampf unter sich ausmachte - David Valero, Nino Schurter, Luca Braidot und Tom Pidcock (von vorne) konnten sich vom rest des Feldes absetzen und fuhren ab Runde vier von sieben an der Spitze.
# Luca Schwarzbauer, top gesetzter deutscher Fahrer, fuhr in Les Gets seiner Form der vergangenen Wochen etwas hinterher - Anfangs noch unter den besten zwanzig Fahrern positioniert, fiel er bis auf Rang 54 zurück. Dafür umso erfreulicher: Julian Schelb fuhr auf einem beachtlichen 13. Rang.
# Eine Attacke von Nino Schurter brachte schließlich Tom Pidcock und Luca Braidot ins Hintertreffen - David Valero (vorne) und Schurter fuhren somit gemeinsam in die letzte Runde des Rennens.
# Nino Schurter
# David Valero
# Dort setzte sich Schurter eingangs der letzten Abfahrt an die Spitze und fuhr unmittelbar eine kleine Lücke auf Valero heraus - Diese verteidigte der Titelverteidiger letztlich bis ins Ziel und konnte dort ausgiebig feiern.
# WM-Titel Nummer 10 für den erfolgreichsten Mountainbikesportler aller Zeiten - Chapeau!
# MTBNews
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# Mit Bronze nach einer starken Saison sicherlich zufrieden - Der Italiener Luca Braidot ist einer der Aufsteiger des Jahres.
# Auch beim zehnten Mal scheint die Freude so groß wie bei der Premiere zu sein - Nino Schurter ist und bleibt ein wahres Phänomen!
# Die drei glücklichen Medaillengewinner der WM 2022 der Eliteklasse der Herren: Valero, Schurter, Braidot (von links nach rechts)
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Fotostory U23-Damen

# Den Auftakt des Renntages machten die U23-Damen - Um 9 Uhr früh ging es für Nachwuchstalente auf den Rundkurs in Les Gets
# MTBNews
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# Anfangs setzte sich eine siebenköpfige Spitzengruppe im Feld der U23-Damen ab, doch bereits in der zweiten von fünf zu fahrenden Runde setzte sich die spätere Siegerin Line Burquier an der Spitze ab. - Die Französin fuhr im Anschluss einen komfortablen Vorsprung heraus und fuhr solo dem Ziel entgegen.
# Die Dänin Sofie Pedersen mischte im Verfolgerinnenfeld im Kampf um die Silber- und Bronzemedaille kräftig mit. - In der letzten Runde schob sich die Dänin noch an der Italienerin Giada Specia vorbei auf den Bronzerang.
# Die Niederländerin Puck Pieterse auf dem Weg zur Silbermedaille - Pieterse konnte in Les Gets ihrer bis dato ärgsten Kontrahentin bei den vergangenen Weltcuprennen in diesem Jahr, Line Burquier, in Les Gets nicht Paroli bieten, doch letztlich dürfte die Niederländerin mit der Silbermedaille durchaus zufrieden sein.
# Jubel bei Line Burquier!
# In ihrem ersten Jahr in der U23-Klasse ist die Französin bereits oben auf und fährt nun für ein Jahr im Regenbogentrikot.
# Celebration Time bei Burquier, Pieterse und Pedersen!
# MTBNews

Fotostory U23-Herren

# Mit Style rollt der große Favorit in der U23-Klasse an die Startlinie - Martin Vidaurre, Sieger von sieben der acht Weltcuprennen in diesem Jahr, versuchte in Les Gets seinen Titel in der Nachwuchsklasse zu verteidigen. Das jedoch ohne Erfolg: Am Ende belegte der Chilene nur den vierten Rang.
# Der Überraschungsmann des Tages - Der Italiener Simone Avondetto mischte in der jüngeren Vergangenheit immer wieder ganz vorne im U23-Feld mit und galt im Vorfeld bereits als Medaillenkandidat. Dass er letztlich um Gold kämpfen würde, dürfte er wohl im Vorfeld nicht unbedingt erwartet haben.
# MTBNews
# Starker Auftritt des Schweizers Luca Schätti - Anfangs in der Spitzengruppe platziert, schob sich Schätti in der vorletzten Runde an Martin Vidaurre vorbei auf den Bronzerang und gab diesen auch nicht mehr her.
# Vor heimischem Publikum knapp am großen Coup gescheitert - Mathis Azzaro fuhr lange Zeit mit Simone Avondetto an der Spitze, musste aber am Ende dem Italiener den Vortritt lassen.
# In der vorletzten von sechs zu fahrenden Runde löste sich Simone Avondetto an der Spitze entscheidend und fuhr der Goldmedaille entgegen.
# Freude pur beim Italiener: Das Regenbogentrikot kam durchaus überraschend für Avondetto.
# Freude und Ungläubigkeit in einem Bild vereint - Der U23-Weltmeister Simone Avondetto
# MTBNews
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# Jedes Spektakel muss ein Ende haben! - Les Gets 2022 ist Geschichte, 2023 geht's für die Cross-Country-Stars der Szene in Schottland um die nächsten Regenbogentrikots.

Schurters Nummer 10 oder Ferrand-Prévots Nummer 3 – welche Leistung hat euch am Wochenende am meisten beeindruckt?


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